20 Jahre krank, kein Befund

05.03.08 18:01 #1
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20 Jahre krank, kein Befund

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Hallo zusammen.
Meine Zweifel bezüglich Borreliose bleiben. Untermauert wird dies dadurch das mein Vater ja ähnliche Probleme hat. Der Zufall erscheint mir doch zu groß, eine erbliche Sache scheint mir plausibler.
Das Thema mit dem Neurostress-Ergebnis beschäftigt mich stärker. Wenn man so starken Serotonin und Cortisolmangel wie ich hat, die möglichen Symptome dann addiert, dann würde sich meine schlechtes Befinden erklären lassen.
Die Ursache fehlt natürlich noch.
Damals hatte ich mal einen Zuckerprovokationstest. Der Blutzucker hatte so starke Schwankungen, das der Arzt dann von Messfehlern sprach. Heute denk ich, das es keine Waren. Wenn der Mangel an Cortisol oder Serotonin Reizdarm oder ähnliches macht, erklärt sich auch, warum alle Bemühungen die Darmflora in Ordnung zu bringen scheiterten. Unter anderem Symbioselenkung.

Nun hab ich bei der Suche nach Infos den Hinweis gefunden, das SSRI Cortisol erhöhen. SSRI und Cortisol googeln !
Ich hatte vor etwa 10 Jahren schon mal eine sehr schlimmer Phase. Damals bekam ich 1 Jahr lang Fevarin (SSRI). Mir ging es damals langsam besser und sogar so gut, das man fast von normal reden konnte. Es wurde also das Serotonin "gestaut" und eventuell das Cortisol erhöht. Jedoch blieb das Gefühl krank zu sein, ich wurde nicht gesund davon.
Was half mir nun ?
Es als Mittel der Wahl zu sehen, ist nicht was ich sagen will. Jedoch geht nix voran und ich denke drüber nach es als Selbsttest zu machen.
Vorab würde ich aber gerne mal zu einem Endokrinologen gehen und mein Neurostressprofil besprechen. Oft wird der Cortisolmangel ja mit Cortisoltabletten behandelt. Warum Dr. M das nicht macht werde ich besprechen, den es geht mir zu schlecht um auf langsame Genesung zu hoffen. Eine Sicherheit hab ich ja auch nicht das es besser wird.
Wer zufällig einen guten "Hormonarzt" im Kreis Ravensburg weis, kann sich melden.
So, das waren meine Gedanken. Über Bemerkungen würde ich mich wie immer freuen.
Gruß vom Süden

20 Jahre krank, kein Befund
Weiblich Blue68
Hallo fak,
eine Frage:Warum bleibst Du nicht bei Deinem Umweltmediziner und sagst ihm Deine Zweifel?
Hat er nichts zu sagen zu Deinem Neurostressprofil?Zum Cortisol?
Zum Serotonin weisst Du doch dass es oft zu niedrig ist, bei Borrelieninfektionen.
Je mehr ich mich einlese in das Thema, desto mehr merke ich, dass es scheinbar immer wieder grosse Unterschiede im Befinden gibt.Mit AB ohne AB,....mit Alternativen..ohne...Was hat denn Dein Vater für Symptome?Hatte der auch eine Borrelieninfektion?
Wie lange nimmst Du denn überhaupt schon Antibiotika?
Die ruinieren ja auch die Darmflora.
Die Borreliose scheint ein Ungetüm zu sein, dass sich mit ganz vielen anderen Krankheitsbildern überlappen kann....oder die durch sie entstehen?????Oder nebeneinander existieren?
Warum fragst Du Deinen Doktor nicht zu diesen Dingen...er ist doch Umweltmediziner und kein so vernagelter Allgemeinarzt.
Von Spätborreliosen aus dem Bekanntenkreis weiss ich nur eines:Allen geht es immer wieder nicht gut.Ich glaube dass alles was gut für´s Immunsystem
schlecht für die Borreliose ist;langfristig gesehen.
Grüsse ebenfalls aus dem Süden,der nun nicht mehr so heiss ist...
Blue68

20 Jahre krank, kein Befund

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Hallo Blue.
Mein Doc ist grad im Urlaub, nächste Woche ruf ich ihn aber an.
Er hat das Neurostressprofil ja gemacht, aber er behandelt es halt "sanft".
Das Problem liegt glaub darin, das sich die Ärzte und Mitmenschen nicht vorstellen können wie schlecht es einem geht, obwohl ich das natürlich versucht hab zu vermitteln.
Ich habe beschrieben wie meine Therapie aussieht, kannst es vorne lesen.
Ich bekomme Stossweise AB, 1 Woche und dann 4 Wochen Pause. Für die Nebenniere Vitamine usw. und dann noch das Viathen für Entzündungen und Immunsystem.
Ich habe natürlich gehofft das es mir wenigsten langsam besser geht, aber das ist nicht so. Im Moment sogar rückläufig.
Hopf-Seidel empfiehlt ja auch SSRI und sie begründet es auch.
Weiss auch nicht, die Borreliose ist so schwammig, mein Vater hat sehr ähnliche Beschwerden. Sie decken sich zu 80 Prozent. Er hat noch keine so ausgiebigen Tests gemacht wie ich (Borreliose-LTT, etc.). Beim normalen Borreliose-Test der Kasse war mal positiv, dann wieder negativ.
Beide Borreliose, beide Pech gehabt, beide mit denselben Auswirkungen ?
Gruß

Geändert von fak2411 (28.05.09 um 16:59 Uhr)

20 Jahre krank, kein Befund

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Zustand unverändert schlecht, Zähneputzen ist sogar eine Herausforderung.
Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen provoziert Schwindel, starker Puls, Schwäche. Mehr Details wäre lamentieren, aber jeder kann sich seine eigenes Bild machen.

Ich habe schon vieles über Borreliose entdeckt, dies hier ist mir neu.
www.b-c-a.de/fileadmin/img/bc...udie020309.pdf

Jedoch bekam ich immer wieder den Hinweis, das die Verbesserung der Symptomatik auch durch den antientzündlichen Effekt der AB hervorgerufen werden kann.
Bei mir wurde auch das TNF-alpha und Interleukin-1 getestet, wo die Werte sehr hoch waren. Durch chronische Entzündungen wird wieder die Nebenniere geschwächt und das Cortisol ist im Keller. Cortisol ist antientzündlich.
Nach 4 Wochen Doxy ging es mir etwas besser, blieb aber nicht so.
OPUS - Anti-inflammatorische Eigenschaften von Makrolid-Antibiotika bei akuter Lipopolysaccharid-induzierter Entzündung - Lotter, Kristina

Was war zuerst, das Huhn oder das Ei ?
Gruß

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fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Übrigens wird in diesem Artikel auch die Reduzierung des NO durch das AB
berichtet !
OPUS - Anti-inflammatorische Eigenschaften von Makrolid-Antibiotika bei akuter Lipopolysaccharid-induzierter Entzündung - Lotter, Kristina
Gruß

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jezebel007 ist offline
Beiträge: 1
Seit: 10.06.09
Hallo fak,

solltest Du die Möglichkeit nochmal in Betracht ziehen, dass die Wirbelsäule (HWS etc) mit Deinen Problemen zu tun hat, würde ich es mal mit Chiropraktik versuchen. NICHT Chirotherapie bei nem Orthopäden o.ä., sondern "richtige" und sanfte Chiropraktik.
In Lindau gibt es einen wohl sehr guten Chiropraktiker.

Beim Chiropraktik-Bund gibts viele Informationen, auch welche Wirbel für welche Organe "zuständig" sind. Somit können viele Deiner Symptome auch bestimmten Wirbeln zugeordnet werden.

Chiropraktik-Home

Viele Grüße und gute Besserung!

20 Jahre krank, kein Befund

erniecie ist offline
Beiträge: 71
Seit: 01.09.09
Hallo,

ich habe diesen Thread leidenschaftlich gelesen, und viele Parallelen zu meinen letzten 25 Jahren gesehen. Schleppe eine ähnliche Problematik schon etwas länger mit mir rum...

Bei mir ist allerdings der Schwerpunkt der Problematik ein äusserst schlechter Schlaf!

Ähnliche Diagnosewege:
- Depression
- Angstzustände
- Burn-Out
usw.

Ich hatte das "Glück", das im Januar endlich bei mir eine schwere Schlafapnoe festgestellt wurde. Zum Einen bedeutet dies, das die starren Mediziner endlich mal was zum Anfassen hatten und ich nicht immer direkt in die NeuroPsychoecke geschoben werde. Zum Anderen hat sich die Symptomatik (dank einer CPAP Therapie) direkt um ca. 30% verbessert. Der wenige Schlaf den ich nun habe ist endlich auch mal erholsam!

Leider erkennen die Schulmediziner nicht wirklich an, das Sie mein Problem nicht mit Antidepressiva in den Griff bekommen. Herzrasen und trübe Sicht gehen davon nicht weg. Hab auch schon eine Menge selbst probiert und einige Sachen helfen mir immer wieder über die Runden um Kraft für einige Wochen zu tanken. Leider hilft einiges immer nur eingeschränkt:
- Trevilor (einiges AD, was wirklich eine gute Besserung bringt, ausser halt die köperlichen Symptome bleiben!!! Vermutlich wg. Noradrenalinsteigerung)
- AtkinsDiät (Für mich als Fleischliebhaber super, hilft mir drei bis vier Monate, leider ist die Wirkung sehr eingeschränkt)
- Lactulose (Wurde auch schon mal im Thread erwähnt, bin ich durch Zufall drauf gestossen, da ich einen Verdacht auf Zirrose hatte--> Ammoniak --> Symtome wie hier beschrieben), die hilft sehr gut, aber nur eine Woche!
- Ramipril, wirkte einmal ca. 3-4 Tage--> Alle Symptome waren wie weg geblasen!
- Medikinet (leider nur auf BTM Rezept). Nun ist man der Meinung das ich ADS habe...aber das Zeug hilft deutlich (leider auch nur im Kopf, aber es lässt mich wieder "funktionieren" und auch Arbeiten!)
- Remergil (Noradrenalin- und Serotoninaktivator)--> Durchschlagende Wirkung bei meinen Schlafproblemen. Ultratiefer Schlaf, aber mit ordentlichem Jet-Lag

Da ich eine Ausbildung als Chemielaborant habe, bin ich zur Zeit bei der stoffwechseltechnischen Analyse der Problematik und der oben beschriebenen Wechselwirkungen.

Wer mal googeln möchte:
- Typtophanstoffwechsel
- Serotonindefizitsyndrom
- oder halt die Nebennierenschwäche
- Histaminintoleranz
(Von so Sachen wie Candida, Quecksilber oder Borrelien bin ich nicht so überzeugt, aber natürlich kann so was ganz am Anfang der Wirkungskette stehen)

An dieser Stelle möchte ich kurz auch die Wirkung der selektiven SerotoninWiederaufnahmehemmer(SSRI) dokumentieren. Sicherlich helfen diese bei dieser Krankheit, und vermutlich ist ein Serotoninmangel auch mit eine Treppenstufe auf der Symptomleiter, allerdings muss man "technisch" hier unterscheiden: Es gibt Serotonin im peripheren Netz (also im Körper) und ein weiteres System im Hirn. Beide sind voneinander getrennt und die sog. Blut-Hirn Schranke stellt hier auch eine Barriere dar. In beiden Systemen wirkt Serotonin und zwar auf unterschiedliche Weise. Wenn ich nun mit einem SSRI einen Serotoninüberschuss im synaptischen Spalt (Hirn) erzeuge, so hebe ich natürlich nur einen Teil des Systems an. Weiterhin wird nicht die Serotoninproduktion gesteigert, sondern nur der Abbau verlangsamt. Mit etwas logischem Denken und der Annahme das Serotonin nur im Blut gemessen wird, sieht man die Sache nun ich einem anderen Blickwinkel.

Nun, dank der neuen Behandlung mit dem Medikinet habe ich auf jedenfall wieder die Kraft bekommen mein Problem zu lokalisieren und hoffe einigen von euch evtl. einen Tipp oder einen Weg zeigen zu können.

Grüße

Ernie

20 Jahre krank, kein Befund

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Hallo liebe Mitleser, hallo Ernie.
Ich habe lange nichts geschrieben. Warum ? Meine Beschwerden wurden so stark, das ich 2 Wochen im Krankenhaus war. Weil man nichts fand und ich körperlich "gesund bin", kam die Empfehlung, das ich in die Psychatrie gehen sollte. Ich habe mich gewehrt, aber mir blieb Aufgrund meines Zusatandes nichts anderes übrig. Dort war ich dann 6 Wochen stationär und 2 Wochen Tagesklinik. Am 14. Sep. komme ich in eine Klinik für Psychosomatik.

Ernies Post hat mich dazu bewegt, etwas zu berichten. Interessant ist es deshalb, weil ich ja SSRI bekomme.
Ich will mir Gedanken machen und werde berichten. Eines will ich aber vorweg sagen. Ich bin sehr froh das ich dort war !!!

Bis bald......

20 Jahre krank, kein Befund
Weiblich Blue68
Hallo fak,

schön mal wieder von Dir zu hören.Ich will Dich jetzt nicht mit Fragen traktieren.
Ich hoffe einfach Dir geht es besser.

Ganz liebe Grüße von Blue

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fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 791
Seit: 18.02.08
Danke das ich in kurzer zeit von dir und PN so herzlich begrüsst wurde.
Gruss


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