Herzstolpern macht mich irre!

28.12.15 19:58 #1
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AW: Herzstolpern macht mich irre!

margie ist offline
Beiträge: 4.741
Seit: 02.01.05
Der erhöhte Bedarf an allen möglichen Micronährstoffen kommt bei mir auch von den Amalgamfüllungen. Das bestätigten mir auch die Ärzte entsprechend so.
Ich hatte auch rd. 20 amalgambehandelte Zähne mit relativ häufigem Wechsel der Füllungen.
Aber ich führe dennoch meine Probleme nicht darauf zurück. Vielleicht sind 10 % meiner Probleme, wenn ich es hoch schätze, davon.
Aber ich denke, dass eine Schadstoffbelastung immer mit anderen Schwachstellen eines Menschen zu tun hat. Wer z. B. Genträger für bestimmte Krankheiten ist oder solche Krankheiten hat (ohne es evtl. zu wissen), der verträgt eben nicht sooo viele Schadstoffe.

Nur allein das Amalgam für die Gesundheitsstörungen verantwortlich zu machen, kann dazu führen, dass man die eigentlichen Ursachen nie sucht.

lg
margie
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Herzstolpern macht mich irre!

blunsi ist offline
Beiträge: 353
Seit: 14.05.14
Hallo Margie,

20 Füllungen. Das ist ja mal eine Hausnummer.

Quecksilber führt u.a. zur Hemmung von Enzymen, was praktisch einer genetischen Ursache gleich kommt, und kann so bspw. auch zur Porphyrie führen:

Erworbene Porphyrien

Vergiftungen z. B. mit Blei, Quecksilber oder bestimmten Pflanzenschutzmitteln schädigen Enzyme der Häm-Biosynthese und verursachen die gleichen Symptome wie die jeweilige genetisch bedingte Porphyrie.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Porphy...ene_Porphyrien
Wenn man dann noch irgendwie, eh schon genetische Schwächen, bspw. bei der Porphyrinsynthese hat, dann reagiert man sehr empfindlich und kann auch schon schwere Symptome bereits bei nur wenigen Füllungen entwickeln. Diese Fälle gibt es hier auch im Forum.

Probleme bei der Porphyrinsynthese bspw. ziehen dann einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Problemen nach sich, wie z.B. eine eingeschränkte Entgiftungsfähigkeit, da Häm u.a. die prosthetische Gruppe der P450-Enzyme der Phase I bei der Entgiftung bilden, welche auch bei der Synthese und dem Abbau von Steroidhormonen mitwirken usw. Weiterhin findet sich Häm auch im Myoglobin, wodurch es eben auch zu Muskelproblemen durch Schwermetalle kommen kann. Usw. Einfach mal selber weiter recherchieren...

Abgesehen von der Hemmung von Enzymen, schädigt Quecksilber aus Amalgam erheblich die Darmflora und führt zu oxidativem Stress... D.h. wenn Du Amalgam im Mund hast (je nach dem wie viel usw.) dann hat Dein Körper immer eine ganz erhebliche Belastung zu kompensieren. Je nach Anzahl der Füllungen, Liegedauer, Verarbeitung usw. kommt es dann regelmäßig, früher oder später zu Problemen...

Viele Grüße blunsi
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AW: Herzstolpern macht mich irre!

JimKnopf74 ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 11.11.15
Hallo und danke an alle für die zahlreichen Antworten.
Ich hatte auch 5 Amalgam Füllungen. Unter einer war eine Entzündung, die jedoch nicht die üblichen Zahnschmerzen verursachte. Ich hatte aber ca alle 8 Wochen eine Erkältung. Die fing immer damit an, dass es unter besagtem Zahn kitzelte. Vor 8 Jahren ließ ich die Füllungen entfernen. Seitdem ist zumindest Ruhe mit den ständigen grippalen Infekten.
Die Vermutung liegt nahe, dass durch die Entzündung unter der Füllung sehr viel Quecksilber in den Organismus gelangt ist.
Werde demnächst bei meiner Heilpraktikerin mal einen Mobilisationstest machen lassen, um zu sehen wie hoch die Belastung ist.

LG JimKnopf

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exMarkus83 ist offline
Beiträge: 431
Seit: 05.07.15
Zitat von JimKnopf74 Beitrag anzeigen
Werde demnächst bei meiner Heilpraktikerin mal einen Mobilisationstest machen lassen, um zu sehen wie hoch die Belastung ist.
Für den Mobilisationstest braucht man doch einen verschreibungspflichtigen Chelatbildner oder habe ich da was verpasst?

AW: Herzstolpern macht mich irre!

margie ist offline
Beiträge: 4.741
Seit: 02.01.05
Hallo JimKnopf,

Werde demnächst bei meiner Heilpraktikerin mal einen Mobilisationstest machen lassen, um zu sehen wie hoch die Belastung ist.
Falls Du das machen lässt, lasse dann bitte auch das Kupfer mit untersuchen.
Denn zum einen ist Kupfer auch Bestandteil des Amalgams und zum anderen kann ein hoher Wert auf eine Krankheit mit chron. Kupfervergiftung hinweisen, die ich habe ... die Kupferspeicherkrankheit.
Diese sollte man m. E. immer bei auffälligen Kupferwerten ausschließen, denn wer die hat, hat sicher auf jeden Fall ein Problem, Kupfer und andere Schwermetalle richtig ausscheiden zu können.

Du hast hier Symptome genannt, die auf diese Leberkrankheit passen könnten:
http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...-probleme.html
Schwindel, Müdigkeit, Verspannungen am gesamten Rücken (vor allem am Nacken), Schlafstörungen (noch vor einem Jahr war teilweise gar kein Schlaf möglich. Jetzt meistens aufwachen nach 5 Stunden), Magen-Darm Probleme (vor allem morgens dünner Stuhlgang, Blähungen), Gereiztheit, depressive Stimmung (durch die zahlreichen Symptome), Lustlosigkeit, wenig bis keine Energie, Sehstörungen (Blitze, mouche volantes), Herzrasen, Atemnot.
Doch evtl. würde auch eine andere, noch häufigere Leberkrankheit diese Symptome erklären können. Die Eisenspeicherkrankheit
Bei ihr scheidet man das Schwermetall Eisen vermindert aus.
Ein wichtiger Laborwert hierfür wäre das Ferritin (Speichereisen), das dann sehr hoch ist.

Beide Krankheiten (Eisenspeicher- und Kupferspeicherkrankheit) sind Leberkrankheiten und bei beiden ist durch Gendefekte die Ausscheidung von Schwermetallen gestört.
Das kann sich auch auf andere Schwermetalle beziehen, d. h. nicht nur auf Eisen und Kupfer - schrieb mir mal ein Arzt, der auf die Kupferspeicherkrankheit und auf Leberkrankheiten generell spezialisiert ist.

Wurde bei Dir mal festgestellt, dass Deine Leber irgendwie auffällig ist?
Leberwerte grenzwertig oder leicht aus der Norm?
Fettleber?
Milz evtl. vergrößert?

Anmerken möchte ich, dass die Untersuchungen darauf sicher nie von Heilpraktikern gemacht werden. Und auch viele Schulmediziner untersuchen diese Krankheiten kaum.
Bei meinem Bruder, der die Eisenspeicherkrankheit hat, war ich es, die dafür sorgte, dass er darauf untersucht wird, nachdem sein Ferritinwert leicht erhöht war.
Seine Ärzte hatten sicher geglaubt, dass mein Bruder trinkt, weil bei ihm die Leberwerte und dieses Ferritin erhöht waren. Hohes Ferritin haben meines Wissens auch Alkoholiker. Doch bei ihm wurde durch Gentest die Eisenspeicherkrankheit festgestellt.
Und ich wurde auch nur auf die Kupferspeicherkrankheit untersucht, weil ich die Diagnostik "betrieben" habe und zuvor zufällig im Wartezimmer einer Uniklinik etwas darüber gelesen habe.

lg
margie
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Geändert von margie (31.12.15 um 21:47 Uhr)

AW: Herzstolpern macht mich irre!

Oregano ist offline
Beiträge: 62.955
Seit: 10.01.04
Wer sich über die Eisenspeicherkrankheit (Siderose) näher informieren möchte, kann hier anfangen:

Eisenspeicherkrankheit (Siderose) - Onmeda.de

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Herzstolpern macht mich irre!

blunsi ist offline
Beiträge: 353
Seit: 14.05.14
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Wer sich über die Eisenspeicherkrankheit (Siderose) näher informieren möchte, kann hier anfangen:

Eisenspeicherkrankheit (Siderose) - Onmeda.de
In diesem Fall wäre dann eine fleischreiche Ernährung wohl auch besonders kontraproduktiv:

Verhaltenstipps
- Eine eisenarme Diät kann vom Arzt verordnet werden. Fleisch - besonders Innereien -, Getreideprodukte, Nüsse, Petersilie, Sojabohnen und Spinat enthalten viel Eisen.
- Schwarzer Tee, zu den Mahlzeiten getrunken, vermindert die Eisenaufnahme.
- Bei primärer Hämochromatose werden Aderlässe genutzt, um dem Körper im Blutfarbstoff gebundenes Eisen zu entziehen.
- Bei sekundärer Hämochromatose können Medikamente verordnet werden, die Eisen binden.

Quelle: https://www.1-apo.de/lexicon/eisensp...-siderosen.276
Bei verminderter Ausscheidung kann da wohl mit den Jahren schon so einiges im Körper akkumulieren:

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursachen
Es lassen sich primäre von sekundären Hämochromatosen abgrenzen:
- Die primäre Hämochromatose ist eine der häufigsten Erbkrankheiten. Durch einen Gendefekt wird in den Darmzellen viel mehr Eisen aus der Nahrung aufgenommen, als benötigt wird. Dadurch können die Darmzellen die Blutkonzentration von Eisen nicht mehr bestimmen. Die Erkrankung tritt meist erst ab dem 4. Lebensjahrzehnt auf, Männer erkranken etwa zehn Mal so häufig wie Frauen.
- Sekundäre Hämochromatosen sind nicht auf einen Gendefekt zurückzuführen:
- Ist zu wenig Blut im Körper vorhanden, nimmt er manchmal mehr Eisen auf, als er benötigt.
- Durch wiederholte Gaben von Fremdblut (Transfusionen) kann es zur Eisenüberladung kommen.
- Leberkrankheiten führen im Endstadium zu erhöhter Aufnahme und Speicherung von Eisen.
- Bei Alkoholkrankheit ist ebenfalls die Eisenaufnahme erhöht.
Männer neigen, meiner Erfahrung nach, sowieso dazu zu viel Fleisch zu essen, besonders auch die ältere Generation. Bei den ganz Jungen gibt es vielleicht mittlerweile endlich teilweise ein Umdenken. Mein Mann hat auch zu viel Eisen, aber seit wir uns kennen, habe ich versucht ihm das Fleischessen immer weiter abzugewöhnen.

Wieso sollte durch eine Entzündung vermehrt Quecksilber in den Organismus gelangen ? Entzündungen der Zähne sind, meiner Erfahrung nach, auch Ausdruck eines kranken Darms. Schließlich beginnt der Verdauungstrakt eigentlich bereits im Mund. Also, die Schleimhäute dort usw., das hängt alles zusammen ! Toxische Füllungen vergiften den Darm und umgekehrt.

Viele Grüße blunsi
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AW: Herzstolpern macht mich irre!

margie ist offline
Beiträge: 4.741
Seit: 02.01.05
Mein Mann hat auch zu viel Eisen, aber seit wir uns kennen, habe ich versucht ihm das Fleischessen immer weiter abzugewöhnen.
Liegt das nur am Fleisch?
Wurde evtl. die Eisenspeicherkrankheit mal untersucht? Bei der milden Form davon, hat man oft nur grenzwertig hohes Ferritin - mein Bruder hatte ein Ferritin von "nur" 330 - das ist nicht sooo extrem viel.
Bei der schweren Form der Eisenspeicherkrankheit sind allerdings die Ferritinwerte viel höher.

lg
margie
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blunsi ist offline
Beiträge: 353
Seit: 14.05.14
Zitat von margie Beitrag anzeigen
Liegt das nur am Fleisch?
Wurde evtl. die Eisenspeicherkrankheit mal untersucht? Bei der milden Form davon, hat man oft nur grenzwertig hohes Ferritin - mein Bruder hatte ein Ferritin von "nur" 330 - das ist nicht sooo extrem viel.
Bei der schweren Form der Eisenspeicherkrankheit sind allerdings die Ferritinwerte viel höher.
Nein, wieso soll man nach Krankheiten suchen, wenn man sich für sein Alter halbwegs gesund fühlt ? Die Messungen waren ein paar Mal geringfügig erhöht, aber er hat dadurch keine Einschränkungen. Er ist sportlich und fühlt sich meistens gut und leistungsfähig. Außerdem gibt es in seiner Familie, soweit ich weiß, keine Hinweise auf derartige schwerere Genschäden.

Ich denke, es ist normal, dass Männer heutzutage mit der doch meist wenig artgerechten Ernährung tendenziell eher zu viel Eisen haben und Frauen im gebärfähigen Alter häufig zu wenig. Das liegt einfach in der Natur der Sache.

Viele Grüße blunsi
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margie ist offline
Beiträge: 4.741
Seit: 02.01.05
Nein, wieso soll man nach Krankheiten suchen, wenn man sich für sein Alter halbwegs gesund fühlt ? Die Messungen waren ein paar Mal geringfügig erhöht, aber er hat dadurch keine Einschränkungen. Er ist sportlich und fühlt sich meistens gut und leistungsfähig. Außerdem gibt es in seiner Familie, soweit ich weiß, keine Hinweise auf derartige schwerere Genschäden
Meinst Du, dass das Ferritin geringfügig erhöht war?
Wenn ja, würde ich nach der Eisenspeicherkrankheit sehen lassen.

Die mildere Form der Eisenspeicherkrankheit gilt nicht als sooo schwere Krankheit - im Gegensatz zur der schweren Form.
Und da sie oft übersehen wird, muss es auch nichts heißen, wenn in der Familie noch kein diagnostizierter Fall ist. Außerdem muss ja nicht jeder in der Familie dann die Krankheit haben, weil der Erbgang ja nicht so ist, dass es dann jeder hat. Bei vier Geschwistern hat es dann meist nur einer und die Eltern haben es in der Regel nicht.

Den Vorteil einer Diagnostik sehe ich darin, dass man vermutlich Spätschäden vermeiden kann wie Diabetes, Herz-, Gelenkprobleme und evtl. ernstere Leberprobleme, wenn man weiß, ob man betroffen ist und dann konsequent danach lebt.
Wartet man, bis man diese Probleme hat, ist es auf jeden Fall zu spät.

Klar, wenn er sich gut fühlt, kann es auch sein, dass er auch die milde Form der Eisenspeicherkrankheit nicht hat.
Aber sicher ist das nicht, denn diese milde Form kann sich, nach allem, was ich weiß, unterschiedlich auswirken. Das wird wohl auch davon abhängen, was man sonst noch hat, ob man sonst gesund lebt, evtl. Sport treibt und vieles mehr.

lg
margie
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