Lebenslang kaffeesüchtig?!

08.02.15 18:20 #1
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Marjorie ist offline
Beiträge: 165
Seit: 29.08.10
Ihr Lieben,

Ich war viele Jahre stark koffeinsüchtig.
Ohne Kaffee hätte ich keinen Tag schaffen können. 5 Tassen täglich waren die normale Dosis. (Bin w und Ende 30)
Nachdem ich irgendwann gemerkt habe, dass ich aber immer mehr brauche, und die "Substanz" dazu missbrauche, um ständig über mein Pensum zu leisten, habe ich beschlossen, mit dem Koffein komplett aufzuhören.

Das ist natürlich nicht von einem auf den anderen Tag gegangen. Aber seit ganzen 5 Monaten bin ich nun schon koffeinfrei und es geht mir -- schrecklich!

...Obwohl mein Leben um einiges ruhigere Formen angenommen hat, ich nur mehr geringfügig arbeite und keine Familie zu umsorgen habe, bin ich permanent müde. Und zwar teilweise so, dass ich in der Firma nicht mehr funktioniere.

Ich schlafe ausreichend und lebe auch sonst sehr gesund. Trotzdem: Nun, 5 Monate nach der letzten Tasse Kaffee, kriege ich täglich solche Schwächeanfälle, dass ich nicht mehr klar denken kann und sofort auf der Stelle einfschlafen könnte. Ich bin den ganzen Tag (!) und Abend hindurch extrem müde! "Brainfog" nennen die CFSler das. Zusätzlich fühle ich mich dauernd grippig, immunschwach (also als hätte ich erhöhte Temperatur).

Heute habe ich ausnahmsweise mal wirklich nur 6 Stunden geschlafen und ich fühlte mich so elend, dass ich mir einen halben Kaffee gemacht habe. Ich dachte, ich würde nur Händezittern und Herzflattern kriegen aber -- endlich funktioniere ich wieder wie ein normaler Mensch!

Das kann doch nicht sein, Leute, dass eine Abhängigkeit so lange anhält?
Ich wollte doch wegkommen von dem Zeug und habe so eine lange Zeit geschafft!

Ich danke Euch
für Anregungen und Meinungen


PS: Bitte ratet mir nicht, halt einfach Kaffee in Maßen zu trinken. Das Koffein hat mir nicht gut getan; ich bekam psychisch spürbare Nebenwirkungen (Nervosität bis leichte Halluzinationen, Unruhzustände, Abhängigkeitsgefühl, etc.)

Geändert von Marjorie (08.02.15 um 18:24 Uhr)

AW: Lebenslang kaffeesüchtig?!

Vigier ist offline
Beiträge: 296
Seit: 31.05.06
Musste auch mal mit Kaffee aufhören, und hatte in den ersten drei-vier Tagen massivste Migräneattacken, obwohl ich sonst unter´m Jahr nicht mal normale Kopfschmerzen habe. Hat also ein deutlich höheres Suchtpotential, als dass es in Öffentlichkeit bekannt ist.
Aber : Ich liebe Kaffee, und ich sehe auch keinen Grund, warum ich völlig damit aufhören solle !?
Es ist doch wie mit Allem - die Dosis macht das Gift !

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ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.083
Seit: 06.09.04
Hallo,

über die Wirkung von Kaffee habe ich gerade heute von einer Bekannten die Info gekriegt, dass das Verlangen nach Kaffee auch mit einer Sauerstoffunterversorgung des Körpers zu tun haben könnte, evtl in Verbindung mit einem Eisenmangel. Beides lässt einen müde und energielos werden. Ist dir ein Eisenmangel bekannt?

LG
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bestnews ist offline
Beiträge: 5.701
Seit: 21.05.11
Vielleicht aus Schilddrüsenunterfunktion? Ist ja auch sehr häufig, gilt schon als Volkskrankheit...

Alles Gute.
Claudia.

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Tilian ist offline
Beiträge: 84
Seit: 25.06.12
Meiner Meinung nach hat Dein Kaffeeverbrauch lediglich die Symptome einer Krankheit kaschiert.
Früher habe ich genau deswegen auch viel davon getrunken, nur hat mir das dauerhaft nicht geholfen, im Gegenteil.
Heute trinke ich, nach längerer Abstinenz, ab und zu eine Tasse Kaffee, damit ich überhaupt schaffe mal den Hintern hoch zu bekommen.



Sowas denke ich auch, die Symptome sind recht typisch für eine Schilddrüsenerkrankung.
Es kann aber auch noch anderes in Frage kommen, wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, Intoleranzen, Schwemetallvergiftung, KPU...

Möglicherweise auch mehreres zusammen, sowas wie ein Dominoeffekt.
Eine Schilddrüsenerkrankung kann z.B. gewisse Nahrungsmittelunverträglichkeiten zur Folge haben.
Schwermetallvergiftungen lösen oft Allergien aus oder Intoleranzen, die dann wiederrum zu solchen Symptomen führen können.
Es kann aber auch sein, dass Dir aufgrund eine Krankheit oder falscher Ernährung Vitamine und/oder Spurenelemente fehlen.

Es wird nicht einfach sein, das herauszufinden, am Besten man macht sich einen Plan und hakt es der Reihe nach ab.

Liebe Grüße
Tilian

PS: Brainfog wird übrigens nicht die Müdigkeit genannt, sondern ein Vakuumähnlicher Zustand von Benommenheit, der sich ähnlich wie Betrunkensein anfühlt, als ob man durch dickes Glas schaut oder der Kopf in eine Wolke eingehüllt ist.
Den kann man auch ohne Müdigkeit haben.

Geändert von Tilian (09.02.15 um 21:26 Uhr)

Lebenslang kaffeesüchtig?!

Marjorie ist offline
Themenstarter Beiträge: 165
Seit: 29.08.10
Ihr Lieben!

Vielen Dank für Eure Antworten und Gedanken.

@Sauerstoffunterversorgung / ADo: Interessanter Hinweis. Ja, ich habe ja auch parallel seit einigen Jahren chronische Schmerzen in den Armen. Auch kriege ich immer irgendwie zu wenig Luft, kommt mir vor (obwohl Lungenfunktionstest 1A ist).
Wie könnte man so eine Sauerstoffunterversorgung testen resp. behandeln?
Eisen, ja, hatte ich immer Mangel.
Vor einiger Zeit hatte ich dann Ferrogradumet genommen. Danach hatte ich im folgende Werte im Blutbefund:
- Eisen ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯(¯¯¯¯*)
- Transferrin ¯¯¯¯¯¯¯¯¯(*¯¯¯¯)
- Transferrinsättigung¯¯ (¯¯¯¯¯) ->
- EBK gesamt ¯¯¯¯¯¯¯¯(¯*¯¯¯)
- Ferritin ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ (¯¯*¯¯)
....da soll sich mal einer auskennen....
Jedenfalls hab ich dann mal mit der Einnahme von Ferrogradument aufgehört.

@Schilddrüse: Ja, ich hab U-Funktion. Ist aber schon seit 25 behandelt. Bin gut eingestellt und unter regelmäßiger Kontrolle einer auf Schilddrüse spezialisierten Endokrinologin.

@Brainfog:
PS: Brainfog wird übrigens nicht die Müdigkeit genannt, sondern ein Vakuumähnlicher Zustand von Benommenheit, der sich ähnlich wie Betrunkensein anfühlt, als ob man durch dickes Glas schaut oder der Kopf in eine Wolke eingehüllt ist. Den kann man auch ohne Müdigkeit haben.
JA Tilian! Besser hätte ich es nicht definieren können. Es hat mir einer "normalen" Müdigkeit überhaupt nichts zu tun. Sondern es ist genau so. Nur halt, dass es bei mir mit einer lähmenden, die Augen zudrückenden "Geschwächtheit" einhergeht.

@Ernährung & "Gifte": Da hab ich schon alles durch, meine Lieben. Von Hardcore-strengem Ausleiten nach den genauesten Forentipps und Regeln bis hin zu allen möglichen Ausschlussdiäten & Co.

Ich bin jedenfalls verzweifelt. Merke, dass mir der Kaffee nicht gut tut. Und gleichzeitig war dieses Erlebnis gestern, dass plötzlich wieder alles "läuft" sehr unheimlich und verlockend.
Ich würde so gerne ohne dieses "Gift" leben; als Jugendliche ging das doch auch ohne.

Liebe Grüße
von Eurer

Marjorie

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ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.083
Seit: 06.09.04
Hallo,

Wie wirkt denn eigentlich Koffein?Coffeefair

obwohl Lungenfunktionstest 1A ist
bei mir auch und das, obwohl ich inzwischen arge Luftnot habe. Bin noch selber am suchen...

Hier ein paar Sachen, an denen ich dran bin:

-habe über vermehrte Schleimbildung mit Husten bei LT Anwendern gelesen. Ich hatte die Tropfen von Henning und mit Dosissteigerung wurde auch der Husten mehr. Jetzt muss ich Tabletten nehmen und die Sache wird schlimmer. Da habe ich ganz schön Luftnot und zwar anfallsweise.

- Habe Polyglobulie, d.h. aus noch unbekannter Ursache produziert mein Körper vermehrt rote Blutkörperchen, so dass ich Aderlässe haben muss (3x pro Monat). Genetik und Knochenmark wurden untersucht. Die Idee, dass einfach nur mit den Blutkörperchen ein Sauerstoffmangel ausgeglichen werden soll, hatte ich vor einiger Zeit schon, scheint meinem Arzt möglicherweise aber zu billig zu sein.

Nehme jetzt aerobic stabilized oxygen Tropfen plus (unbedingt!) Vit C jedes Mal dazu. Damit konnte ich schon 4 Aderlässe ausfallen lassen aber die Einnahme ist evtl nicht zuverlässig genug, mein Körper hat ganz schön zu tun. habe aber auch andere Baustellen, s.o., so dass ich nicht weiß, was wovon kommt, manchmal.

Jedenfalls hilft mir Teetrinker dann tatsächlich der Kaffee

Habe jetzt irgendwie den Faden verloren, sorry aber vllt kannt du damit eh nichts anfangen?

LG
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AW: Lebenslang kaffeesüchtig?!

Marjorie ist offline
Themenstarter Beiträge: 165
Seit: 29.08.10
Hallo ADo!
Wow, das klingt ja alles total interessant!
Ich recherchiere gleich mal, was Polyglobulie ist.
Und Aderlass! Da komm ich ja fast ins schwärmen *Mittelalterundso* ;-). Nein, aber ist natürlich alles total unangenehm für Dich. Ist das schulmedizinisch überhaupt noch eine therapeutische Methode? oder ist das alternativmedizinisch?
(Und: Blöde Frage: Kannst Du denn nicht Blut spenden statt Aderlass?)

Ach, und mein Blutbild weist seit vielen Jahren so gut wie immer folgendes auf:
Neutrophilie und Leukozytose.
Hat das damit was zu tun?

Liebe Grüße

PS: Hast Du mal geraucht?

Lebenslang kaffeesüchtig?!

ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.083
Seit: 06.09.04
Zitat von Marjorie Beitrag anzeigen
Hallo ADo!
Wow, das klingt ja alles total interessant!
Ich recherchiere gleich mal, was Polyglobulie ist.

In meinem Fall eben die zu hohe Menge an roten Blutkörperchen (transportieren den Sauerstoff)

Und Aderlass! Da komm ich ja fast ins schwärmen *Mittelalterundso* ;-). Nein, aber ist natürlich alles total unangenehm für Dich. Ist das schulmedizinisch überhaupt noch eine therapeutische Methode? oder ist das alternativmedizinisch?

Das ist die Therapie bei Polyglobulie, Kupferspeicher- und Eisenspeicherkrankheit, auch in der Schulmedizin.

(Und: Blöde Frage: Kannst Du denn nicht Blut spenden statt Aderlass?)

Wenn man Veränderungen im Blut hat, ist das nicht erlaubt. Lag mal neben einem Krbskranken, dem genau das fehlte, was ich zu viel habe

Ach, und mein Blutbild weist seit vielen Jahren so gut wie immer folgendes auf:
Neutrophilie und Leukozytose.
Hat das damit was zu tun?

Da bin ich überfragt, sorry.

Liebe Grüße

Dir auch liebe Grüße

PS: Hast Du mal geraucht?
Ja, ist aber schon vor Jahren kinesiologisch ausgetestet, dass das nichts ausgemacht hat.

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Tilian ist offline
Beiträge: 84
Seit: 25.06.12
Zitat von Marjorie Beitrag anzeigen
@Brainfog:

JA Tilian! Besser hätte ich es nicht definieren können. Es hat mir einer "normalen" Müdigkeit überhaupt nichts zu tun. Sondern es ist genau so. Nur halt, dass es bei mir mit einer lähmenden, die Augen zudrückenden "Geschwächtheit" einhergeht.

Ich bin jedenfalls verzweifelt. Merke, dass mir der Kaffee nicht gut tut. Und gleichzeitig war dieses Erlebnis gestern, dass plötzlich wieder alles "läuft" sehr unheimlich und verlockend.
Ich würde so gerne ohne dieses "Gift" leben; als Jugendliche ging das doch auch ohne.
Ich weiß genau was Du meinst, in beiden Fällen. :(
Aber es wundert mich, dass Kaffee Dich so aufbaut, das klappt bei mir so nicht.
Je weniger ich davon trinke, umso mehr profitiere ich davon, wenn ich mir dann doch mal eine Tasse gönne.

...


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