Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

02.12.14 16:34 #1
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Hashitante ist offline
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Hallo an alle!

Kennt sich jemand mit dem Hyperventilationssyndrom aus bzw. mit der chronischen Hyperventilation?

In meinem Fall geht es um keine Panikattacken sondern, um im Fachjargon der Lungenfachärztin zu sprechen, um den Verdacht auf "chronisch-rezidivierende Hyperventilation". Als Auslöser sieht sie die "Initiale Diagnose des leichten Asthmas" und empfiehlt mir eine Psychotherapie.

Meine Beschwerden waren von Beginn an das Gefühl der erschwerten Atmung, Husten (teilweise Reizhusten) und Magenprobleme wie Aufstoßen, Blähungen etc. In der Zeit davor merkte ich wie ich immer kurzatmiger wurde bei gleichzeitiger Gewichtszunahme.

Auf die Asthmamedikamente spreche ich nicht gut an, bzw. sie helfen einfach nicht. Durch die täglich einmalige Dosis von Budecort 200 hat nur der Husten nachgelassen, der Reizhusten allerdings nicht. Salbutamol zu Bronchialerweiterung wirkt überhaupt nicht bei mir - ganz im Gegenteil, aber wie sollte es auch liegt doch mein Peak Flow Wert konstant um 420.

Hier mal die Werte meiner Blutgasanalyse. Soweit ich das überblicken kann sind die Werte vor der Belastung in Ordnung, die Werte nach der Belastung kann ich nicht einordnen.

Vor der Belastung: pH 7,41, pCO2 38, pO2 89mmHg, Sättigung 97%, HCO3 23, BE -0mmol/l

Nach der Belastung (6 Minuten zügiges Hin- und Hergehen): pH 7,40, pCO2 33, pO2 104mmHg, Sättigung 98%, HCO3 20, BE -3mmol/l

NO-Messung:
16ppb

Sauerstoffsättigung: 99%, HF 101

Ergänzen muss ich noch, dass bei mir kürzlich Hashimoto festgestellt wurde - allerdings liegen alle Blutwerte noch in der Norm und die Endokrinologin sieht keinen Handlungsbedarf. Meine Schilddrüse ist deutlich vergrößert - ca. 23 ml und die TG-Antikörper sind erhöht. Bei einer Magenspiegelung wurde Helicobacter Pylori gefunden, samt einer leichten chronischen Gastritis.

Bleibt noch mein Vitamin D Mangel den ich gerade anfange mit Dekristol zu beseitigen. 25-OH-Vit. D 20 nmol/l und Vitamin D 1.25 22 ng/l

Ansonsten sind meine sämtlichen Blutwerte vollkommen unauffällig - alle schön mittendrin im jeweiligen Normbereich, abgesehen von den 2 Leberwerten. GPT 71 U/l (Normbereich bis 35) und GOT 48 U/l (Normbereich bis 35).

Am schlimmsten ist dieses beklemmende Gefühl beim Atmen und dieser Drang vermehrt zu atmen. Mittleeweile spielt auch mein Blutdruck verrückt. Oft erhöhter Puls und morgens und abends sehr niedriger Blutdruck, der allerdings bei der kleinsten Anstrengung tagsüber in die Höhe schießt!

Ich vermute ja die Schilddrüse, aber davon will weder die Endokrinologin noch meine Hausärztin was hören.

Ein Indiz habe ich noch: Habe morgens und abends eine eher niedrige Körpertemperatur - liegt so zwischen 35, 7 und 36, 1 Grad.

Vielleicht hat hier ja jemand noch ein Idee in welche Richtung ich forschen könnte?! Oder geht es jemandem ähnlich wie mir??

LG
Hashitante

PS: Man lässt ja nichts unversucht - war auch schon bei einer Psychologin, die hat gleich abgewinkt und gesagt ich solle mich um meinen Hormonhaushalt, besonders die Schilddrüse kümmern.


Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
Hallo Hashitante,

könntest Du bitte alle Deine Schildrüsenwerte + Ultraschallbefund hier einstellen? Falls Du die Werte nicht zu Hause hast, wäre es sinnvoll, die in der Praxis abzuholen. Sie stehen Dir selbstverständlich zu, und ich könnte mir vorstellen, daß Du sie in einer neuen Praxis zeigen möchtest .

Hausärzte kennen sich im allgemeinen sehr wenig mit der Schilddrüse aus, und auch der Titel "Endokrinologe" ist keine Garantie dafür, daß so ein Arzt sich auskennt.
Evtl. findest Du hier jemand Kompetenten?:
von Patienten empfohlene ?rzte (Bens Liste)

Weißt Du denn, welche Art von Asthma Du hast?:

...
Generell gibt es zwei verschiedene Asthmaformen: das allergische oder extrinsische Asthma und das nicht-allergische beziehungsweise intrinsische Asthma. Auch Mischformen sind möglich.

Bei ersterem liegt eine Allergie zugrunde, die als Ursache des Asthmas anzusehen ist. Auslöser sind hier vor allem Hausstaubmilben, Tierhaare, Pollen und Schimmelpilze. Bei Erwachsenen können auch Berufsallergene (zum Beispiel Bäckerasthma) von größerer Bedeutung sein.

Das nicht-allergische Asthma wird häufig durch Infekte verstärkt. Auch treten parallel oft eine Nasennebenhöhlenentzündung, Nasenpolypen, eine Acetylsalicylsäure-Unverträglichkeit (ASS-Intoleranz) oder Unverträglichkeiten gegen ähnliche Wirkstoffe auf. Zudem können Faktoren wie das Wetter, chemische Reizstoffe, Duftstoffe, Luftschadstoffe (vor allem Zigarettenrauch) und auch emotionale Belastungen das Asthma negativ beeinflussen.
...
Was ist Asthma?: DAAB

Falls noch nicht geschehen, wäre es also gut, wenn Du Dir einen AllergologIn suchen würdest, um Allergien zu testen (auf Lebensmittel, Latex, Hausstaubmilben usw.) und einen Gastroenterologen, der Intoleranzen testet (Laktose-, Fruktose-/Sorbit-, möglichst auch - soweit möglich - Gluten- und Histamin-Intoleranz.
Falls Du noch nicht beim Lungenfacharzt warst, wäre das eine Möglichkeit, auch noch auf Substanzen testen zu lassen.

Wenn Du Dir Deine Umgebung anschaust: gibt es da irgendwelche Stoffe, die asthmaauslösend sein könnten, wie z.B. Schimmel, Holzschutzmittel, Druckertoner ....?
Allergene | Asthma bronchiale | Luft-zum-Leben
WAS KANN ASTHMA AUSLÖSEN?

...
Symptome bei Histaminintoleranz

Das Krankheitbild bei einer Histaminintoleranz ist sehr vielfältig. In der schwersten Ausprägung kann es zu einem lebensgefährlichen Allergieschock (Anaphylaktischer Schock) mit Versagen des Kreislaufsystems führen.

Mögliche Symptome bei Histaminintoleranz sind:

Magen und Darm: Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen und Übelkeit beziehungsweise Erbrechen
Haut: Juckreiz, Hautrötung bis zur Nesselsucht (Quaddelbildung)
Zentralnervensystem: Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel und Hitzegefühl
Atemwege: Nasenschleimhautschwellung, laufende Nase, Atembeschwerden und Asthma bronchiale
Herz-Kreislaufsystem: Herzrasen, Blutdruckabfall, Tachykardie und Herzrhythmusstörungen
Benommenheit
...
Symptome bei Histaminintoleranz - Histamin-Test gibt Klarheit

Vielleicht kennst Du da noch weitere Symptome?:
SIGHI > Symptome

Grüsse,
Oregano
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Geändert von Oregano (02.12.14 um 23:03 Uhr)

Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

Malve ist offline
Moderatorin
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Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

Hashitante ist offline
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Seit: 12.09.14
Hallo Oregano!

Ach ich vergaß. Ich habe nicht allergisches Bronchialasthma. Laut Lungenfachärztin eine "leichte bronchiale Hyperreagibilität". Ich reagiere durchaus auf Duftstoffe wie Parfüms, Haarspray wenn sie mir in zu großer Dosis unter die Nase kommen. Bin sehr geruchsempfindlich geworden im Allgemeinen.

Allergietests in Form von Prick- bzw. Epikutantest waren bisher alle negativ. Auch der IgE-Wert ist okay. Zahnmaterialien sind auch getestet (LTT-Test) - negativ.

An Histaminintoleranz habe ich auch schon gedacht. Aber hat man da dauerhafte Atembeschwerden? Von morgens bis abends? Durchfall, Flush, Hautausschläge, Kopfschmerzen habe ich nicht. Allerdings hyperventiliere ich oft besonders stark nach dem Essen - egal was ich esse - merke ich daran, dass meine Nasenspitze und evtl. die Oberlippe leicht kribbeln und der Puls raufgeht.

Meine Hausärztin hält den DAO-Bluttest so alleine nicht für sehr aussagefähig, da der Wert von Haus aus wohl sehr schwankend sein kann. Sie hat mir geraten es über eine Eliminationsdiät über mindestens 14 Tage zu versuchen um zu sehen ob eine Besserung der Symptome eintritt.

Sollten die Symptome besser werden, würde sie dann erst den DAO-Wert bestimmen lassen, anschließend müsste ich mich wieder "normal" ernähren um dann einen vergleichenden DAO-Wert ermitteln zu können. Wer unter Histaminintoleranz leidet hat dann wohl deutlich unterschiedlich hohe Werte.

Habe ich allerdings noch nicht gemacht. Ich kann wirklich kein Lebensmittel benennen, nach dem die Symptome besonders zu nehmen oder gehäuft auftreten. Allein Kaffee verursacht bei mir Sodbrennen und das hängt sicherlich mit dem Helicobacter zusammen, da Kaffee sehr säurehaltig ist. Macht aber nix, ich bin eh Teetante

Meine ganz aktuellen Blutwerte : TSH basal 2,11 mIU/l (0,27-4,20)
FT3 3,10 ng/l (1,90-5,10)
FT 4 1,00 ng/dl (0,90-1,70)

TRAK negativ, und MAK (TPO) 14 u/ml (0-60)

Was mich sehr ärgert, die Endokrinologin hat nicht die TG-Antikörper ermittelt, obwohl ich sie daraufhin gewiesen habe, dass bei mir nur diese Antikörper erhöht sind. Da habe ich also nur den "alten" Wert vom Juli und der lag bei 516 (Der Referenzbereich lag bei >115). Sie hat auch keine Ultraschalluntersuchung vorgenommen, oder wenigstens mal abgetastet, so dass ich auch da keine aktuelle Angaben zu Größe und Struktur meiner Schilddrüse habe.

Sie hat mich dann allen Ernstes gefragt, ob ich auch wüßte, dass sich Knoten in der Schilddrüse bilden können und ob ich schon beim Nuklearmediziner war. Hallo, gute Frau, deswegen habe ich doch bei dir gesessen, damit du all diese Dinge abklärst.

Als ich meine Atemprobleme erwähnte hat sich mich gleich in die Psycho-Schublade gesteckt und wenn ich nicht auf dem Blutbild bestanden hätte, hätte sie wahrscheinlich noch nicht mal das veranlasst. Der Termin letzte Woche war wirklich ein Flopp!

Dabei hatte ich die Vorstellung, dass ich besser zu einen Endokrinologen gehen, statt zu einem Nuklearmediziner - war wohl nix!

Ach so im Sommer waren die Beschwerden so schlimm, dass ich mal kurz Gast im Krankenhaus war. EKG in Ordnung, ebenso die Ultraschalluntersuchung des Herzens und ein Lungenembolie konnte auch ausgeschlossen werden: CT okay, Blutwerte ebenfalls.

Tja, da ist guter Rat teuer! Aber schon mal danke für Deine Antwort Oregano!

PS: Ich habe auch schon mal an Vitamin B 12 Mangel gedacht. Mein Blutwert ist in Ordnung, aber ich habe gelesen, dass der nicht sehr aussagekräftig ist und man besser den sog. MMA Wert im Urin bestimmen lassen sollte. Wäre vielleicht auch noch ein Möglichkeit. Würde ja auch zum Helicobacter "passen".

AW: Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.992
Seit: 10.01.04
Hallo hashitante,

Ich habe nicht allergisches Bronchialasthma. Laut Lungenfachärztin eine "leichte bronchiale Hyperreagibilität". Ich reagiere durchaus auf Duftstoffe wie Parfüms, Haarspray wenn sie mir in zu großer Dosis unter die Nase kommen. Bin sehr geruchsempfindlich geworden im Allgemeinen.
Die Frage ist, woher kommt diese leichte bronchiale Hyperreagibilität, die ja vorher nicht da war, oder?
Wenn Du auch auf Duftstoffe usw. reagierst, dann läßt mich das an MCS denken. Und die wiederum geht meistens auf eine Belastung durch chemische Stoffe, E-Smog oder so etwas zurück.

MCS – Symptome, Ursachen von Krankheiten
https://www.allum.de/krankheiten/sic...ng-syndrom-sbs

Es gibt auch noch andere Ursachen für Asthma:

Für ein akuten Hyperventilationssyndrom infolge einer psychisch bedingten Hyperventilation kommen als Ursachen zum Beispiel folgende Belastungssituationen infrage:

Aufregung
Wut
Angst
Panik
Stress

Eine körperlich bedingte Hyperventilation kann beispielsweise folgende Ursachen haben:

Schwangerschaft
Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
Lungenembolie
Asthma bronchiale
Erkrankungen des Gehirns, die das Atemzentrum anregen, z.B. Tumoren oder Gehirnentzündung (Enzephalitis)
Vergiftungen (z.B. durch Kohlenmonoxid, Nitroglycerin)
Fieber
Pneumothorax (Ansammlung von Luft im Brustkorb)
Blutarmut (Anämie)
Diabetes mellitus
Harnvergiftung (Urämie)
Sauerstoffmangel im Gewebe (Hypoxie)
Eine Hyperventilation mit körperlichen Ursachen kann auch infolge einer sogenannten Zirkularatmung auftreten: Diese ist bei Spielern eines Blasinstruments zu beobachten – vor allem beim Spielen eines Didgeridoos.

Viele Menschen, die hyperventilieren, sind sich dessen gar nicht bewusst. Sie bemerken aber unangenehme Symptome, die wiederum Angst auslösen und somit die Hyperventilation verstärken können: Es entsteht ein Teufelskreis aus sich gegenseitig bedingenden und fördernden Ursachen und Folgen.
...
Hyperventilation, Hyperventilationssyndrom Ursachen - Onmeda.de

Viele dieser Punkte dürften für Dich abzuhaken sein. - Andere könnten untersucht werden. Vor allem würde ich mir die Situationen aufschreiben, in denen Du hyperventilierst.

Grüsse,
Oregano
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Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

Hashitante ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 12.09.14
Hallo Oregano!

Danke für Deine Antwort.

Leider habe ich nichts aufzuschreiben - es gibt keine Situationen die meine Atembeschwerden auslösen. Ich stehe morgens damit auf und gehe abends damit ins Bett. Die Beschwerden gehen nie weg und ich bin jeden Morgen auf ´s Neue erstaunt, dass ich noch so relativ gut damit schlafen kann.

Ich habe keine akuten Hyperventilationsanfälle, sondern hyperventiliere ständig also chronisch. Deswegen bringt Tütenatmung z. B. rein gar nichts.

Wäre das Asthma die Ursache, müsste ich schlechtere Werte haben. Meine Lungenfunktionstests sind vom Ergebnis her alle sehr gut. Die Lungenfachärztin hält mein Problem ja auch für psychisch.

Die Psychologin sieht meine Schilddrüse als den Übeltäter, die Endokrinologin mein Asthma und die Psyche und so schiebt es einer in den Fachbereich des anderen.

Meine Hausärztin wiederum hält es nicht für psychisch, hat aber auch keine Vorstellung was der Auslöser sein könnte, und meint vielleicht doch der Helicobacter Pylori?

Dem soll ich auch noch mal zu Leibe rücken, nachdem die erste Therapie erfolglos war. Aber ehrlich gesagt ob ich das noch mal über mich ergehen lassen möchte!!! ..............und Atemprobleme durch Helicobacter? Ich hab das noch nie gehört, aber das muss ja nichts zu sagen haben...........ich weiß, dass durch Reflux Magensäure in die Bronchien gelangen kann und so Asthma verstärkt werden kann bzw. Atemprobleme auftreten können, aber mein Peak-Flow Wert ist immer konstant gut und meine Lungenfunktion tadellos (wie die vielen Lungenfunktionstests zeigen) - trotz der Beschwerden.

Fehlt in meinem Ärztehopping nur noch der Kardiologe und der Orthopäde, wobei vielleicht letzteres noch eine Option wäre, da meine Brustwirbelsäule nicht in Ordnung ist.

Ach, das ist mittlerweile alles so deprimierend, das Ganze geht ja jetzt schon über 4 Jahre so, allerdings mit dem Unterschied, dass die Beschwerden zu Beginn immer nur phasenweise auftraten. Im Lauf der Zeit hat sich das dann bis zu "dauerhaft" gesteigert.

Besonders schlimm ist es für mich immer im Sommer - Nein, nicht wegen der Pollen, sondern wegen der Temperaturen. Schwül-heißes Wetter ist für mich der Supergau!

............also die Suche geht weiter, aber es gibt ja viele hier im Forum denen es ähnlich geht und die auch jahrelang nach der Ursache ihrer Beschwerden forschen.

Gruß
Hashitante

PS: Aber eine Körpertemperatur von unter 36° jeden Morgen kann ja auch nicht normal sein, zumal ich früher eher zu leicht erhöhter Temperatur geneigt habe - also Werte knapp über 37°.

AW: Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

Oregano ist offline
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Seit: 10.01.04
Hallo Hashitante,

da steckst Du wirklich in einer Klemme, wenn ein Arzt Dich immer zum nächsten verschiebt.

Vielleicht ist dieser Artikel für Dich interessant?:

...
Am allerbesten ist es, mit Sensomotorischer Körpertherapie nach Dr. Pohl® diejenigen Muskeln bzw. das Bindegewebe auf ihnen zu bearbeiten, durch die die Atmung eingeengt ist, was sonst den Reiz zur Hyperventilation liefert. Das kann auch die Nase betreffen, die häufig einen "verstopften" Eindruck macht, so dass durch den Mund geatmet werden muss (siehe Nasen- und Nebenhöhlenbeschwerden). Anschließend zeigt man den Patienten Übungen zum tiefen, gelassenen Atmen und führt ein Körperbewusstseinstraining mit ihnen durch. Dadurch werden Sie in die Lage versetzt, allmählich die geringsten Anzeichen zu merken, wenn sie wieder in Hyperventilation zu fallen drohen und können gleich gegensteuern. Das ganze Vorgehen hat einen sehr beruhigenden und entängstigenden Effekt.
...
Hyperventilation ist eine der Atemstörungen, chronische und akute Hyperventilation behandeln

Das Problem dürfte hier sein, einen entsprechenden Therapeuten zu finden und auch noch bezahlen zu können. Wobei ich mir vorstellen könnte, daß auch OsteopathIn da Lösungen kennen.

Mein Schwager hatte jahrelang die Diagnose "chron. Bronchitis" und entsprechende Symptome, alle Lungenuntersuchungen einschl. peak-flow zeigten aber beste Werte. Bis es sich eines Tages herausstellte, daß ein Uralt-Schrank im Schlafzimmer nach vielen Jahren immer noch Formaldehyd ausdünstete. Der Schrank wurde weg geworfen, und siehe da: auf einmal verbesserten sich die Symptome gewaltig. Ganz weg sind sie nicht, denn offensichtlich bleiben die Bronchien empfindlich. Aber immerhin...

Grüsse,
Oregano
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Geändert von Oregano (03.12.14 um 12:37 Uhr)

AW: Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

Hashitante ist offline
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Seit: 12.09.14
Hallo Oregano!

Das ist "witzig"! Die Interseite "Pohl" habe ich mir auch schon angesehen. Bei mir in der Nähe gibt es sogar einen Physiotherapeut der sich in der Methode ausbilden lässt. Ich glaube sie selbst hat ihre Praxis am Starnberger See irgendwo.....

Osteopathie habe ich schon versucht, hat leider nichts gebracht.

Quasi bei mir ums Eck ist ein super "herkömmliche" Physiotherapeutin die auch schon Blockaden in meiner unteren BWS festgestellt hat - da hatte ich vor einigen Jahren auch schon einen Bandscheibenvorfall. Während der Behandlung war wirklich auffällig, dass sich von dem Bereich aus meinen Hustenreiz aktivieren lies und sogar die Atembeschwerden kurzfristig zu verstärken waren.

Aber find mal einen Orthopäden der darauf eingeht!!! Ich habe da nur schlechte Erfahrungen gemacht. Altersgemäßer Verschleiß, Skoliose, Scheuermannscher Rücken aber alles im Rahmen. Wie auch der immer bei jedem Einzelnen aussehen mag! Ein MRT der BWS ist nicht erforderlich, meinte die Koryphäe - dabei war mein Bandscheibenvorfall damals auch erst nach dem MRT zu erkennen.

Was ich übrigens noch empfehlen kann ist Feldenkrais, gerade wer Rückenprobleme hat. Aber in den letzten Monaten ging es mir oft so schlecht, dass selbst diese sanfte Methode nicht möglich war.

Habe schon überlegt mir einen Termin bei Prof. Grönemeyer zu besorgen. Der behandelt auch Kassenpatienten. Habe zu Beginn des neue Jahres noch einen Termin bei einem der üblichen Feld-Wald-und-Wiesen-Orthopäden. Mal sehen ob der eine MRT Untersuchung veranlasst.

..................und Du hast vollkommen Recht, das Ganze ist wirklich kein billiger Spaß.

Selbst meine Vitamin D Kapseln Dekristol muss ich selbst bezahlen, weil mein Wert aktuell noch nicht unter 10 liegt. Dabei bin ich jetzt schon bei 18 angekommen (das betrifft sowohl den Blutwert, wie auch den Speicherwert), es ist also nur noch eine Frage von wenigen Wochen bis er ganz unten angekommen ist!!! Ich glaube Vitamin D hat eine Halbwertzeit von ungefähr 3 Wochen.

LG
Hashitante

PS: Freut mich dass Dein Schwager den Auslöser gefunden hat, oft ist das wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen!

AW: Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

Oregano ist offline
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Hallo Hashitante,

ob Du beim Orthopäden weiter kommst: da habe ich auch Zweifel. Wenn Du aber eine gute Meinung von dieser Physiotherapeutin in Deiner Nähe hast: da kann man ja auch privat mal einen Termin ausmachen, um das ganze zu befühlen und zu besprechen?

Wenn sich der Hustenreiz durch "Manipulation" an einer bestimmten Stelle aktivieren läßt, deutet das wirklich mindestens auch auf die Wirbelsäule hin bzw. auf die Headschen Zonen. Hast Du eigentlich schon mal eine Serie mit Akupunktur gehabt? Wenn der Arzt das richtig begründet, zahlt da sogar die Kasse mit.

In der unteren Tabelle sieht man, daß Th1 mit Husten usw. zusammen hängt:
Dorntherapie - Bedeutung verschobener Wirbel/Wirbels?ulentherapie

Medizinfo®Komplementärmedizin: Segmenttherapie

Du könntest auch zu einer Fussreflexzonenmassage gehen oder selbst die Füsse massieren:
Fußreflexzonenmassage

Grüsse,
Oregano
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Hyperventilation - chronische Hyperventilation ?

Hashitante ist offline
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Seit: 12.09.14
Hallo Oregano!

Ja, Akupunktur habe ich schon versucht. Wir habe bei uns eine ausgezeichnete chinesische Ärztin (hat in China auch eine Professur für TCM) die mir in Sachen Rücken schon oft geholfen hat - besser als jeder Schulmediziner - doch diesmal hat es leider nichts gebracht.

Ich bin mir da nicht so sicher welche Rolle der Rücken bei mir spielt. Bei meinem damaligen Bandscheibenvorfall hatte ich auch nicht die typischen Beschwerden. Es hat fast 4 Wochen gedauert bis die Diagnose stand, nach Umwegen über Verdacht auf Niereninsuffizienz, Magengeschwür, Darmerkrankung usw. Ich hatte nämlich mit starker Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen, erhöhter Temperatur zu kämpfen. Erst nach Wochen traten die typischen Beschwerden auf wie einschlafen der Gliedmaßen, Rückenschmerzen etc. Nach dem MRT war auch klar warum ich solche Beschwerden hatte, die Bandscheibe war nach innen ausgetreten und hatte mein Magen-Darm-System beeinflusst.

Zumal meine Rückenschmerzen nur im Stehen bzw. Gehen auftreten, sobald ich mich hinsetze lassen sie stark nach. Das zeigt sicherlich zum einen dass meine Rückenmuskulatur schwach ist, kann aber auch ein Indiz für eine Bandscheibenproblematik sein.

Das habe ich mich eh schon gefragt, ob das Ganze nicht vielleicht ein rein muskuläres Problem ist, denn die Bedeutung der Muskulatur für unser System wird, meiner Meinung nach, sehr unterschätzt. Es ist doch schon sehr interessant das Psychopharmaka in erster Linie den Muskeltonus verringern, warum ist das so wenn die Muskulatur keine weitere Bedeutung haben soll als unser Skelett zu stützen.

Die Physiotherapeutin hat mir erklärt, dass meine Beschwerden genau in dem Bereich der BWS auftreten, wo sich das vegetative Nervensystem verästelt, speziell der Sympathikus.

Ach, im Moment bin ich wirklich richtig deprimiert. Mich beschleicht immer mehr das Gefühl, wenn ich nicht durch Zufall den richtigen Arzt finde oder selber die Lösung entdecke, wird das Ganze einfach so weiter gehen. Die Vorstellung ist einfach nur erschreckend!

Auf jeden Fall danke ich Dir für Deine Denkanstöße - teilweise habe wir da ja die gleichen Ideen wie sich hier zeigt!

Auf jeden Fall habe ich gestern für das neue Jahr einen Termin bei einem anderen Endokrinologen vereinbart. Werde auch noch mit meiner Hausärztin reden, ob vielleicht eine nuklearmedizinische Untersuchung sinnvoll ist. Die Untertemperatur muss ja irgendwo herkommen........heute morgen noch im Bett wieder 35,8 Grad - außerdem muss die Schilddrüse ja nicht noch größer werden als sie schon ist. Als Laie glaube ich, dass ich deshalb von meinen Werten her noch so am Rande der Norm grase, weil meine Schilddrüse vermehrt Gewebe bildet um mein System noch einigermaßen ausreichend mit Hormonen versorgen zu können.

Übrigens haben meine beiden Schwestern auch Hashimoto, allerdings die Variante wo sich die Schilddrüse verkleinert und beide haben oder hatten Probleme mit dem Blutdruck und erhöhtem Puls.

Außerdem kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, dass bei einer meiner Schwestern es ewig gedauert hat bis die Behandlung einsetzte. Ständig hieß es, alles noch im Normbereich, jährliche Kontrolle reicht und dann zack bum! zeigten die Werte eine deutliche Unterfunktion - aber die Beschwerden hatte sie schon die ganze Zeit! Heute haben die Ärzte Schwierigkeiten sie hormonell gut einzustellen.

LG
Hashitante


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