Darmkrämpfe, andauernde Übelkeit, RDS?

23.11.13 16:32 #1
Neues Thema erstellen

carparso ist offline
Beiträge: 4
Seit: 11.10.13
Hallo,

Kurz vorgestellt:
Ich, Florian 19Jahre
derzeit: arbeitssuchend

Ich leide seit Februar diesen Jahres (2013) an Symptomen, die mich jetzt langsam verzweifeln lassen.

Es fing an, dass ich leichte Darmkrämpfe bekam. Diese waren für mich aber nicht ungewöhnlich, da ich schon seit ich 12war oft mit solchen schmerzen zu tun hatte. Ich machte mir also nichts draus und ging weiterhin zur Schule. I-wann kam dann tägliche Übelkeit hinzu.
Nachdem es dann belastend wurde ging ich zum Allgemein-mediziner. Dieser verschrieb mir MCP-Tropfen. Diese waren mir schon längst bekannt, denn auch Übelkeit hatte ich hin und wieder mal.

Es wurde nicht besser. Mitte März dann wieder zum Arzt. Neue Medikamente bekommen. Diese schlugen nicht an. Der Allgemein-mediziner verschrieb mich zum Internisten.

Dort angekommen wurden Lebensmittelunverträglichkeiten als erstes Ausgeschlossen (bzw. bestätigt, denn Fructoseintolleranz habe ich, wusste ich aber schon, weil ich einen solchen Test schonmal gemacht habe) und meine Ernährung habe ich umgestellt, weil zu fettiges Essen (etc.) ja nicht gut für den Magen ist.

Das Alles half nichts. (mittlerweile sind wir schon im Juni)
Also gings jetzt zur Magen- und Darmspiegelung.
Befund: Speiseröhrenentzündung und eine Verwachsung im Darm(Dies wurde mir aber kurz nach der Untersuchung gesagt und tauchte niewieder auf, weder im Bericht noch in Gesprächen, sodass ich denke dass das wohl doch nichts war)

ich sollte jetzt 4Wochen lang Protonpumpenhemmer nehmen. Das Schuljahr war um, die Ferien da. Die Symptome blieben (ganz zum erstaunen meines Arztes denn es wird ja gern auf Psyche geschoben) Neues Schuljahr und die Übelkeit verschwand für 1-2 tage und kehrte dann für 1-2 Tage wieder. So ist es bis heute immernoch, dass ich mal "Gute mal Schlechte Tage habe"

Gegen die Schmerzen im Darm habe ich nicht wirklich etwas bekommen. nur Buscopan, das hilft aber nie.
Ein Schlüsselereigniss war dann ein Schultag im Oktober. Ich bekamm sehr heftige Darmschmerzen und hatte fast das Gefühl, dass ich mir in die Hosen mache. Im wartezimmer meines Arztes machte ich mir dann Gedanken "Was wenn es wirklich Stress und so ist?"...Nach Langer Überlegung redete ich mit meinem Arzt, dass ich beschlossen habe die Schule sofort zu beenden.

Ich hatte nie Probleme in der Schule. Ich bin ein angesehner Mensch, von dem andere behaupten, dass ihm alles gelingt. Schulisch gesehen: Ich war 12. Klasse am Gymnasium (Abschlussjahr) und habe abgebrochen. Meine theoretische Fachhochschulreife habe ich dann in Form des Abschlusszeugnises bekommen. Meine Zensuren sagten 1,5
Ein Gutes Ergebnis. Meine Schulleiterin sagte mir, dass Leute denen Sie sonst so ein Zeugniss in die Hand gibt, 3-4 Noten Schlechter sind als ich.

Auch mein Freundeskreis war schockiert, ein Mensch, der immer das Richtige tut, der so einen angesehenden stand hat(das sind grad keine schwärmerein) kann doch nicht die Schule beenden.

Naja, die Zeit verstrich und ich konnte nun zuhause etwas entspannen(meine Eltern sind wirklich toll und unterstützen mich und wollen dass es mir besser geht). Es änderte sich bis heute nichts.

Zur zeit bin ich in einem Darmsanierungsprogramm, also betonit, psyllium-forte und wie die naturheilkräfte nicht alle heißen, sollen jetzt meine Darmflora wieder aufbauen.

Ich bin jetzt 19 Jahre alt, werde aufgrund meiner Krankheit vllt mit meiner Freundin schluss machen, weil ich Sie nicht ständig enttäuschen möchte, dass ich Lieber zuhause bleibe als was zu unternehmen, habe meine Schule beendet obwohl das Abitur locker drin gewesen wäre, kann kein Fußball mehr spielen, weil es mir auf den darm/magen schlägt und kann meiner DJ-tätigkeit nichtmehr nachgehen, weil ich kaum mehr einen abend durchhalten kann.

Ich hoffe es gibt einen Menschen, der das hier liest dem es genauso ging, der mir jetzt den richtigen weg weisen kann.
Lieber kein Leben als ein Leben voller schmerz.

P.s. auf anraten des Arztes bin ich auch beim Psychater, um abzuklären dass es nicht doch von der psyche kommt. Meine Psychaterin sagt aber, ich mache auf sie nicht den eindruck einer depressiven person. "Lieber kein Leben als ein Leben voller Schmerz" spricht zwar für andere Ansichten, aber es ist mehr bildlich als wörtlich gemeint.

Danke den Lesern, die sich meine Geschichte bis hierhin durchgelesen haben.


//Edit

Ich habe vergessen zu erwähnen, dass mir eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wurde, dieser mit medikamenten behandelt wurde, aber dann sollte ich die tabletten wieder absetzen, weil vermutet wurde, dass die tabletten der auslöser für mein leiden sein könnten


Geändert von carparso (23.11.13 um 16:43 Uhr)

Darmkrämpfe, andauernde Übelkeit, RDS?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo carpaso,

ich wünsche Dir, daß der Schulabbruch nur eine Pause bedeutet und nicht wirklich das Ende der Schule! Wenn Du doch auf die Ursachen Deiner Beschwerden kommst und sie dann abstellen kannst, wäre das doch möglich? Gerade, wenn Dir die Schule eigentlich leicht fällt, wäre es meiner Meinung nach ein Jammer, wenn Du keinen richtigen Abschluß machen würdest.

An eine psychische Ursache Deiner Beschwerden glaube ich nicht. Daß Du evtl. wegen der ständigen Beschwerden nicht gerade frohlockst, ist verständlich .

Bitte denke mal genau nach, was im Januar/Februar diesen Jahres bei Dir los war, z.B.
Zahnbehandlung, Umzug, Renovierung der Wohnung, neue elektronische Geräte, Mobilfunkmast in der Umgebung, Impfung, Krankheit mit Medikamenten usw. usw.

Was genau ist denn an Lebensmittelunverträglichkeiten getestet worden? Du schreibst von der bereits bekannten Fruktoseintoleranz. Hältst Du Dich denn an die entsprechende Ernährung?
Es gibt aber noch mehr Intoleranzen, nämlich die Gluten-, Histamin-, Sorbit-, Salicyl- und Laktose-Intoleranz. Sind die soweit wie möglich abgeklärt worden bzw. hast Du Dich mit denen schon mal beschäftigt?
Stichwortverzeichnis

Ist Dir schon aufgefallen, daß Du nach immer den gleichen Lebensmitteln/Getränken/Medikamenten Beschwerden bekommst?

Außer den Intoleranzen gibt es ja auch noch Allergien auf Lebensmittel und andere Stoffe.
Bist Du da schon getestet worden und von wem und wie?
Der übliche Test ist der Prick-Test, bei dem ganz kleine aufgelöste Allergene in die Haut "gepiekst" werden und man dann auf jeden Fall auf der Stelle des Histamins eine Quaddel sieht. Die Sachen, die hier anzeigen, werden dann zusätzlich noch im Blut auf IgE-Antikörper untersucht.

Heuschnupfen Ratgeber - Allergie & Unverträglichkeit: Wo liegt der Unterschied?

Wie ernährst Du Dich denn jetzt? Gute Öle sind wichtig bei der Ernährung, damit die fettlöslichen Vitamine und Elemente auch aufgenommen werden können. Sie sind auch als Energieträger wichtig...

Daß Du eine Zeitlang Schilddrüsenhormone eingenommen hast und dann nicht mehr, irritiert mich etwas. Ich denke, es wäre gut, wenn Du Dir beim Facharzt (Endokrinologe/Nuklearmediziner) alle wichtigen SD-Werte bestimmen lassen würdest:
TSH, fT3, fT4, Antikörper: TPO-Ak, TG-Ak, TRAK, Ultraschall, evtl. Szintigramm.
http://www.symptome.ch/wiki/Schilddrüse
(Das Absetzen der Tabletten hat offensichtlich nicht geholfen. Deshalb sollte dieser Punkt auf jeden Fall noch einmal aufgenommen werden. Denn auch durch eine Schilddrüsenfehlfunktion können Unverträglichkeiten entstehen...)

Dieser Thread könnte auch für Dich interessant sein, u.a. die Empfehlung, ein Ernährungstagebuch zu führen.
http://www.lebensmittelallergie.info...p?topic=3675.0

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Geändert von Oregano (23.11.13 um 20:10 Uhr)

Darmkrämpfe, andauernde Übelkeit, RDS?

carparso ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 11.10.13
Danke für die Antwort,
Nein Mein Schulabschluss ist entgültig. Ich besitze jetzt den theoretischen Teil der Fachhochschule und bin damit glücklich, denn studieren kann ich nach der Lehre immernoch

Das einzige was im Februar passierte: meine damalige Freundin und ich trennten uns nach 3Jahren Beziehung. Es war ein harter Schritt, aber wir kommen beide damit klar und haben noch Guten Kontakt zueinander.

Direkt getestet wurden Laktose und Fructose. Laktose ohne Befund, und Fructose wurde ja gefunden.
Getestet haben wir über Diäten noch: Gluten
An die "Fructoseernährung" halte ich mich. Also meide genzlich solche Produkte.
Allgemein sieht meine Ernährung nurnoch so aus:
Stilles Wasser und Fenchel Tee als Flüssigkeit
Kneckebrot, Butter und Geflügelwurst gibts meistens zum Frühstück/Abendbrot (meist als beilage Paprika Gurke oder ein Ei)
Zum Mittag: Oft nurnoch Salat. Also Mischsalat mit Mais, Gurken, Paprika Kopfsalat und ab und zu auch mal etwas Pute unter den Salat gemischt.
Diese Ernährung führe ich grade im Zusammenhang mit der Darmsanierung.

Also ich kann nicht sagen, dass bestimmte Lebensmittel mir stark auf den Magen schlagen, aber esse ich etwas mehr (egal wovon) bekomme ich starke Blähungen mit Winden, die anders riechen als "normale Winde", die ich 17Jahre lang zuvor hatte.
Diese Blähungen äußern sich nebenbei auch immer in starken schmerzen im linken Unterbauch.

Außer den Intoleranzen gibt es ja auch noch Allergien auf Lebensmittel und andere Stoffe.
Bist Du da schon getestet worden und von wem und wie?
Nunja, wie gesagt auf Fructose, Laktose und Gluten wurde ich getestet.

Diesen Prick-Test hat mir noch kein Arzt empfohlen. Ehrlich gesagt, haben die Ärzte ziemlich schnell von Reizdarm gesprochen und für sie war die Sache damit erledigt. Auf mein Nachharken haben wir dann entschieden, dass eine Darmsanierung nötig ist.
Ein Paar Bakterien sind wohl nicht in außreichender Zahl vorhanden und Pilze wurden gefunden.
Die schulmediziner halten ja leider auch nicht viel von diesn "Pilz verursacht schmerzen" Gesprächen, kann es aber sein, dass meine Probleme (zumindest im Darm) daher kommen?

mfg.

Darmkrämpfe, andauernde Übelkeit, RDS?

carparso ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 11.10.13
Ich habe eben noch ein paar seiten zur Histamin Unverträglichkeit gelesen, dabei sind mir Symptome aufgefallen, die ich bei mir beobachtet habe aber nie als Symptom gesehen habe.

Ich habe letztes bemerkt wie ich ab und zu mal rote Hautstellen im Gesicht bekomme. Ich weiß aber nicht ob das in irgendeiner weise vom Histamin kommt?

Außerdem habe ich abends in letzter Zeit mal Juckreiz am gesamten rücken und an den armen bekommen, ist das ein weiteres Indiz dafür?

Ab und zu jucken auch die arme mal ohne ersichtlichen Grund.

Bitte antworten :-)

Darmkrämpfe, andauernde Übelkeit, RDS?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo carparso,

Haujucken, rote Flecken und Ausschlag können von einer histaminbedingten Reaktion kommen. Die Ursache können allergische Reaktionen sein oder eben Reaktionen der HIT.
Bist Du vom Wiki her schon auf diese Seite gekommen, auf der u.a. steht:

Zusammenfassung: [der Symptome]

Die Symptome der Histaminose gleichen einer Allergie, einer Lebensmittelvergiftung oder einer Erkältung. Sie treten insbesondere im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme auf, können aber auch chronisch andauern oder schubweise auftreten, ohne dass der Betroffene einen Zusammenhang mit der Ernährung erkennt. Eine enorm breite Palette von vorwiegend unspezifischen Symptomen ist möglich. Welche Symptome auftreten, ist individuell verschieden.

Als typische Leitsymptome können auftreten:
- Anschwellende Nasenschleimhaut, laufende Nase, Niesen, Auswurf, Hustenreiz, Atembeschwerden
- Verdauungsprobleme: Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Sodbrennen
- Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötungen, Erröten (Flush im Gesicht)
- Hitzewallungen, Schweissausbrüche, gestörtes Temperaturempfinden
- Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen, Blutdruckabfall
- Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel
- Schlafstörungen, Müdigkeit
- Übelkeit, Erbrechen
- Menstruationsbeschwerden
- Ödeme (Schwellungen, Wasseransammlungen, z.B. geschwollene Augenlider)
HIT > Symptome

Was etwas verwirrend ist: Intoleranzen werden von Gastroenterologen getestet und Allergien von Allergologen/Dermatologen, manchmal auch Internisten. Dabei muß man aber wissen, daß diese Tests alle nicht 100%ig eindeutig ausfallen können. Deshalb ist ein Ernährungstagebuch nützlich zur Selbstbeobachtung...

Juckreiz kann viele Ursachen haben:

...
Für beide [s. Link] Juckreiz-Formen kommen als Ursachen verschiedene Grunderkrankungen in Frage. Der Juckreiz tritt dann meist zusätzlich zu anderen Beschwerden der jeweiligen Krankheit als begleitendes Symptom auf:

Stoffwechselstörungen wie


- Schilddrüsenüberfunktion
- Schilddrüsenunterfunktion
- Diabetes mellitus
- Krebserkrankungen wie
- Lymphom
- Leukämie
- Plasmozytom
- Arzneimittelüberempfindlichkeiten

Blutkrankheiten wie

- Eisenmangelanämie
- Mastozytose)
- Lebererkrankungen wie
- Leberzirrhose
- Gallenstauung
- Infektionen mit bestimmten Erregern, z.B.
- Haken- oder Spulwurm
- Läuse

psychische Erkrankungen wie
Zwangsstörungen oder
Dermatozoenwahn, bei dem die Betroffenen fest davon überzeugt sind, von Hautparasiten befallen zu sein – obwohl das nicht so ist.

Weitere Juckreiz-Ursachen sind:

Hautkontakt mit Glaswolle
Stress
trockene Haut
Schwangerschaft [die dürfte bei Dir sicher wegfallen ]
....
Juckreiz (Pruritus) Ursachen - Onmeda.de

Soweit zum Juckreiz & Co..

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Darmkrämpfe, andauernde Übelkeit, RDS?

Brigitka ist offline
Beiträge: 1.801
Seit: 06.04.09
Hallo Carpaso,

Parasitenbefall könnte ein Grund für Deine Beschwerden sein. Die Toxine der Würmer oder Einzeller lösen auch Allergien aus und setzen Histamin frei. Immer mehr beim Essen wegzulassen ist auf die Dauer keine Lösung, weil die Ursache immer noch da ist.

Leider kann das durch Stuhluntersuchung in den seltesten Fällen nachgewiesen werden. Du mußt Dich also ziemlich gut selbst informieren.

Es gibt hier eine Parasitenrubrik unter Krankheitsbehandlung ganz weit unten. Da sind schon einige gute Infos oben festgepinnt.

Alles Gute

Brigitka


Optionen Suchen


Themenübersicht