Was wird aus mir?

14.04.10 00:46 #1
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Was wird aus mir?

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Liebe Guitarheroine,

kennst Du das Buch "Ich könnte verschwinden, wenn Du mich berührst"?
Es ist das Buch einer Frau, die als Erwachsene als autistisch eingestuft wurde.
Ich will damit nicht sagen, daß Du evtl. autistisch seist. Aber vielleicht könntest Du Dich in einigem wiederfinden, wenn Du es liest.

Hier der Link zu einer Rezension:

Amazon.de: Beness Rezension von Ich könnte verschwinden, wenn du mich berü...

Was wird aus mir?

rubin ist offline
Beiträge: 79
Seit: 23.11.08
Hallo Guiterheroine
Ich kann Deine Verzweiflung spüren.Bitte hole Dir Hilfe vieleicht hast du ja jemanden der dich unterstützt.Für mich hört es sich wie eine dicke Depression an.Du wirst sehen, wenn du geheilt bist,dann tun sich neue Wege auf.Und alles wird gut ,ich wünsche es Dir sehr.Bitte laß Dir helfen, das Leben kann wieder schön werden.

Was wird aus mir?

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Liebe Guitarheroine,
ich denke die ganze Zeit an Dich und was Dir helfen könnte. Kommst Du manchmal raus aus Deinen vier Wänden? Hast Du die Möglichkeit, Menschen kennenzulernen? Ich weiß, daß Dir die meisten nicht gefallen. Aber vielleicht ist ja mal ein einziger Mensch dabei, der ein weites Herz hat und Dich versteht, bei dem Du nicht viel zu erklären brauchst usw.

Mir ist die Geschichte einer Freundin eingefallen, die sehr verzweifelt ist (weil sie durch eine Sekte durchgegangen ist und erhebliche Schäden davongetragen hat). Sie sitzt des öfteren orientierungslos einfach nur in einem Park, an der See oder irgendwo, viele Stunden, und sie guckt dann einfach nur vor sich hin. Sie "träumt dann weg".
Und irgendwann stand plötzlich ein Mensch einfach so vor ihr und sagte zu ihr: "Du siehst so traurig aus."
Vor männlichen Menschen hat sie normalerweise seit dieser Sektengeschichte eine Heidenangst. Aber dieser hatte Zugang zu ihr. Sie konnte den Kontakt zulassen. Sie haben sich sehr nett angefreundet, und es hat ihr viele Monate Auftrieb gegeben. Sie ist wieder viel mehr in ihre Lebendigkeit gekommen. Sie hat ihm nie von diesem Teil ihrer Vergangenheit erzählt. Aber er hat sie einfach so angenommen wie sie ist. Ein sehr lieber Mensch. Es hat ihr sehr gutgetan. (Sie mußte dann nur aus der Stadt weg.)

Ich bin überzeugt, daß es Menschen gibt, die Dir guttun können, ohne Erwartungen an Dich zu stellen, daß Du "etwas zurückgibst" oder Dich nach bestimmten Normen verhältst, wie sie es gerade wollen. Ich weiß, diese Menschen sind nicht in der Mehrheit, aber es gibt sie.
Vielleicht kannst Du so einem Menschen mal begegnen....?

Ich wünsche es Dir sehr!!

Was wird aus mir?
hela
Liebe Guitarheroine,
Ich habe einen Sohn, 19 Jahre alt. Deine Geschichte kommt mir fast identisch wie seine vor.
Zusehends kapselte er sich innerhalb eines Dreivierteljahres von uns Eltern ab, es war kein durchkommen mehr, kein Sprechen, nichts. Er baute eine Mauer um sich und wir mussten zusehen, wie es stetig mit ihm bergab ging. Immer war er ein lustiger, lebenslustiger Kerl. Bei ihm hats mit einer zu Ende gegangen Beziehung - erste große Liebe -angefangen. Dann hat ers im Job und in der Berufschule nicht mehr gepackt. Hat seine Lehre gekündigt, ohne mit uns zu reden, ist nicht mehr aus seinen 4 Wänden rausgegangen. Dann arbeitslos, hat gehofft, er kriegt das alles alleine auf die Reihe. Anvertrauen wollte er sich niemanden, seine Freunde sind immer weniger geworden. Maximal noch die, mit denen er gekifft und andere Drogen (keine harten) genommen hat, sind ihm geblieben.
Bis dann der Zusammenbruch in Form einer ziemlich argen Psychose gekommen ist. Endlich als letzten Ausweg hat er sich an uns gewandt, weil er sich einfach in seinem Zustand nicht mehr selbst zu helfen wusste. Er wurde behandelt, er hatte auch tiefste Depressionen, die sich gleich anhören wie deine Ängste. Ich bin nichts, ich kann nichts, ich krieg nichts auf die Reihe, ich möchte sterben - das waren seine Worte.

Ohne Medikamente ging es nicht. Er will zwar immer noch nicht zur Psychotherapie, aber immerhin nimmt er jetzt Medikamente und es geht bergauf und jedesmal wenn ich ihn wieder lachen höre, strahlt mein Herz.

Ich bitte dich, vertrau dich deinen Eltern an oder einem guten Freund, sie sollen mit dir zu entsprechenden ärztlich Stellen gehen, die verstehen dich dort. Du bist nicht allein mit deinem Problem, vielen jungen Menschen gehts gleich. Nur ich glaube nicht, dass du ganz allein damit fertig wirst, ganz ehrlich gesagt. Es ist gefährlich ausserdem, da du ja schon öfters an Selbstmord denkst. An der Psychiatrie nehmen sie dich ernst, wenn du ihnen deine Zustände schilderst, es geht einfach schon zu lange so. Ein Psychologe kann keine Medikamente verschreiben, daher ist die erste Anlaufstelle ein Psychiater oder die psychiatrisch Ambulanz im Krankenhaus. Und glaube nicht, dass man dich als "beklopft" ansieht, nur weil du psychiatrische Hilfe annimmst, statistisch hat jeder 2. hat schon mal diese HIlfe in Anspruch genommen, eine Depression ist eine sehr ernsthafte Erkrankung!

Du bist ein starkes Mädchen, sonst würdest du nicht noch immer alleine kämpfen, aber es erfordert auch große Stärke, seine Schwäche zuzugeben und sich helfen zu lassen.

Ich sorge mich um dich, obwohl ich dich gar nicht kenne. Deine Geschichte hat mich tief berührt und ich bitte nochmals aufs dringenste - lass dir helfen. In ein paar Monaten schon könntest du wieder auf der Sonnenseite stehen.
Und was das nicht wissen was man will betrifft - aus meinem Bekanntenkreis - ich bin jetzt 45 - kenne ich keine drei Leute - die noch den von ihnen erlernten Beruf ausüben. Wie soll man auch mit 17 schon wissen, was alles in einem drinsteckt und welche Talente man besitzt. Das kommt alles mit der Zeit.
Ich wünsche dir alles alles Gute, viel Kraft, aber auch viel Mut, den notwendigen Schritt in Richtung Psychiatrische Hilfe zu gehen und sei mir nicht böse, dass ich so direkt bin, aber beschönigen ist hier absolut fehl am Platz.
Alles Gute
hela

Was wird aus mir?
Weiblich Guitarhero
Themenstarter
Hallo Rubin

Es ist nicht so einfach für mich Hilfe zu holen. Mein Psychiater von früher arbeitet jetzt leider woanders, sonst würde ich zu ihm in Therapie gehen. Wenn es einen Therapeuten gäbe der genauso ist wie er, dann würde ich sofort zu ihm gehen. Aber das wird nicht möglich sein jemanden zu finden, der genauso ist. Aber ich weiss, ich sollte mir Hilfe holen, ich schaffe es nur noch nicht.


Hallo Nischka

Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
Kommst Du manchmal raus aus Deinen vier Wänden? Hast Du die Möglichkeit, Menschen kennenzulernen?
Manchmal gehe ich raus. Mittlerweile ziemlich oft für meine Verhältnisse, so 1mal in der Woche. Das ist mir aber manchmal zu viel. Dann wenn ich raus gehe, dann treffe ich mich mit meinem Vater. Ansonsten gehe ich nicht raus. Mit gleichaltrigen Menschen kann ich übrigens nichts anfangen. Die haben einfach nichts Gescheites im Kopf. Intelligenz vielleicht schon, aber sonst nichts Interessantes. Ich fühle mich eher zu älteren Menschen hingezogen. Also so 20-30 Jahre alt.

Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
Sie konnte den Kontakt zulassen.
Weisst du wieso sie den Kontakt gerade zu ihm zulassen konnte? Oder gab es keinen bestimmten Grund dafür?

Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
Sie mußte dann nur aus der Stadt weg.
Konnte sie wegen dieser Sekte nicht dort bleiben oder wollte sie weg? Ich will übrigens weg von hier wenn ich eine Ausbildung hinter mir habe. Wahrscheinlich ziehe ich aufs Land oder in die Berge, dann habe ich meine Ruhe.

Danke übrigens für deine Buchempfehlen. Ich bin, denke ich keine Autistin, aber das Buch würde ich schon gerne lesen. Wollte es dann auch bestellen, aber dann hiess es man könne nicht an diese Adresse liefern… Schade. Aber vielleicht finde ich das Buch sonst irgendwo.


Hallo Hela
Danke, dass du mir geschrieben hast und die Geschichte deines Sohnes erzählt hast.

Ich nehme bereits Medikamente, habe sie mir von meiner Hausärztin verschreiben lassen. Sie hat mir dann auch so einen Psychologen empfohlen, habe dort auch angerufen, war aber nur die Mailbox bei der ich seine Stimme die mir nicht sympathisch war gehört habe. Da die Stimme mir nicht sympathisch war, habe ich mich dazu entschieden keine Nachricht zu hinterlassen und nicht zu ihm zu gehen. Es ist halt nicht so einfach einen Psychiater zu finden, der mir sympathisch ist, da ich fast alle Menschen für böse halte. Wie ich Rubin schon geschrieben habe würde ich sofort zu einem gehen, wenn es einen gäbe, der so wie mein alter Psychiater ist. Und dann noch jemand zu finden der auch gut ist und was drauf hat, das wird noch schwieriger. Für mich ist es vor allem schwierig mich zu überwinden um einen ersten Termin als Probe auszumachen. Es hapert noch an der Umsetzung, aber das war bei mir schon immer ein Problem.

Guitarheroine

Was wird aus mir?

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Liebe Guitarheroine,
sehe gerade Deine Nachricht.

Warum wird es Dir draußen zuviel? Wegen der Reize, denen Du ausgesetzt bist? Wegen der Menschen, die Dir nicht zusagen?

Gibt es ein Forum, in dem sich Menschen in Deiner Stadt beteiligen? In meiner Stadt habe ich in einem Forum unter "Kontakte" schon hin und wieder etwas gelesen, daß jemand einen speziellen Kontakt suchte, Leidensgenossen oder einfach Gesprächspartner oder wie auch immer. Hättest Du evtl. da eine Möglichkeit? Wär ja kein Problem, daß sie etwas älter sein sollen. Über Internet könnte man sich dann erstmal einigermaßen "beschnuppern", dann hast Du nicht so die Überwindung mit dem direkten Konfrontiertsein und evtl. sich einstellendem Unwohlgefühl.

Die Geschichte mit der Sekte meiner Freundin war schon drei Jahre abgeschlossen.
Sie mußte wieder in ihre Heimatstadt zurück wegen ihrer Familienmitglieder.
Warum sie ihm vertrauen konnte? Es war wohl intuitiv. Sie hat keine Angst entwickelt. Er wirkte einfach menschlich und herzlich.

Das Buch "Ich könnte verschwinden,...." hat mich einst sehr gefesselt. (Mir fällt gerade ein, daß es davon noch Teil 2 gibt mit anderem Titel, oder dies ist Teil 2, und es gibt dann noch Teil 1.) Ich fand darin auch sehr viele Tendenzen (sehr gut beschrieben), von denen mir Freunde und Freundinnen immer berichtet hatten.
Heute weiß ich, daß Autismus und autistische Symptome nicht selten mit Impfungen zusammenhängen; weitere Faktoren sind inzwischen bekannt: Mutter hatte in der Schwangerschaft Amalgam, Mobilfunkstrahlung.

Es gibt ein Buch "Impfungen, der Großangriff auf Gehirn und Seele" (Harris Coulter), in dem steht, daß auf jeden Autisten 1.000 Menschen kommen mit autistischen Symptomen. Und wenn ich mal genau hingucke, bis ins Detail - im Hintergrund das Wissen, was in diesem Buch steht - dann sehe ich, daß schätzungsweise mittlerweile die Hälfte aller Menschen (Generationen nach 1950) derlei Symptome aufweisen. Die einen mehr oder auffälliger, die anderen weniger oder unauffälliger.

Immer wieder denke ich, ob nicht eine homöopathische Behandlung Dir weiterhelfen könnte, bei einem sehr guten, erfahrenen Homöopathen, dem solche Krankheiten, die hier im Forum behandelt werden, hinlänglich bekannt sind (also z. B. auch Impfschädigungen).
Natürlich bliebe eh die Frage der Finanzierung übrig. In Deutschland gibt es einen Lachesis-Verband, soweit ich weiß, verfügen sie über Spenden-Gelder für Menschen, die sich sonst keine Behandlung leisten können.
Meine Zweifel an hom. Behandlung liegen in den höheren Potenzen, ich weiß, daß sie zu verstärkter Elektrosensibilität führen können. Deswegen bin ich immer unsicher, sie zu empfehlen. Einige Homöopathen geben nur höhere Potenzen.

Das andere ist: Meine Tochter hatte eine sehr, sehr schwierige Zeit etwa von 16-18 Jahren, sie war auch ziemlich negativ eingestellt anderen Menschen gegenüber usw. Wir haben dann über ein Krankengymnastik-Rezept eine Cranio-Sacral-Behandlung organisiert. Das sind sehr sanfte Berührungen, sie tun unheimlich gut und sind sehr effektiv. Dadurch hat sie zumindest erstmal Pausen erleben dürfen, zwischendurch sich mal so richtig wohl fühlen können in ihrer Haut.

Immer wieder habe ich den Impuls, Dir zu schreiben, wie wichtig es wäre, daß Du wenigstens einen einzigen Menschen findest, der Dich stützt, der Dich sozusagen "bei der Hand" nimmt, Dir "energetische" oder "geistige" und konkrete Kraft gibt (ich meine die, die sich automatisch auswirkt), jemanden, der oder die mit Dir die anstehenden Schritte durchkaut und für Dich auch Telefonate o. ä. führt, mit Dir Wege macht usw.

Du wirkst so alleine. Und es kann ja auch sein, daß Du manches Mal (nur an den richtigen Stellen!) eine Schubkraft brauchst, um Dich zu etwas zu überwinden. Vielleicht lehnst Du Dinge/Menschen/Tun ab, obwohl es das Nadelöhr wäre, was Dir weiterhilft, weil Dir die Eigenkraft oder Eigenmotivation fehlt. Wenn jemand Dir zur Seite stünde, könntest Du zumindest vielleicht mal einen Schritt mehr auf dem Glatteis wagen und - mit Glück - dann auch mal wieder auf diese Weise auf festen Boden gelangen.

Ich kenne mich leider überhaupt nicht mit der Schweiz aus, was man dort vorschlagen könnte, um solche Unterstützung zu bekommen.

Könntest Du Dir selbst mit Schüßlersalzen helfen? Die sind überhaupt nicht teuer. Es gibt ein sehr gutes Buch (leicht und interessant geschrieben) von Monika Helmke-Hausen, gibt es auch als Taschenbuch, "Lebensquell Schüßlersalze", da könntest Du gucken, welche Beschreibungen zu Dir passen. Ich nehme stark an, daß Du unbedingt Nr. 8 (Natrium chloratum) brauchst - Vorsicht bei der Einnahme, falls Du es probieren solltest. Lieber zu wenig als zuviel, d. h. erstmal nur alle 3 Tage eine Pastille, evtl. langsam steigern. Mit Glück kann es auch mal schnell ein *Pling* geben.

Das wäre zumindest erstmal eine Alternative zur hom. Konstitutionsbehandlung.

Gibt es nicht jemanden aus diesem Forum dort, wo Du wohnst? Umpf, es muß doch eine Hilfe für Dich geben.
Viele Grüße!!!!!!


Geändert von Nischka (07.02.11 um 23:17 Uhr)

Was wird aus mir?
Weiblich Guitarhero
Themenstarter
Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
Warum wird es Dir draußen zuviel? Wegen der Reize, denen Du ausgesetzt bist? Wegen der Menschen, die Dir nicht zusagen?
Ich weiss nicht so genau warum es mir draussen zu viel wird. Wenn ich in die Stadt gehe, dann fühle ich mich unwohl, weil ich manchmal das Gefühl habe die Menschen schauen mich an. Ich fühle mich so, als ob ich für jeden sichtbar bin, dabei wünsche ich mir ich könnte mich unsichtbar machen. Ausserdem gehe ich nicht gerne raus, weil da so viele Menschen sind und es ist immer eine Anstrengung mich zu überwinden um raus zu gehen. Heute war ich auch kurz raus und ich war froh als ich wieder zuhause war.

Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
Gibt es ein Forum, in dem sich Menschen in Deiner Stadt beteiligen?
Es gibt eine Partyseite aus meiner Stadt und dort gibt es auch ein Forum. Jedoch sind dort viele Leute in meinem Alter und jünger. Gibt auch ältere, aber das ist weniger der Fall.

Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
jemanden, der oder die mit Dir die anstehenden Schritte durchkaut und für Dich auch Telefonate o. ä. führt, mit Dir Wege macht usw.
Da gäbe es eine Person die bestimmt dazu bereit wäre mich zu unterstützen aber irgendwie will ich das nicht. Ich weiss aber gerade nicht wieso ich das nicht will.

Zitat von Nischka Beitrag anzeigen
Schüßlersalzen
Habe mir heute das Buch geholt und werde es noch lesen. Weisst du vielleicht ob Schüsslersalze und Abilify zusammen gut funktionieren? Oder gibt es da irgendwelche Probleme? Wie lange nimmt man normalerweise Schüsslersalze?

Was wird aus mir?

Nischka ist offline
Beiträge: 1.532
Seit: 02.01.11
Hallöchen, Guitarheroine!!!
Danke für Deine Antwort.
Das, was Du beschreibst mit dem Gefühl, angesehen zu werden, das hatte ich ganz früher auch sehr lange Zeit (schwankend, mal mehr, mal weniger), bei mir ist dies durch Nr. 7 der Schüßlersalze (und wahrscheinlich noch andere Faktoren wie homöopathische höhere Potenzen damals) eigentlich komplett weggegangen. Könnte auch sein, daß meine Zahnmetallentfernung eine Rolle gespielt hat, aber das kann ich nicht sicher sagen. - Ich hatte damals auch viele, viele Jahre lang Träume in der Richtung, die sind aber bestimmt seit zehn Jahren gar nicht mehr da.

Gibt es noch irgendeine andere Möglichkeit, Kontakte zu finden mit etwas älteren Menschen? Müßte natürlich auch gezielt sein, sei es Zettel ans Schwarze Brett, sei es über die "Wissensbörse" (gibt es in D.). Bei der Wissensbörse geht es um Wissen austauschen bzw. vermitteln, alles kostenlos (man muß nicht unbedingt selbst was anbieten), aber da sind auch häufig Angebote, die Randgebiete betreffen. Und meiner Erfahrung nach sind darin häufig ältere Menschen, allerdings - soweit ich weiß - zumeist über 40/50. Aber ich kann mir vorstellen, daß auch gerade so ein Mensch eine innere Sicherheit ausstrahlen kann und hilfsbereit sein kann.

Der Mensch, den Du kennst, der/die Dir angenehm ist, Du schreibst, daß Du das im Moment irgendwie nicht willst. Ich kann mir vorstellen, daß es eine Art Schwellenangst ist, die sich durch Dein Leben zieht, immer wieder ist der erste Schritt der schwierigste, danach kann es dann flüssiger werden. (Dies gehört übrigens u. a. zu Nr. 8 der Schüßlersalze, mit anderen Worten: Menschen mit unausgeglichenem Natrium-Stoffwechsel können Probleme damit haben, etwas anzugehen. Wenn sie dabei sind, schwindet die Abscheu. Wenn sie grundsätzlich durch den "Fluß" dann aber nicht schwindet, ist es nicht Nr. 8, sondern ein anderes Problem.)

Viellllllleicht könntest Du Dich einmal überwinden und diesen Menschen fragen? Wichtig wäre allerdings, daß Du Dich versichern kannst, daß definitiv keine Erwartungsängste bei Dir aufzukommen brauchen. Könntest Du mit dieser Person da offen drüber sprechen, kennt sie Deine innere Lage? Kannst Du z. B. sagen, daß Du nicht immer gut aufgelegt sein kannst und auch mal brummig bist (ist jetzt meine Formulierung), ob das in Ordnung ist? Daß wenn Du brummig bist, es nichts mit ihr zu tun hat, sondern Deine Verfassung ist......
könnte das evtl. ein Anfang sein?
(Meine Tochter haßt es wie die Pest, sich verstellen zu müssen, wenn sie nicht in Laune ist, kann ich gut verstehen.)

Ich habe einen guten Freund, dem es des öfteren so geht, ich weiß das, ich nehme es nicht persönlich, ich nehme das einfach an und gut. Teilweise lockert sich seine Laune, teilweise nicht, wenn wir uns sehen. Ist alles in Ordnung, so wie es ist.

Abilify kenn ich leider gar nicht. Mensch, Du bist ja rasant schnell mit dem Besorgen, richtig klasse! Ich habe das Buch teils wie einen Roman gelesen, ich meine die Persönlichkeitsbeschreibungen. Die mußt Du übrigens nicht so supergenau nehmen, so pi mal Daumen, es muß nicht alles unbedingt passen. Das einfachste ist dabei, wenn Du zwischendurch Deine Symptome (seelisch/geistig/körperlich) aufschreibst und hinten in der Liste nachschaust. Wenn sich bestimmte Nummern immer wiederholen, dann ist es Dein Salz.

Viele machen übrigens die Erfahrung, daß sie meinen: Boah, ich brauche so viele Salze, wo soll ich bloß anfangen?

Laß Dich davon nicht beirren, falls es so sein sollte. Guck Dir erstmal die wichtigsten, dringlichsten zwei, drei Mittel aus. Könnte Nr. 8 und 5 sein (die gehören gewissermaßen zusammen) und 7.
Von der 7 kannst Du richtig viel nehmen, entspannt meist richtig gut. Kann sein, daß Du das Empfinden hast, mal wieder richtig tief geschlafen zu haben. Nr. 8 wie beschrieben erstmal ganz vorsichtig rangehen, wenn Dein Natrium-Stoffwechsel aus dem Lot ist, kann es zunächst starke Reaktionen geben, viel träumen usw. Vielleicht auch erstmal nur eine halbe Pastille.
Immer genau gucken, wie es Dir geht, Dosis nur steigern, wenn Du sicher bist.

Wenn Du mal überdosiert hast (das passiert allen mal), kannst Du ein Käffchen trinken oder auch zwei (was heißt: kurze Zeit vor der Einnahme und ein paar Stunden danch keinen Kaffee und keine starke Pfefferminz). Alternative wäre: Campher-Öl besorgen und immer wieder schnüffeln, starke ätherische Öle antidotieren die Mittel, heben also die Wirkung auf.

Wie lang nimmt man sie, gute Frage. Hm.... Ich würde sagen: längerfristig. Monika Helmke-Hausen schreibt, wenn man einen starken Mineralstoffmangel hat, muß man sie lange Zeit nehmen, um den Haushalt wieder aufzufüllen. Aber das kannst Du dann alles lesen.

Ich kenne viele Menschen, die sich richtig gut mit den Sch. helfen können, auch bei kleineren Wehwehchen oder beginnender Erkältung usw.
In vielen Fällen spart man sich den Arzt/die Ärztin.

Eine Frau mit schwerem Asthma hat sich reingelesen, sich ihre Asthma-Mittel rausgesucht, nach buchstäblich einer Woche brauchte sie fast gar nicht mehr zu sprühen, kaum noch Anfälle.
Meine Tochter biegt damit Erkältungen ab, und wenn es sie dann doch noch erwischt, dann schön Fieber ein, zwei Tage, und schon geht es bergauf (Nr. 4 hauptsächlich).

Ich habe manchmal Schmerzanfälle. Wenn ich meine 5 und 7 nicht hätte, würde ich innerhalb von Minuten nur noch schreien vor Schmerzen. So krieg ich sie rasch weg. In Akutfällen kann es mal sein, daß man viel mehr nehmen muß, bei den Schmerzattacken nehme ich dann manchmal nach und nach 30 Tropfen von der 7 (ich nehme sie in Alkohol).
Ich war in einem Sportverein, mochte vor der ganzen Gruppe nie etwas sagen, wollte nicht angesehen werden (ich als Quasseltante konnte nur mit max. 3 Leuten gleichzeitig reden), ha, freu, ich nahm zum ersten Mal die 7, beim Sport redete ich vor der ganzen Gruppe, völlig normal, und dann erst fiel es mir auf einmal auf, daß dieser Komplex wie weggeblasen war!

Glaub, das war es erstmal.
Wünsche Dir viel Vorfreude bei der Lektüre, auf daß Du Dich so gut wie möglich wiederfindest und baldigst ein Sälzchen hilft!!!!!!!!

Was wird aus mir?
Weiblich Guitarhero
Themenstarter
Ich habe dieses Leben satt
Ich habe es satt in den Spiegel zu sehen
Denn ich weiss nicht wen ich sehe
Ich weiss nicht wer sie ist

Es ist alles gleich geblieben
Wir können nichts mehr ändern
Alles was war
Was ist
Und was sein wird
Es ist egal
Es ist nichts mehr wert

Die Welt ist nicht beeinflussbar
Sie ist wie sie ist

All dieses Gerede von Veränderung
Hoffnung
Glück
Liebe
Nichts ist wahr
Es ist nur eine Illusion
Damit wir irgendwie überleben
In dieser Welt

Die Welt
Sie ist ein Spiel
Und es hört nicht auf
Immer dasselbe
Aufgeben
Kämpfen
Bis zum Ende
Und dann wieder von vorn

Menschen
Wir sind nicht echt
Wir sind falsch
Alle diese Träume
Wir wollen sie verwirklichen
Aber wir tun nichts
Wir können nichts tun
Wir sind nicht echt

Guitarheroine

Was wird aus mir?
Weiblich Guitarhero
Themenstarter
Eigentlich wollte ich hier nichts mehr über mich schreiben, aber jetzt tue ich es wohl doch, aber ich bin mir immer noch nicht sicher ob ich in Zukunft weiterschreiben soll.

Ich habe es gerade wieder mit meiner Angst zu tun. Diesmal ist es nicht die Angst vor den Menschen. Ich werde an einen Schnuppertag für eine Aushilfsstelle gehen, aber ich würde am liebsten gar nicht hingehen. Nicht weil ich nicht arbeiten will, sondern weil ich Angst habe. Wovor habe ich denn Angst? Ich glaube ich habe dieses Mal Angst davor, zu versagen, nicht gut genug zu sein, den Anforderungen nicht zu genügen. Aber ich werde trotzdem hingehen, egal wie sehr ich auch Angst habe. Ich werde mich überwinden, schliesslich will ich arbeiten, ich will weiterkommen in meinem Leben. Ich hoffe, dass meine Konzentration ausnahmsweise gut sein wird und ich einen positiven Eindruck hinterlasse.
Früher, mit 14 Jahren, hatte ich übrigens Angst davor in die Schule zu gehen. Obwohl, ich bin mir manchmal nicht sicher ob es wirklich Angst war. Es war nämlich so, dass ich plötzlich nicht mehr hingehen konnte. Ich hatte ein komisches Gefühl und es fühlte sich an, als hindert mich etwas in mir zu gehen. Als wären 2 verschiedene Menschen in mir, die eine wollte gehen, aber die andere sagte nein und hinderte mich. Dann konnte ich nicht mehr in die Schule gehen.
Als ich noch jünger war, hatte ich auch immer grosse Angst. Irgendwie scheint mich die Angst schon immer begleitet zu haben. Ich denke, es wäre gut die Ursache meiner Ängste zu wissen. Ausserdem überlege ich mir auch zu einem Angsttherapeuten zu gehen, aber ich weiss nicht wo ich einen guten finden kann. Eigentlich wollte mich mein ehemaliger Psychiater weiterleiten, aber da kam es ja leider nicht zu einem 2. Treffen. Er hat auch vorgeschlagen, dass ich in eine Gruppentherapie gehe.
Ich bin gerade auf dem Weg zurück ins Leben. Ich stehe noch ganz am Anfang und es wird ein langer und steiniger Weg, aber ich werde es schaffen.

Guitarheroine


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