Wie Alkohol alles ändert - Angst, Traurigkeit, Hilflosigkeit

11.12.11 18:56 #1
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Wollmaus ist offline
Beiträge: 5
Seit: 11.12.11
Hallo hier alle,

in meinem Leben sind viele Dinge passiert.
Ich hab anscheinend gelernt damit irgendwie fertig zu werden, meine Schwester auch unsere Eltern leider nicht.

Mein Papa trinkt. Ich habe versucht mit meiner Mutti darüber zu reden, sie blockt völlig ab. Meine Schwester wohnt zu weit weg. Mit meinem Onkel habe ich auch versucht zu reden, er hat mir erst nicht so recht geglaubt wollte dann aber mit meinem Papa reden. Das war im Februar/März. Seit dem haben weder er noch mein Papa darüber geredet.

Mein Papa trinkt nur "Bier", aber das sehr viel. Er trinkt heimlich und er versteckt Bierflaschen. Mir macht das Angst. Ich hab Ihn so lieb und aus meiner Sicht ist er nicht Schuld daran wie es jetzt ist. Er musste immer der Starke sein und für alle da sein. Er kann nicht mehr. Aus meiner Sicht und der Sicht meiner Schwester ist er depressiv. Bloß das er das selber nie zugeben würde. Und zu Depression gehört ja auch oft Alkohol.

Wie kann ich Ihm nur helfen? Ich will nciht zusehen.
Ich habe schon überlegt ob ich seine Hausärztin mal anrufe das sie seine Leberwerte und so prüft wenn er wieder da ist. Aber ich weiß nicht ob sie zu mir halten würde.
Ich hatte schonmal einen Brief geschrieben den ich meinem Papa geben wollte, aber ich habe mich nicht getraut.

Ich habe eine Freundin, Ihre Mutter ist an Ihrer Alkohlkrankheit gestorben.
Ich selbst bin Krankenschwester. Ich habe schon einige solche Menschen, und deren Leiden, körperlich und seelisch erlebt. Und ich will nicht das es meinem Papa auch so geht. Ich habe Ihn lieb. Aber ich bin so machtlos.
Wie kann man nur jemanden helfen der selber noch nicht weiß was er da macht. Auf der anderen Seite würde er sein Bier ja nicht verstecken wenn er denken würde es wäre ok.
Ich habe große Angst und mich macht das ganz traurig und ich fühle mich einsam. In meiner Umgebung gibt es niemanden mit dem ich reden kann, wo ich wirklich das Gefühl habe das es denjenigen interessiert.
Es tut gut sich mal einiges von der Seele zu erzählen.

Vielen Dank fürs Zuhören.

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Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.143
Seit: 12.04.10
Hallo Wollmaus,

ich kann deine Situation nachvollziehen, es muss schmerzhaft sein, einen geliebten Menschen so zu sehen.

Wie lange geht denn das schon so?

Ich fürchte die Idee mit der Hausärztin ist nicht sehr realistisch. Sicherlich könntest du mit ihr sprechen aber sie darf rein rechtlich nicht über seinen Kopf hinweg Bluttests machen.
Vielleicht kann sie dir/Euch aber anderweitig helfen und hat ein paar hilfreiche Ideen.

Lebst du zuhause und bekommst das alles hautnah mit?

Ich glaube, es ist weit verbreitet, das viele Angehörigen das Thema "totschweigen", die Augen verschließen.

Ich gebe dir hier mal zwei Seiten mit, die dir vielleicht besser helfen, als ich es kann:
Anonyme Alkoholiker im deutschsprachigen Raum

Hilfe für Angehörige von Alkoholkranken

Es gibt auch ein paar Selbsthilfegruppen, die auch eine Möglichkeit darstellen, sich zu informieren.

Und ich habe die noch einen Thread in unserem Forum herausgesucht:http://www.symptome.ch/vbboard/alkoh...ern-hilfe.html

Sicherlich weiß dein Vater um die Gefahr, die vom regelmäßigen Trinken ausgeht, sonst würde er es nicht verstecken, wie du schon schreibst.
Weshalb redest du nicht mit ihm darüber?
So wie ich das verstand, wollte/sollte dein Onkel mit ihm sprechen, was er nicht getan hat.
Weißt du warum er es nicht getan hat?
__________________
Nette Grüße
Bergeversetzer

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Wollmaus ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 11.12.11
Das geht schon zwei Jahre so. Damals habe ich mit Ihm geredet und er meinte es stimmt und er würde das ändern. Und er hat auch gemerkt das es ein bisschen mehr geworden ist. Davor hatte ich auch mit meiner Mutter geredet, sie meinte ich solle mit Ihm reden, sie wäre nicht seine Mutti. Das fand ich schlimm. Aber so ist das leider in unserer Familie.
Damals bin ich gerade schwanger geworden, mir wurde gesagt mein Kind würde wahrscheinlich behindert werden, ich sollte abtreiben. Ich habe mich dagegen entschieden und heute ist mein Kind völlig gesund bei mir und macht jeden Tag besonders.
Die Zeit der Schwangerschaft war für mich aber schwer, wodruch ich auch meinen Vati ein bisschen aus den Augen verloren habe und seine Sorgen. Seit in meinem Leben alles wieder ein bisschen ruhiger geworden ist, sehe ich wieder wie schelcht es Ihm geht.
Ich wohne schon lange nicht mehr zu Hause. Ich bin 24 und seit ich 16 bin wohne ich ungefähr 50Km von meinem Elternhaus entfernt. Gleichzeitig ist damals auch meine Schwester ausgezogen. Sie ist 2 Jahre älter als ich. Wir gingen beide gleichzeitig in Studium bzw. Lehre.
Ich glaube das ist auch ein Grund. Unser Vati fühlt sich allein.
Jetzt wohnt meine Schwester in der Schweiz. Sehr sehr weit weg.
Ich bekomme vieles sehr genau mit, da ich immer versuche so viel Freude wie möglich in das Leben meiner Eltern zu bringen, was manchmal auch meine eigene Beziehung schwierig macht.

Ich traue mich nicht mehr mit meinem Vati darüber zu reden. Ich habe Angst vor der Reaktion. Ich bin ja nicht jeden Tag bei Ihm ich kann nicht immer für Ihn da sein.

Mein Onkel ist krebskrank und daher eigentlich auch mit seinen eigenen Sorgen beschäftigt. Als ich Ihn damals angerufen habe und unter Tränen alles erzählt habe hat er mir erst nicht so richtig geglaubt. Mit meinem Vater hat er wohl geredet, aber keiner von beiden hat seit dem mit mir über das Thema geredet. Ich steh so allein mit allem da.

Ich habe Angst das meinem Vati was passiert. Er war immer für mich da, ich will auch für in da sein. In unserer Familie sind viele Dinge passiert, Unfälle, ich selbst hatte zwei als Kind, Krankheiten, Suizidversuche, ein Suizid, Abtreibung, Vergewaltigung.
Ich weiß nicht. Es ist so viel geschehen. Ich rede oder schreibe mir das von der Seele.
Mein Vati ist meiner Meinung nach depressiv und dazu kommt der Alkohol.
Ich will Ihm unbedingt helfen.
Ich bin nur nicht wirklich in der Lage dazu. Und es ist niemand da dem das so wichtig ist wie mir. Und meine Verwandtschaft schaut entweder weg oder hat wirklich nichts gemerkt. Wer weiß.
Mein Vater hat das nicht verdient, er ist ein guter Mensch immer für alle da. Es sollte auch mal jemand für Ihn da sein. Ich will da einfach nicht zugucken.
Manchmal würde ich am liebsten alle in ein Zimmer setzen und mal so richtig die Meinung sagen. Unsere Familie und Verwandschaft ist so zerstritten und total verdreht. Ich weiß auch nicht. :-(

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Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.143
Seit: 12.04.10
Ja das klingt so als wäre dein Vater unglücklich.
Ich glaube trotzdem, es wäre einfacher, persönlich mit ihm zu reden. Nur so erfährst du, was in ihm vorgeht.

Wenn deine Mutter sich nicht für ihn interessiert, scheint die Beziehung allgemein nicht allzu harmonisch zu sein?

Ich würde annehmen, es täte deinem Vater vielleicht gut, wenn er wüßte und spüren könnte, wie du dich für ihn interessierst.

Kannst du eigentlich Dinge gemeinsam mit ihm allein machen, wenn du dort bist?
Oder ist die Familie immer so zusammen, das ihr euch kaum zu zweit beschäftigen könnt?

Du hast wirklich viele schlimme Dinge erlebt und es ist sehr verständlich, das du ihm, wenn er auch immer für dich da war, ebenfalls den Rücken stärken möchtest.
Warum genau bist du dazu nicht in der Lage? Sind es die Umstände oder die Entfernung?

Seine Lebensumstände wird dein Vater für sich selbst ändern müssen, das kannst du leider nicht für ihn tun.
Aber du könntest ihm das Gefühl geben, sozusagen einen Hafen zu haben, in dem er (bei dir) ankommen kann, wenn er möchte.
__________________
Nette Grüße
Bergeversetzer

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Wollmaus ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 11.12.11
Ich glaube es ist nicht so das meine Mutter sich grundsätzlich nicht für Ihn interessiert, eher das sie selber nicht weiß was sie machen soll. Das ich mit Ihr über dieses Thema geredet habe ist zwei Jahre her, seit dem haben wir nie wieder über dieses Thema geredet.
Letztens war etwas merkwürdig als ich zu Hause war. Meine Mutter meinte zu meinem Vater, er solle den Kuchen nicht essen, da wäre Alkohl drin und schon geringe Mengen können die Lust darauf wieder aufkommen lassen und es stand alkoholfreies Bier da. (sie haben nicht gewusst das ich auch gerade in den Raum kam) Und Nachmittag sitzt mein Papa am Tisch und trinkt richtiges Bier. Hä? Versteh ich nicht.

Einerseits habe ich das Gefühl nicht viel helfen zu können weil ich nur so ca. alle 2 Wochen mal 1-2 Tage zu Hause bin anderseits auch weil man mit meinen Eltern einfach nur ganz schwer reden kann. sie sind in sich gekehrt. Es wird nie über wichtige Dinge geredet.
Ich war mal in Therapie und das einizge was meiner Mutti dazu eingefallen ist waren irgendwelche Sprüche die verletzend waren. Das ist Ihre Art damit umzugehen. Sie kann nicht anders.

Ich glaube mein Vati weiß ganz genau wie wichtig er mir ist. Es ist irgendwie bei uns so das wir auch ohne Worte wissen was der andere meint. Meine Schwester ist immer böse mit Ihnen weil sie so wenig emotional sind.
Aber ich sehe das nicht ganz so. Es wäre schöner wenn es anders wäre. Aber mein Vati muss nicht sagen ich hab dich lieb, ich merke es an der Art wie er zu mir ist.

Ich glaube die meisten hier sind ja vielleicht aus der Schweiz? Meine Schwester hatte mir mal von so einer Therapie in der Schweiz erzählt. Die fand ich krass, beängstigend aber auch sehr interessant. Da treffen sich wohl mehrere Leute (ein ganzes Wochenende) und es ist wie ein "Theaterspiel".
Vorher sagt keiner warum er da ist. Jeder sucht Leute aus die seine Situation nachstellen soll. Also einer spielt den Vater, einer die Mutter usw. Und sie hat mir erzählt wie unsere Familie von den anderen dargestellt und gespielt wurde und das hat mich so erschrocken das es mir jetzt noch wenn ich daran denke die Tränen in die Augen treibt.

Kennt jemand diese "Therapieform" in der Schweiz? Ich würde gerne mal wissen wie viel daran wirklich echt ist?
Da waren so viele Dinge die niemand wissen konnte und trotzdem von den anderen dargestellt wurden.
Auch das mit meinem Papa.
Ich bin eigentlich für alle szugänglich und bereit, wenn es nur hilft.

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Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.143
Seit: 12.04.10
Könnte es das sogenannte "Familienstellen" oder "Familienaufstellung" sein, die du meinst?

Dazu haben wir mehrere Themen, eins mal hier:http://www.symptome.ch/vbboard/staer...linger-11.html

Es ist sehr viel zum Lesen und ich kenne mich damit nicht aus, aber sicherlich antwortet dir noch jemand, der sich besser auskennt.
__________________
Nette Grüße
Bergeversetzer

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Therakk ist offline
Beiträge: 1.690
Seit: 07.08.10
Zitat von Wollmaus Beitrag anzeigen

Kennt jemand diese "Therapieform" in der Schweiz? Ich würde gerne mal wissen wie viel daran wirklich echt ist?
Da waren so viele Dinge die niemand wissen konnte und trotzdem von den anderen dargestellt wurden.
Auch das mit meinem Papa.
Ich bin eigentlich für alle szugänglich und bereit, wenn es nur hilft.
Hy Wollmaus,
erst mal: du kannst ihm nicht helfen. Er kann das blos selber, alles was du und andere machen können ist unterstützen. Das ist ebeso Wichtig, aber saufen tut er selber und die Gründe warum er es macht kann er nur selber lösen.
Meine Ex Frau hat mir geholfen in dem sie mich verlassen hatt

Familienstellen ist ne schöne Sache. Wie du schon geschrieben hast, du (als Aufsteller) gehts hin und sucht dir Statisten aus für die jeweiligen Personen. Mutter, Vater, dich selber, Geschwister, Grosseltern etc. Die stellst du im Raum hin wie dir gerade einfällt und du beobachtest von der Seite her.
Die Therapeutin (die die das ganze leitet) befragt jeden nach dem wohlergehen und was ihm gerdae so in den Sinn kommt.......und das ist macnmal erstaulich was man für Gefühle hatt. Da kann einer (der deinen Vater ja nicht kennt) plötzlich ganz genau fühlen was dein vater (oder wer auch immer) in einer bestimmten Sytuation gerade durchgemacht hatt....
Es spielt sich alles im Feinstofflichen bereich ab. Es wird niemals etwas zutage kommen was Du (als Aufstellende) nicht ertragen kannst, aber durch das das du (und in der Feinstofflichen ebene) deine familie erlebt kann sich vieles ändern/lösen/passieren/bessern.

Ich kenns, als Statist und als Aufstellender. Ich kenns auch als unwissender der in einer Aufstellung eine wichtige Rolle hatte

Wenn du aus der nähe ZH bist hätt ich dir auch eine Adresse.

Liebe Grüsse
Therakk
__________________
Wir leben in der Annahme, dass wir denken, wobei es genauso möglich ist, dass wir gedacht werden

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kopf
ich glaube , mit einem homöopathischen therapeuten der die hellinger -methode anwendet ,kann man sehr viel erreichen . beide mehtoden arbeiten ähnlich und ergänzen sich .
lg
Homopathie und Systemische Therapie nach Bert Hellinger - www.homoeopathie-aktuell.org

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Wollmaus ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 11.12.11
nein ich wohne leider nicht in der Nähe von Zürich.
Meine Schwester ist nach Zürich gezogen. Und hat eben soetwas schon mal mitgemacht. Ich fand es erschreckend was sie erzählt hat. Und es sind Sachen passiert die wir uns gar nicht so richtig erklären können. Scheint schon eine interessante Sache zu sein so ein Familienstellen.

Mh, ja mit meinem Paps, ich weiß auch nicht. Auf dem einen Link den ich gelesen habe stand ja das man eventuell die Hausärztin mit einweihen sollte. Aber ich weiß nicht.
Wenn ich Patienten habe und die Angehörigen dann gebe ich Ihnen Tipps wie sie damit versuchen sollen umzugehen und verusche viel mit Ihnen zu reden, wenn man als Angehöriger selbst zusieht ändert sich so einiges.

Mein Vater ist nciht so das er seinen Job vernächlassigt oder andere Pflichten. Es ist alles wie immer. Er ist eben einfach nur total zurückgezogen und trägt immer mal wieder eine Flasche Bier heimlich in sein Zimmer und versteckt sie.
Er trinkt auch mal öffentlich, also entweder beim Mittagessen mal ein Bier, oder wenn jemand da ist. Aber das was zwischendurch ist scheint niemand zu sehen außer mir.

Vielleicht schaffe ich es irgendwann mit Ihm zu reden. Weihnachten kommt meine Schwester Heim, sie weiß ja alles, und eventuell schaffen wir es gemeinsam. Ich hab nur Angst vor dem was dann passieren könnte.
Meine Mutti ist der Vorwurfstyp und das macht mit Sicherheit nichts besser. Und ich bin zu selten da um das zu verhindern. Ich habe Angst. :-(
Meine Schwester ist ein sehr Realistischer Typ geworden, ich weiß das Sie meinen Vati genauso lieb hat wie ich, aber sie sagt immer das wir nichts machen können. Und dann fühle ich mich wieder so alleine.
Und das mein Onkel mir nicht glaubt macht es auch nicht einfacher.
Ist schon alles irgendwie traurig.
Ich habe Angst irgendwann selber daran kaputt zu gehen, oder meine Beziehung, oder das mein Kind zuviel merkt.
Ich danke euch für eure lieben Worte, Ratschläge und für eure Hilfe.

Herausforderung Deiner feinsten Talente durch das Leben

FranzJosefNeffe ist offline
Beiträge: 211
Seit: 24.10.10
Wenn wir darüber reden, reden wir mit dem eitlen, beschränkten, großteils fgehlinformierten BEWUSSTEN Verstand; der ist für die Lösung des Problems allenfalls ganz am Rande zuständig. Es ist gut, wenn Du schon gemerkt hast, dass Du da nicht an der richtigen Adresse bist.
Die Lebensfunktionen, Triebe, Sehn-Süchte usw. werden im UNBEWUSSTEN gesteuert. Dort liegen auch die Talente und Kräfte für die Lösung. Für mich als Ich-kann-Schule-Lehrer ist das UNBEWUSSTE der wichtigste Partner; darum kann ich auch Probleme einer Lösung zuführen, die die Pädagogik nur immer noch größer gemacht hat. Auch Deine Alkoholabhängigen haben pädagogisch einen völlig unsinnigen Umgang mit sich selbst und ihren Kräften gelernt:
Sie geben sich Mühe - und bekommen sie. Sie strengen sich an - und sind angestrengt. Sie überwinden sich - und sind überwunden. Welch ein Unsinn! Und dann schämen sie sie auch noch, weil der Schmarrn geklappt hat und sie meinen, auch daran wären sie noch schuld.
Dann QUÄLEN sie sich und ihre entscheidenden FEINEN Lebenskräfte noch mehr. Genau diese Kräfte können aber das Problem lösen.
Wenn die Betroffenen mit ihren Geistes- und Seelenkräften nicht umgehen können, ist das Deine große Chance.
Du siehst doch, dass die FEINEN Kräfte der Betroffenen geradezu am Verhungern sind; Du beschreibst ja ihre Nöte.
Nun brauchen diese FEINEN Seelenkräfte dringend etwas zu essen.
Du hast den Kopf und leider auch das Herz voller Sorgen. Und genau das, was Du DENKST & FÜHLST, strahlst Du ständig wieder aus und in sie hinein. Davon wird die Seele nicht satt.
Überlege mal, was geschehen würde, wenn Du Dich selbst mit Zuversicht und Kraft erfüllst, sodass Du Dich richtig wohl und stark fühlst, und wenn Du DAS ausstrahlst!
Davon würden die ausgehungerten Kräfte in den Betroffenen SATT und satt ist jeder Mensch ein anderer Mensch.
Der Ich-kann-Schule-Satz 2008 sagt: "Wenn ich deine Kräfte BESSER behandle als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir." Du kannst und sollst also Stärkung, Achtung, Anerkennung und mehr desgleichen nicht einfach so sondern ganz gezielt für die gute Entwicklung zu-denken. Ich werfe dem Hund nicht einfach eine Wurst hin, ich gebe ihm ein Scheibchen nach dem anderen genau an dem Punkt, wo ich ihn haben will.
Süchtige suchen Nahrung für die ausgehungerten Kräfte von Geist und Seele. Wenn Du das verstanden hast und - nachdem Du Dich selbst immer wieder geistig stärkst - ihnen das für die gute Entwicklung Notwendige zu-denkst, kannst Du ihre Entwikclung lenken und ihnen nach und nach zeigen, wie sie das selbst können.
Ich freue mich auf Deinen Erfolg.
Franz Josef Neffe
__________________
"Menschen werden auffällig, damit uns was auffällt." fjn


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