Agrarchemie weg - Krankheit weg ...

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25.05.19
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Hallo zusammen!

Landwirte schwören, dass sie nicht ohne die seit Jahrzehnten verwendeten Mittel produzieren könnten. Glaubt man verschiedensten Produktbeschreibungen, so kann niemals eine Krankheit durch ein solche Anwendung vorkommen. Die Genehmigungen in so und so vielen Staaten wurden unter strengsten Prüfungsrichtlinien erstellt. Mikrogramm (heißt gar nicht mehr wahrnehmbar) sei der Maßstab zum Limit für Mäuse oder Ratten, wenn sie das Mittel fressen. Aber der Mensch ist doch viel größer und isst doch so etwas nicht … Er kommt gar nicht in Berührung damit. Bis er das erzeugte Produkt verzehrt, ist das nichts mehr nachweisbar. Was passierte bei dem Mittel und seinen Wirkstoffen im Kreislauf? Schulterzucken.

Krankheiten hat es immer gegeben, durch Unfälle, unmäßigen Lebenswandel oder bei Mangel, Überanstrengung und dergleichen. Trotz allem macht es nachdenklich, dass immer mehr erkranken, mit Dauerleiden – und das bei eigentlich gesundem Leben. Immer mehr mysterriöse Leiden tauchen auf, wie ME/CFS und viele neue Namen.

Vergangenes Jahr hörte ich noch den Spruch: „Wir haben immer gespritzt. Es hat uns nie etwas ausgemacht“. Bohrt einer etwas tiefer nach, ob nicht diese oder jene Beschwerden damit zu tun haben, ist großer Protest. Das sei eine Krankheit, also etwas anderes. Nach einigen kostspieligen Prozessen um Glyphosat mit Schadensersatz in Millionenhöhe heißt es: „Ich hab es gleich gesagt, was die früher verwendet haben …“ Soundsoviel Mittel wurden jetzt verboten, andere kommen. Wird es nun besser? Mit solcher Grundlagenforschung bestimmt nicht! Auch glauben die Landwirte nicht an Gott als Schöpfer allen Lebens, sondern an die Chemieindustrie als einzigen Retter.

Im vergangenen Jahr machte ich zwei erschütternde Beobachtungen: Bei schönstem Wetter, mitten in der Wachstumsphase, wurden auf einem Schlag sämtliche Pflanzen krank. Die massiven Schäden auch an Bäumen erschütterten mich. Über Hundert Meter weiter beobachtete ich eine Spritzung gegen Kartoffelkäfer. Es gab also keine Pflanzenkrankheiten, oder gar "Umweltsterben" wie man uns vorgemacht hatte?

Da ich schon sehr lange an dem Thema interessiert bin, galt mein Augenmerk auch dem zweiten Punkt: Wie reagieren andere Menschen auf die Mittel? Bei mir war spontane Benommenheit, Kopfschmerz. Grillen, Käferarten, Heuschrecken, Mäuse verendeten, obgleich „gegen Kartoffelkäfer“ auf der Packung abgebildet war, so was aber auch. Das Zeug blieb über Wochen in der Luft, reagierte im Bereich von Kilometern. Erklärbar wäre dies etwa wie die Wirkung von FCKW und dem Ozonloch der Antarktis. Nichts ist zu sehen, zu hören, aber das Klima verändert sich in Stadt und Land. Die Wirkung sah im kleinen Umkreis so aus: Etliche Schulkinder „vergaßen“ ihre Brotzeitdosen im Freien, nachdem in der Nähe gespritzt wurde. Sie reagierten benommen. Ich wusste im Garten nicht was ich mit der Gartenschere tun wollte. Spaziergänger hörten plötzlich schlecht, andere hatten Sprechschwierigkeiten oder brachten Zeit und irgendwelche Angaben durcheinander. In der Formel sind Inhaltstoffe, die nachgewiesen Nerven schädigen und noch weit schlimmere Folgen. Mir kam der Gedanke, dass die vielen Demenzfälle einer ganzen Generation von Kartoffelessern … es ist für mich zu erschütternd um weiterzuschreiben …

Vor allem, weil in den neueren Mitteln noch ganz andere Probleme bevorstehen. Wenn die Giftzufuhr aufhört, müsste es das Ende vieler Krankheiten bedeuten.

Nun hätte ich gerne gewusst, wie weit Ihr Euch dazu schon Gedanken gemacht habt.
 
Wenn die Giftzufuhr aufhört, müsste es das Ende vieler Krankheiten bedeuten....

Das stimmt, aber wer geht dann Unkraut jäten und Schädlinge einsammeln?
Ich baue selber viel im Garten an und weiß, wie schwierig das ohne diverse Mittel geht, schon gar nicht große Monokulturen.
Wir hätten genug Menschen, die Zeit hätten und keine Arbeit haben, aber würden die das machen und zu welchem Preis? Wer würde den Preis bezahlen?
 
wer geht dann Unkraut jäten und Schädlinge einsammeln?
Ich baue selber viel im Garten an und weiß, wie schwierig das ohne diverse Mittel geht, schon gar nicht große Monokulturen.
Unkrautjäten ist kein Problem. Mit passender Hacke geht man (fast) mühelos in Schrittgeschwindigkeit durch ein Maisfeld. Kommen keine Spritzmittel zum Einsatz, bleiben Schädlinge fern. Erst die "Gewinnrechnungen" haben Landwirtschaft zu einem Problem gemacht.

Kennst du das Lied: Der Bauer schickt den Jockel aus, er soll den Hafer mähen ...?
 
Unkrautjäten ist kein Problem. Mit passender Hacke geht man (fast) mühelos in Schrittgeschwindigkeit durch ein Maisfeld.

Wie oft hast du das schon gemacht und wie groß war das Feld?
Ich hab manchmal nur 20 bis 30 Maispflanzen angebaut, wenn da Winden hinaufwachsen und das tun sie gerne, muss man die regelmäßig, am besten mit Wurzel ausreißen. Bei einem Feld möchte ich das nicht machen.

Das Lied kenne ich nicht.
 
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wie schwierig das ohne diverse Mittel geht, schon gar nicht große Monokulturen.


es nicht schwierig. bevor diese "modernen" spritzmittel usw angewendet wurden, ging es ja auch ohne probleme. ich war als kind mehrmals in den ferien auf dem land und hab da teils auch mal beim großbauern geholfen, weil ich es interessant fand und es als belohnung kuchen und kakao gab.
bei den kleinen bauernhöfen war garkeine hilfe nötig, die schafften das mit den altbewährten methoden sogar neben einer anderen berufstätigkeit problemlos allein.

diese riesigen monokulturen sind nicht nur voll daneben, weil genau da probleme auftreten (auch in den "modernen" "wäldern", wo man dann rumjammert, wenn die bäume durch sturm und borkenkäfer plattgemacht werden, während in den wenigen naturwäldern fast keine schäden entstehen), sondern auch völlig unnötig.

in deutschland werden jedes jahr 18 millionen tonnen nahrungsmittel vernichtet . wir haben also nicht zu wenig, sondern zu viel udn es wäre also kein problem wieder kleinere felder mit altbewährten methoden (z.b. auch permakultur, die nur im ersten jahr viel arbeit macht, dann nur noch sehr wenig) zu bewirtschaften und auf chemie zu verzichten.

https://www.tagesspiegel.de/politik...millionen-tonnen-fuer-die-tonne/21198094.html

es würde auch viel geld bei der behandlung von krankheiten und störungen sparen.
daß es immer mehr allergien usw. und auch krebs bei kindern usw gibt, ist kein zufall.

ich hab mal 1 jahr auf dem land gelebt und es da im eigenen gr. garten (2000 qm), den ich neben 2 jobs bepflanzt und gepflegt habe und trotzdem noch reichlich freizeit hatte udn beim nachbarn, der schon lange hochbeet mit hügelbeet und permakultur kombiniert und dadurch fast keine arbeit mehr, aber eine riesige ernte hatte und bei div. biobauern und biogärtnern miterlebt (u.a. beim mehrwöchigen praktikum), wie einfach das alles ist, wenn man es richtig macht.

eg-"bio" auf gr. monokulturen ist zwar ein bißchen besser als das übliche, weil die ganz giftigen spritzmittel verboten sind, aber wirklich gut ist es nicht und macht auch genau wie die üblichen anbaumethoden die erde kaputt.
in amerika usw. gibt es schon viele riesige felder, auf denen früher getreide usw gewachsen ist udn seit langen noch nicht mal mehr "unkraut".
ganz abgesehen vom bienensterben usw usw usw

wenn sich nicht bald was entscheidend ändert, wird auch hier irgendwann fast nichts mehr wachsen.....................


lg
sunny
 
es nicht schwierig. bevor diese "modernen" spritzmittel usw angewendet wurden, ging es ja auch ohne probleme..
Ich weiß ja nicht, wie alt du bist, aber DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan), wurde seit Anfang der 1940er Jahre eingesetzt. Samen wurden seit 1930 mit einer Quecksilberverbindung (Phenylquecksilberacetat) gebeizt, damit sie nicht von Schädlingen gefressen wurden, im Deutschen Reich wurden etwa 800 Tonnen Quecksilberbeizmittel verbraucht, erst 1981 wurde das verboten.

Ja und du sagst es, damals haben viele bei der Ernte geholfen, auch Kinder, um als Gegenleistung etwas von der Ernte abzubekommen und meistens gab es auch noch eine Magd und einen Knecht.

in deutschland werden jedes jahr 18 millionen tonnen nahrungsmittel vernichtet ...
das ist auch bei kleinen Gärten so, ich hab letztes Jahr auch eine Tonne Äpfel weggeworfen, was willst machen, wenn plötzlich soviel wächst?
Noch mehr wird in Haushalten weggeworfen, könnte man auch sagen, einfach weniger einkaufen oder bevor es kaputt wird, verschenken!

es wäre also kein problem wieder kleinere felder mit altbewährten methoden (z.b. auch permakultur, die nur im ersten jahr viel arbeit macht, dann nur noch sehr wenig) zu bewirtschaften und auf chemie zu verzichten.
die Theorie ist natürlich einfach. Ich an deiner Stelle würde einfach einen Bauernhof oder einen Acker kaufen und es vormachen.
ich hab mal 1 jahr auf dem land gelebt und es da im eigenen gr. garten (2000 qm), den ich neben 2 jobs bepflanzt und gepflegt habe und trotzdem noch reichlich freizeit hatte ....
Ja, ich kenne das, die fertigen gekauften Pflanzen in die gekaufte Erde im gekauften Hochbeet einsetzen und mit gekauften Dünger düngen.... so ungefähr?
Ich bin auch gegen Spritzmittel mache einen großen Garten seit 30 Jahren, aber es ist eben nicht einfach, außer man kauft alles schon halbfertig.
 
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ich hab letztes Jahr auch eine Tonne Äpfel weggeworfen, was willst machen, wenn plötzlich soviel wächst?


man könnte z.b. auch mal an andere denken statt einfach große mengen nahrungsmittel völlig sinnlos zu vernichten.


es gibt genug wohltätige organisationen an die man es spenden kann und die es dann auch abholen. man hat also keine arbeit damit.



Ja, ich kenne das, die fertigen gekauften Pflanzen in die gekaufte Erde im gekauften Hochbeet einsetzen und mit gekauften Dünger düngen.... so ungefähr?

nein, du kennst es anscheinend überhaupt nicht.
ich hatte schon mal was darüber geschrieben. mit der suchfunktion oben re. kann man es finden. und im inet und in etlichen büchern steht sehr viel über bio-anbau, permakultur usw.


lg
sunny
 
Wie oft hast du das schon gemacht und wie groß war das Feld?
Ich hab manchmal nur 20 bis 30 Maispflanzen angebaut, wenn da Winden hinaufwachsen
Hallo ullika, wenn man das Feldende sah, dauerte es noch zwei Stunden. Ich ging damals noch zur Schule. Es ist allerdings eine Sache der „Liebe“. Wenn Feldlerchen singen, Blüten duften, Mithacker singen und guter Trunk geliefert wird, hatte es mehr mit Lebenslust zu tun als mit Arbeit. Heutige Riesenfelder werden mit Herbizid gesprüht. Flächendeckend gibt es bald danach in Gärten, Wald und sogar Balkonkästen "Kränkungen".

Nett, dass du etwas von deinen Erfahrungen gezeigt hast. Wie du es kennst, kann ein Garten schnell zu groß sein, wenn Arbeit, aber keine Abnehmer da sind. Leider fehlt die gesamte Infrastruktur. Großmärkte sind Einkaufsschwerpunkt, aber nicht Abnehmer. Das ist ein Dilemma, warum so viele ihre Produkte nicht an den Mann bringen können. Raiffeisen hatte früher den Einfall einer gemeinschaftlichen Vermarktung.

Ich hätte gern gewusst, ob du auch Schwierigkeiten mit der Anzucht von Pflanzen hast. Nur an der Fensterbank an manchen Orten gelingt es noch. Ich frage auch, weil du Ackerwinde erwähnt hast. Deshalb hätte ich gern die Diskussion weiter auf das Spritzmittelthema gebracht. Viele geben Gärten auf, weil nichts gelingen kann, oder machen nicht weiter.
 
wenn sich nicht bald was entscheidend ändert, wird auch hier irgendwann fast nichts mehr wachsen.....................lg sunny

Wie Recht du hast!
Unter anderem bin ich wegen deinem begeisterten Artikel „einfach leben mit Permakultur“ hier in das Forum gelangt. Wie nett, dass ich dich hier zum Diskutieren habe! Du hattest offene Türen eingerannt. Ich kann deine Erfahrungen nur bestätigen.

Vor vielen Jahren schon hat mir diese Art derart eingeleuchtet, dass ich sie umgesetzt habe. Im ganz kleinen nur, aber immerhin fragten andere Kleingärtner, wann ich denn eigentlich arbeite. Sie würden mich immer nur ernten sehen. Damals vor vielen Jahren machte ich aber auch die ersten leidvollen Erfahrungen, dass Gartenkunst am Ende ist, sobald der Mensch mit Gift beginnt.

Ich hatte einen kleinen Teich geplant. Es blieb bei dem Loch. Dass sich darin Unmengen Schnecken tummelten und so gut wie nichts wuchs, erstaunte mich. Die Schnecken sammelte ich ein. Ich schleppte sie weit weg hinter den Sportplatz. Es schien, als kehrten sie alle wieder und brachten noch ein paar Freunde mit. Was sie übrig ließen, hatte Schäden, Mehltau, Verfärbungen. Eines Tages schaffte es eine Nachtkerze groß zu werden. Unterhalb der „Seehöhe“ war sie rot, oben grün. So suchte ich darüber hinaus mit topographischer Landkarten analoge Schemen von Pflanzenschäden in der ganzen Gegend. In einer größeren Senke, die mit diesen Anzeichen übereinstimmte, bekam ich Fieber und kehrte um. Ich war nicht weit mit dem Fahrrad gekommen, grad aus der Senke heraus, als ich feststellte: Mir fehlt nichts! Das Spiel machte ich dreimal und verstand endlich, kranke Pflanzen und krank werdende Menschen haben irgend einen Bezug. Damals wusste ich allerdings noch nicht, welchen Einfluss Spritzmittel dabei haben (es war Naturschutzgebiet) und wie weit sich die Stoffe verbreiten.
 
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man könnte z.b. auch mal an andere denken statt einfach große mengen nahrungsmittel völlig sinnlos zu vernichten....

ja, ich hab sogar viele gepflückt und zugestellt, aber letztes Jahr gab es soviele überall, dass die meisten dankend abgelehnt haben und ich hab sie wieder nach Hause gefahren und auf dem Kompost gegeben, da geht ja eh nichts verloren, da wird nichts vernichtet, es kommt zurück in den Kreislauf.
Die meiste Arbeit war aber, die von den Bäumen abgeworfen wurden, jeden Tag aufzusammeln.
 
Das ist ein Dilemma, warum so viele ihre Produkte nicht an den Mann bringen können...
Wenn Äpfel Saison haben, gibt es zuviele davon, die Menschen kaufen sie dann lieber im Geschäft, als auf den Baum zu klettern.

Und zum Schenken kann ich auch eine nette Geschichte erzählen: meine 95 jährige Nachbarin verschenkt immer ihre Kirschen, ein Riesenbaum, sie hat sich bei mir ausgeheult und gesagt, die Menschen heute sind unverschämt, die pflücken nur die, die sie selber auch pflücken könnte und nicht einmal ein paar für sie mit. Ich hab dann hinterher für sie die abgebrochene Äste aufgeräumt, meine Kirschen bekommen deshalb die Vögel...:)

Ich hätte gern gewusst, ob du auch Schwierigkeiten mit der Anzucht von Pflanzen hast....
Ich hab keine Schwierigkeiten, in meiner Umgebung spritzt niemand, ich wohne in einer Siedlung. Ich hab eher das Problem mit "Schädlingen", eben, weil ich seit 30 Jahren kein Gift verwende. Die Hühner vernichten zwar die Schneckennester außerhalb vom Garten, aber ich hab so viele Eidechsen, die auch mein Gemüse abknabbern und Vögel, die mit den Hühnern mitessen. Maulwurfsgrillen hatten jahrelang meine Wurzeln von Jungpflanzen abgefressen, gegen die hab ich Nematoden eingesetzt, früher hat man altes Öl oder Spülmittel in deren Gänge geschüttet, das wollte ich nicht. Kartoffel werden auch gerne angeknabbert, ebenso Radieschen oder Karotten und den Kohl mögen auch die Kohlfliegen .... und wenn ich nicht genug Unkraut jäte, wuchert das Unkraut, besonders die Winde.

Aber eines habe ich vergessen, Ratten und Mäuse muss ich natürlich bekämpfen, das geht nicht ohne, wenn man Hühner hat.
 
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Auch die Bahn spritzt im Jahr 75 Tonnen Glyphosat in Deutschland, um die Gleise bzw. das Schotterbett vor „Verkrautung“ zu schützen, die Bahn ist somit der größte Einzelverbraucher.

Wie kann man das einsparen? Wer geht auf die Gleise Unkraut jäten? Kennt jemand eine Lösung?
 
Auch die Bahn spritzt im Jahr 75 Tonnen Glyphosat in Deutschland ...Wie kann man das einsparen? Wer geht auf die Gleise Unkraut jäten? Kennt jemand eine Lösung?

Hallo ullika,

!Unkraut hat nicht einmal eine Chance auf viel begangenen Gehwegen. Meinst du es wäre eine Gefahr gegen die tonnenschweren Lokomotiven? Weniger Personalausfälle gäbe es, würde die Bahn keine Unkrautvernichter nehmen. Mich quält es, auf einem Bahnsteig länger zu warten – Bauchschmerzen merke ich dann, wie an gesprühter Garagenauffahrt oder behandelten Kieswegen.

Da kommt sicher die Frage, „warum“ andere es nicht spüren. Es ist nicht bewusst. Wenn stärkeres Unwohlsein kommt, heißt es: „Heute geht es mir nicht gut. Vielleicht wurde falsch gegessen. Das Wetter spielt verrückt, etc.“ Tatsächlich hängt das Klima damit zusammen, denn ein Abbau der Mittel erfolgt bei bestimmten Temperaturen und je Feuchtigkeit, Luftdruck.

Du schreibst, dass in deiner Gegend Spritzmittel nicht vorkommen. Spritzmittelschäden habe ich sogar im Hochgebirge entdeckt, und du beschreibst (unbewusst) solche. Deine Vorstellung ist bestimmt so: Spritzung ist ein riesiger Nebel, von dem andere Grundstücke Spritzer abbekommen. Dies kann passieren, auch kann über Regen und Tau abgelagert werden. Doch der Schaden passiert über ionisierende Strahlungen, wie im Dominoeffekt. Die Strahlungen von Tschernobil waren in halb Europa. Nur wurden sie nicht „gesehen“.

Die Formeln von Herbiziden, Fungiziden oder Insektiziden u.a. m. enthalten Elemente, wie in Gylphosat H, O, N und P (Wasser, Sauerstoff, Stickstoff und Phosphor). Harmlos in der Natur, wickeln sie jedoch künstlich verändert Prozesse ab, die Menschen und Pflanzen schaden. Durch „Radioaktivität“ sind nicht mehr steuerbare Prozesse in Gang. Das Essen von künstlich hochgetriebenen Pflanzen ändert das Verhalten, „verstrahlt“ die Menschen von innen her. Es passiert auch durch die Atmung mit belasteter Luft. Falsche Wirkungen auf Hormone und Stoffelwechselvorgänge, Veränderungen von Gefühl und Denken sind u.a. Folgen. Natürlich auch Mengen von Krankheiten.
 
....Meinst du es wäre eine Gefahr gegen die tonnenschweren Lokomotiven?...
das kleine Unkraut macht nichts, aber dabei bleibt es nicht, aber Sträucher und deren Äste und Wurzeln können schon gefährlich werden

....

Du schreibst, dass in deiner Gegend Spritzmittel nicht vorkommen. .
Nein, vorkommen schon, es wird nur nicht direkt in meiner Nachbarschaft gespritzt.


in einigen städten gibt es schon seit etlichen jahren begrünte straßenbahnschienen (zunehmend) und bisher ist dadurch noch nie eine bahn entgleist.......
du sagst es, in Städten, wo rundherum Asphalt ist und wenn da etwas wachsen würde, müsste man es auch entfernen, aber da sieht man es besser und da gibt es auch Straßenarbeiter.
Natürlich bin ich auch gegen Spritzen, wer nicht, aber ich weiß eben, dass Unkraut jäten und Schädlinge im Zaum halten Arbeit ist, die ich jeden Tag mache, andere aber nicht, weil diese Arbeit schlecht bezahlt wird.
 
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das kleine Unkraut macht nichts, aber dabei bleibt es nicht, aber Sträucher und deren Äste und Wurzeln können schon gefährlich werden


glaubst du im ernst, daß mitten auf bahngleisen gr. sträucher wachsen ????

ist in den städten, in denen die straßenbahngleise begrünt sind, nie passiert, noch nicht mal irgendwelche pflanzen, die höher als ca. 8 cm sind.
man hätte sonst auch sicher nicht auf immer mehr strecken ausgedehnt.

grünes neben den gleisen (s. bilder in den links oben, in denen auch die enormen vorteile der begrünung und auch der nutzen für die gesundheit der menschen in der gegend usw. beschrieben werden) wird auch in der stadt genauso wie bei der bahn manuell von arbeitern entfernt bzw. sträucher usw. auf die passende höhe zurechtgeschnitten.


in Städten, wo rundherum Asphalt ist und wenn da etwas wachsen würde, müsste man es auch entfernen, aber da sieht man es besser und da gibt es auch Straßenarbeiter.

du hast dir anscheinend die photos in den links oben garnicht angeschaut und warst noch nie in einer stadt, in der straßenbahnen fahren.
auch in den städten wachsen direkt neben den gleisen sträucher und bäume.
teils mehr als bei der bahn, die zwar betont, daß sie nur im gleisbett glyphosat sprüht, aber das gelangt dabei ja auch auf die benachbarten bereiche und killt da alles grüne.
vor ein paar jahren bin ich mal irgendwo mit der straßenbahn durch eine straße gefahren, da waren auf einer länge von ca. 50 m so viele 2-4m hohe grünpflanzen so dicht an den schienen, daß man das gefühl hatte, daß man mitten durch einen urwald fährt.

und es gibt nicht nur in der stadt straßenarbeiter. auch bei der bahn gibt es arbeiter, die im außenbereich tätig sind, s.o.



lg
sunny
 
..und es gibt nicht nur in der stadt straßenarbeiter. auch bei der bahn gibt es arbeiter, die im außenbereich tätig sind, s.o.

das ist mir schon klar, aber es ist ein Unterschied, ob man Gleise in der Stadt sauber hält oder quer durchs Land.

Aber ich bin auch dafür, dass man nicht mehr spritzt, ich bearbeite meinen Garten eh ohne Gift, wenn jeder im Land die gleiche Fläche macht, daheim, auf Feldern oder Gleisen, dann brauchen wir kein Gift, also einfach anfangen und sich freiwillig zum Dienst melden, die Bauern und die Bahn wird es freuen, nicht mehr spritzen zu müssen. Das geht aber nur, wenn alle oder zumindest viele anpacken, einer für viele geht nur mit Gift.
Es gibt eh genug, die Geld oder Leistungen von der Allgemeinheit bekommen, die sind vielleicht dankbar, auch etwas sinnvolles zurückgeben zu dürfen.
 
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das ist mir schon klar, aber es ist ein Unterschied, ob man Gleise in der Stadt sauber hält oder quer durchs Land.

wenn man die straßenbahn-km in allen städten zusammenrechnet, sind es wahrscheinlich auch nicht weniger als die bahn-km, evtl. sogar mehr.

und wenn man alle mitarbeiter in den städten zusammenrechnet, die mit der instandhaltung der seitenränder beschäftigt sind (die gleise müssen ja nicht gesäubert werden, s.o.), würde diese zahl auch reichen um bei der bahn das gleiche zu machen, zumal ein rückschnitt der sträucher usw. ja nicht jeden tag nötig ist, so schnell wächst kein einziger strauch, sondern nur in gr. abständen.


Es gibt eh genug, die Geld oder Leistungen von der Allgemeinheit bekommen, die sind vielleicht dankbar, auch etwas sinnvolles zurückgeben zu dürfen.

die das gern machen möchten, sind schon seit langem im ehrenamtlichen bereich tätig. die zahl der ehrenamtler hat in den letzten jahren ganz enorm zugenommen.

aber man könnte z.b. bei jungen gesunden leuten, die garnichts tun, die zahlung von harz4 mit ein paar stunden gemeinnütziger arbeit verbinden und/oder statt leute, die ein paar mal mit straßenbahn oder bus schwarz gefahren sind zu teils sogar langen gefängnisstrafen zu verurteilen (was außerdem den staat also den steuerzahler auch noch viel geld kostet), während verbrecher, die z.b. andere menschen absichtlich verletzt haben frei rumlaufen, zu gemeinnützigen arbeiten für einen gewissen zeitraum verurteilen und zwar immer einen "gemeinnützigen" zusammen mit einem mitarbeiter der stadt bzw. bahn, damit es auch ordentlich erledigt wird. aber das ist wieder ein anderes thema, obwohl nicht unwichtig, weil man damit ja ganz einfach etwas für den umweltschutz und den schutz der gesundheit der anwohner tun könnte.


lg
sunny
 
Hallo zusammen!

Ganze Streifen entlang von Bahngleisen sehen so mitgenommen aus, dass Jahre nichts wachsen wird. Schätze eure Diskussion ist wegen der vielen Spritzmitteleinsätze überflüssig geworden.

Überhaupt, ist nicht Hoffart und Habgier sind das einzige Problem? Für viele ist ein Garten schwierig, hat er doch im Kopf unkrautfreie Wege, perfekt geschnittene Rasen und dass nichts zwischen den Blumen wachsen darf oder neben einer Reihe von Salat. Wer noch schöneres Obst will, spritzt, dem Nächsten zum Schaden. Da er mehr will, wird Gemüse getrimmt, Getreide gespritzt, etc.
 
Für viele ist ein Garten schwierig, hat er doch im Kopf unkrautfreie Wege, perfekt geschnittene Rasen und dass nichts zwischen den Blumen wachsen darf oder neben einer Reihe von Salat. Wer noch schöneres Obst will, spritzt, dem Nächsten zum Schaden. Da er mehr will, wird Gemüse getrimmt, Getreide gespritzt, etc.
Hallo Waldfee,

an welche Art von Garten(Besitzern) denkst Du eigentlich?
- Die meisten Gärten haben doch heutzutage gar keinen Platz für Wege, Rasen, Blumen, Salatbeete, Obstbäume und Gemüse + Getreide?

Das bezieht sich doch eher auf Bauernhöfe?

Grüsse,
Oregano
 
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