Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

05.04.12 18:04 #1
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Entzug von Benzodiazepin erfolgreich beendet

marlene12 ist offline
Beiträge: 25
Seit: 17.04.12
Hallo Kayen, Dir möchte ich mitteilen, dass ich den Anstoß und die Durchführung zum Absetzen von Benzos auch nur durch Prof. Ashton geschafft habe. Ich habe vor einem reichlichen Jahr angefangen nach ihrem Plan von diesem Gift runterzukommen. Ihr Leitfaden ist für jeden Betroffenen die Hilfe der 1. Wahl und mit ihren Erkenntnissen kann man das eben auch ohne ärztliche Hilfe schaffen. Ihre Argumente zum Absetzen und ihre Anleitungen zum Durchhalten des Entzuges sind sind plausibel und für Betroffene eigentlich unverzichtbar. Wenn ich nicht auf diese Seiten gekommen wäre, hätte ich sicherlich nicht sehen können, was in meinem Körper mit und durch Benzo geschieht. Meine Neurologin hätte es mir weiterhin verschrieben. Jetzt ist sie sprachlos, dass ich diesen Weg gegangen bin und wollte mir Doxepin und Trimipramin zur Unterstützung des Entzuges aufschreiben. Ich will nichts mehr nehmen, außer evtl. homöop.Míttel, was Kopf beschrieben hat.
Viele Grüße auch an alle und einen schönen Feiertag
Marlene

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marlene12 ist offline
Beiträge: 25
Seit: 17.04.12
Hallo Tiga, Kayen hat Dich ja schon auf den Pfad von Prof. Ashton geführt, damit ist eigentlich alles gesagt. Aber evtl. wirst Du wissen wollen, daß dieses Kribbeln in den Beinen, die allgemeine Unruhe usw., bei mir jedenfalls, seit der Dosisreduktion verstärkt aufgetreten ist und erst recht jetzt, nachdem mein Körper schon die lange Zeit ohne Benzos auskommt. Bei mir jedenfalls sind alle Nerven/Nervenenden in Aufruhr, mal mehr, mal weniger. Nach Prof. Ashton sehe ich das auch als " gutes Zeichen", da man merkt, dass der Körper reagiert. Und zwischendurch sind Phasen der Ruhe und Ausgeglichenheit, die einfach nur glücklich machen. Diese Momente sind erstmal noch die Ausnahme, aber sie werden länger. Das gibt Kraft und Zuversicht, dass der Weg richtig ist.
In diesem Sinne viele Grüße
Marlene

Bei Drogensucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte, Drogen zu konsumieren, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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tiga ist offline
Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hallo Marlene,

ja - genau dieser Punkt hat mich auch noch interessiert, ob die Symptome, die auf Irritationen der Nerven schließen lassen tatsächlich mit der Dosisreduktion verstärkt auftreten können, bzw. bei dir sogar noch stärker nachdem du schon länger abstinent bist.
Das ist echt nen Ding.
Gerade bei Personen, die sowieso Neuropathien haben noch schwerer zu durchschauen, was nun woher kommt.

Vielen Dank für deine Antwort und weiterhin viel Erfolg und vor allem schlafreiche Nächte!

tiga

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Tiga, du hast ja schon Antworten bekommen, die ich so bestätigen kann. Das Kribbeln spielt sich bei mir hauptsächlich im Genitalbereich und in den Beinen ab. Es kommt, wenn ich schlafen will, aber nicht immer. Meist kann ich erst ca. 2 oder 3 Uhr schlafen, wenn es gut geht auch mal um 1, wenn es schlechter geht, dann auch mal erst um 4 Uhr. Da diese Symptome mit der ersten Nacht ohne Diazepam begonnen haben, ist stark davon auszugehen, dass es zum Entzug gehört, wobei man definieren müsste, wann der Entzug zu Ende ist. Nimmt man die Zeit, bis das Benzo draußen ist, dann müsste es vorbei sein (2-3 Wochen), da dem aber nicht so ist, gehört es wohl noch zur Umstellung der Gehirns und des Körpers - eine Medikamentenumstellung dauert ca. 4-6 Wochen, kann aber auch etwas länger dauern. Noch gehe ich davon aus, dass dies nicht so bleiben wird, wäre auch eine Katastrophe, aber es kann natürlich sein, dass es noch länger anhält. Laut Ashton kann es mehrere Monate dauern und noch länger.... wie gesagt, hoffe nicht, denn das wäre echt fatal.
Schwindel: Bei mir war der auch vorher ab und an da. Da ich auch früher Tage ohne Diazepam hatte, denke ich, dass es ein Entzugssymptom ist. Es hat sich in den letzten Wochen gebessert. Aber auch dieses Symptom kann längere Zeit anhalten, da es auch mit dem zentralen Nervensystem zu tun hat.
.... das ganze ist wirklich nervend ... aber hilft ja nichts....
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Willst du andere Gedanken, so musst du dein Gefühl beeinflussen, damit es sich verändert!

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Marlene, schade, dass das Schlafproblem weiter besteht. Ich habe nun 31 Tage hinter mir. Das elendige Kribbeln macht mich schon ganz nervös. Ich schlafe meist auch erst um 2 Uhr ein, kann auch später sein, nur selten früher. Wie du weisst, ich nehme Mirtazapin, das sollte eigentlich helfen zu schlafen, aber ich habe fast das Gefühl, es bewirkt das Gegenteil, evtl. ist es sogar für das Kribbeln verantwortlich. Ich hatte es letzte Nacht erst um 2 Uhr genommen, somit bin ich auch erst um ca. 3 Uhr eingeschlafen, aber ich hatte dieses Mal kein Kribbeln.... mal sehen, wie es weiter geht.
Letzte Woche hatte ich an ca. 3-4 Tagen "Hitzewallungen", innerhalb von Sekunden Schweiß auf der Haut, ein ganz komisches Gefühl (wie bei einer Panikattacke, aber nur paar Sekunden). Das hat seit dem vergangenen Wochenende wieder aufgehört.
....Wir machen da schon ganz schön was mit...., aber insgesamt muss ich sagen, dass ich immer belastbarer werde, auch wenn das Nervenkostüm noch dünn ist. Tendenz ist okay.
Alles wird gut ;o)

Liebe Grüße und dir weiterhin viel Kraft
BEN

Zitat von marlene12 Beitrag anzeigen
Hallo Ben, jetzt sind es 50 Tage, die ich geschafft habe. Aber zur Zeit geht es mir nicht so toll. Schlafen ist wieder das große Thema, d.h. ich schlafe wieder nicht vor 2 - 3 Uhr ein, und Hände und Füße kribbeln wieder und z.B. heute treibt mich eine Unruhe um, nicht zu fassen. Dabei arbeite ich im Garten viel und trainiere auch reichlich, dass ich das Gefühl habe, ich habe mich richtig ausgetobt. Nun gut, aber man weiß ja nicht, wie es mir gehen würde, wenn ich das nicht täte. Ich sträube mich entschieden, dieses Trimipramin zu nehmen.Also weiter Kopf hoch !!
Wie geht es Dir ? Kannst Du schon besser einschlafen ?
Ich wünsche Dir viel Kraft und weiter geht der Kampf.

Viele Grüße
Marlene
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kopf
hallo marlene 12 ,

ich schreibe heute eine weitere " linderung " auf .
es sind zwei anthroprosophische medikamente .

unterstützung entzug und aufrechterhaltung ---abstinenz !

Bryophyllum 50% Pulver 3mal täglich 1messerspitze
Minium D6 1mal täglich messerspitze

Liebe Grüsse ,kopf .

man kann noch an Kava-Kava denken . die pflanze oder deren extrakt ist wohl verboten ,weil eine leberschädigende wirkung vermutet wird . in der homöopathie steht es allerdings zur verfügung .z.b. von Hervert in einer D4
http://www.hevert.de/_#Kava_Hevert_Entspannungstropfen

ich persönlich würde Globuli bevorzugen .
http://www.apodiscounter.de/piper-me...rack=154663795
dosierung vielleicht ca. 5 stück globuli in der akuten situation oder 3 mal 5 stück täglich .
LG

Geändert von kopf (18.05.12 um 15:49 Uhr)

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Kopf, hast du diese Mittel schon selbst probiert oder woher kennst du die Wirksamkeit? Reicht so etwas wirklich um bei diesen doch relativ "starken" Symptomen eine Besserung zu erzielen? Viele Grüße BEN
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kopf
ich habe selbst probleme mit alkohol , drogen gehabt . drei der mittel kenne ich durch persönliche einnahme in krisensituationen .
auch habe ich anderen mittel empfohlen und konnte ihre rasche wirksamkeit sehen .

Minium ist ein starkes mittel ,Cichorium plumbo cultum auch .
es sind abschirmer und für leute geeignet mit suchtstruktur .

Minium z.b . :überempfindlichkeit gegen äussere einflüsse , emotionale instabilität , Ich-Abgrenzungsstörungen und eben die Suchterkrankungen !

LG

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Ben Diaz ist offline
Themenstarter Beiträge: 227
Seit: 12.03.12
Hallo Zusammen, kurzes Update. Bis jetzt verläuft die Entwicklung positiv, nach 5 Wochen kann ich mein Betätigungsfeld weiter ausbauen und komme auch gefühlsmäßig besser zu recht. Belastungsgrenze wird höher, auch wenn noch nicht hoch genug, aber Hauptsache die Richtung stimmt. Letzte Nacht habe ich seit 5 Wochen mal wieder ab Mitternacht schlafen können und das auch fast ohne Unterbrechung - welch eine Wohltat, man fühlt sich morgens schon viel besser. Ich hoffe die Entwicklung geht so weiter - Woche für Woche etwas besser - dann wird das schon.
Ich wünsche allen, die schwierige Zeiten zu bestehen haben, viel Mut und Kraft durch Vertrauen!!! BEN
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marlene12 ist offline
Beiträge: 25
Seit: 17.04.12
Hallo Ben, wie schön, dass bei Dir eine Besserung eingetreten ist, evtl. hält sie gar noch an.
Mir ging es nach 51 Tagen ohne Diaz 5 Tage (und Nächte) sehr gut. Ich habe wunderbar geschlafen und war an den betreffenden Tagen voller Ruhe und Zuversicht. Leider hat dieser Zustand nur bis vorgestern angehalten und jetzt haben mich die Symptome wieder voll in ihren Krallen. Die Symptome sind auch sehr stark und zermürbend, tagsüber Zittern, Schwindel und Panik,ich stehe bewußtseinsmäßig ein wenig neben mir . Nachts die Unruhe, Schlaflosigkeit, Kribbeln und Hitze. Aber Prof. H. Ashton schreibt ja, dass die Symptome "immer mal wieder kommen, mal mehr und mal weniger", daran wollen wir uns halten. In den 5 Tagen der Ruhe und Ausgeglichenheit war ich wieder ein neuer Mensch und dachte, es ist vorbei!! Aber nein, das Gift hat wieder zugeschlagen und wir müssen wieder stark sein.
In diesem Sinne
viele Grüße

Marlene


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