Schokolade essen unter Tränen

15.11.10 17:21 #1
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weissnicht ist offline
Beiträge: 236
Seit: 09.11.10
Lest bitte den Artikel unter dem Link:

greenpeace magazin: Schokolade

Schokoladeessen unter Tränen

weissnicht ist offline
Themenstarter Beiträge: 236
Seit: 09.11.10
Diese Dokumentation zeigt, dass die Schokoladen-Industrie Kinderhandel und Kinderarbeit zumindest duldet. Denn sonst müssten die Hersteller mehr unternehmen, und wirklich nur von Herstellern kaufen, bei denen garantiert keine Kinder arbeiten.

Die meisten Menschen lieben Schokolade, und die Hälfte aller Schokolade weltweit essen Europäer. 1,5 Millionen Tonnen im Jahr - das sind 15 Milliarden Tafeln. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt etwa elf Kilo im Jahr. Jedoch ist Schokolade-Essen nicht so harmlos wie wir glauben - vor allem nicht für Kinder in Afrika. Hilfsorganisationen verdächtigen die Schokoladen-Industrie, von Kinderhandel und Kinderarbeit in Afrika zu profitieren und damit Straftaten zu verschleiern. Der investigative Journalist und Filmemacher Miki Mistrati ist diesem Verdacht nachgegangen, er ist mit seinem Kameramann nach Westafrika gereist, nach Mali und von dort weiter an die Elfenbeinküste, dem weltgrößten Produzenten von Kakao-Bohnen. Eine gefährliche Reise, erst vor wenigen Jahren wurde dort ein Journalist bei einer ähnlichen Recherche entführt und ist bis heute verschwunden. Miki Mistrati drehte daher oft mit versteckter Kamera. Er führte aber auch offen Interviews mit Menschen, die wissen müssten, was vorgeht, zum Beispiel mit dem größten Kakao-Exporteur der Elfenbein-Küste und mit einem Staatssekretär, zuständig für den Kampf gegen Kinderhandel. Beide bestanden darauf, dass es keinen Kinderhandel und keine Kinderarbeit auf den Kakao-Plantagen gäbe. Miki Mistrati beweist das Gegenteil. Er fand mit Hilfe Einheimischer geflohene Opfer, er ging auf die Plantagen, fand dort kleine Jungen bei der Arbeit, er traf einen Polizisten von Interpol, der soeben eine Razzia geleitet hatte, bei der 65 Kinder befreit wurden, die auf den Kakao-Plantagen als Sklaven arbeiten mussten. Zurück in Europa wollte Miki Mistrati die Schokoladen-Industrie mit seinen Beweisen konfrontieren. Die Reaktion war ernüchternd. Keine der vielen Firmen, die er kontaktierte, war bereit seine Beweise anzusehen und dazu Stellung zu nehmen. Stattdessen erging lediglich eine Stellungnahme ihres Verbands-Sprechers. Seine Argumentation: Die Plantagen sind nicht in Besitz der Firmen, also sind diese nicht verantwortlich für Vorgänge auf den Plantagen. Vielleicht hilft diese eindrucksvolle und auch erschütternde Dokumentation dabei, die Ausbeutung von Kindern auf den Kakao-Plantagen zu beenden.


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Schokoladeessen unter Tränen

Gotteskind ist offline
Gesperrt
Beiträge: 224
Seit: 20.08.10
Was hälst Du davon, einfach keine Schokolade mehr zu kaufen?

Schokoladeessen unter Tränen

weissnicht ist offline
Themenstarter Beiträge: 236
Seit: 09.11.10
Ja,das wäre gut, das würde die Schokoladenhersteller sehr nachdenklich machen.
Zusätzlich kann noch Öffentlichkeit hergestellt werden,
also diese Links verbreiten.

Grüße

weissnicht

Schokoladeessen unter Tränen

Gotteskind ist offline
Gesperrt
Beiträge: 224
Seit: 20.08.10
Also, weissnicht, ich weiss jetzt auch nicht mehr. Deine Frage ist ziemlich komplex.

Die erste Antwort beruhte ja auf der Annahme, je mehr Schokolade man kauft, desto mehr Kinder werden als Arbeitssklaven "ge"braucht bzw. je weniger Schokolade man kauft, desto weniger Kinder werden als Arbeitssklaven "ge"braucht. Die logische Folge daraus wäre für mich, halt einfach keine Schokolade zu kaufen.

Legt man jedoch die Annahme zugrunde, je weniger Schokolade man kauft, desto mehr Kinder werden als Arbeitssklaven "ge"braucht (um z.B. das letzte bisschen 'rauszupressen) bzw. je mehr Schokolade man kauft, desto weniger Kinder werden als Arbeitssklaven "ge"braucht (weil diese Kinder nun mehr verdienen und sich und ihren Familien ein besseres Leben ermöglichen können), dann wäre die Folge ja eine ganz andere.

Gehe ich von meinen beschränkten persönlichen Lebensbedingungen aus, habe ich im Grunde genommen sowieso keine Wahl. Erstens habe ich kein Geld für Überfluss und zweitens esse ich lieber würzig. Dann paßt es ja mal zufällig und ich kann die Arbeitssklaven verdrängen und vergessen, denn sie sind sehr weit weg...

Ich finde, eine verantwortliche Entscheidung für eine dieser Alternativen unheimlich schwer. Kann man sie überhaupt treffen? Gibt es eine Lösung?

Geändert von Gotteskind (19.11.10 um 09:40 Uhr) Grund: (Erklärungsbedarf)

Schokoladeessen unter Tränen

Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.146
Seit: 12.04.10
Schokolade soll ja glücklich machen.
In erster Linie allerdings macht sie dick.

Ich esse garantiert keine 11 Kilo davon im Jahr, ich esse maximal 11 Kilo Steak. Sogar mehr, denke ich.

Was in eurer Zwickmühle hilft?

Hinfahren, den Kindern genug Geld für ein Leben bis ins Hohe Alter geben und wieder weg fahren.

Oder keine Schokolade kaufen.

Wir kaufen ja auch keine Klamotten beim H&M weil die ebenfalls Kinder beschäftigen.

Das nützt dann zwar den Kindern nichts, die Hungern oder verhungern dann wieder.

Wenn einen das Gewissen aber so kräftig plagt und man diese Kindern dem Hungertod nicht preisgeben will, sollte man weiter Schokolade kaufen, oder eben Klamotten oder andere Produkte, die nachweislich von Kindern hergestellt werden.

Ich persönlich halte das nicht für die richtige Wahl aber das muß jeder selbst wissen.
__________________
Nette Grüße
Bergeversetzer

Schokoladeessen unter Tränen

Omtcg ist offline
Beiträge: 1.154
Seit: 16.12.09
Hallo,

ich stimme Bergeversetzer zu.
Die Kinder werden nicht als Sklaven gehalten, weil die Eltern sie nicht erhalten wollen, sondern sie nicht erhalten können.
Die Alternative ist wohl verhungern lassen.

Oder derartige Aktionen unterstützen:

Kindergewerkschaft

Wir haben von hier aus weder den Einblick noch die Macht die Dinge so zu verändern, dass sie auch wirklich besser werden. Auch die Einkäufer von unseren Geschäften werden gelinkt und ihnen ein falsches Bild vor Ort präsentiert.

Falls es doch eine Alternative gibt: Her mit den Vorschlägen!
__________________
Liebe Grüße Sabine

Schokoladeessen unter Tränen

weissnicht ist offline
Themenstarter Beiträge: 236
Seit: 09.11.10
Die Kinder in den Kakaoplantagen verdienen nichts,
sie werden entführt und wie Sklaven gehalten.
Sie erfahren keine gesundheitliche Fürsorge,
nur das nötigste Essen.

Profitieren tun davon die Schokoladenhersteller wie Nestle, Barry Callebaut etc.
weil sie deswegen billig den Kakao beziehen.

Schmutzige Schokolade: Kindersklaven schuften für unseren Genuss | ARD Themenwoche 2010

Der größte Teil des Kakaos, der in unserer Schokolade steckt, stammt von Plantagen der Elfenbeinküste. Dort arbeiten nach Schätzungen von Unicef über 200.000 Kindersklaven auf Kakaoplantagen – unter erbärmlichen Bedingungen. Hilfsorganisationen verdächtigen die Schokoladen-Industrie davon nicht nur zu profitieren, sondern auch Straftaten zu verschleiern. Eine TV-Reportage des NDR.

Schokoladeessen unter Tränen

weissnicht ist offline
Themenstarter Beiträge: 236
Seit: 09.11.10
..Schokolade soll ja glücklich machen.
In erster Linie allerdings macht sie dick...

und sorgt für Pickel und schlechte Haut.

Aber, wer nicht auf Schoggi verzichten will, da gibt es Alternativen.
Die Dritte Welt Läden haben Schokoladen,
welche sie direkt von Kakaoherstellern kauft,
die nachweislich keine Sklaven beschäftigen.

So können Kinder in die Schule gehen und ein lebenswertes Leben führen.

Diese Schokolade kostet ein bißchen mehr,aber fühlt sich sicherlich besser
an.

Bitte verbreitet diese Links auch in andere Foren und schickt sie an Freunde.

Danke

Schokoladeessen unter Tränen

Bergeversetzer ist offline
Beiträge: 1.146
Seit: 12.04.10
Ich persönlich kann es sowieso nicht nachvollziehen, wenn sich jemand eine oder mehrere ganze Tafeln Schokolade reinzieht.

Das ist doch viel zu süß. Ekelhaft!

Da lieber einen selbst gebackenen Kuchen mit Backkakao oder hochwertiger Schokolade aus m Bioladen mit Fair Trade oder so.

Tatächlich ist es so wie der/die/das Handwerkprofis es schreibt. Hierzulande kannst du gar nichts dagegen tun, das auf einem anderen Kontinent Kinder entführt werden um dann Sklavenarbeit zu verrichten.
__________________
Nette Grüße
Bergeversetzer


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