Für wen soll ich mich entscheiden?

05.09.11 16:21 #1
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Für wen soll ich mich entscheiden?
Männlich Windpferd
Guten Morgen Kayen,

einer der Sätze, die ich am meisten liebe (und auch immer wieder hilfreich finde in Konflikten): "Deine Reden sind gesegnet mit dem Segen der Widerruflichkeit." Sagt ein einfacher Handwerker in Hofmannsthals "Die Frau ohne Schatten", zu seiner ressentimentgeladenen Frau. Auch wenn man nicht "widerruft" - die pure Möglichkeit ist schon viel.

Und wenn wir meinen, wir müßten uns "entscheiden" - vielleicht geht es gar nicht um diesen oder jenen Partner sondern um die unbequeme eigene Wahrheit? Nicht so sehr darum, was ich jeweils vermeintlich kriege oder vermeintlich brauche sondern was ich zu geben bereit bin?

Im übrigen kommt's gar nicht drauf an, ob Beiträge "faszinierend" sind (das finde ich ablenkend) sondern ob irgendwas in ihnen ganz einfach wahr ist.

Wenn wir bedenken, wie kurz unsere Zeit ist. Zu kurz eigentlich zum Verplempern.

Alles Liebe,
Windpferd

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.731
Seit: 10.01.04
Ob Angel sich noch einmal meldet?
Sie war seit dem 5.9. nicht mehr im Forum ...

Grüsse,
Oregano

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Kayen ist offline
Beiträge: 5.067
Seit: 14.03.07
Hallo Windpferd,

danke für Deine Antwort.

Und wenn wir meinen, wir müßten uns "entscheiden" - vielleicht geht es gar nicht um diesen oder jenen Partner sondern um die unbequeme eigene Wahrheit? Nicht so sehr darum, was ich jeweils vermeintlich kriege oder vermeintlich brauche sondern was ich zu geben bereit bin?

Diese Gedanken kann ich sehr gut nachempfinden.
Insbesondere, wenn Zweifel in der Partnerschaft vorhanden sind.
Diese Zweifel haben meist den Grund, dass man nicht bekommt, was man braucht und deswegen zögert, gerne zu geben.

Wenn jedoch "Der Richtige" Partner kommt, erübrigen sich dann nicht die Gedanken über das kriegen, brauchen und geben?
Ich fühle dann ja, dass ich kriege was ich brauche und gebe dann gerne, ohne drüber nachzudenken.

Naja und ich gebe entweder gerne oder garnicht. Und das eigentlich, ohne zu hinterfragen, bzw. eine Erwartungshaltung, zu entwickeln.


Im übrigen kommt's gar nicht drauf an, ob Beiträge "faszinierend" sind (das finde ich ablenkend) sondern ob irgendwas in ihnen ganz einfach wahr ist.
Ganz richtig Windpferd. Ich habe mir einen Abend ausnahmsweise den guten Captain Kirk und den faszinierenden Commander Spock angesehen und dieses Wort faszinierend, hatte sich wohl in mein Hirn eingebrannt.

Besser würde ich informativ empfinden. Es ist immer schwer zu sagen, ob etwas wahr ist. Das liegt auch am individuellen Blickwinkel und was heute wahr ist, wird übermorgen meist widerlegt.


Liebe Grüsse
Kayen
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Geändert von Kayen (27.09.11 um 16:37 Uhr) Grund: Schreibfehler

Für wen soll ich mich entscheiden?

Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Kayen und Windpferd

HTML-Code:
 Diese Zweifel haben meist den Grund, dass man nicht bekommt, was man braucht und deswegen zögert, gerne zu geben.
Die Sache mit dem Geben und dem Bekommen ist eine sehr häufige Ursache, dass es in einer Beziehung nicht so richtig klappt.
Und warum ist es schwierig?
Ganz einfach: Weil jeder wartet, dass er oder sie das bekommt, was man sich erhofft. Und weil beide warten und hoffen, dass ein Wunder geschieht und man das bekommt, was man erhofft, warten beide vergebens.
Es ist wie mit mit einem Lächeln. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen anlächelt, dann wird man sehr wahrscheinlich auch ein Lächeln bekommen. Wenn aber beide warten, dann warten sie vergebens! Aber auch, wenn der jenige, der mit dem Lächeln anfängt, keine Gegenlächeln bekommt, dann wird er aufhören zu lächeln und vielleicht sogar ärgerlich sein, weil sich dumm vorkommt mit seinem Lächeln.

HTML-Code:
 Wenn jedoch "Der Richtige" Partner kommt, erübrigen sich dann nicht die Gedanken über das kriegen, brauchen und geben?
Ich fühle dann ja, dass ich kriege was ich brauche und gebe dann gerne, ohne drüber nachzudenken.
Ja Kayen, das kann schon automatisch geschehen. Wenn du aber nur dann bereit bist, etwas zu geben, weil du etwas bekommst, dann bist du eigentlich nur auf dich selbst ausgerichtet und nicht so sehr auch auf den Partner. Das alles kann zwar automatisch richtig fließen, aber man sollte sich doch trotzdem mal Gedanken darüber machen, ob es dann wirklich ein permanentes und und gleichmäßiges Fließen ist und ob der Strom hinzu ebenso stark ist wie der Strom herzu. Wenn du fühlst, dass du bekommst, was du brauchst, dann ist das nicht automatisch so, dass auch der Partner alles bekommt, was er braucht. Vielleicht reicht es erst mal und er ist zufrieden. Aber ist er es auch für lange Zeit, wenn er irgendwann einmal merkt, dass es dir nur um dich selbst geht?
Das sind nur mal gedankliche Anregungen und ich bitte dies nicht als Kritik zu betrachten!

Schöne Grüße
Werner

Für wen soll ich mich entscheiden?

Kayen ist offline
Beiträge: 5.067
Seit: 14.03.07
Hallo Werner,

also ich sehe es nicht als Kritik und freue mich doch immer, evtl. Wegweiser zu erhalten

Was mir nur bei dieser Interpretation auffällt

Wenn du aber nur dann bereit bist, etwas zu geben, weil du etwas bekommst, dann bist du eigentlich nur auf dich selbst ausgerichtet und nicht so sehr auch auf den Partner.

ob Du auch meinen Satz dazu gelesen hattest und zwar:

Naja und ich gebe entweder gerne oder garnicht. Und das eigentlich, ohne zu hinterfragen, bzw. eine Erwartungshaltung, zu entwickeln.
Danke Dir für Deinen Beitrag.

Ganz liebe Grüsse
Kayen
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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Kayen

Das habe ich schon gelesen. Es war ja nur eine Anregung oder ein Hinweis, dass es nicht verkehrt ist, sich auch mal Gedanken zu machen, was für den Partner gut wäre. Du hast zwar schon vollkommen Recht, dass man sicherlich nicht zu viel vom Kopf aus die Sache angehen sollte (wenn ich dich hier richtig verstanden habe ???), aber so verkehrt ist unser Kopf dann auch wieder nicht! Ganz ausschalten muss man ihn nicht. Zumindest nicht immer!
Also, um es genauer zu sagen: Wenn man gerade mitten drin ist, sollte der Kopf auch mal ein wenig ausruhen. Aber in der übrigen Zeit schadet es nicht, wenn man sich mal Gedanken macht!

Danke dir auch noch für die Rückantwort! Ist immer schön, wenn man auch mal ein Feedback bekommt.
Übrigens frage ich mich, ob wir uns eigentlich noch um das ursprüngliche Thema unterhalten. Mir fällt immer mehr auf, dass hier einige Mitglieder eine Frage stellen und dann kommen viele Antworten und Anregungen, aber von dem Fragesteller kommt nichts mehr. Sind diese Fragesteller nun nicht mehr weiter interessiert oder wollen sie nur das Forum füllen mit Fragen, die sie sich nur ausgedacht haben???? Oder ist das eine Freizeitbeschäftigung für Menschen, die sonst nichts zu tun haben?
Das hat jetzt zwar mit diesem Thema auch nichts zu tun, aber es kommt mir gerade so in den Sinn, dass dies immer wieder hier vorkommt. Da frage mich dann halt auch, ob man sich dann die Mühe machen sollte, auf solche Fragen überhaupt zu antworten. Obwohl natürlich andere Leser/innen auch davon profitieren können. Aber es wäre mal interessant, eure Meinungen darüber zu hören.

Schönen Gruß

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Blaupunkt ist offline
Gesperrt
Beiträge: 291
Seit: 13.08.10
Zitat von Kayen Beitrag anzeigen
Diese Zweifel haben meist den Grund, dass man nicht bekommt, was man braucht und deswegen zögert, gerne zu geben.

Wenn jedoch "Der Richtige" Partner kommt, erübrigen sich dann nicht die Gedanken über das kriegen, brauchen und geben?
Ich fühle dann ja, dass ich kriege was ich brauche und gebe dann gerne, ohne drüber nachzudenken.
Soweit zur Theorie. Alles Klasse!

Nur "Der Richtige" kommt genaugenommen nie. Und jetzt?


Zitat von Kayen Beitrag anzeigen
Das liegt auch am individuellen Blickwinkel und was heute wahr ist, wird übermorgen meist widerlegt.
Die Wahrheit ist immer „die kürzeste Strecke“ zwischen zwei Dingen / Punkten.
Nach derzeitigen Wissen passt dann also nichts mehr dazwischen ... ist da nichts mehr ;-)

Da es unendlich viele Punkte gibt, gibt es demzufolge auch unendlich viele Wahrheiten.

Daher erfinden „ganz Clevere“ dann die „ultimative Wahrheit“.
Und schlagen in der Regel jeden tot, oder zumindest mundtot, der den Schwindel entlarvt.
Aber das wäre dann ein anderes Thema

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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo
Warten, ob der "Richtige" kommt, ist sicher nicht unbedingt empfehlenswert. Aber der oder die Richtige kann trotzdem kommen. Es passen nicht alle Menschen zusammen, darüber gibt es wohl keine Frage. Und manche passen so halbwegs zusammen und ganz wenig ganz und gar. Diese letzten Fälle sind wahrscheinlich extrem selten, aber möglich. Ich habe meine "Richtige" vor 53 Jahren gefunden und sie ist immer noch die Richtige und wird es die paar Jährchen, die uns noch bleiben, sicher weiterhin sein.
Ich denke mal, dass die meisten Menschen sich zu schnell zufrieden geben und wenn es einigermaßen klappt, dann meinen sie, dass es die richtige Wahl war. Sex kann uns sehr stark verführen. Wenn wir guten Sex haben, dann meinen wir, dass dies Liebe ist und dass man gut zusammen passt. Aber leider passt man oft nur in Sachen Sex zusammen, sonst aber nicht. Aber immerzu nur Sex, das ist nicht genug. Das Leben bringt auch den Alltag und da muss oder sollte es auch gut sein.
Wenn man jedoch nur wartet, dass der oder die Richtige kommt, dann vergisst man vielleicht, die Augen wirklich auf zu machen und genau zu beobachten und dann läuft vielleicht der Richtige gerade an einem vorbei und man sieh ihn oder sie gar nicht wirklich. Weil er oder sie vielleicht nicht gleich auf Anhieb so attraktiv aussieht. Denn leider sind wir bei der Partnerwahl sehr stark von der sexuellen Anziehung geprägt und die kann uns ganz schön an der Nase herumführen!

Schönen Gruß
Werner


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