Neurodermitis, Kopfschmerzen, Reizdarm - was tun?

19.01.12 08:24 #1
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Neurodermitis, Kopfschmerzen, Reizdarm - was tun?

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.124
Seit: 08.11.10
Hallo gomez,

Zink/B6 zuführe? So als Selbsttest?
Ich kann nur sagen, dass ich bei der Einahme keinen spürbaren Effekt merke.

Grüsse
derstreeck

Neurodermitis, Kopfschmerzen, Reizdarm - was tun?

gomez ist offline
Themenstarter Beiträge: 36
Seit: 18.01.12
Tja ist die Frage, wie gehe ich jetzt weiter vor...?
In meiner Nähe gibt es jedenfalls schon mal keinen "Therapeuten", der sich mit der Thematik auskennt, jedenfalls nicht laut der einschlägigen Listen.
Und das mit der chronischen HIT scheint ja auch noch nicht so ganz akzeptiert zu sein in der Fachwelt.

Neurodermitis, Kopfschmerzen, Reizdarm - was tun?

gomez ist offline
Themenstarter Beiträge: 36
Seit: 18.01.12
Ich nehme jetzt seit vier Tagen Vitamin B Komplex und Zink Tabletten, dazu schon etwas länger auch Omega-3.

Nun habe ich das Gefühl, dass meine Haut täglich etwas schlechter wird. Es juckt und pikt auch im ganzen Körper und die Stellen die vorher schon mit Ekzemen waren werden größer. Außerdem habe ich Schmerzen in diversen Gelenken. Kann das so eine Art Erstverschlimmerung sein oder tut mir der Kram einfach nicht gut und ich sollte es absetzen? Vielleicht kommen die Gelenkschmerzen auch von der extremen Kälte gerade?

Neurodermitis, Kopfschmerzen, Reizdarm - was tun?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo gomez,

am besten findest Du heraus, ob diese "Verschlimmerung" mit Vitamin B und Zink zusammenhängt, indem Du sie für ein paar Tage wieder absetzt.

Hast Du eigentlich Amalgam in den Zähnen oder wurde diese Frage schon gestellt?

Grüsse,
oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Neurodermitis, Kopfschmerzen, Reizdarm - was tun?

gomez ist offline
Themenstarter Beiträge: 36
Seit: 18.01.12
Hi Oregano,

danke für die schnelle Antwort
Hm ja das ist sicher am sinnvollsten - allerdings ist es auch immer schwierig zu unterscheiden ob es nun zufällige Schwankungen sind oder damit zusammenhängt :-/ wobei es schon deutlich schlechter ist wenn ich so resümiere...
Amalgam habe ich nicht im Mund!

LG

Neurodermitis, Kopfschmerzen, Reizdarm - was tun?

gomez ist offline
Themenstarter Beiträge: 36
Seit: 18.01.12
Hallo Zusammen,

nach etwas mehr als zwei Jahren hat es mich wieder hierher verschlagen. Ein paar Dinge haben sich seither geändert, einiges ist leider immernoch problematisch. Kleines Update:

Bzgl der Ängste/Schwindel war ich in einer Gesprächstherapie, das ermöglicht es mir jetzt besser mit dem Schwindel umzugehen, aber es hat eigentlich nichts geändert. Gemieden hab ich vorher schon keine Situationen und bin somit ja kein typisches "Angstopfer". Im Nachhinein würde ich sagen die gelegentliche Unruhe bzw. Ängste und der ständige Schwindel nerven einfach nur und nehmen mir zum Teil die Lust. Weiter bin ich da leider noch nicht.

Bzgl. Haut war ich im November 2012 in der Vitalklinik Alzenau (Hautklinik) weil ich die Haut einfach nicht hinbekommen habe. Die haben mich dann leider auch nur mit diversen Salben (auch Kortison) behandelt. Parallel aber gab es eine wirklich gute Ernährungsberatung mit allergiearmer Basiskost in der ersten Woche und dann diversen Provokationen, die laut der Beraterin keine nennenswerte Unverträglichkeit nahe legten (Ich hatte extra auch um Histaminprovokation gebeten). Seitdem esse ich auch wieder Weizen (in Maßen) und habe mich psychisch quasi daran gewöhnt, dass ich keine echte Allergie habe.
Die Behandlung der Haut war leider nicht so erfolgreich denn nach Absetzen des Kortison kam alles doppelt zurück, war ja auch klar.

Ich habe mich dann wieder an das Vitamin D erinnert und einige englische Studien dazu gelesen, konnte meinen Hausarzt davon überzeugen mit mir ein Experiment zu machen. Mein Blutwert war unter 10ng/100ml was extrem wenig ist und ich habe Dekristol bekommen. Über einige Wochen habe ich meinen Vitamin D Wert auf ca. 35ng/100ml aufgestockt und die Haut wurde jede Woche merklich besser! Ich habe mich nun seither auf ca. 45ng/100ml eingependelt und halte den Wert - zwar ist die Haut nicht "gesund" aber sicherlich mindestens 50% besser als vorher. Dazu verschwand auch die Lichtempfindlichkeit der Augen.

Im Herbst und Winter 2013 war die Haut fast frei von Ekzemen, nur das Gesicht ist ein Problem, was ich mit Protopic behandele. Jetzt im Januar fing es wieder an schlimmer zu werden, ich vermute, dass auch Pollen da eine Rolle spielen. Aber ich merke die letzten Wochen auch wieder verstärkt, dass ich schon beim Konsum von Alkohol Kopfschmerzen bekomme und nach eine Essen wie z.B. Spaghetti mit Tomatensoße am nächsten Tag ziemlich breiigen Stuhl habe und/oder wie heute Kopfschmerzen und natürlich starker Juckreiz.

Da drängt sich bei mir wieder der Verdacht auf, dass ich zumindest manchmal ziemlich auf zuviel Histamin reagiere.... hängt vielleicht auch vom Gesamtzustand des Körpers ab?

Was ich auch noch gemacht hatte für ca. 6 Monate ist eine Darmkur mit Ortomental Immun was aber außer das ich über den Herbst/Winter 2013/14 NIE krank war was völlig untypisch für mich ist, nix gebracht hat. Also der Darm verhält sich weiterhin "instabil" und wie oben beschrieben merke ich nix positives sonst.

Beim Schwindel den ich im Eingangsposting ja auch beschrieben habe bin ich gerade in Behandlung bei einem Orthopäden der meinte, es könne vom Nacken kommen. Ob das wirklich so ist weiß ich nicht, aber meine erste Sitzung beim Osteopathen war schon heftig denn der hat den Schwindel definitiv provozieren können. Da bin ich also weiterhin in der Abklärung und würde das eher nicht einer HIT oder so zuordnen, aber wer weiß :-(

Sorry das es schon wieder so viel geworden ist, aber wie ihr seht ist es wirklich schwierig bei mir. Falls jemand zu meinen Ausführungen noch Ideen hat was ich machen könnte dann wäre ich SEHR dankbar.

Ich überlege doch nochmal eine histaminarme Diät zu versuchen, aber da würde ich erstmal gern wissen, wann IHR dann eine Besserung bemerkt habt, also nach wievielen Tagen strikter Diät. Denn nach all meinen Versuchen bin ich langsam echt skeptisch was das angeht, zumindest auf mich bezogen.

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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.410
Seit: 12.05.13
Hallo Gomez, wie ernährst Du Dich eigentlich mittlerweile, also was isst und trinkst Du so alles?

Bitte möglichst genau, "es wird täglich frisch gekocht" reicht leider bei Neurodermitis nicht aus...

Liebe Grüße tarajal :-)

Neurodermitis, Kopfschmerzen, Reizdarm - was tun?

gomez ist offline
Themenstarter Beiträge: 36
Seit: 18.01.12
Zitat von Tarajal Beitrag anzeigen
Hallo Gomez, wie ernährst Du Dich eigentlich mittlerweile, also was isst und trinkst Du so alles?

Bitte möglichst genau, "es wird täglich frisch gekocht" reicht leider bei Neurodermitis nicht aus...
Hallo Taraja,

trinken üblicherweise stilles Wasser, 1-3 Tassen Kaffee täglich (den hab ich allerdings auch schon mal weggelassen, hat keinen spürbaren Effekt gehabt), sonst nichts. Auf Partys oder so natürlich auch mal Bier oder Whiskey bzw. Rum-Cola. Gelegentlich mal einen Saft (0,1 Glas), aber selten.

Essen der letzten Tage exemplarisch:
Gemüseauflauf mit Kartoffeln, Kaisergemüse, Schafskäse, paar Kräuter drin, mit etwas Käse überbacken.
Hähnchenschenkel mit Kartoffeln und Quark und Grillgemüse (Paprika, Zwiebel oder Zucchinie oder so)
Gemüsepfanne mit Reis, teilweise mit asiatischen Gewürzen oder auch "normal" gewürzt mit so typischen italienischen Kräutern oder so
Zum Frühstück üblicherweise Dinkelmüsli, Obst (Apfel,Weintrauben,Pfirsich o.ä.) mit Milch und am Wochenende meist Brötchen mit vegetarischem drauf (also i.d.R. Käse, Frischkäse) und ein Ei oder auch mal Butter und Konfitüre
Mittags jenachdem, manchmal Reste vom Vortag, mal ein Brötchen mit Belag oder wir gehen auch mal was essen.
Natürlich essen wir auch mal TK Pizza, dann aber meist die Dinkelpizza von Wagner oder halt wie beschrieben Spaghetti mit Tomatensoße und sowas. Ist eben bunt gemischt.
Wenn wir was bestellen oder essen gehen, dann oft Asiatisch (Thai, China, Indisch) oder italienisch, das sind alles gute Restaurants die frisch kochen soweit wir wissen.

Mir ist schon klar, dass z.B. scharfe Gewürze reizen können und das man da sicher vieles optimieren kann, aber in all meinen Diäten die ich bereits versucht habe hatte ich nie diesen Aha-Effekt wie z.B. bei der selbstinitiierten Vitamin-D Therapie, wo ich einfach gemerkt habe -> "Das tut mir gut"

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Tarajal ist offline
Beiträge: 4.410
Seit: 12.05.13
Hallo gomez, Danke für die Auflistung!

Eines mal vorweg gesagt, bei einer Neurodermitis schlagen auch kleine Ernährungssünden mindestens dreimal so heftig und schnell zu Buche als bei allen anderen Erkrankungen.

Ein Neurodermitiker ist Hypersensibilisiert und kleinste Reize können prompt heftigste Juck- und Kratzattacken auslösen.

Von dieser Erkrankung weg zu kommen bedeutet sehr viel Disziplin und Konsequenz in der Ernährung für mindestens 1 Jahr.

Faustregel: Je schlimmer und länger die Beschwerden schon andauern, desto intensiver und länger muss die Ernährung eingehalten werden.

Auch die Psyche sollte man bei der ND (wie bei vielen anderen Krankheiten auch) unbedingt mit einbeziehen.

trinken üblicherweise stilles Wasser, 1-3 Tassen Kaffee täglich (den hab ich allerdings auch schon mal weggelassen, hat keinen spürbaren Effekt gehabt), sonst nichts. Auf Partys oder so natürlich auch mal Bier oder Whiskey bzw. Rum-Cola. Gelegentlich mal einen Saft (0,1 Glas), aber selten.
Die Leber hat bei der Neurodermitis ohnehin schon mehr als genug zu tun und da stehen Kaffee (sympathikusaktivierend = erzeugt im gesamten Organismus Stress und zwingt den Organismus zu erhöhter Aktivität) und steht genau wie Alkohol als absolut tabu auf der roten Liste. Saft ganz abgesehen von den meisten bei ND unverträglichen Sorten wegen Zuckergehalt und Schweinefett und zugesetzten Vitaminen ebenso. :-)

Gemüseauflauf mit Kartoffeln, Kaisergemüse, Schafskäse, paar Kräuter drin, mit etwas Käse überbacken.
Hähnchenschenkel mit Kartoffeln und Quark und Grillgemüse (Paprika, Zwiebel oder Zucchinie oder so)
Gemüsepfanne mit Reis, teilweise mit asiatischen Gewürzen oder auch "normal" gewürzt mit so typischen italienischen Kräutern oder so
Käse überbacken ist nicht gut, genauso wenig wie gegrilltes und geräuchertes.
Paprika und Tomaten sind ganz aggressive Trigger (Auslöser), also absolutes NEIN!!!
Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, nicht ganz so extrem, aber es langt auch, also nur selten.
Zum Würzen: Glutamat und Hefeextrakt sind hochgradiger Bockmist, unbedingt Zutatenliste der Gewürze gründlich Studieren und was nicht verstanden wird lieber nachfragen.
Wenn in Würzbrühe oder -pulver Tomaten oder Paprika mit drin sind NICHT verwenden.

Zum Frühstück üblicherweise Dinkelmüsli, Obst (Apfel,Weintrauben,Pfirsich o.ä.) mit Milch und am Wochenende meist Brötchen mit vegetarischem drauf (also i.d.R. Käse, Frischkäse) und ein Ei oder auch mal Butter und Konfitüre
Mittags jenachdem, manchmal Reste vom Vortag, mal ein Brötchen mit Belag oder wir gehen auch mal was essen.
Sämtliche Zitrusfrüchte (auch keinen Tropfen Zitronen oder Orangen im Wasser oder im Salatdressing!!!), Kiwi, Kaki, Erdbeeren, Johannisbeeren, Pfirsiche, Aprikosen und Nektarinen sind ebenso massive Trigger, also NEIN.

Milch und Milchprodukte absolutes NEIN.

Weizenprodukte NEIN.
Fertige Brot- und Brötchenmischungen - wie sie in den meisten Betrieben heutzutage leider verwendet werden - haben derart viele und unnötige Zusatzstoffe, das braucht kein Mensch und jemand mit Neurodermits erst recht nicht.
Lieber mal nach guten Rezepten suchen und selber was machen wenn man mal möchte.

Eier können stark reagieren vor allem wenn man mehrere Impfungen hinter sich hat.
Reste vom Vortag sind nicht gut, lieber lernen die Kochmenge an den reellen Bedarf anzupassen.

Neben den als Trigger wirkenden Früchten enthält Konfitüre ebenfalls viel Zucker und meist Zitronensäure, das belastet die Leber wieder und die Zitronensäure juckt wieder.

Natürlich essen wir auch mal TK Pizza, dann aber meist die Dinkelpizza von Wagner oder halt wie beschrieben Spaghetti mit Tomatensoße und sowas. Ist eben bunt gemischt.
Wenn wir was bestellen oder essen gehen, dann oft Asiatisch (Thai, China, Indisch) oder italienisch, das sind alles gute Restaurants die frisch kochen soweit wir wissen.
Fertiggerichte wie Pizza sind ebenfalls absolutes Tabu und kann man auch prima selber machen, dann weiß man wenigstens auch was drauf ist.
Spaghetti mit Tomatensoße NEIN!!!

Frisch kochen hat nicht viel zu bedeuten, vorsicht mit asiatischer Küche, es ist nahezu immer Glutamat im Essen und einem Restaurant das zu erklären ist extrem schwierig (ich weiß wovon ich rede, ich reagiere überempfinglich drauf).

Ein guter Italiener gibt Dir noch am ehesten eine gute und verträgliche Auswahl. :-)

Außerdem noch:
Fleisch und Fisch selten und Schweinefleisch absolut NEIN,

Haselnüsse, Erdnüsse, Walnüsse, Pecannüsse absolut NEIN!!!

Die Neurodermitis entwickelt sich meist durch eine genetische Disposition.
Kaiserschnitt und nicht Stillen sind nicht hilfreich für das Immunsystem und den Aufbau einer gesunden Darmflora, Impfungen fungieren dann sehr oft noch als weitere Auslöser.

Das größte Problem bei Nahrungsmitteln, die man sehr oft und besonders gerne isst, ist auch eine gleichzeitige Hypersensibilität auf genau diese Nahrungsmittel (darum mag man sie ja auch so gerne).
Der Körper und die Seele lechzen regelrecht danach und das weil und obwohl man so hypersensibel darauf reagiert und sie nicht verträgt.
Zum Einen will das Belohnungszentrum im Kopf (nuccleus accumbens) zu seinem vermeintlichen Recht kommen, und zum Anderen wird gerade der Verdauungstrakt mit diesen Stoffen häufig massiv überfordert.

Darum die Lieblingsgetränke und Nahrungsmittel die man am stärksten mag für mindestens ein Jahr weglassen.

Die Haut ist bei der Neurodermitis nur das Organ, dass die Problematik spür- und sichtbar ausbaden muss.
Wird der Mensch wieder gesünder heilt auch die Haut und zwar von innen heraus.

Liebe Grüße Tarajal :-)

Neurodermitis, Kopfschmerzen, Reizdarm - was tun?

gomez ist offline
Themenstarter Beiträge: 36
Seit: 18.01.12
Hallo Tarajal,

danke für die ausführliche Antwort, das ist schon recht aufschlussreich. Allerdings bin ich seit der letzten Diät (siehe oben) etwas skeptisch bzw. weiß ich, dass meine Psyche massiv unter der Diät leidet, wenn sich dann nicht auch irgendwann Erfolge einstellen. Damals war es halt so, dass in den vier Monaten die ich durchgehalten hatte gar nichts passiert ist.

Was schätzt du, wenn man sich wirklich strikt an die Diät hält, wann kann man eine Besserung erwarten? Ich gebe zu ich würde sowas NIE ein Jahr durchhalten, wenn ich keine positiven Effekte dabei spüre (und zwar auch nicht erst nach einem halben Jahr).

Und was ist eigentlich nach dem Jahr? Kann man dann mal austesten, was man gut verträgt oder sollte man die Sachen generell meiden nach deiner Meinung?

LG
gomez


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