Befund Gelenk- und Muskelschmerzen; Erschöpfung

15.12.11 23:16 #1
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Befund/Gelenk- und Muskelschmerzen

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo noch mal,

ich möchte Deinen Arzt noch mal ein wenig in Schutz nehmen. Die Diagnostik bezüglich der Borrelien hat nun mal keine eindeutigen Hinweise geliefert, der Interpretationsspielraum ist zu groß.

Mögliche Interpretationen

" AK-Tests falsch positiv: Außerdem können andere Infektionen durch Spirochäten, Rickettsien, HIV-1, Eppstein-Barr-Virus und andere falsch positive Ergebnisse liefern. Vor allem persistierende EBV-Infektionen (Ebstein-Barr-Virus) können zu positiven Borrelia-burgdorferi-IgM-AK führen."

Die Testung dann noch mal mit Zeitabstand zu wiederholen macht durchaus Sinn, weil dann vielleicht Veränderungen noch zusätzliche Hinweise liefern.

Liebe Grüße

Ulrike

Befund/Gelenk- und Muskelschmerzen

Ginster ist offline
Themenstarter Beiträge: 268
Seit: 12.12.11
Hallo Ulrike

anhand der Laborergebnisse, die eindeutig bei mehreren Parametern auffällig sind, und meinen heftigen, auch immer schlimmer werdenden Beschwerden sehe ich Handlugnsbedarf. Ein Arzt, der dann nichts tut bzw. sagt: Untersuchen wir in einem halben Jahr nochmal, der passt nicht zu mir.
In den halben Jahr geht es dann weiter so rasant abwärts mit mir, oder wie?

Bezüglich Borrelien- und Yersiniendiagnostik habe ich hier schon einiges gelesen. Die gesamte Diagnostik scheint schwierig zu sein. Aber wenn so eindeutige Beschwerden vorliegen, wie bei mir (ich habe fast die gesamte Palette der CFS-Symptomatik) dürfte man sich doch als Arzt ein bisschen schneller bewegen, finde ich. Ich kann mich da nämlich irgendwann nicht mehr drum kümmern.

Ich würde nie eine Zecke untersuchen lassen. Dazu hatten wir - schon als Kinder - zuviele Zecken - und kein Mensch läuft mit jeder einzelnen Zecke ins nächste Labor und lässt die untersuchen. 25 Euro dafür habe ich auch nicht zuviel.

Wegen dem B12 werde ich Holotc untersuchen lassen, denn das ist der beste Marker, ob ein Mangel vorliegt. Das kostet so 30 Euro. Alles andere wären unnötige Untersuchungen und damit unnötige Kosten. So dick habe ich es finanziell nicht, wie es andere Leute hier offensichtlich haben.

viele Grüße Gnster

Geändert von Ginster (20.12.11 um 08:46 Uhr)

Befund/Gelenk- und Muskelschmerzen

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo Ginster,

keine Frage, dass Du Handlungsbedarf siehst. Der Arzt wahrscheinlich auch. Nur wie sollten diese Handlungen aussehen? Wo sollte der Ansatz sein?
Du hast auffällige Beschwerden aber keine eindeutige Diagnose. Ich fürchte, dass Du innerhalb der Schulmedizin da einfach nicht weiter kommen wirst.

Zur Zecke. Ich lasse auch keine Zecke bei mir untersuchen (bei meinem Sohn wollte ich dies aber mal machen lassen) , aber ich würde noch weniger "prophylaktisch" Doxycyclin verwenden, weil ich da eine große Gefahr sehe, die Dinge noch zusätzlich zu verschlechtern.

Wegen dem B12 werde ich Holotc untersuchen lassen, denn das ist der beste Marker, ob ein Mangel vorliegt. Das kostet so 30 Euro
Wie kommst Du jetzt zu der Erkenntnis, dass dies der beste Marker ist?

Liebe Grüße

Ulrike

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Ginster ist offline
Themenstarter Beiträge: 268
Seit: 12.12.11
hallo Ulrike,

keine Frage, dass Du Handlungsbedarf siehst. Der Arzt wahrscheinlich auch. Nur wie sollten diese Handlungen aussehen? Wo sollte der Ansatz sein?
das weiß ich nicht. Ich bin ja kein Arzt. Das hier hatte ich hier im forum gefunden:
rheuma-online: Rheuma von A-Z: Yersinien

rheuma-online: Rheuma von A-Z: Yersinien-induzierte Arthritis

und hier nochwas mit Chlamydien, die ich ja auch möglicherweise habe:
Internationaler Therapieansatz Yersinien als Koinfektion | Chlamydia Pneumoniae:

Und wenn mir dieser ARzt da nicht weiterhilft, geh ich halt zum Rheumatologen. Vielleicht nimmt mich der ja ernst. Oder noch weiter zum Lungenfacharzt, wg. der Chlamydien.

Alles was ausserhalb der Schulmedizin passiert, muss privat bezahlt werden. Das geht bei mir nur sehr schlecht bis gar nicht.

viele Grüße Ginster

Befund/Gelenk- und Muskelschmerzen

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo Ginster,

ich hätte da noch mal eine kleine Zwischenfrage. Mir ist aufgefallen, dass Du ja auch eine Thrombozytopenie hast. Thrombozyten 140-400 /nl 112 Thrombozytopenie

Besteht diese schon länger ? Gibt es Vergleichswerte (z.B. frühere Untersuchungen) ?

Liebe Grüße

Ulrike

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Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
kleiner Nachtrag:

Thrombozytopenie (<150/nl): Differentialdiagnose

...Reifungsstörungen d. Megakaryozyten: Myelodysplasie, Vit. B12/Folsäuremangel aus http://www.uke.de/kliniken/medizinis..._Onkologie.pdf

LG Ulrike

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Ginster ist offline
Themenstarter Beiträge: 268
Seit: 12.12.11
Hallo Ulrike,

wo hast du nur immer die interessanten Dokumente her?

Ich habe Thrombozytopenie, seit ich denken kann... also so seit Mitte 20. Ich bin jetzt 30 Jahre älter.

Ich habe aber keinen Folsäuremangel, im Gegenteil, die ist ja viel zu hoch, also kann das mit dem intrinsic-Faktor auch nicht stimmen.

Hier steht auf Seite 11:
Gründe für Störungen der Thrombozytopoese:
Infekte, CMV; EBV, Borreliose, Toxoplasmose. Das würde also passen.

Das wurde damals genauer untersucht (Facharzt) und mir wurde gesagt, die niedrigen Thrombozyten kämen von der Schilddrüse. Also Immunthrombozytopenie.

Viele Grüße Ginster

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Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo Ginster,

Ich habe Thrombozytopenie, seit ich denken kann... also so seit Mitte 20. Ich bin jetzt 30 Jahre älter.
Wie sieht es denn bei Dir mit der Menopause aus? Bist Du bereits in der Menopause, und wenn ja wie lange schon?

Ich habe aber keinen Folsäuremangel, im Gegenteil, die ist ja viel zu hoch, also kann das mit dem intrinsic-Faktor auch nicht stimmen.
Hier hat Dich der / irritiert. Vit. B12/Folsäuremangel. Der Schrägstrich ist als und/oder zu lesen.

Das Vollbild eines B12 Mangels ist die perniziöse Anämie (wobei ich jetzt nicht behaupte, dass Du diese hast). Perniziöse Anämie

"Ein Mangel an B12 kann zu einer Anämie und/oder vielfältigen neurologischen Schäden führen. Eine unbehandelte perniziöse Anämie ist tödlich.
Das Vitamin wird aus der Nahrung im Darm mit Hilfe eines speziellen, im Magen ausgeschütteten Eiweißmoleküls (Intrinsic Factor) aufgenommen, welches das Vitamin bindet und es so vor einer Zerstörung schützt."

Der Intrinsic Factor ist eine Art Begleitschutz von B12 durch die Verdauungswege. Folsäure "braucht" diesen Begleitschutz nicht.
Bei perniziöser Anämie eine Behandlung nur mit Folsäure kontraindiziert, weil es dadurch zwar zu einer erfolgreichen Behandlung der Anämiesymptome (Dein Blutbild zeigt ja auch keine Anämie an) kommt, aber zu einer drastischen Verschlechterung der neurologischen Symptome. In dem Falle ist es wichtig erst oder zumindest zeitgleich, den B12 Mangel zu beheben.
Das sind die neurologischen Symptome:
"Neurologische Symptome treten häufig ohne Anzeichen einer Anämie auf. Diese imponieren als Missempfindungen oder Taubheitsgefühl der Haut (Kribbeln, pelziges Gefühl), eingeschlafene Hände und Füße, Gangunsicherheit, Koordinationsstörungen oder seltener Lähmungen. Das Vollbild dieser durch eine demyelinisierende Rückenmarksdegeneration entstehenden Symptome heißt funikuläre Myelose. Auch Sehstörungen oder das Bild einer Polyneuropathie sind möglich. Schließlich sind auch psychische Symptome wie mangelhafte Merkfähigkeit, Konzentrationsschwäche, Depressionen und Psychosen („megaloblastic madness“) sowie Schizophrenie und Demenz beschrieben worden."

zu den Krankheiten, bei denen ein B12 Mangel vorliegen kann, gehört auch Hashimoto.

Ich habe bei Dir das unbestimmte Gefühl, dass Du einen B12 Mangel lieber nicht haben möchtest. Andererseits besteht aber auch die Möglichkeit, dass eine erfolgreiche Vitamin B12 Substitution ganz viel positives "Veränderungspotential" hat. Dein Befinden kann sich dann spürbar verbessern.

Wie sieht es bei Dir eigentlich mit den Basis Daten aus ? Wie ist Dein Blutdruck, Puls und wie hoch/niedrig ist die oral gemessene Körpertemperatur? Bist Du eigentlich Vegetarierin?

Liebe Grüße

Ulrike

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Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
kleiner Nachtrag:

"Die Diagnose wird durch Laboruntersuchungen gesichert:
Laboruntersuchung [Bearbeiten]
Sicherer Test
Methylmalonsäure im Urin[2], positiv, wenn erhöht"

Ich würde versuchen, dass der Immunologe diesen Test veranlasst. Ein Arzt ist eben kein Gott in weiß (und daher nicht allwissend) und Ratlosigkeit gestehe ich auch jedem Arzt zu. Ich erwarte aber eine gewisse Bereitschaft zur "Problem-Lösungs-Suche". Nimm ihn mit ins Boot. Gegebenenfalls müsste das B12 dann ja auch gespritzt werden, da bräuchtest Du ja dann sowieso (zumindest anfänglich) ärztliche Begleitung.

Befund/Gelenk- und Muskelschmerzen

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Nun zum "Vitamin" D. Da das Provitamin (7-Dehydrocholesterin) in der Leber aus Cholesterin gebildet wird, ist Vitamin D genau genommen gar kein Vitamin und sollte daher eher zu den hormonähnlichen Wirkstoffen gerechnet werden.

Da ich den Eindruck habe, dass der Gedanke, Vitamin D ab/auszusetzen bei Dir nicht positiv angekommen ist, gehe ich davon aus, dass bei Dir die Substitution erst mal positive Veränderungen bewirkt hat.
Jetzt ist es aber leider so, das Vitamin D einen engen Bereich hat, denn ich als "Optimalversorgung" definiere.

Schon bei geringen Überdosierungen kann es zu toxischen Erscheinungen mit erhöhter Reizbarkeit (Du hast von Licht-Geräuschempfindlichkeit berichtet), Appetitlosigkeit, Verstopfung, Erbrechen und Muskelschwäche kommen. Bei längerer Dauer der Überdosierung erfolgen Kalkeinlagerungen in Nieren (Nierensteine, irreversible Nierengewebeschäden) und Gefäßen (Verkalkung der Blutgefäße).

Vielleicht setzt Du es daher doch erst mal ab und schaust, ob sich dadurch, etwas aus dem oben beschriebenen Bereich, zum Positiven verändert.

Liebe Grüße

Ulrike


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