Regelmäßige Schweißattacken mit diversen anderen Symptomen

13.12.10 22:48 #1
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Regelmäßige Schweißattacken mit diversen anderen Symptomen

Cheff ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 13.12.10
Hallo Quittie,

da habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Meine Hausärztin schließt Borreliose aufgrund der Blutergebnisse komplett aus. Sie meint vielmehr, dass ich wegen eines vermeintlich dauerhaft geschwächten Immunsystems (vielleicht durch Stress) anfällig bin für Infekte aller Art, nicht jedoch Borreliose. Auf gut deutsch: Jedes Mal, wenn ich schwitze, würde ich wieder an irgendeinem Infekt leiden, der durch das Schwitzen angezeigt und ausgestoßen wird.

Ich würde der Sache mit der Borreliose noch einmal nachgehen. Wie kann es sein, dass Blutergebnisse falsche Ergebnisse liefern bzw. zu unterschiedlichen Interpretationen führen? Manchmal kann die Welt einem Angst machen...

Regelmäßige Schweißattacken mit diversen anderen Symptomen
lisbe
Habt Ihr schon mal an Parasiten gedacht? Ich habe in Euren Beiträgen mehrere Hinweise auf Askariden gefunden - diese Schweissausbrüche wären damit erklärt. Bei dem Geruch oder Nichtgeruch bin ich mir nicht sicher, aber ich glaube schon mal darüber im Zusammenhang mit Einzellern gelesen zu haben - es ging nicht nur um Hautgeruch sondern auch um Mundgeruch und pelzige Zunge. Die beiden letzteren Symptome sind aber auch bei Spulwürmern zu beobachten. Spulwürmer sind so ziemlich die häufigsten Humanparasiten.
Gruß!

Regelmäßige Schweißattacken mit diversen anderen Symptomen

Quittie ist offline
Beiträge: 3.121
Seit: 20.12.09
Zitat von Cheff Beitrag anzeigen
da habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Meine Hausärztin schließt Borreliose aufgrund der Blutergebnisse komplett aus.
Bei der Diagnose einer Borreliose sollte auch das Symptombild mit einbezogen werden, und nicht allein auf Blutwerte gebaut werden.

Sie meint vielmehr, dass ich wegen eines vermeintlich dauerhaft geschwächten Immunsystems (vielleicht durch Stress) anfällig bin für Infekte aller Art, nicht jedoch Borreliose. Auf gut deutsch: Jedes Mal, wenn ich schwitze, würde ich wieder an irgendeinem Infekt leiden, der durch das Schwitzen angezeigt und ausgestoßen wird.
Also nach deinen Symptomschilderungen, laufen immer die gleichen Beschwerden in einem gleichen Rhythmus ab, das hört sich für mich nach einem und dem selben Infekt an.

Wie kann es sein, dass Blutergebnisse falsche Ergebnisse liefern bzw. zu unterschiedlichen Interpretationen führen? Manchmal kann die Welt einem Angst machen
Die Borrelienserologie ist nicht standardisiert, es wird mit unterschiedlichen Testkits in den Laboren gearbeitet, so kann es dann zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Ich wurde auch in mehreren Labors neg. und in 2 pos. und in einem grenzwertig getestet.
Sorry, ich wollte dir keine Angst machen!

Ich hatte z.B. damals einen pos. Borrelien-Immunoblot, aber dieser wurde als Kreuzreaktion interpretiert. Auch heißt es oft, wenn nur IgG-Antikörper vorhanden sind, das es sich dann um eine abgelaufene Infektion handeln würde, was aber nicht so sein muß, da bei späterer Borrelieninfektion oft nur IgG-AK vorhanden sind und die Borrelien trotzdem aktiv sein können.

Schau auch hier

http://www.symptome.ch/vbboard/borre...insteiger.html

Wie und wie lange wurde damals die Borreliose behandelt?

Viele Grüße Quittie
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Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert. (Aldous Huxley)

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Cheff ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 13.12.10
Wie und wie lange wurde damals die Borreliose behandelt?

Ich hatte damals zweimal damit zu tun: Eine erste Borreliose bzw. Wanderröte wurde von meinem vorhergehenden Hautarzt als Hautpilz behandelt. Erst nach zwei Wochen ohne Erfolg schickte er mich zum Hautarzt. Dieser begrüßte mich mit den Worten (unvergesslich: "Endlich mal nicht nur Hautpilz oder Muttermalkontrolle, sondern Borreliose". Wurde mit Antibiotika bis zum Verschwinden austherapiert.

Die zweite Borreliose hatte ich im Juni 2003 (Wanderröte am Arm). wurde daraufhin eine Woche krank (Grippe). Auch die wurde mit Antibiotika kuriert. Im Januar 2004 kam diese Grippe dann insgesamt vier Mal zurück, jeweils eine Woche mit Fieber und allem, was dazu gehört. Damals habe ich so oft Antibiotika bekommen, bis die Grippesymptome verschwunden waren.

Auf alle Fälle mal ein herzliches Dankeschön an euch für eure Hinweise!

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lisbe
Das ständige Wiederkehren der Borreliose kann vor einem parasitären Hintergrund Sinn machen. Dr. Fonk schreibt in "Daramparasitose in der Humanmedizin" in dem Zusammenhang auf Seite 38:

"Es fällt weiterhin auf, wie häufig Borrelien und Rickettsien nachweisbar sind. Sie verhalten sich wie Viren. Auch sie können auf Grund unterschiedlichster Stressfaktoren von der inaktiven wieder in die virulente Phase übertreten. Die gleiche Beobachtung lässt sich auch bei den o.g. Bakterien machen. Hierzu sehe Filariose (Teil II, I 5.1.6.1) sowie 'Rickettsiose - system- und Hauterkrankungen'."

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Quittie ist offline
Beiträge: 3.121
Seit: 20.12.09
Zitat von Cheff Beitrag anzeigen
Wie und wie lange wurde damals die Borreliose behandelt?

Ich hatte damals zweimal damit zu tun: Eine erste Borreliose bzw. Wanderröte wurde von meinem vorhergehenden Hautarzt als Hautpilz behandelt. Erst nach zwei Wochen ohne Erfolg schickte er mich zum Hautarzt. Dieser begrüßte mich mit den Worten (unvergesslich: "Endlich mal nicht nur Hautpilz oder Muttermalkontrolle, sondern Borreliose". Wurde mit Antibiotika bis zum Verschwinden austherapiert.

Die zweite Borreliose hatte ich im Juni 2003 (Wanderröte am Arm). wurde daraufhin eine Woche krank (Grippe). Auch die wurde mit Antibiotika kuriert. Im Januar 2004 kam diese Grippe dann insgesamt vier Mal zurück, jeweils eine Woche mit Fieber und allem, was dazu gehört. Damals habe ich so oft Antibiotika bekommen, bis die Grippesymptome verschwunden waren.
Hallo Cheff,

wie lange hast du jeweils das AB damals bekommen bei der Wanderröte? Ein Verschwinden derer heißt noch nicht zwangsläufig, das die Infektion geheilt sein muß!
Wenn die AB-Therapie nicht ausreichend hochdosiert und lang genug erfolgte, dann kann es sein, dass nicht alle Borrelien vollständig eleminiert wurden. Eine Infektion kann auch weiter latent verlaufen und später irgendwann wieder ausbrechen.

Viele Grüße Quittie
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Michel ist offline
Beiträge: 1.195
Seit: 09.04.07
Zitat von Cheff Beitrag anzeigen
Wie und wie lange wurde damals die Borreliose behandelt?

Ich hatte damals zweimal damit zu tun: Eine erste Borreliose bzw. Wanderröte wurde von meinem vorhergehenden Hautarzt als Hautpilz behandelt. Erst nach zwei Wochen ohne Erfolg schickte er mich zum Hautarzt. Dieser begrüßte mich mit den Worten (unvergesslich: "Endlich mal nicht nur Hautpilz oder Muttermalkontrolle, sondern Borreliose". Wurde mit Antibiotika bis zum Verschwinden austherapiert.

Die zweite Borreliose hatte ich im Juni 2003 (Wanderröte am Arm). wurde daraufhin eine Woche krank (Grippe). Auch die wurde mit Antibiotika kuriert. Im Januar 2004 kam diese Grippe dann insgesamt vier Mal zurück, jeweils eine Woche mit Fieber und allem, was dazu gehört. Damals habe ich so oft Antibiotika bekommen, bis die Grippesymptome verschwunden waren.

!
Na die Grippe war es jedenfalls nicht!

Grüßle Michel
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EHRLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN ! Ich schreibe ausschließlich meine eigene Meinung, mehr nicht !!!!!

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Michel ist offline
Beiträge: 1.195
Seit: 09.04.07
Zitat von Cheff Beitrag anzeigen
mit Antibiotika bis zum Verschwinden austherapiert.

Damals habe ich so oft Antibiotika bekommen, bis die Grippesymptome verschwunden waren.
Was verschwand denn bei der ersten Antibiose? Meinst du hier die Wanderröte? Diese besagt überhaupt nichts über die innerliche Infektion und diese hätte therapiert werden müssen und zwar noch Wochen nachdem das EM verschwand.


Was waren es für Grippesymptome?

In der Regel braucht eine unfachmännisch therapierte Borreliose 8 Jahre bis wieder Symptome ausbrechen, liegst also gut im Schnitt

Grüßle Michel
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Cheff ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 13.12.10
Na die Grippe war es jedenfalls nicht!
Richtig, besser wäre es, von grippeartigen Symptomen zu sprechen. Zumindest bei der zweiten Borreliose hatte ich immer mit hohem Fieber zu kämpfen. Das hat mir in der Häufung - immerhin vier Mal - damals richtig zu schaffen gemacht, hatte am Ende etwa 8 kg abgenommen.

Was verschwand denn bei der ersten Antibiose? Meinst du hier die Wanderröte?
Genau, wie ich auch bei den folgenden Ausbrüchen immer nur so lange behandelt wurde, bis die Symptome (Wanderröte oder Grippesymptome) verschwunden waren.

Und hattest du damals positive Borrelienwerte und wie wurde nun eine Borreliose ausgeschlossen? Wurde, wenn, beide Male im selben Labor getestet? Welche Tests wurden gemacht?
Zu den Labors kann ich nichts sagen, bin in der Zwischenzeit bei einem anderen Arzt. Ich bin mir aber ziemlich sicher, daß damals wie heute auf Antikörper getestet wurde.

Borreliose war auch mein erster Verdacht, zumal mich ein guter Bekannter ebenfalls darauf hingewiesen hatte, nachdem er meine Schwitzattacken gesehen hat. Allerdings habe ich den Test erst vor ca. vier Wochen machen lassen; es kann also nicht sein, dass er zu früh angesetzt war.

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Michel ist offline
Beiträge: 1.195
Seit: 09.04.07
Zitat von Cheff Beitrag anzeigen
Allerdings habe ich den Test erst vor ca. vier Wochen machen lassen; es kann also nicht sein, dass er zu früh angesetzt war.
Diesen Test kannst du in die Tonne kloppen, denn es gibt keinen zuverlässigen und schon garnicht Elisa,
ist aber bei der Vorgeschichte sowieso völlig zweitrangig, denn du hast Symptome und da Borreliose eine klinische Diagnose ist, muss sich eben ein Arzt damit auskennen, denn sonst kommen solche unmöglichen Sprüche wie "alte Borreliose, Seronarbe" usw. und austherapiert.
Kein Bluttest kann derzeit zuverlässig Borreliose sichern und schon garnicht ausschließen,
also es wäre daher am besten wenn du dir einen Spezi suchst. Kennst du die Checkliste der Borresymptome?

Zur Borreliose solltest du den Burrascano lesen, viele seiner brauchbaren Artikel stehen in google aber natürlich hier im Forum auch im Wiki, du musst dich informieren und ja nicht auf andere verlassen und falls du einen Crashkurs wünschst, dann lies einfach alles zu Syphilis und chronische Syphilis, es passt alles, der Erreger ist eine Spirochäte mit ihren Überlebenskünsten, Symptome sind gleich und der Bluttest, TPHA heisst der glaube ich , alles genau so unzuverlässig wie bei Borre.

Ach noch was, diese erste Infektion war nicht ausgeheilt, dazu gesellte sich die nächste oder es gab schon viele Infektionen und deswegen muss hier ein Spezi ran.

Grüßle Michel
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Geändert von Michel (15.12.10 um 18:13 Uhr)


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