Weichteilrheuma, Borreliose oder doch etwas ganz anderes?

24.08.10 22:58 #1
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Ronja82 ist offline
Beiträge: 2
Seit: 24.08.10
Hallo an alle

Ich bin neu hier, und weiss nicht mehr weiter. Hier kurz zu meiner "Geschichte":

Ich habe fast sämtliche Symptome einer Fibromyalgie, da aber sämtliche Bluttests ok waren, wird dies von meiner Rheumatologin ausgeschlossen. Ihre Diagnose bezieht sich auf meine Hypermobilität stufe 9, dass durch die falschen Gelenk-Bewegungen meine Schmerzen in Händen und Ellbogen ausgelöst werden.
Hier eine Zusammenfassungen meiner Schmerz-Situation:

Beginn der Schmerzen in allen Fingergelenken im Februar 2008, ganz plötzlich über nacht, 10 Tage nach einer abgeklungenen Angina.
Ausbreitung der Schmerzen innert ca 1 Monat auf ganze Hand, nach ca 3 Monaten auf Handgelenk, nach ca 4 Monaten auf Ellbogen. Ausser bei Ellbogen sind die Schmerzen konstant und immer da. Seither einige male Fieber zwischen 38.5 und 39.8, bei jedem Fieber trat eine Zunahme der Schmerzen ein, welche nicht wieder abgeklungen ist.
Behandelt wird zur zeit mit Tramal 100 g / Tag und Wellbutrin 300 mg / Tag, seit Sommer 2009 stehe ich ausserdem durch verordnung einer Schmerzsprechstunde in Psychiatrischer Behandlung.
Ich bin 27 Jahre alt, 156 cm und 42 Kg, und Mutter von 2 Kindern, Tochter 5 und Sohn 3 Jahre alt und bin alleinerziehend.
In meiner Familie gibt es mehrere Fälle von Rheuma, Artritis und Arthrose, bei meiner Grossmutter alles zusammen in sehr extremer Stärke.
Kann Fibromyalgie wirklich nur aufgrund der Blutwerte ausgeschlossen werden? Oder wäre evt. eine (jedoch bereits negativ getestete) Borreliose möglich sein? Hat jemand andere Ideen?

Ich habe schon x Tests machen lassen, alles war immer in der Norm, ausser der viel zu tiefe Eisenwert, Vitamin D, Vitamin B12 und Kalzium.
Entzündungswerte ausser bei Grippen Infekten und Nebenhölenentzündung immer negativ. Lebensmittel-Allergietest (Lactose und Fructose etc) ergab keine Bestätigung einer Allergie.
Im Knochenszintigramm waren keine grösseren Entzündungen ersichtlich...

Besten Dank im Voraus!!!
Maxi Gehri

Weichteilrheuma, Borreliose oder doch etwas ganz anderes?

LillyMarlene ist offline
Beiträge: 14
Seit: 24.08.10
Hallöchen Ronja,

ich bin auch neu hier und habe mich eigentlich wegen Deinem Posting hier angemeldet.

Meine Mutter hatte auch Fibromyalgie, doch auch ihr Blutergebnisse waren immer ok und es waren keine Entzündungwerte festzustellen. Ihr wurde damals gesagt das Fibromyalgie nicht im Blut wie normales Rheuma festzustellen sei sonder nur über die sogenannten Tender-Points. Aus sie bekam Tramadolor und stand kurz vor der "Umstufung" auf Morphium da sie es nicht mehr ausgehalten hat vor Schmerzen.

Ich selber leide auch unter großen Schmerzen und auch meine Blutergebnisse waren alles soweit ok,leider konnte bisher aber auch noch nicht gesagt werden was es bei mir ist...ein bischen habe ich Angst davor das ich das selbe habe denn ich habe gesehen wie meine Mutter gelitten hat.

Ich habe mich auch schon im Net ein bischen schlau gemacht über die Krankheit und oft schon gelesen das eine genaue Diagnose sehr schwer sei und das leider auch noch sehr oft gesagt wird das es eine "Faulenzer" Krankheit ist :-(.

Viele Grüße

Lilly

Weichteilrheuma, Borreliose oder doch etwas ganz anderes?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo,

Gibt es auch Labor- und Röntgenveränderungen bei der Fibromyalgie?

Es gibt keine Laboruntersuchungen oder apparative Untersuchungen, welche die Diagnose eindeutig beweisen können. Im Röntgenbild sieht man meistens wenig, vielleicht erkennt man einen leichten Verschleiß. Auch die Blutwerte und vor allem die speziellen Rheumawerte sind meist unauffällig.
Trotzdem sollten diese Untersuchungen einmal bei Ihnen durchgeführt worden sein. Sie dienen der Abgrenzung gegenüber anderen rheumatischer Erkrankungen, die sich durch ähnliche Beschwerden äußern könnten (z.B. Rheumatoide Arthritis, Arthrose, Kollagenosen und Vaskulitiden).
Es gibt jedoch einige sehr aufwendige und invasive Untersuchungen, bei denen man Veränderungen z.B. in der Rückenmarksflüssigkeit nachweisen kann. So ist dort der Botenstoff "Substanz P" erhöht und ein weiterer Botenstoff "Serotonin" erniedrigt. Diese Veränderungen sind allerdings nicht beweisend, weil sie auch bei anderen Erkrankungen vorkommen können. Außerdem gehören Nervenwasseruntersuchungen nicht gerade zur Routinediagnostik, die man jedem Patienten zumuten könnte.
Einige weitere Auffälligkeiten, die sich auch messen lassen, wurden gefunden: So ist bei Patienten mit einer Fibromyalgie die Schmerzschwelle niedriger als bei Gesunden. Wenn Ihnen ein Tennisball auf den Fuß fällt, fühlt sich das für Sie vielleicht eher an wie eine Bleikugel. Und nicht nur die Schmerzschwelle ist niedriger, sondern auch eine größere Geräuschempfindlichkeit, Lichtempfindlichkeit und Kälteempfindlichkeit konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden.



Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose Fibromyalgie-Syndrom wird anhand einer körperlichen Untersuchung und Ihrer typischen Krankengeschichte gestellt.
Seit 1990 sind die Diagnosekriterien vom American College of Rheumatology festgeschrieben worden. Gefordert werden:

Schmerzen im Bewegungsapparat seit mindestens drei Monaten ohne andere offensichtliche Ursache.
Die Schmerzen betreffen das "Achsenskelett", die obere und die untere Körperhälfte, die rechte und die linke Seite des Körpers.
Mindestens 11 der 18 Tenderpoints müssen druckschmerzhaft sein.
Patienteninformation Fibromyalgie

Es ist also tatsächlich so, daß es bei den üblichen Blutuntersuchungen keinen Hinweis auf Fibromyalgie gibt; sie sind meistens in Ordnung. Diese eher speziellen Untersuchungen, die hier genannt werden, dürfte ein Hausarzt eher nicht machen. Dafür ist dann - denke ich - ein internistischer Rheumatologe zuständig.

Was ich bei Ronja noch wissen möchte: ist auch auf Borreliose untersucht worden?

Was mir bei ihr auch noch eingefallen ist: könnte es sich um Rheumatisches Fieber handeln, ausgelöst durch die Angina?:
Das rheumatische Fieber ist eine Entzündungsreaktion des Körpers:
Toxine (=Bakteriengifte), die von Bakterien aus der Gruppe der Streptokokken gebildet werden, bewirken, dass nach einer bakteriellen Infektion der oberen Luftwege diese Zweiterkrankung auftritt.
Die Patienten waren typischerweise 10-20 Tage vor dem Auftreten des rheumatischen Fiebers an einer Streptokokken-Angina tonsillaris
(= Mandelentzündung) oder Pharyngitis (= Rachenentzündung) erkrankt.

Der Körper entwickelt in diesem ca. 10-20-tägigen symptomlosen Intervall, in dem sich der Patient nicht krank fühlt, Antikörper (köpereigene Abwehrstoffe) gegen die Bakterien, welche die Entzündung der oberen Luftwege zuvor verursachten:
Das Immunsystem bildet Antikörper gegen die eingedrungenen Bakterien;
welche gegen ein spezielles Protein der Bakterienwand, das sogenannte M-Protein, gerichtet sind.
Körpereigene Strukturen wie Gelenke, Herzmuskel-, Haut- oder Gehirnzellen weisen Proteine auf, die dem Bakterien-Protein ähneln, so dass eine Kreuzreaktion zwischen den Körperzellen und den gebildeten Antikörpern stattfindet. Dies bedeutet, dass sich die ursprünglich als Immunantwort gegen die Bakterien gebildeten Antikörper nun u.a. gegen körpereigene Gelenkbestandteile oder Herzmuskelzellen richten. Hieraus resultiert bei den Patienten im Rahmen des rheumatischen Fiebers eine Arthritis (= Gelenkentzündung) oder eine Endokarditis (Herzinneschicht-Entzündung mit Herzklappenveränderungen).
....
Die Konzentration der gegen die Bakterien gerichteten Antikörper (Antistreptolysin und Anti-DNAse-B) können in einer Blutprobe bestimmt werden.
Rheumatisches Fieber

Medikamente bei Fibromyalgie sind eine spezielle Frage. Soviel ich weiß, werden nicht die üblichen Schmerzmittel gegeben sondern nur ganz spezielle Mittel:

Medikamentöse Behandlung:
Auch Medikamente werden bei der Behandlung des Fibromyalgie-Syndroms eingesetzt. Hierbei sollten Sie jedoch wissen, dass diese Medikamente nur einen unterstützenden Wert haben und bei weitem nicht die vorher erwähnten, noch wesentlich wichtigeren aktiven Maßnahmen ersetzen können. Ein Medikament, das die Fibromyalgie heilen oder völlig aufheben könnte, gibt es bislang leider nicht.

Zwei Kategorien von Medikamenten kommen hauptsächlich zum Einsatz: Schlafverbessernde Mittel und Schmerzmittel:

Schmerzmittel:
Diese sollten möglichst nur sparsam zum Einsatz kommen, z.B. wenn Sie einen starken Schub ihrer Erkrankung durchmachen, besser nicht täglich. Schmerzmittel können die Schmerzen nicht völlig beseitigen, können aber häufig zu Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden führen.
Geeignet sind Schmerzmittel mit wenigen Nebenwirkungen, z.B. Paracetamol oder Novalgin. In seltenen Fällen können auch Tramaltropfen notwendig werden.
Vermeiden sollten Sie die Einnahme von antientzündlichen Schmerzmitteln (den sogenannten NSARs = nicht steroidale Antirheumatica), z.B. Aspirin, Voltaren (Diclofenac), Ibuprofen. Da bei der Fibromyalgie keine Entzündung vorliegt, sind diese Schmerzmittel nicht notwendig oder sinnvoll.

Schlafverbessernde Medikamente (z. B. Amitriptylin, Saroten, Novoprotect, etc.):
Diese Medikamente werden hauptsächlich zur Schlafverbesserung beim Fibromyalgiesyndrom eingesetzt. In großen Studien konnte gezeigt werden, dass sie bei etwa der Hälfte aller Fibromyalgiepatienten einen positiven Effekt haben.
Amitriptylin ist in einer hohen Dosierung (100 - 150 mg) ein Antidepressivum (ein Medikament gegen Depressionen). Bei der Behandlung der Fibromyalgie wird es jedoch in erheblich geringeren Dosen (5 - 25 mg) eingesetzt und wirkt dann nur noch schlafanstoßend und entspannend, nicht mehr gegen Depressionen. Zusätzlich scheint es jedoch auch einen davon unabhängigen positiven Effekt auf die Schmerzen zu haben, obwohl es kein ausgesprochenes Schmerzmittel ist.
Außerdem gehen wir davon aus, dass das Medikament direkt auf die Ursache der Schmerzen wirkt. Wie wir Ihnen weiter oben erklärt haben, liegt zum Teil beim Fibromyalgie-Syndrom im Zentralnervensystem eine verminderte Konzentration des Botenstoffes Serotonin vor. Amitriptylin erhöht die Konzentration dieses Stoffes im Gehirn wieder. So erklärt man sich die positiven Effekte auch auf einige andere Beschwerden beim Fibromyalgie-Syndrom.

Wenn Sie sich zur Einnahme dieses Mittels entschließen, sollten Sie einiges dazu beachten. Amitriptylin ist eines der wenigen Schlafmittel, die nicht abhängig machen. Sie können das Medikament also bedenkenlos einnehmen und auch jederzeit wieder absetzen, wenn es Ihnen nicht hilft. Um die Wirksamkeit des Medikaments bei Ihnen zu überprüfen, sollten Sie es jedoch mindestens für zwei Wochen regelmäßig vor dem Zubettgehen einnehmen, denn erst nach ca. zwei Wochen entfaltet es seine beste Wirkung.
Auch über Nebenwirkungen sollten Sie ausreichend informiert sein.....
Patienteninformation Fibromyalgie

Ob das alles so stimmt, kann ich nicht beurteilen.
Falls es möglich ist, sich in Heidelberg vorzustellen, wäre das sicher nicht schlecht.

Was im Zusammenhang mit der Diagnose "Fibromyalgie" meiner Ansicht nach immer in Betracht gezogen werden müßte, sind Schwermetallbelastungen als Auslöser, z.B. Quecksilber in Amalgamfüllungen, aber auch andere Metalle in den Zähnen.
Wohngifte können hier eine große 'Rolle spielen, und es ist sicher gut, wenn man mit Detektivs-Augen sich selbst und das ganze Umfeld betrachtet, um mögliche Ursachen herauszufinden.

Hier findet sich eine Fülle an Informationen:
Fibromyalgie

Gruss,
Oregano

Weichteilrheuma, Borreliose oder doch etwas ganz anderes?

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.240
Seit: 28.03.05
Hallo Maxi u. Lilly,

bei Fibromyalgie würde ich als Alternative einen erfahrenen Umweltmediziner aufsuchen.

Bei der Schulmedizin wird sicherlich nicht an Borreliose, Impfungen, Wohngifte und unverträgliche Zahnmaterialien gedacht.

Solange ich Amalgamfüllungen hatte, hatte ich typische rheumatische entzündliche und wandernde Schmerzen in Knochen und Weichteilen mit erhöhten ENA und ANA Werten.
Seit ich kein Amalgam mehr habe sind ENA und ANA Werte normal und ich habe ganz selten, so in etwa alle paar Monate einen Anflug von leichten Schmerzen in meinen Knien oder Fußknöcheln, die aber von selbst nach kurzer Zeit auch wieder verschwinden.

Früher hatte ich diese Schmerzen ständig, sie kamen über Jahre schleichend und ab einem gewissen Zeitpunkt hatte ich die Schmerzen Tag täglich mit noch vielen anderen Beschwerden die ich mir nicht erklären konnte.

Liebe Grüße
Anne S.
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Den Herrn stets ernst zu nehmen, das ist Weisheit. Und alles Unrecht meiden, das ist Einsicht.

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Ronja82 ist offline
Themenstarter Beiträge: 2
Seit: 24.08.10
Erst mal allerbesten dank, für eure antworten

@Lilly
leider habe ich schon von einigen Leuten gehört oder gelesen, dass der weg zur fibromyalgie-diagnose sehr langwierig war. in der tat wird diese krankheit zu oft auf die psyche abgeschoben, wie es anfangs auch bei mir der fall war. darauf hin verordnung zu meiner psychiaterin, auch wenn ich dies für unnütz hielt, da es mir psychisch eigentlich gut ging. inzwischen, nach 1jähriger behandlung, bin ich froh dass ich sie habe. sie war die erste fachperson, die mir bestätigen konnte, dass meine schmerzen nicht durch psychische belastung, stress oder depression ausgelöst wurden. sicher spielt alles immer eine rolle, denn der ganze körper hängt ja zusammen, seele und körper. das der ursprung bzw. auslöser psychischer natur ist, schliesst sie jedoch aus. dies half mir schon mal nicht verrückt zu werden und mir evt sogar einzureden dass ich wohl doch nur "opfer meines gehirns" bin, und mir das alles nur ausspinne...

@oregano
lieben dank für die ausführlichen infos, die du hier zusammen getragen hast! von den tenderpoints habe ich bereits schon gehört, wurde auch x mal von ärzten geprüft, ich reagiere auf alle der 18 punkte sehr druckempfindlich. dies, zusammen mit meinen symptomen und der familiären vorgeschichte (oma, uroma und grosstante haben rheuma und arthritis und arthrose, oma sogar alles zusammen), hat der rheumatologin allerdings kein anlass zur diagnose einer fibromyalgie gegeben. fühle mich wieder mal abgefertigt
zu deiner frage: ja, borreliose wurde vom rheumatologen negativ getestet, beim anschliessenden termin beim naturheilpraktiker positiv. nach entsprechender behandlung mit strom war der test 3 wochen später negativ. und ja, amalgamfüllungen habe ich, sogar 2 davon.
da ich in der schweiz wohne, ist ein besuch in Heidelberg eher unrealistisch für mich...

@anne s.
deine idee einen erfahrenen Umweltmediziner aufzusuchen ist sicherlich sehr gut! ich habe mich heute in eine klinik überweisen lassen, die schul- und komplementärmedizin kombiniert, auch für zähne haben sie ein fachgebiet (wen es interessiert: Paracelsus Klinik - Paracelsus Klinik Lustmühle). ich hoffe nun sehr, dass ich dort ein stück weiter komme, und sich jemand endlich mal ernsthaft meiner probleme annimmt.

ich werde euch auf jeden auf dem laufenden halten. und falls es weitere ideen, ratschläge oder tipps gibt's, bitte nur her damit! ich möchte nichts unversucht lassen!

Liebe Grüsse
Maxi

Weichteilrheuma, Borreliose oder doch etwas ganz anderes?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Viel Glück in der Paracelsus-Klinik, Maxi

borreliose wurde vom rheumatologen negativ getestet, beim anschliessenden termin beim naturheilpraktiker positiv. nach entsprechender behandlung mit strom war der test 3 wochen später negativ. und ja, amalgamfüllungen habe ich, sogar 2 davon.
Das ist mir etwas rätselhaft: wieso nach einer Behandlung mit Strom der Borreliose-Test auf einmal negativ ausgefallen ist, verstehe ich nicht.
Was war das für eine Testmethode?

Grüsse,
Oregano


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