Vergrößerte Lymphknoten am Hals

29.03.10 17:53 #1
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TheSeeker ist offline
Beiträge: 7
Seit: 29.03.10
Hallo liebe Community,

bin neu hier in diesem Forum.

Möchte euch kurz mein Problem schildern, da ich mittlerweile echt mit den Nerven durch bin und hoffe guten Rat von euch zu bekommen.

Vor gut einem Jahr habe ich 2 vergrößerte Lymphknoten am Hals, 1 linkseitig und 1 rechtseitig festgestellt.
War dann auch beim Internisten. Dieser hat ein großes Blutbild gemacht und meinte, die Werte wären okay. Im Ultraschall keine Auffälligkeiten. Er sagte, ich solle mich beruhigen und abwarten.
Ein halbes Jahr später waren die Lymphknoten noch immer vorhanden.
Bin dann wieder zum Arzt, dieser überwies mich dann zur Biopsie.

Der rechte Lymphknoten wurde entfernt und untersucht. Das Ergebnis, dass nichts festgestellt wurde, erfuhr ich dann vom Chirurgen da der Internist sich im Urlaub befand.

Nun 1 Jahr später ist der Lymphknoten links immer noch vorhanden, er zwickt und zwackt hier und da und möchte einfach nicht kleiner werden.
(Grösse ca. 1,5 cm).

Ich mache mir trotz der Biopsie nach wie vor Sorgen, dass etwas schwerwiegendes vorliegen könnte. Ich suche schon die ganze Zeit das Web ab, was so eine Biopsie alles aussagt, finde allerdings keine weiterführenden Informationen.

Zu meinem Internisten konnte ich keine Vertrauensbasis aufbauen, da ich mich dort nicht ernst genommen fühle.

Meine Frage nun (obwohl diese für einige von euch bestimmt lächerlich erscheinen wird).. wer kann mir versichern, dass der noch vorhandene Lymphknoten links gesund ist, nur weil die Biopsie vom rechten Lymphknoten nichts ergeben hat?

Soll ich sicherheitshalber darauf bestehen, dass mir der linke Lymphknoten ebenfalls entnommen wird oder mache ich mich echt nur verrückt?

Hat sich jemand von euch ebenfalls schon mal mit sowas auseinander gesetzt und kann mir vielleicht nen Rat geben?

Danke im voraus
TheSeeker


was soll ich tun?

babe89 ist offline
Beiträge: 51
Seit: 07.09.09
Hi..

Ich denke ich kann dir vlt. ein wenig weiterhelfen..
Ähnliches wie du hab ich bereits durchgemacht..
Ich hab einen recht festsitzenden Knoten hinter dem Ohr bzw. am / im Halsmuskel der nicht verschwinden will dabei sich aber auch nicht mal bewegen lässt.. nach unzähligen Untersuchungen und Blutabnahmen sollte der mir entfernt werden....
Da er aber unter dem ganzen Muskelgewebe sitzt und lt. HNO Klinik dieser nicht so groß ist wie der sich anfühlt, wurde ein anderer nebendran rausgenommen..
Untersuchung dabei o.B.
Klar denkt man sich "hmm, kann da nicht doch was sein"
Aber du kannst dich nicht ständig unters Messer legen, oder?
Ich komm auch manchmal ins Schwanken und kriege es mit der Angst zu tun aber solang sich das ding nicht verändert oder ich keine Symptome aufweise wie der Arzt sagte --> Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Juckreiz etc., werd ich es dabei lassen...
Und das solltest du vlt auch?
Oder geht es dir körperlich nicht gut?

Was soll ich tun?

dreamer88 ist offline
Beiträge: 22
Seit: 29.03.10
Hey...

also bei einer Biopsie des Lymphknotens bzw. auch anderer Gewebe wird beurteilt ob die Zellen aus dem der Lymphknoten besteht und seine typische Strukturen Abweichungen zu dem Normalen zeigen, wenn man das jetzt so ausdrücken kann. Es gibt eben einen typischen Bau von den Zellen und den Lymphknoten insgesamt. Wenn dieser als unauffällig erscheint, kannst du dir sicher sein, dass keine ernsthaften Erkrankungen in Frage kommen. Allgemein dauert es auch sehr lange bis sich geschwollene Lymphknoten wieder zurück entwickeln, also auf ihre "normale" Größe.

Liebe Grüße

Was soll ich tun?

TheSeeker ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 29.03.10
Vielen Dank Babe und Dreamer für eure rasche Antwort.

@Babe .. da sind einige Symptome vorhanden ... ich versuche das jetzt mal in einem kurzen Umriss zu schildern.

Angefangen hat´s vor einem Jahr. Ich bekam ne Gürtelrose. Arzt meinte, mein Immunsystem wäre im Keller.. HIV Test negativ.

Danach stelle ich einen Knoten in der Achselhöhle fest. Hautarzt hatte Verdacht auf einen Tumor, was lt. Arzt lediglich eine "Raumschaffung"... oder so ähnlich... bedeutet. Ergo, Knoten in der Achsel wurde entfernt, o.B.

Zwischenzeitlich lief ja aktuell noch die Untersuchung beim Internisten. Dieser stellte fest, dass mein ANA-Titer grenzwertig positiv ist, also ab zum Rheuma Arzt.
Rheuma Arzt wieder diverse Bluttests gemacht, kein Rheumafaktor feststellbar gewesen.
Hat noch ein Ultraschall vom Knie gemacht und überwies mich dann zur Orthopädischen Praxis, weil sich Baker Zysten gebildet haben.

Orthopäde hat Röntgendiagnostik gemacht und beginnende Arthrose inkl. zweier Baker Zysten festgestellt. Ich bin 30 Jahre alt.

Zwischenzeitlich hatte ich ein starkes über Wochen anhaltendes Kloßgefühl im Hals. Der HNO Arzt allerdings hat lediglich die vergrößerten Lymphknoten bestätigt, keine Veränderungen am Kehlkopf oder Schilddrüse. Das Kloßgefühl ging nach Wochen von alleine wieder weg.

Über Monate hinweg hatte ich das Gefühl Fieber zu haben. Messungen haben entweder kein Fieber oder leicht erhöhte Temperatur ergeben. Hab ich mich aufgeregt, hat mein ganzer Körper geglüht.

Habe einen blauen Fleck auf der Stirn bekommen, der nicht mehr verblassen möchte .. ist nicht wirklich groß, allerdings sichtbar. Hab ich noch nicht vom Hautarzt ansehen lassen. Stelle vermehrte Bildung von Muttermalen fest - kann ich dabei zusehen, wie es stetig mehr werden.
Meine Haut unterhalb den Augen, quasi an den Wangenknochen, ist ziemlich schlecht geworden. Leide häufig an Kopfschmerzen und fühle mich ausgepowert, obwohl ich das eher auf den Job schiebe.

Fazit vom Internisten war damals (als der ANA Titer festgestellt wurde), es könne sich um eine Autoimmunerkrankung handeln, mehr könnte er aber momentan nicht sagen.
Er hatte dann noch überlegt mich zum Hämatologen zu schicken.

Meine Gelenke schmerzen zunehmend mehr. Heute wieder einen Termin in der orthopädischen Praxis vereinbart für eine neue Bestandsaufnahme. Ich vermute mir werden demnächst die Baker Zysten operativ entfernt.

Ich habe also eine ganze Odyssee an Arztterminen hinter mir. Hab viel Blut gelassen und wurde innerhalb des letzten Jahres 2x operiert, vermutlich bald ein drittes mal (erstaunlich was für gute Nähte die Ärzte heut zu tage doch machen, kaum Narben sichtbar).

Mist, jetzt doch ziemlich lang geworden aber vielleicht hilft es, zu verstehen, warum ich mittlerweile kein Problem mehr damit hätte, mir den anderen Lymphknoten auch entfernen zu lassen, nur um Gewissheit zu haben, das nichts übersehen wurde.

Greetings

Was soll ich tun?

babe89 ist offline
Beiträge: 51
Seit: 07.09.09
Ja das sind einiges an Dinge die du da durchgemacht hast..
allerdings seh ich als "Laie" nichts, das für was schlimmes sprechen würde...
Ich mein ich bin kein Arzt aber du bist wirklich reichlich in Behandlung und das bei verschienenen Ärzte......

Sag mal hast du mal an deine Schilddrüse gedacht?
Schon mal untersuchen lassen?

Kloßgefühl im Hals hatte ich auch... und lang genug und dann ist es selbst verschwunden, ich denke es ist kopfbedingt!!

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TheSeeker ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 29.03.10
@babe .. deswegen hatte ich das anfänglich auch bewusst weg gelassen .. ich bin mir sicher, vieles kommt von der Psyche ... es gibt momentan kaum einen Tag, an dem ich mich körperlich gut fühle.
Bin des öfteren im web darauf gestoßen, das Lymphknoten sich wohl auch psychisch oder stressbedingt vergrößern können und hatte damals den Arzt darauf angesprochen. Dieses allerdings konnte er nicht bestätigen.
Die Schilddrüse wurde lediglich mittels U-Schall begutachtet und die Schilddrüsenwerte lt. Laborbefund, auch hier gab es kein Ergebnis.

Das alles macht mich langsam echt kirre.. an manchen Tagen frage ich mich wirklich, ob bei mir die Sicherungen durch gebrannt sind. Bilde ich mir das alles nur ein? die Ärzte glauben einem nicht wirklich.
Muss dazu sagen, dass ich bis vor der Gürtelrose immer gesund war, nicht mal nen Schnupfen an den ich mich erinnern kann.
Es macht es manchmal wirklich schwer, noch gute Laune zu behalten und wirkt sich enorm auf das Privatleben aus :(

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babe89 ist offline
Beiträge: 51
Seit: 07.09.09
Ich kann das was du sagst gut nachvollziehen..
Ich erzähl dir mal was zum Thema "Psyche"...
Letztes Jahr ging es bei mir ähnlich so.. mal dies mal das.. es gab keinen tag an dem ich "nix" hatte!
Bei Zittern, Taubheitsgefühle etc... dachte ich an MS / Parkinson.. Untersuchungen o.B.--> Symptome verschwanden..
Da bin ich mir ziemlich sicher das mir die PSYCHE einen sehr großen Streik gespielt hat!
Naja aber zum Thema Lymphknoten ist es bei mir zu --> Ein lymphknoten --> aber nach wievor (das seit 10 Monaten) keine Symptome!
Deswegen hatte ich die OP hinter mich gebracht!
Im Endeffekt war/bin ich beruhigt... aber zu meinen Kontrolluntersuchungen jede 3 Monate gehe ich natürlich hin (da ja mein LK zu schwer zum rausholen war)..
Hätte ich jegliche Symptome würde man mich natürlich anders behandeln, aber bisher ist da kein Bedarf!

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TheSeeker ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 29.03.10
@ Babe .. diese Taubheitsgefühle verspüre ich auch, vor allem in den Handflächen.

Darf ich fragen was bei Dir der Grund für die LK Entnahme war? merkst Du noch andere vergrößerte LK´s ?

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babe89 ist offline
Beiträge: 51
Seit: 07.09.09
Ja klar...
Also bei mir war er so das ich aus reinem Zufall diesen Knoten hinter dem Ohr ertastet habe, der liegt auch so tief das ich mich manchmal frage WIE ich den denn gefunden habe
Man "sagt" ja eigentlich, bzw ich habe es so gelesen, das harte Knoten nix gutes sind..
nachdem ich sowas gelesen habe (noch bevor ich zum arzt gegangen bin) bin ich total nevös geworden, hatte panik/angst und da fing das ganze dann an.. jede Kleinigkeit nahm ich an meinem Körper wahr...
Nach zwei mal Antibiotikum entschied sich mein HNO dazu mich in die Klinik zu überweisen (desweiteren war ich auch beim Onkologen/Hämatologen der es als harmlos sah, nach Ultrashal - Blutbild), dort wurde ich erstmal untersucht, befragt, Ultrashal / MRT gemacht und danach die OP!
Da mein Knoten aber relativ tief sitzt, hat man - um Kmplikationen zu vermeiden- einen anderen entnehmen der genau daneben saß!

Was soll ich tun?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo TheSeeker,

bist Du auch auf Borreliose untersucht worden - also auf die möglichen Folgen von einem Zeckenbiß? Hattest Du eine Zecke?

Daß Du jetzt 2 Baker-Zysten hast, ist auch nicht unbedingt normal. Spielst Du denn evtl. Fußball oder machst Du einen anderen Sport, bei dem die Knie besonders belastet werden? Ist vom Knie oder beiden ein MRT gemacht worden?

Wie sieht es mit Deinen Zähnen aus? Oft schwellen die Lymphknoten am Hals an, wenn die Zähne nicht in Ordnung sind.

Wie sahen denn die Schilddrüsenwerte vom Labor aus? Könntest Du sie bitte mal hier aufschreiben?
Ist ein Blut auf Antikörper auf EBV untersucht worden? - Das ist das Pfeiffersche Drüsenfieber. Oft wird das gar nicht erkannt, weil es sich wie eine schlimme Erkältung anfühlt oder wie eine Grippe.

Grüsse,
Uta

Geändert von Oregano (01.04.10 um 17:26 Uhr)


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