Kortisonnebenwirkungen? Hilfe, bin verzweifelt

16.11.09 17:57 #1
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Kortisonnebenwirkungen? Hilfe, bin verzweifelt

Eva ist offline
Weiblich Eva
Beiträge: 191
Seit: 17.04.04
Hallo CyRuZ,

Du hast Asthma erwähnt; ich habe da so einen Verdacht. Lass' Dich doch mal spaßeshalber auf Schimmelallergie testen, am besten mit einem LTT (Lymphozyten-Transformationstest).

Cortison wird auch unter Zuhilfenahme von Schimmel hergestellt (habe ich vorhin zufällig im Netz gelesen, speziell wurde der Schimmelpilz Curvularia erwähnt).

Vielleicht hast Du deshalb auf das Kortison so reagiert.

Alles Gute und viele Grüsse
Eva

Kortisonnebenwirkungen? Hilfe, bin verzweifelt

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Virenbefall wurde durch das Labor und zentrale Ursachen wurden durch das Schädel MRT augeschloßen.
Ich glaube ja nicht, daß man alle Viren durch Laboruntersuchungen ausschließen kann. Und wie sieht es mit bakteriellen Infektionen aus, z.B. Borreliose?

Was ich überlege:
Soviel ich weiß, sollte man Cortison nicht geben bei einer Veranlagung zu Diabetes, weil sich durch das Cortison erst recht Diabetes entwickeln kann. Evtl. hat sich Deine Nebenniere, wo das körpereigene Cortisol produziert wird, auch durch die Behandlung zur RUhe gesetzt? (Stichwort "Nebennierenschwäche" im Forum).

Was ist bei der Einnahme zu beachten? (Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen)

Cortison darf nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen Cortisonpräparate vorliegt.

Schwangerschaft und Stillzeit
Während bestimmter Phasen der Schwangerschaft sollte das Medikament nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt dies für dringend erforderlich hält. Halten Sie daher vor der Anwendung des Medikaments Rücksprache mit Ihrem Arzt.
Während der Stillzeit sollte das Medikament möglichst nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
Wann sollte das Medikament nicht angewendet werden? (Kontraindikationen)

Außer der allergischen Reaktion gibt es für die kurzfristige Anwendung bei lebensbedrohlichen Erkrankungen keine Gegenanzeigen.

Gegenanzeigen für eine längerfristige Anwendung sind:
- akute Virusinfektionen (z. B. Herpes simplex, Herpes zoster, Kinderlähmung, Windpocken)
- chronisch-aktive Hepatitis B
- etwa acht Wochen vor bis zwei Wochen nach Schutzimpfungen
- Komplikationen nach Tuberkulose-Impfung

Bei vielen chronischen Erkrankungen wie Osteoporose oder Diabetes muss eine sorgfältige Nutzen/Risiko- Abwägung erfolgen.

Welche Wechselwirkungen bestehen mit anderen Medikamenten?
Bei zusätzlicher Anwendung folgender Medikamente können die Nebenwirkungen verstärkt werden oder die Medikamentenwirkung verändert werden:

- Nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika
- Atropin und andere Anticholinergika
- Herzglykoside (z.B. Digitalis)
- ACE-Hemmstoffe
- Chloroquin, Hydroxychloroquin, Mefloquin
- Ciclosporin
- Östrogenhaltige Kontrazeptiva („Pille“)
- Bestimmte Antibiotika wie Rifampicin
- Orale Antidiabetika und Insulin
Cortison (Prednisolon)

Klingelt da bei Dir irgendetwas?

Gruss,
Uta

Kortisonnebenwirkungen? Hilfe, bin verzweifelt

CyRuZ ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 16.11.09
Danke für deine Hilfe Uta, doch leider (bzw. gott sei dank) wurde ich auf das alles schon untersucht (kortison wird noch produziert, kein diabetes, borreliose wurden insgesamt 2 oder sogar 3 bluttests gemacht, alle negativ).

meine organe sind alle gesund, meine entzündungswerte ziemlich niedrig..

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koala1 ist offline
Beiträge: 1
Seit: 15.12.09
Zitat von CyRuZ Beitrag anzeigen
Hallo alle miteinander!

Ich bitte euch eindringlichst um eure Hilfe, ich bin wirklich am Verzweifeln Traurig

Bis vor ungefähr 2 - 2,5 wochen war meine welt noch vollkommen in ordnung. keine schmerzen, symptome, gar nichts.

Dann ging es los: Zuerst bemerkte ich Taubheitsgefühle auf der Zunge, dachte mir nicht viel dabei. Am Sonntag, den 1. November sagten mir meine Verwandten, dass ich nur noch mit einem Auge blinzle. Dann fiel mir auf, dass ich auf dem rechten Auge verschwommener sah und am darauf folgenden Tag merkte ich, dass meine gesamte rechte Gesichtsmuskulatur stark eingeschränkt war (Lidschluß war unter Anstregung möglich).
Vor lauter Panik (Schlaganfall o.ä.) bin ich zu meinem Hausarzt, der mich wegen idiopathischer peripherer Facialisparese zum HNO-Arzt ins Krankenhaus verwies.

Die HNO-Ärztin bestätigte die Diagnose des Hausarztes und nahm mich eine Woche stationär auf. Virenbefall wurde durch das Labor und zentrale Ursachen wurden durch das Schädel MRT augeschloßen.vIch bekam eine Kortisontherapie nach dem Stennert-Schema mit durchblutungsfördernden Mittel. Bereits nach wenigen Tagen meinte die Ärztin, dass sich mein Lidschluß leicht besserte, obwohl ich nicht viel davon merkte.

Am Samstag, den 7.11. (5. Tag der Infusionstherpaie) ging es los: ich spürte absolute Unruhe, meine Nerven spielten verrückt, ich konnte keine Minute schlafen. Morgens bei der Visite meinte die HNO-Ärztin, das wären Nebenwirkungen vom Kortison, das viele in so hohen Dosierungen nicht vertragen. Danach war ich etwas beruhigt, und mein Schlaf wurde etwas besser (an durschlafen war nicht so denken, aber ein paar stunden waren schon drin). Meine Kortisondosis wurde jeden Tag weniger, die Nebenwirkungen wurden danach nicht besser, eher schlechter, ich spürte, dass ich meine Blase nicht vollständig entleeren konnte und dass sich leichte Taubheitsgefühle und Sensibilitätsstörungen an meinem ganzen Körper ausbreiteten.

Diagnose der Ärzte: Alles Nebenwirkungen vom Kortison und meine Facialisparese würde sich weiter bessern (von dem ich selbst immer noch nicht merkte). Am Dienstag, den 10.11. wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und sollte das Kortsion noch 1,5 Wochen weiter oral nehmen. Die nächsten Nächte waren der Horror: Ich googelte meine Symptome und kam auf die erschreckensten neurologischen Erkrankungen, an Schlaf war natürlich nichts zu denken.

Am Freitag stand ich mit voller Panik zuerst beim HNO-Arzt, der meinte ich sollte das Kortison schneller absetzen. (was ich dann auch machte) Danach auf zum Neurologen, der das Restless-Legs-Syndrom bei mir feststellte, auch die restlichen neurologischen Symptome als Nebenwirkungen des Kortisons beschrieb und mir dagegen ein Parkison-Medikament verschrieb, dass mich wieder schlafen lassen sollte. Außerdem nahm er mir Blut ab, da aufgrund eines Eisenmangels auch solche Symptome auftreten könnten. Der Schlaf von Freitag auf Samstag war leicht besser, auch untertags war es nicht so schlimm.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag war wieder der Horror, geplagt von Ängsten, irgendeine unheilbare Krankheit zu haben.

Sonntag Mittag: Ich stand vor der Notaufnahme im Krankenhaus und wollte mich auf alles mögliche durchchecken lassen. Puls und Blutdruck wurden gemessen, alles normal, auch die Temperatur war normal. Meine Blutbefunde wurden durchgegangen, alle normal (kein Eisenmangel). Die Aufnahmeärztin meinte, die Nebenwirkungen vom Kortison + Schlafmangel würden sich bei mir in neurologische Symptome umwandeln und ich sollte mich nicht zuviel reinsteigern. Ich wollte mich unbedingt von einem Neurologen untersuchen lassen. Ernsthafte neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerorse, Sarkoidose) wurden laut ihr zu 100% aufgrund des MRTs ausgeschloßen.

Ich wollte mich unbedingt von einem Neurologen durchchecken lassen, also telefonierte die Aufnahmeärztin mit dem Arzt, von dem ich Freitags schon untersucht wurde. Diese antwortete nur, dass das bestimmt Nebenwirkungen vom Kortison seien und keine weiteren neurologischen Untersuchungen nötig sind. Stattdessen überwies mich die Neurologin an eine Psychiaterin, die mit mir reden sollte und mir ein Schlafmittel für die nächsten Wochen geben soll. Gesagt, getan, ich bekam eine Mischung aus Anti-Depressivum und Beruhigungsmittel, dass mich einigermaßen schlafen lies letzte Nacht. Naja und heute rechachiere ich wieder im Internet (ich weiß, das ist in den meisten Fällen sehr kontraproduktiv) und bekomme wieder Angst vor unheilbaren Krankheiten.

Naja und heute hab ich meine letzte Kortisontablette genommen (5 mg) und die "Nebenwirkungen" werden nicht besser, eher schlechter.

Seltsam finde ich, dass nirgends solche Nebenwirkungen vom Kortison aufgezeichnet sind und dass genau die Krankheiten, die solche Symptome (dich ich habe) aufweisen, eigentlich auch durch Kortison behandelt werden.

Hat jemand ähnliches erlebt oder kennt jemand ähnliche Verläufe? Ich bin für jede Hilfe sehr dankbar.

Mfg

(männlich, 21 Jahre, circa 160cm und 55kg, Raucher)

EDIT: Außerdem habe ich leichte Kopfschmerzen und Husten, seit einige Tagen auch ein leichtes Stechen in der Brust.

hallo, ärzte die kortison verschreiben sollte man boykottieren. hole dir bei einem orthomolekulartherapeuten rat und hilfe. in der spezialklinik neunkirchen kannst du entgiften. kolloidales silber 1100 ppm killt alle pathogenen keime. alles gute koala1

Geändert von koala1 (16.12.09 um 13:50 Uhr)

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Cortisol sollte mehrmals am selben Tag gemessen werden da sich die Werte im Laufe des Tages stark verändern und einer gewissen Kurve folgen. Speichelproben sind in Ordnung und nicht umständlich wie Blutabnahme.

Aber möglicherweise liegt dort nicht so das Problem.

Was ist in der Zeit der ersten Symptome (die Gesichtslähmung) passiert? Bist du mit irgendwelchen Giften in Kontakt gekommen? Z.B. mit chemischen Stoffen im Labor, bei Reinigung und Renovierung, Legung oder Entfernung von Amalgam, Umzug, Drogen?

Kortisonnebenwirkungen? Hilfe, bin verzweifelt

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Also wenn ich zum Einen lese, dass alle bekannten Ursachen ausgeschlossen wurden und weiter bei Wiki:
In etwa 75 % der Fälle ist die Ursache unbekannt (daher auch idiopathische Fazialisparese genannt; auch Bell'sche-Parese). Die idiopathische Fazialisparese ist mit etwa 25 neuen Erkrankungsfällen pro 100 000 Personenjahren die häufigste Hirnnervenerkrankung. .... Bei etwa 80 % der Patienten kommt es im Verlauf von 3–8 Wochen zu einer völligen Wiederherstellung der Funktion des Nerven. Die idiopathische Fazialisparese ist auch bei Haushunden beschrieben.

Dann würde ich mal versuchen das lockerer zu sehen und nicht so hysterisch zu sein.

Ich selbst würde ich sowas ganz anders in Angriff nehmen und danach googeln, was man selbst dagegen machen kann.
Was mir spontan bei einem jungen Mann als mögliche Ursache einfällt, ist was mit den Ohren, weil viele sehr laute Musik hören. Hörschäden sind da keine Seltenheit. Dazu habe ich was gefunden:
Die Beiträge von dancer21 finde ich hier Facialisparese (Gesichtslähmung) - Hals, Nase und Ohren - med1 besonders interessant.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Berliner72 ist offline
Beiträge: 1
Seit: 05.12.11
Ich möchte eine kurze Bemerkung zum Eingangsthema machen. Auch wenn das hier schon vor 2 Jahren war. Evtl. ist es doch interessant. Ich bin Betroffener und habe nun bereits die vierte Facialisparese hinter mir. Kortisonbehandlungen kenne ich zu genüge, jedoch hatte ich Glück, dass die Nebenwirkungen bei mir nicht so extrem heftig ausgefallen sind.

Doch hier die evtl. für andere wichtigen Details meiner Krankheitsgeschichte:

Nachdem bei den ersten drei Lähmungen nie etwas festgestellt werden konnte hat mich bei der vierten Lähmung ein Arzt auf die Idee gebracht mich auf Morbus Behcet untersuchen zu lassen. Bei dieser Erkrankung greift dich dein eigenes Immunsysthem zeitweise an und kann zu Nervenentzündungen führen die die Lähmungen verursacht. Die Therapie ist hierbei das Immunsysthem kontrolliert zu drosseln mit Kortison und anderen Immunsupressiva.

Weiter habe ich am Rande etwas von Restless Legs Syndrom gelesen. Auch dieses habe ich zufällig selbst seit Jahren und viele Ärzte konnten mir leider nicht helfen. Doch dann hatte ich Glück: Ein Oberarzt kannte diese Problematik und endlich eine recht einfache Antwort: Bei den ruhelosen Beinen sollte man sich Madopar verschreiben lassen. Ich nehme es nur bei Bedarf und damit sehr selten. Es hilft mir 100%ig innerhalb von wenigen Minuten und ist bei mir absolut Nebenwirkungsfrei! Ich war extrem erstaunt, warum mir vorher viele Ärzte nicht diesen einfachen Tipp geben konnten, den ich hier gerne weiterreiche.

Liebe Grüße
Berliner72

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Hunnius ist offline
Beiträge: 13
Seit: 03.12.11
Bei den ruhelosen Beinen sollte man sich Madopar verschreiben lassen. Ich nehme es nur bei Bedarf und damit sehr selten. Es hilft mir 100%ig innerhalb von wenigen Minuten und ist bei mir absolut Nebenwirkungsfrei! Ich war extrem erstaunt, warum mir vorher viele Ärzte nicht diesen einfachen Tipp geben konnten, den ich hier gerne weiterreiche.
Ich an deiner Stelle wäre vorsichtig mit diesem Tipp den ich persönlich nur ungern im Internet weitergeben würde.

Madopar hat leichte Nebenwirkungen auf kurze Dauer.
Von einer mehrjährige Therapie würde ich abraten. Aus Gründen die ich nicht sofort nennem möchte und dich zu deinem Arzt schicken würde, der soll dich über die langfristigen Nachteile von Madopar aufklären.


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