Keine Ahnung was los ist...

24.06.09 21:00 #1
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susanne1966 ist offline
Beiträge: 4
Seit: 24.06.09
ich nehme seit 3 monaten schilddrüsentabletten, obschon mein TSH 2.5 ist (siehe auch diagnosen) und muss aber sagen, dass seither eine grosse anzahl meiner beschwerden (depressionen, haarausfall, trockene haut, augentränen, hände schlafen nachts ein) verschwunden sind. was nicht weg ist ist die das dauernde gähnen den ganzen tag hindurch (echt mühsam! erweckt beim gegenüber vielfach den eindruck von desinteresse) die müdigkeit am morgen, das nesselfieber (meisstens beim verzehr von "bösen" kohlehydraten wie schockolade, teigwaren, brot etc. sowie das ständige gefühl am ganzen körper muskelkater zu haben.

ich trainiere seit ca. 3 monaten auf dem powerplate und das auch nur ca 15 minuten am tag. ich habe bereits beim hersteller nachgefragt, warum ich immer diesen muskelkater habe, diese meinten nur, dass dies nicht sein könnte nach 3 monaten?

zudem wurde bei mir auch ein vitamin b12 mangel (siehe auch diagnosen) festgestellt worauf mir dann eine injektion b12 mit folsäure verabreicht wurde sowie eine packung b12 tabletten mit dem hinweis mich in einem monat wieder zu melden. das eisen wurde auch überprüft und lag auch im refernzbereich, zölliakie habe ich auch nicht und haschimotokrankheit wurde auch abgeklärt)

nun? keine ahnung warum es mir immer noch nicht gut geht und zum groooosen ärger habe ich seit der einnhame der schilddrüsentabletten 3 kilo zugenommen!!!! ich habe öfters mal gelesen, dass eigentlich das gegeteil der fall sein sollte???

ich weiss nicht mehr weiter!!!! vielleicht kann mir jemand einen brauchbaren hinweis geben. vielen dank und einen lieben gruss susi

Keine ahnung was los ist...

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo Susanne,

könntest Du bitte ALLE Schilddrüsenwerte (mit Referenzwerten) und auch die Antikörper einmal hier einstellen? Wie sieht Deine Schilddrüse im Ultraschall aus?

Ein TSH von 2.5 ist OBERgrenze! Solltest Du eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung (wie z.B. Hashimoto) haben, dann wäre ein Wert um 1.0 anzustreben.

Liebe Grüsse,
Malve

Geändert von Malve (27.07.15 um 11:27 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
(siehe auch diagnosen)
Wo sind diese Diagnosen?

Gruss,
Uta

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susanne1966 ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 24.06.09
danke für eure antworten!
Hier also meine werte vor der einnahme von Armour Thyroid:(in klammern die Labor refernzwerte)

Eisen 18 ( 7-26)
Ferritin 17 (10-150)
Homocystin 6.7 (5.0 -12.0)

TSH 2.5 (0.3 - 5.0)
T3 frei 4.8 (3.1 - 7.2)

cortisol 230 (220-729)

Da die blutentnahme nicht von gleichen arzt gemacht wurde, habe ich nicht genau die gleichen werte. es sind werte unter der 3 monatigen einnahme vom Armour Thyroid 1 Grain (60mg), morgens nüchtern 1 stunde vor den essen:

Folsäure 24.8 (5.1 - 33.9)
Vitamin B12 150 (140 - 750)

Eisen 13.8 ( 9.0 - 27.0)
Ferritin 30 (10 - 220)

Tsh basal 0.031 (0.10 - 4.0)
AK gegen Thyreoglobullin 20 (bis 99)
Ak g. Thyr.Mikros kleiner 1:50 (bis 1:50)
Ak g Thyreooperoxidase (tpo) kleiner 19 (bis 34)
THS Rezeptor Antikörper kleiner 0.30 (bis 1.75)


was mir auch nicht ganz klar ist: ist mein tsh wert nun viel zu tief? warum nehme ich nicht ab sondern zu?

besten dank für das "unter die lupe nehmen" meiner werte, ich weiss wirklich nicht mehr weiter!

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo Susanne,

wie sehen bei der neuen Blutuntersuchung die fT3- und fT4-Werte aus?
(fT4 wurde offenbar nie untersucht?)

Ein Einstieg mit 1 Grain Armour Thyroid ist ganz schön heftig. Da Dein TSH stark supprimiert ist, wäre eine Überprüfung von fT3 UND fT4 sinnvoll.

Ob Du eine Autoimmunerkrankung hast, ist wohl grenzwertig (laut Antikörperuntersuchung); hier wäre wichtig zu wissen, wie die Struktur der Schilddrüse aussieht (Ultraschall); wurde schon einmal nachgesehen?

Bei einer Gewichtszunahme, die sich durch die hormonelle Substitution nicht verändert, sollte der Zuckerstoffwechsel (Blutzucker, Zuckerbelastungstest und Insulinspiegelbestimmung) von einem Facharzt untersucht werden. Manchmal geht eine Insulinresistenz mit Hashimoto einher.

Auch eine Fehlregulierung der Hormonbildung in den Eierstöcken kann eine Insulinresistenz begünstigen (PCO-Syndrom)
Auch Übergewicht scheint bei der Entstehung des PCO-Syndroms eine wichtige Rolle zu spielen. Häufig geht Übergewicht mit einer so genannten Insulinresistenz einher.
PCO-Syndrom - Gesundheit und Medizin auf qualimedic.de

Liebe Grüsse,
Malve

Geändert von Malve (27.07.15 um 11:28 Uhr)

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susanne1966 ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 24.06.09
Besten Dank für die schnelle Antwort! Eine Frage hätte ich noch: Was für eine Auswirkung kann das haben, wenn die TSH Werte stark supprimiert sind resp. sich an der Untergrenze der Refernzskala befinden? Man hat doch entweder Unter- oder Ueberfunktion? Und noch was: Wo kann ich die Urtikaria zuordnen? Ich habe mal gelesen, dass dies oft mit Hashimoto einher geht, da ich aber laut Arzt keine Hashimoto habe, woran liegt das bloss? Und vorallem immer nach dem Genuss von Brot,Teigwaren, Süssem oder Alkohol.

Danke nochmals für einen Hinweis!
Lieber Gruss Susanne

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Eine Urtikaria könnte evtl. die Folge einer Histaminintoleranz sein. Dazu passen auch die genannten Lebensmittel (sie enthalten höchstwahrscheinlich Hefe. Alkohol, vor allem Rotwein, ist auch kritisch. Bei Süssigkeiten weiß ich nicht so recht). Evtl. hast Du gleichzeitig auch noch einen Candida-Pilz?
http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite > Ernährung

Grüsse,
Uta

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo Susanne,

wenn das TSH zu niedrig ist, bildet die Schilddrüse zu viele Hormone oder die eingenommene Dosis ist zu hoch - deshalb liefert die Hypophyse zu wenig TSH. Deshalb wäre es wichtig, die freien Hormone zu messen.
Aber auch bei normalen fT3- und fT4-Werten kann das TSH erniedrigt sein, was auf eine sich entwickelnde Funktionsstörung hinweist.

Wenn es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, dann kann es sein, dass bei Krankheitsschüben Über- und Unterfunktion sich abwechseln.
Wenn z.B. bei einer Hashimoto-Erkrankung TRAK (Antikörper) vorhanden sind, wird das TSH direkt in der Hypophyse gebremst; auch deshalb ist es möglich, dass bei "normalen" Hormonwerten das TSH erniedrigt ist.
Bei Autoimmunerkrankungen sollten also immer alle Werte berücksichtigt werden.

Über die körperlichen Auswirkungen eines supprimierten TSH gibt es unterschiedliche Meinungen; manche Ärzte sehen ein erhöhtes Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen, andere hingegen sehen dieses Phänomen positiv.

Liebe Grüsse,
Malve

Geändert von Malve (27.07.15 um 11:27 Uhr)


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