habe ich dieses chronische Erschöpfungssyndrom?

20.04.09 22:29 #1
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zorzi ist offline
Beiträge: 7
Seit: 20.04.09
Hallo vielleicht kann mir jemand helfen - das wäre sehr schön!!

Ich bin jetzt 42 und habe eine Tochter mit 6 Jahren. Ich nehme seit ca 5 Jahren jetzt das Medikament Reductil 15mg als Antriebsstärker zu mir. Es ist zwar als Appetithemmer zu erhalten aber anscheinend wurde dieses Medikament mit dem Wirkstoff Sibutramin eigentlich als Antidepressiva hergestellt.
- In den Erst-Versuchen wurde aber auch festgestellt dass die Personen die Reductil eingenommen hatten auch abgenommen haben.
Bei mir hat kein anderes Antidepressiva geholfen (für den Antrieb..) Ohne dieses Medikament wäre es schwer im Alltagsleben zu "überleben" -
Gerade für mich als Mutter ist es deshalb dzt. nur schwer wegzudenken.
Ich bin eigentlich schon seit langem (seit ca meinem 25. Lebensjahr immer so müde und könnte immer nur schlafen und schlafen.

Vor der Geburt meiner Tochter konnte ich gerade noch meiner Arbeit nachgehen - danach irgendwelche Freizeitaktivitäten auszuführen fiel mir immer sehr schwer. Bzw. habe ich dann meist in meiner Freizeit hauptsächlich geschlafen.

Als meine Tochter dann auf die Welt kam - und ich meinen "Mutterpflichten " wieder sehr schwer nachkommen konnte erhielt ich dieses Medikament dann doch auf Kassa .
Mein Blutbild ist in Ordnung laut Arzt - kein Eisenmangel sonst auch nichts auffälliges ...
Gibt es einen Test - einen Bluttest indem man genau feststellen kann ob man dieses Erschöpfungssyndrom wirklich hat.
Vorerst erhalte ich dieses Medikament nun immer - aber in letzter Zeit wünschte ich mir dass ich statt 1 x 1 am Tag auch bereits 2 x1 am Tag nehmen könnte - dies ist natürlich wieder mit einem Ansuchen an die Krankenkasse verbunden - da hab ich nun schon ein bisschen Hemmungen nun nach 5 Jahren nach einer Dosiserhöhung anzufragen.


Oder weiß jemand ein anderes besseres Medikament für meine Müdigkeit und Antriebslosigkeit ?

Vielen Dank im Voraus für Eure Tips .
Lg
Gerlinde

habe ich dieses Chronisches Erschöpfungssyndrom?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo Gerlinde,

herzlich willkommen in unserem Forum!

Zu Deinen Symptomen (Müdigkeit, Antriebsschwäche) fällt mir die Schilddrüse ein
Symptome der Schilddrüsenunterfunktion:
  • Extreme Kälteempfindlichkeit und entsprechendes Frieren
  • ständige Müdigkeit und Antriebsschwäche
  • Konzentrationsprobleme
  • nachlassende Leistungsfähigkeit
  • verlangsamter Herzschlag
  • Wassereinlagerungen an verschiedenen Körperstellen (u.a. Lidschwellungen)
  • Gewichtszunahme trotz normalen Essens
  • gestörte Sexualhormonbildung
  • Libidostörungen
  • Zyklusstörungen
  • Potenzstörungen
  • Unfruchtbarkeit
Schilddrüse - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Wurden denn alle Laborwerte und Untersuchungen gemacht?
Hier wären notwendig:
fT3, fT4, TSH, Antikörper TRAK, Tg-AK, TPO-AK
Ultraschall
manchmal Szintigramm

Bevor man an ein Erschöpfungssyndrom denkt, wäre eine Abklärung hinsichtlich der Schilddrüse sinnvoll.

Liebe Grüsse,
uma

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zorzi ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 20.04.09
Hallo Uma,
danke für Dein Mail - ich habe vor ca 4 Monaten die Schildrüse anschauen lassen - es wurde aber nichts auffälliges festgestellt - man sagte mir - es ist alles ok...sollte ich mir nochmal die Schildrüsenwerte untersuchen lassen und diese speziellen "fT3, fT4, TSH, Antikörper TRAK, Tg-AK, TPO-AK" abklären lassen?

habe ich dieses Chronisches Erschöpfungssyndrom?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo Gerlinde,

wenn nicht alle angegebenen Werte gemacht worden sind, dann würde ich das unbedingt nachholen - möglichst bei einem Endokrinologen oder Nuklearmediziner, der sich mit der Schilddrüse auskennt.
Allzu oft werden nur wenige dieser Parameter untersucht, was leider keine zuverlässige Diagnose ermöglicht.

Liebe Grüsse,
uma

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zorzi ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 20.04.09
Hallo Uma,
ich werde dann mal gleich morgen dort anrufen - die haben den Befund ja sicher im "Archiv" und falls sie diese bereits gemacht haben - lass ich mir einfach mal vorerst die Werte schicken - . Sollten diese Werte gemacht worden sein - stell ich sie gleich wieder ins Forum - wenn ich Dir die Werte schicke kannst Du damit etwas anfangen - Danke für Deine Informationen !!! Lg Gerlinde

habe ich dieses Chronisches Erschöpfungssyndrom?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.476
Seit: 26.04.04
Hallo Gerlinde,

ja, es wäre eine gute Idee, die Befunde hier ins Forum zu stellen; dann kann man sehen, was alles untersucht worden ist und ob noch etwas nachzuholen wäre.
Sollte wirklich alles in Ordnung sein, dann müssten andere Gründe für die Symptome ins Auge gefasst werden.

Liebe Grüsse,
uma

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Reductil ist ja nicht gerade ein harmloses Medikament, und Du nimmst es schon sehr lange:

Warnhinweise!
- Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
- Blutdruck und Puls sollten in den ersten zwei Monaten oft überwacht werden. Bei gut eingestellten Patienten mit Bluthochdruck müssen diese Kontrollen oft und mit äußerster Sorgfalt durchgeführt werden. Bei Patienten, deren Blutdruckwerte bei zwei aufeinander folgenden Messungen die Grenzwerte überschreiten, muss die Behandlung abgesetzt werden.
- Generell sollte im Zusammenhang mit Arzneimitteln zur Gewichtsreduktion bei regelmäßigen Verlaufskontrollen auf Symptome wie Atemnot, Schmerzen in der Brust und Wasseransammlungen in den Beinen (Ödeme) besonders geachtet werden.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?
- Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose)
- Angina pectoris (Herzenge)
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Durchblutungsstörungen in den Arterien (arterielle Verschlusskrankheit)
- Engwinkelglaukom
- Epilepsie
- Gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung von psychischen - Erkrankungen (Antidepressiva, Neuroleptika)
- Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten mit beruhigenden oder schlaffördernden Eigenschaften (Sedativa und Hypnotika)
- Herzrhythmusstörungen
- Prostatavergrößerung
- Psychische Erkrankungen
- Schlaganfall (Apoplex)
- Schwer wiegende Essstörungen (Magersucht, Bulimie) in der Krankheitsvorgeschichte
- Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Sehr schwere Herzschwäche (dekompensierte Herzinsuffizienz)
- Vorsicht ist geboten bei Kindern und älteren Patienten, da noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nicht angewendet werden.

Nebenwirkungen
Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.
Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

- Kopfschmerzen
- Mundtrockenheit und Beeinträchtigungen des Geschmackssinns
- Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen
- Schwindel
- Übelkeit
- Schlaflosigkeit
- Herzrhythmusstörung mit erhöhtem Puls
- Empfindungsstörungen mit Brennen oder Taubheitheitsgefühlen in manchen Körperteilen
- Bluthochdruck
- Angstgefühl

Wechselwirkungen.....
Reductil® 10 mg/-15 mg Kapseln | NetDoktor.de

Ich denke, eine Steigerung dieses Mittels kann Dir nicht wirklich helfen. Schon eine so lange Einnahme dieses Mittels kann ich mir nicht als wirklich hilfreich vorstellen. Am Ende kommt Deine anhaltende Müdigkeit von diesem Reductil und ist sozusagen "hausgemacht", wie es auch bei Kopfschmerzpatienten vorkommt, die letztlich durch ihre Kopfschmerztabletten Kopfschmerzen bekommen....
Ich würde mir einen neuen Arzt suchen und den Versuch machen, mit dem anders noch einmal von vorne anzufangen.
Hast Du denn auch andere Versuche gehabt, an Deine Müdigkeit heran zu kommen? Da gibt es ja eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die mit der Verabreichung eines Antidepressivums gar nichts zu tun haben.

Da gäbe es z.B. die Möglichkeit, daß Du durch irgendwelche chemischen/giftigen Belastungen so müde geworden bist:

- Schimmel in der Wohnung, Gifte in Wohnung oder Arbeitsplatz, Amalgamfüllungen, Pfeiffersches Drüsenfieber (EBV), Schilddrüsenprobleme und vieles mehr.

Hier eine umfangreiche Seite zu CFS:
Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS), Diagnose-Therapie

Gruss,
Uta

habe ich dieses Chronisches Erschöpfungssyndrom?

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.920
Seit: 09.09.08
wuhu gerlinde ;-)

ich habe zwar kein kind geboren, doch dein symptom (extreme müdigkeit) habe ich auch etwa seit meinem 24 lebensjahr... von den (fach-) ärzten erhielt ich auch immer nur antideppen, keines half tatsächlich - eher gegenteilig...

Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Reductil ist ja nicht gerade ein harmloses Medikament...
da kann ich uta nur recht geben; da ich immer auch übergewichtig zur diese müdigkeit wurde (kalorien blieben gleich, bewegung quasi null), wollte ich reductil aus eigener entdeckung nehmen; arzt verschrieb es, leider teur; DOCH - die nebenwirkungen waren nach einigen monaten immer schlimmer als der nutzen - ich war zwar auch "wacher und schlanker", doch eben viele nebenwirkungen (nerven!, aber auch der preis) waren dann der entscheid für ein aus...

ich mache, seit ich mich hier im forum vor einem halben jahr eingelesen hatte, die rizinuskur (amalgam war/ist eine ursache - ua - bei mir); die anderen therapien kann ich mir finanziell - derzeit - nicht leisten; ich darf aber sagen, dass einige symptome bereits ganz oder teilweise verschwunden sind! - müdigkeit ist aber ab und an noch immer ein problem, ich kann nur annehmen, dass das die zeit ist, wo wieder - was auch immer - mobilisiert wird und im umlauf ist, bis es wieder "entsorgt" werden kann...

spekulierte schon damit, Meerträubel ? Wikipedia anzubauen, oder aber mal einen (fach-) arzt "ausnutzen" und Modafinil ? Wikipedia ausprobieren...

wie gesagt, das sind nur dinge, die MIR durch den kopf gehen in bezug auf MEINE situation; ich hoffe, dass du DEINEN weg (lösung) finden wirst
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

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sausewind ist offline
Beiträge: 27
Seit: 18.04.09
Zitat von zorzi Beitrag anzeigen
Hallo vielleicht kann mir jemand helfen - das wäre sehr schön!!

Ich bin jetzt 42 und habe eine Tochter mit 6 Jahren. Ich nehme seit ca 5 Jahren jetzt das Medikament Reductil 15mg als Antriebsstärker zu mir. Es ist zwar als Appetithemmer zu erhalten aber anscheinend wurde dieses Medikament mit dem Wirkstoff Sibutramin eigentlich als Antidepressiva hergestellt.
- In den Erst-Versuchen wurde aber auch festgestellt dass die Personen die Reductil eingenommen hatten auch abgenommen haben.
Bei mir hat kein anderes Antidepressiva geholfen (für den Antrieb..) Ohne dieses Medikament wäre es schwer im Alltagsleben zu "überleben" -
Gerade für mich als Mutter ist es deshalb dzt. nur schwer wegzudenken.
Ich bin eigentlich schon seit langem (seit ca meinem 25. Lebensjahr immer so müde und könnte immer nur schlafen und schlafen.



Vor der Geburt meiner Tochter konnte ich gerade noch meiner Arbeit nachgehen - danach irgendwelche Freizeitaktivitäten auszuführen fiel mir immer sehr schwer. Bzw. habe ich dann meist in meiner Freizeit hauptsächlich geschlafen.

Als meine Tochter dann auf die Welt kam - und ich meinen "Mutterpflichten " wieder sehr schwer nachkommen konnte erhielt ich dieses Medikament dann doch auf Kassa .
Mein Blutbild ist in Ordnung laut Arzt - kein Eisenmangel sonst auch nichts auffälliges ...
Gibt es einen Test - einen Bluttest indem man genau feststellen kann ob man dieses Erschöpfungssyndrom wirklich hat.
Vorerst erhalte ich dieses Medikament nun immer - aber in letzter Zeit wünschte ich mir dass ich statt 1 x 1 am Tag auch bereits 2 x1 am Tag nehmen könnte - dies ist natürlich wieder mit einem Ansuchen an die Krankenkasse verbunden - da hab ich nun schon ein bisschen Hemmungen nun nach 5 Jahren nach einer Dosiserhöhung anzufragen.


Oder weiß jemand ein anderes besseres Medikament für meine Müdigkeit und Antriebslosigkeit ?

Vielen Dank im Voraus für Eure Tips .
Lg
Gerlinde
Hallo Gerlinde,

bei mir hat dieses Problem auch vor ca. 20 Jahren angefangen und es kamen
noch viele bis heute dazu.
Bei mir scheinen diese Probleme von Kunststoffzahnfüllungen herkommen. Sie scheinen bei mir auch die Schilddrüse zu verändern. Bei Blutentnahmen beim
Arzt hieß es auch in den ganzen Jahren - alles in Ordnung - . Man hat mir nie
meine Vermutung abgenommen. Auch ich sollte Depriemittel bekommen, habe
es aber immer abvgelehnt.

Das wird jetzt - nach fast 20 Jahren - endlich getestet. Anregungen hierzu
habe ich in diesem Forum erhalten.
Mache dich hier noch weiter schlau.
Liebe Grüße von Irmtraud

habe ich dieses Chronisches Erschöpfungssyndrom?

zorzi ist offline
Themenstarter Beiträge: 7
Seit: 20.04.09
Hallo Uta,
vielen Dank für Deine Nachricht - das Medikament Reductil hat zwar viele Nebenwirkungen aber ich seh eben zur Zeit keine andere Möglichkeit für mch - das mit den Nerven (ist zwar ab und zu echt lästig - und ich nehme dazu halt noch ein planzliches Präperat - die Passionsblume ..) alles ein für - und wieder :-( - aber das ist besser als die ganze Zeit so müde zu sein - ich bin ja auch für meine Tochter verantwortlich und das ist sehr schwer - wenn man immer erschöpft und antriebslos wäre ... es ist wirklich nicht einfach - gäbe es ein Medikament das so ähnlich wie das Reductil wirkt - würde ich es gerne versuchen - aber bis jetzt konnte mir da niemand helfen -


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