Mich nervt das einfach alles - bitte um EURE Meinung

06.01.09 01:45 #1
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ach87 ist offline
Beiträge: 29
Seit: 04.05.07
Hallo liebe User!

Ich möchte hier bitte eure ganz persönliche Meinung, Ratschläge sind natürlich gerne willkommen. Es geht mir um folgendes Thema, welches euch sicher bestens bekannt ist!

Mich nervt das alles nur, Krankheit, Müdigkeit, Ärzte, Krankenhaus, Blutabnahmen, das Wort Kontrolle, Untersuchungen, Nachforschen, NEMs probieren usw usw.. ach ja, das Wort Kontrolle nicht zu vergessen ;-) Achja, hab ich den Satz "Naja, das müssen wir halt kontrollieren" schon erwähnt?

Die Schulmedizin nervt mich, aber irgendwie nervt mich die orthomolekulare Medizin und andere ähnliche Ansätze genauso, auch wenn ich weiß, dass hier mächtig viel Potential steckt.

Kurz zu mir...
Ich bin 21, ja 21, nicht älter. Ich komme mir aber manchmal richtig alt vor, alleine durch diese dauernde Müdigkeit, Lustlosigkeit etc.
Doch früher war das nicht so! Bis vor knapp 3 Jahren ging es mir bestens!
Ich habe mich fit, leistungsfähig, jung, vital, fröhlich etc. gefühlt, war ein guter Schüler, hab die Schule mit Matura(Abi) abgeschlossen und hab eigentlich ein sorgenfreies Leben geführt und dann kam es irgendwann... ich hatte einen eigenartigen, hoch fieberhaften Infekt und dann ging es los mit dutzenden Beschwerden!!

Die Sache ist die, ich möchte jetzt gar nicht auf die Beschwerden eingehen, sondern die Sache ist die, wie kommt man damit zurecht?
Ich brauche eine Medikament gegen die depressiven Symtome, anders geht es gar nicht. Aber auch damit ist es bei weitem nicht optimal.
Ich nehme ebenso täglich Zink, welches mit ärztlich verordnet wurde, aufgrund eines Verdachts auf M.Wilson (wobei hier nicht mal ein wirklicher Spezialist sagen kann, ob ich M.Wilson habe oder nicht).

Sonst dutzende Beschwerden, viiiiiiiel Untersuchungen und Befunde, überall wurden "Kleinigkeiten" gefunden, kontrolliert, wieder gefunden, kontrolliert etc.
Alles nicht so Recht in Ordnung, aber auch alles nicht wirklich kritisch. Aus schulmedizinischer Sicht muss ich sagen, wurde ich aber wirklich SEHR genau untersucht.

Was einzig aber wirklich zu 100% nicht in Ordnung ist (nun egal ob M.Wilson oder nicht), ist der Kupferstoffwechsel in meinem Körper (wobei hier wohl nie ein Arzt von alleine draufgekommen wäre). Mit der Zinktherapie soll mich das laut eines Arztes aber nicht einschränken. Viele werden jetzt vl. rufen, ja zuviel Zink kann Kupfermangel hervorrufen, aber gut... laut des Arztes alles kein Problem.

Ich habe mich in den letzten 3 Jahren wirklich sehr viel beschäftigt, ich studiere Ernährungswissenschaften (wobei das nur sehr langsam vorrangeht aufgrund meiner mangelnden Fitness und ich auch kaum mehr Lust verspüre), aber im Endeffekt... das führt ALLES ZU NICHTS.

-) Ärzte hin, Ärzte her... hier hört man nur das Wort Kontrolle oder "Es wurde eh schon so viel untersucht".
-) Psychiater sinnlos.. "Schlucken sie die Medikamente und machen sie Therapie"
-) Therapie seit über einem Jahr... schägt bei mir nicht an. Medikamente helfen zum Teil, aber nicht ausreichend, diese sind echt nur da, damit ich überhaupt was schaffe.

(Mein alter Text wurde hier gelöscht, muss ich kurz gefasst nochmal schreiben grrr..)

Okay zusammenfassend... Was tut man in meinem Fall?

-) Ich weiß das irgendetwas mit meinem Körper nicht stimmt
-) Ich habe einfach keine Lust mehr irgendwelche Untersuchungen zu machen oder anzuordnen, zu irgendwelchen neuen Ärzten zu gehn oder irgendetwas zu "probieren" aber ich möchte die Situation auch so NICHT hinnehmen.
-) Ich habe einen konkreten Verdacht (Kupferstoffwechsel), der mich aber anscheinend nciht weiterführt.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun??
Ich schätze dieses Forum wirklich sehr! Bin gespannt auf interessante Beiträge :-)

liebe grüße

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Gina-NRW ist offline
Beiträge: 1.059
Seit: 15.06.08
hallo

du studierst Ernährungswissenschaften, was hast du damit vor?
willst du zukünftig Menschen beraten, wie sie ihre Ernährung optimieren können?

falls ja (ich nehm´s mal an, denn was sonst tut man mit diesem Studium?),
dann wirst du vermutlich häufig mit Leuten zu tun bekommen, denen es ähnlich wie derzeit dir geht.
ähnlich was ihr körperliches Befinden angeht und ähnlich vor allem auch,
wie es einen (sorry) ankotzen kann, was es auf dem Weg zum sich-besserfühlen-können alles zu tun und zu lassen gibt ...

ich will dir dein eigenes genervt und unleidlich sein nicht damit ausreden,
ich möchte dir nur aufzeigen, daß du auch aus dieser Phase deines Lebens
für dich und dein weiteres Leben Erfahrungen ziehen kannst, die dir weiterhelfen werden.
ganz allgemein gesagt hilft es schonmal, in allem noch etwas Gutes sehen zu können.
kannst du damit etwas anfangen?

LG
Gina

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ach87 ist offline
Themenstarter Beiträge: 29
Seit: 04.05.07
hey Gina

1.) Ernährungswissenschaften hat nichts mit Ernährungsberatung zu tun, so suspekt es auch klingen mag. Was ich genau damit machen will, weiß ich aber auch noch nicht, leider. Es geht in jeden Fall in den Bereich Forschung.

2.) Ja klar, kann man aus allem etwas Gutes sehen, auch wenn es schwer fällt. Natürlich kann man auch denken, anderen geht es auch nicht optimal. Natürlich kann man versuchen zufrieden zu sein... aber es gelingt mir einfach nicht.
Deswegen war ja auch meine Frage, wie andere Leute mit so einer Situation umgehn :-)

liebe grüße und danke für deine Antwort.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo ach,

wenn der Verdacht auf Morbus Wilson besteht, dann kann der sicher abgeklärt werden. Wenn Du tatsächlich M.W. hast, gibt es Untersuchungen und Therapie, die Dir doch helfen sollten. Hoffentlich!

Hier im Forum gibt es die Userin Margie, die selbst M.W. hat. Es gibt auch ein Wiki zum Thema.
Vielleicht liest Du Dich durch das Wiki und die zahlreichen Beiträge von Margie. Das müßte Dich eigentlich weiterbringen in der Frage, was tun in Bezug auf M.W.

Morbus wilson - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Ob Du ausgerechnet in der Frage, daß Zink genügt, um das Zuviel an Kupfer zu beseitigen, diesem Arzt glauben sollst - ich weiß es nicht .

Grüsse,
Uta

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Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo ach87, ich vermute mal (aus meiner 20-jährigen Erfahrung in der Naturheilkunde),dass hinter der ganzen Geschichte wahrscheinlich ein a l l e r g i s c h e s Problem steckt.Viele Menschen haben eine allergische Disposition,ohne dass sicht-oder fühlbare Symptome auftreten.Es bedarf dann eines Auslösers,damit die Symptome zutage treten.Ein typischer Auslöser,in ca.50% der Fälle ist eine Infektion mit Viren (Grippe,Erkältung,Impfung etc.).Da Sie schreiben,dass es bei Ihnen nach einer heftigen Grippe losging,denke ich an diesen Weg.Allergien können von A bis Z a l l e s an Symptomen machen,auch z.B.eine Fehlleistung der Leber,die hier angesprochen wurde
Wichtig wäre jetzt ein Allergietest.Besser allerdings noch ein Allround-test ,der dann auch gleich die zweifellos noch vorhandene Belastung durch das Virus erkennen und ausleiten könnte.Diese Test's sollten aber mit biophysikalischen Methoden durchgeführt werden..Die Schulmedizin wird Ihnen da kaum weiterhelfen können. Sind in Ihrer Familie mal Allergien aufgetreten ?Das würde auch auf eine entsprechende Belastung bei Ihnen hindeuten.
Guten Erfolg endlich mal ! Nachtjäger

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wichtig wäre jetzt ein Allergietes
Jetzt mal abgesehen von Tests wie EAV & Co.: welcher Allergietest sollte das sein?
Was sage ich einem Allergologen, wenn ich meine, ich würde irgendwie irgendwo alllergisch reagieren?

Gruss,
Uta

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Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Hallo Uta,dann blieben,soweit mir bekannt ist,entweder nur
1.) die üblichen schulmedizinischen Test's ( Haut-oder Bluttests )(siehe Wkipeda). Hier werden aber nur etwa 3o bis 40 Allergene getestet,und in der Regel auch nur die,die der Patient glaubt zu haben (Pollen,Tierhaare,Hausstaub Obst etc.).Damit
wäre dann auch Ihre Frage beantwortet,was Sie einem Allergologen sagen würden :"Ich glaube,ich vertrage die Birke vor meinem Hause nicht".Dann wird der Allergologe "sein" Birkenpräparat testen und Ihnen möglicherweise sagen,dass Sie nicht auf Birke reagieren,obwohl Sie schon bei deren Anblick schniefen.
Wobei es nämlich oft vorkommt,dass "seine" Birke vielleicht von einem Baum in München gewonnen worden ist,während eine Hamburger Birkenart auf Sie ganz anders,nämlich unverträglich wirkt !
Und wenn's ganz dumm kommt,dann ist das nicht die Birke vor Ihrem Haus,sondern Birkenpollen,die mit der Höhenströmung aus Moskau oder Sizilien gekommen sind und sich gerade auf "Ihren" Birkenblättern niedergelassen haben . Einige biophysikalischen Verfahren können aber auch
in diesem Fall Ihre Reaktion darauf löschen.

2.) Eine Testung mit bis zu 500 Testampullen (wie in "EAV+Co") ist der Schulmedizin nicht möglich.Dafür verwenden wir meisstens homöopathisierte Aufbereitungen von Krankheitserregern,Umweltgiften oder Nahrungsmitteln (Nosoden und Organpräparate).Aber auch natürlich belassene Testsubstanzen j e g l i c h e r Art, z.B. auch aus dem ganz persönlichen Umfeld, also z.B.Pollen der Birke vor Ihrem Haus. (Das kann schon mal dazu führen,dass ich mit einer Patientin,die kaum ein Haarfärbemittel verträgt,in den nächsten Drogerie-markt gehe und ihr dort ein für sie verträgliches austeste).

3.) Die TCM kennt Test's in Form der Puls-,Zungen- und Irisdiagnose.Diese sind zur Feststellung einer Allergie in wirklich geübten Händen (!) sicherlich hilfreich.Jedoch können sie m.W. eben nur das Vorhandensein einer Allergie feststellen.Ich bezweifele aber,dass man mit dieser Methode dem Patienten sagen kann "Du verträgst das Deodorant Soundso nicht".

4.) Eine weitere Methode,das Weglassen (Karenz) von bestimmten Nahrungsmitteln oder anderen Substanzen kann auch in gewissem Masse als
Diagnostikum gewertet werden.Nur was nutzt das? Eine Allergie kann auf diese Weise zwar häufig in erträglichen Grenzen gehalten werden,die Lebensqualität aber wird mehr und mehr eingeschränkt.

Darüber,ob es noch weitere, wirklich e f f e k t i v e Diagnose-Möglichkeiten gibt,lasse ich mich gerne belehren.

Besten Gruss, Nachtjäger

Geändert von Nachtjäger (06.01.09 um 15:28 Uhr)

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Johanna ist offline
Beiträge: 885
Seit: 09.08.06
Hallo ach87

Ich hatte etwa ein Jahr lang "abnorme Müdigkeit" und mit der Zeit auch überhaupt keine Lust mehr zum Arzt zu gehen, da ich nach ihm sowieso vollkommen gesund war ("Ihre Blutwerte sind in Ordnung, dann müssen Sie gesund sein!").

Meine Situation hatte sich erst geändert, als ich
- die Schule
- die Region
- das Zuhause
- die Familie
- die Ernährung
gewechselt habe. Ich brauchte einfach einen richtigen "Break".

Des Rätsels Lösung war dann:
- Milchallergie (die Gastfamilie kochte praktisch ohne Milch)
- Unterforderung in der Schule

Bei mir wird Müdigkeit sehr schnell psychisch ausgelöst. Wenn mich etwas langweilt und ich in dieser Situation gefangen bin, dann werde ich sofort müde. Ich bin auch am studieren und versuche jetzt so gut es geht, diesen Situationen auszuweichen.

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less ist offline
Beiträge: 83
Seit: 16.12.08
hi ach87

ich verstehe dich sehr gut, ich bin auch erst 20 und habe jede Menge Krankheiten und kenne diese Müdigkeit und Lustlosigkeit sehr gut.
Ich fühle mich irgendwie in einem Teufelskreis gefangen. Ich fühle mich schlecht (gesundheitlich) habe aber keine Lust mehr zum Arzt zu gehen, wodurch auch nichts besser wird. Es gäbe soviele Möglichkeiten, wo man noch überall nachforschen kann, was man ändern könnte um vielleicht Besserung hervorzurufen. Das Problem: Ich will einfach nicht mehr, es hat schon viel nichts gebracht, es wird nichts besser und wenn doch kommt was neues Schlechtes hinzu.

Ich möchte die Situation auch nicht einfach so hinnehmen, wie du sagst, aber irgendwann will man auch einfach nicht mehr ständig zu Ärzten rennen.
Vor allem bei der Ignoranz der meisten Ärzte. Ich habe da schon so viel erlebt, dass ich inzwischen Ärzte schon fast verabscheue, auch wenn es nicht richtig ist. Dadurch fällt es mir noch schwerer wieder einen neuen Arzt zu probieren. Sie enttäuschen einen alle! Selbst wenn sie was finden, dann haben sie weder Feingefühl noch kümmern sie sich weiter, denn die Diagnose haben sie dir ja gegeben (Ging bei mir so weit, dass mir eine Ärztin sagte ich hätte einen Tumor, sie sagte aber nur den Fachnamen und wollte keine weiteren Fragen beantworten sondern schickte mich wo anders hin, die sollten das übernehmen - Ich musste dann im Internet nachschlagen was das Fachwort bedeutete und fand heraus dass ich einen Tumor hatte. Aber sie hatte sich geweigert mir das so zu sagen!)

Was man dagegen tut? Ich weiß es auch nicht aber ich finde Johannas Ansatz sehr gut. Mir ging es zum Beispiel auch besser als ich eine Zeit so viel gearbeitet habe, dass ich gar keine Zeit mehr hatte zum Arzt zu gehen.
Nur leider geht es einem dann psychisch besser, aber wenn die Krankheiten nicht psychischer Ursache sind, gehen die Krankheiten nicht weg - also doch wieder zum Arzt? und dann ist man wieder unglücklich!

Ich denke man müsste einen Mittelweg finden. Wie das geht weiß ich aber auch nicht!

lg less

Mich nervt das einfach alles - bitte um EURE Meinung

less ist offline
Beiträge: 83
Seit: 16.12.08
Ach ja übrigens - noch so eine besonders nette Erfahrung: Ich erfahre ich habe Diabetes - das Erste was der Arzt überhaupt zu mir sagt (und auch das einzige) war: "Aber machen Sie sich keine Sorgen, inzwischen ist die Lebenserwartung schon normal". Dann ging er. Denn ich habe angefangen zu weinen.


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