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10.08.08 14:20 #1
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ehem.Allergiker ist offline
Beiträge: 16
Seit: 25.01.08
Hallo Lynn,

Dein GOT-Wert ist extrem hoch und beweist eine Intoxikation.

Um sicher zu gehen, solltest Du einen Arzt aufsuchen, der Dir bei der Schwermetall-Ausleitung hilft. Vermutlich wird es sich um Hg. handeln. Dazu müssen zwei Urin-Proben gezogen werden, eine vor, und eine nach Einnahme oder Injektion von Dimaval DMPS.

Das ist ein Mobilitäts-Präparat, dass das Schwermetall aus dem Bindegewebe
löst (Darm, Nieren u. Leber), und über den Urin ausgeschieden wird. Anhand der beiden Urinproben kann das Labor, z.B. GanzImmun.de (in Mainz) dann die vorhandene Belastung konkret ermitteln. Diese Ausleitung wirst Du alle zwei, drei Monate wiederholen müssen, bis alle Schwermetalle ausgeleitet sind.

Leider kennen sich nur sehr wenige Ärzte damit aus, aber Du kannst ja gleich bei Deinem nächsten Termin den Gastroenterologen befragen, ob er DMPS kennt. Wenn nicht, besser bei GanzImmun anrufen, die kenne die wenigen Ärzte, die damit schon Erfahrung haben.

Um die Leber während des Ausleitens zu schützen, solltest Du Dir aus der Apo ein Mariendistel - Präparat wie Silimarin besorgen.

Dein Durst steht im direkten Zusammenhang mit dem Wunsch Deines Organismus, sich zu entgiften.

Wenn die Schwermetall-Intoxikation bis auf ein Minimum reduziert wurde, wird irgendwann Dein Immunsystem auch wieder anfangen zu arbeiten. Da Du Dich ja, wie Du schreibst, fast gesund ernährst. Sollte es nicht von allein starten, kannst Du mich gern anschreiben.

Der Candida albicans ist nicht immer im Stuhl nachzuweisen, aber Du kannst davon ausgehen, dass Du den hast. Aber keine Bange, der schützt Dich nur...

Allerdings sorgt er auch dafür, dass Du Dich so schlapp fühlst, da dieser Hefepilz Zucker und Kohlenhydrate in Fuselalkohol umwandelt, und zusätzlich auch noch die Leber belastet.

Die bei der Diät abgebauten Fettzellen haben Hg. freigesetzt und sich auch auf den Zyklus ausgewirkt.

Ich wünsche Dir, dass Du bald einen Arzt findest, der Dir bei der Ausleitung behilflich ist.

Viele Grüsse und gute Besserung

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wenn nicht, besser bei GanzImmun anrufen, die kenne die wenigen Ärzte, die damit schon Erfahrung haben.
Das stimmt allerdings so nicht. Es gibt das Labor in Bremen (Labor Laboranalytik Mikrobiologie Biochemie Spezialanalysen Bremen, Dr. Köster anrufen!), das seit Entwicklung von DMPS und den DMPS-Tests mit Dr. Daunderer unzählige Tests ausgewertet hat. Das ist also eine sehr gute Adresse, wenn es darum geht, Adressen von Ärzten zu erfragen.
Da es inzwischen auch den DMSA-Test gibt, kann man sich auch dort erkundigen.

Gruss,
Uta

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Lynn ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 10.08.08
Hallo Uta,

der Termin ist am 25.08.08.

LG
Lynn

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Lynn ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 10.08.08
Hallo,

kannst du mir das vielleicht noch näher erläutern. Ich versteh es nicht ganz..
Also wodurch kommt denn so eine Vergiftung mit Schwermetall? Warum kriegt man die?
Und wie funktioniert so eine Ausleitung und geht es mir danach besser?
Wie lanhe dauert es, bis die Vergiftung weg ist?
Hattest du das auch oder woher weißt du das alles?
Was bedeutet eigentlich Hg.
Es wäre sehr nett, wenn du mir nochmal Auskunft geben könntest.

Viele Grüße
Lynn

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Eine Schwermetallvergiftung kommt - wie das Wort sagt - durch Schwermetalle. Davon gibt es eine ganze Menge. Für den Menschen in erster Linie kommen in Frage:
- Blei (oft durch alte Wasserleitungen im Haus), Arbeitsplatz
- Zinn (manchmal alte Trinkbecher), Arbeitsplatz
- Quecksilber (Amalgamfüllungen, Arbeitsplatz)

Es gibt noch mehr davon. Da Amalgam aber in vielen Mündern ist, sollte man immer da anfangen zu schauen.

Ausleitung heißt: das Zeug sollte raus aus dem Körper, weil es giftig ist und Schäden anrichtet. Schau Dich doch hier bitte im Wiki "amalgam" um und in den Rubriken zum Oberthema "Amalgam" ....

Grüsse,
Uta

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Lynn,

Ich sehe, dass Du nicht alles verstehst:
Ich glaube nicht, dass ich Leberzhirrose habe, weil das doch durch übermäßigen Alkohol ausgelöst wird oder nicht? Ich trinke aber keinen Alkohol, auch früher nicht. Außerdem bin ich erst 23.
Leberzirrhose bekommt man manchmal auch vom Alkohol. Aber viel häufiger bekommt man eine Leberzirrhose von Leberkrankheiten.
Wenn Du erst 23 bist, würde ich bei Deinen Werten sogar zuerst an meine Leberkrankheit (M. Wilson) denken, denn bei dieser Krankheit kann man schon mit 16 Jahren eine Zirrhose haben.

Mit "bei Deinen Werten" meine ich, dass Deine Leberwerte nur leicht erhöht sind, aber für eine evtl. Leberzirrhose würde das bei meiner Leberkrankheit leider schon reichen.
Es gibt Leberkrankheiten bei denen hat man Leberwerte von 200 oder mehr. Diese Krankheiten scheinst Du nicht zu haben.

Aber bei M. Wilson hat man oft normale Leberwerte oder nur mäßig erhöhte Leberwerte und Deine sind mäßig erhöht, also auf M. Wilson würde dies schon passen.
Man kann auch, und das hast Du auch, zu wenig Leukozyten haben bei M. Wilson.

Nun, vielleicht hast Du auch eine chronische Hepatitis A, B oder C. Das sollte man untersuchen und ebenso sollte man eine Cholestase ausschließen.

Hast Du denn einen Wert der AP, das ist die Alkalische Phosphatase?
Ist dieser Wert unter 60? Wenn ja, könnte auch diese ein Hinweis auf M. Wilson sein.

Nochmals zu Deiner Frage wegen Leberzirrhose:
Es ist ein "Aberglaube", wenn man annimmt, dass nur Alkoholiker eine Leberzirrhose haben. Ein Prof. für Leberkrankheiten sagte auf einer Veranstaltung des dt Wilson-Vereines, dass Alkoholiker viel seltener eine Leberzirrhose bekommen, als man annimmt und dass man z. B. von M. Wilson viel häufiger eine Zirrhose bekommt, als dies bei Alkoholikern der Fall ist.

Deine Leberwerte würden sicher auf M. Wilson passen.
M. Wilson ist auch eine Schwermetallvergiftung und zwar mit Kupfer.
Die Leber, die für die Entgiftung zuständig ist, kann bei dieser Krankheit das in der Nahrung enthaltene Kupfer nicht ausscheiden und so kommt es im Laufe der Jahre zu einer Kupfervergiftung. Diese Störung kommt von Gendefekten, die man geerbt hat un die Störung beginnt von Geburt an, so dass man oft schon mit 15 oder 20 Jahren eine schwere Leberschädigung (oft eben auch eine Zirrhose) hat.
Oft ist eine Lebertransplantation nötig und dann ist die Krankheit dadurch sogar geheilt, d. h. die neue Leber arbeitet dann ganz normal!

Hatte Dich der Hausarzt denn schon vor meinem Hinweis auf Prof. Häussinger an diesen Arzt überwiesen?
Das wäre ein Zeichen, dass auch der Hausarzt so etwas vermutet bei Dir.

Du hast oben den Hinweis auf Amalgam erhalten.
Hast Du überhaupt Zahnfüllungen mit Amalgam?
Du fragtest oben, was Hg heißt. Damit ist das Quecksilber gemeint, das im Amalgam drin ist.
Aber vom Amalgam wird man nicht leberkrank, denn sonst wären alle Menschen schwer leberkrank, denn fast jeder hat eine oder mehrere Amalgamfüllungen.
Wenn man eine Vergiftung mit Quecksilber haben sollte, macht diese die gleichen Symptome wie die Leberkrankheit M. Wilson.

Aber lasse erst mal untersuchen, welche Leberkrankheit Du hast. Wie gesagt, vom Amalgam wird man nicht so schwer krank, wie Du es bist.


Ich würde bei Prof. Häussinger einfach darum bitten, dass er Dich gründlichst auf alle denkbaren Leberkrankheiten untersuchen soll und untersuchen soll, ob Du Bauchwasser hast und deswegen behandelt werden musst.
Mache Dir eine Liste der schlimmsten Beschwerden, damit Du nichts vergißt.
Du kannst ihn, aber nur nebenbei mal fragen, ob es sein könnte, dass Du M. Wilson hast. Bei mir hat er diese Diagnose immerhin gestellt, nachdem ich ihm meine Voruntersuchungen zeigte, also wird er sich damit auch etwas auskennen (oder nicht nur etwas, evtl. auch sehr gut....).

Aber vielleicht hast Du auch eine andere Leberkrankheit, daher sollte Dich gründlich untersuchen. Vielleicht kannst Du auch stationär aufgenommen werden? Bist Du privat versichert? Ich vermute, dass Häussinger nur Privatversicherte behandelt, wie wohl jeder Chefarzt...

Wenn Du über M. Wilson nachlesen willst, hier im Forum ist eine Rubrik dazu:
http://www.symptome.ch/vbboard/morbus-wilson/
Dort sind in der Linksammlung auch einige gute Links.

Es gibt aber auch noch den Selbsthilfeverein für M. Wilson:
MorbusWilsonEV
Dort findest Du auch noch viele Informationen.

So, ich hoffe, dass ich Dir einige Tipps geben konnte.
Wichtig ist erst mal, dass herausgefunden wird, wieso Du erhöhte Leberwerte hast und ob Du Bauchwasser hast und deshalb behandelt werden musst. Wenn Du nämlich eine schwere Leberkrankheit hast, dann ist alles andere erst mal egal, d. h. ob Du 3 oder 7 Amalgamfüllungen hast. Das wäre dann wirklich zunächst zu vernachlässigen.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (13.08.08 um 12:41 Uhr)

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Lynn ist offline
Themenstarter Beiträge: 46
Seit: 10.08.08
Hallo Margie,

die Überweisung zu Prof. Häussinger habe ich schon bekommen, bevor ich in mich in diesem Forum angemeldet habe. Mein Arzt hat mir aber nie gesagt, ob er einen Verdacht bezüglich meiner Krankheit hat.
Meine Alkaliasche Phosphatase liegt bei 75.
Wenn ich Morbus Wilson habe, kann man das heilen und hab ich jemals die Chance, dass es mir wieder gut geht?
Amalgamfüllungen habe ich nicht.
Auf jeden Fall fühle ich mich schon so, als wenn da etwas in mir wäre, das mich irgendwie nach und nach kaputt macht. Also schon wie ne Vergiftung.
Ach so noch was. Vielleicht ist das wichtig. Meine Leberwerte sind schon seit 2006 immer mal wieder erhöht. Aber für den Grund hat sich nie ein Arzt interessiert. Einmal hieß es, vielleicht trage ich Viren in mir, aber Unternommen wurde nie Etwas. Grund: Sie sind nur mäßig erhöht. Mir kam das immer schon komisch vor.
Hat man bei Morbus Wilson auch so einen Durst wie ich?

Liebe Grüße
Lynn

Geändert von Lynn (13.08.08 um 14:54 Uhr)

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Lynn,

2. Versuch - hatte gerade die Antwort fertig, bin auf eine falsche Taste gekommen und weg war alles...

Meine Leberwerte sind schon seit 2006 immer mal wieder erhöht. Aber für den Grund hat sich nie ein Arzt interessiert. Einmal hieß es, vielleicht trage ich Viren in mir, aber Unternommen wurde nie Etwas. Grund: Sie sind nur mäßig erhöht. Mir kam das immer schon komisch vor.
Ja, so ging es mir auch. Ich ärgere mich deshalb heute noch, denn ich könnte schon mind. 8 Jahre länger wissen, dass ich M. Wilson habe. 1996 wurden bei einer Op vom Frauenarzt 2 Bilder meiner Leber gemacht, wo man sieht, dass ich wohl damals schon eine Zirrhose hatte. Doch kein Arzt wollte sich darum richtig kümmern. Meine Leberwerte seien doch gar nicht so hoch, hieß es zum Teil. Ja, so ließ ich mich dann beruhigen und dachte, dass das wohl doch nichts zu bedeuten hat.
Ich denke heute, dass vielleicht manche Ärzte glaubten, dass ich Alkoholikerin bin und bei Alkoholikern tut kein Arzt etwas....
Auch unmittelbar nach der Op im Krankenhaus wurde ich von dem Krankenhauspersonal ganz unfreundlich behandelt und die Visite kam immer nur zu meiner Bettnachbarin und nicht zu mir- wohl weil die alle dachten, dass ich Alkoholikerin sei mit so einer Leber. Nur ich selbst wußte da noch gar nicht, was bei der Op wegen meiner Leber festgestellt wurde.

Die Alkalische Phosphatase ist mit 75 nicht wilsonverdächtig. Aber dieser Wert ist auch allenfalls ein Anhaltspunkt und kein Diagnosekritierium bei M. Wilson. Außerdem kann der Wert schwanken, so dass beim nächsten Mal er schon deutlich höher oder tiefer sein kann.
Bei jungen Menschen, besonders in der Wachstumsphase ist er sogar erhöht.


die Überweisung zu Prof. Häussinger habe ich schon bekommen, bevor ich in mich in diesem Forum angemeldet habe. Mein Arzt hat mir aber nie gesagt, ob er einen Verdacht bezüglich meiner Krankheit hat.
Aber es ist richtig von Deinem Arzt, wenn er es klären lassen will, woher die erhöhten Leberwerte kommen.
M. Wilson, solltest Du es haben, kennt er sicher gar nicht, d. h. er könnte Dir sicher nicht sagen, ich überweise Sie, weil ich den Verdacht habe, dass Sie M. Wilson haben. M. Wilson ist relativ selten oder soll selten sein.
Aber vielleicht hast Du auch eine chron. Hepatitis? Es gibt schon noch einige andere denkbare Ursachen für die erhöhten Leberwerte...


Wegen des Dursts:
Ich halte es für denkbar, dass der Durst von einer kranken Leber kommen kann, d. h. die kranke Leber wäre dann wohl die Ursache, egal, ob es nun M. Wilson ist oder eine andere Lebererkrankung.
War bei Dir mal Natrium oder Chlorid in letzter Zeit erhöht, also seit Du solchen Durst hast? Natriumchlorid ist ja das Kochsalz und wenn man zuviel Salz im Körper hat, steigen die Werte an und man bekommt auch Durst.
Aber es gibt sicher auch noch andere Möglichkeiten, Deinen Durst zu erklären. Es gibt hormonell verursachte Störungen, bei denen man auch viel Durst haben kann. Aber Dir da jetzt eine zu nennen, die Du haben kannst, wäre nur Spekulation. Wenn das mit dem Durst nicht geklärt werden kann, wäre es vielleicht sinnvoll zu einem Endokrinologen noch zu gehen (Hormonspezialist, ich meine, ich habe es schon erwähnt).
Ich bin auch nur Laie und kenne nicht alle Krankheiten.
Was meint denn Dein Arzt zu diesem Problem?

Ich hoffe, dass Häussinger Deine Probleme klären kann.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wegen des Dursts: Falls nicht abgeklärt, sollte unbedingt noch der Zucker überprüft werden: Nüchternzucker, aber auch mindestens einmal der Zucker 2 Stunden nach einer normalen Mahlzeit.

Gruss,
Uta

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ehem.Allergiker ist offline
Beiträge: 16
Seit: 25.01.08
Hallo Uta,

ich hatte zuvor schon darauf hingewiesen,
kann das Labor, z.B. GanzImmun.de (in Mainz) dann die vorhandene Belastung konkret ermitteln
dass das Labor GanzImmun nicht ausschliesslich dafür zuständig ist, es gibt auch noch weitere Labore als das von Dir in Bremen genannte und GanzImmun!

Nach meinem Kenntnisstand ist DMSA nicht mehr lieferbar. Manchmal ist auch DMPS nicht auf dem Markt,
weil man damit Towerbomben zünden kann
dann gibt es noch das russ. Äquivalent UNITIOL in internat. Apotheken.

Viele Grüsse

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