Herzstolpern, Muskelzucken, Schmerzen...

14.07.08 10:34 #1
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Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Wenn Deine MUtter Amalgamfüllungen hatte während sie mit Dir schwanger war, bist Du auch belastet. Das kann dann zu Unverträglichkeiten von z.B. Wohngiften kommen (UMzug, Möbelladen).

Einige Deiner Symptome klingen schon nach Magnesiummangel (aber bei Umweltgift-Belastungen hat man meist Mängel an allem möglichen), da muss man dann auch sehr hoch dosieren, und es kommt auch auf die Form an, in der Du das Mg genommen hast. Ich würde Dir ne Zeitlang 600-900 mg mindestens empfehlen in Form von Magnesiumcitrat oder Magnesiumchlorid. Wenn Du dünnen Stuhl bekommst, dann reduzieren.
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Liebe Grüße Carrie

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Stechende plötzliche Schmerzen in den Ohren
und auch der starre Kiefer könnten sowohl auf eine Giftbelastung wie auch auf Kiefer- und/oder HWS-Probleme hindeuten.
Wenn die Ohren sich beim HNO-Arzt als ok herausstellen, dann würde ich untersuchen lassen, ob Du evtl. einen unpassenden Zahn-(Auf)Biss hast. DAs kann durch Kronen oder Fülllungen in den Zähnen passieren, wenn sie zu hoch oder niedrig geraten.
Es kann auch sein, daß diese Ohrenschmerzen durch die HWS ausgelöst werden, dann nämlich, wenn der untere Ast vom Trigeminus irritiert ist. (Vor dem Ohr liegt die Verteilerstelle für die drei Äste des Trigeminus).

Grüsse,
Uta

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo margie...
Angenommen ich würde zu einem Neurologen gehen...könnte er das diagnostizieren? Wie bist du zu deiner Diagnose gekommen?
Ein "normaler" Neurologe kennt sich damit nicht aus. Ich war bestimmt bei mehr als 10 Neurologen vor meiner Diagnose, keiner wäre darauf gekommen, dass ich MW haben könnte.
Ich las mal etwas im Wartezimmer eines Wilson-Arztes über die Krankheit, bei dem ich wegen meiner Verdauungsprobleme war.
Ich informierte mich dann im Internet darüber, z. B. welche Laborwerte zu machen sind und ließ diese dann immer wieder machen, also neben den Leberwerten vor allem Serum-Kupfer, Coeruloplasmin und daraus die Errechnung des freien Kupfers und dann noch das Kupfer im 24h-Urin. Diese Untersuchungen waren teils auffällig und ich entschloß mich dann zur Leberbiopsie, weil im Zweifel das Leberkupfer den Ausschlag geben kann.
Auch ließ ich beim Augenarzt nach dem sog. Kayser-Fleischer-Ring sehen und holte mir aber auch da noch eine Zweitmeinung, denn bei seltenen Dingen muss man damit rechnen, nicht gleich an den richtigen Arzt zu geraten.
Ich habe meine Diagnose nur bekommen, weil die Initiative von mir ausging, d. h. man muss sich wohl bei selteneren Krankheiten selbst "schlau" machen, weil eben die Ärzte sich nur mit den sog. "Volkskrankheiten" auskennen.

Meine Ärzte, bei denen ich damals war und denen ich meinen Verdacht auf M. Wilson erzählte, haben mich "belächelt" um nicht zu sagen, ausgelacht, weil sie es nicht für möglich hielten, dass ich M. Wilson haben könnte. Die Ärzte kennen, wenn sie überhaupt wissen, was M. Wilson ist, bei M. Wilson offenbar nur die besonders schwer betroffenene Fälle, d. h. diejenigen, die mit 16 Jahren ein Leberversagen mit Transplantation hatten und wissen nicht, dass es auch die neurologisch betonten Fälle gibt, wo die Leber nicht stark betroffen sein muss, dafür aber die neurologischen/psychiatrischen Probleme dominieren.

Also wenn Du den Verdacht hast, Du könntest von M. Wilson betroffen sein, rate ich auch erst mal dazu, den KF-Ring ausschließen zu lassen (wobei man den bei MW nicht unbedingt haben muss), die Laborwerte wiederholt bestimmen zu lassen und sich so an die Diagnostik "heranzutasten".
Man sollte dabei weder Hormone (keine Pille) einnehmen noch Zink, denn beides verfälscht die Laborwerte enorm und bei der Einnahme von Zink sollte man es monatelang zuvor abgesetzt haben, denn Zink senkt das Urinkupfer noch mehrere Monate, nachdem Zink abgesetzt wurde.

Aber vielleicht ist es bei Dir auch etwas ganz anderes?
Es gibt sooo viele Krankheiten. Allein von den seltenen Krankheiten soll es Tausende geben...

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Ich würde auch eine Borreliose in Betracht ziehen. Erstinformationen hier:
http://www.symptome.ch/vbboard/borre...insteiger.html
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Borreliose ist ein Arschloch

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Siah ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 14.07.08
Wer stellt so eine Giftbelastung fest? Kann man das gut diagnostizieren oder ist das wie mit allem Anderen, was man so vermutet?

Macht mich echt ein bisschen fertig dass all diese krankheiten so schlecht zu diagnostizieren sind.

Margie, darf ich dich fragen was deine Symptome waren? Lässt es sich mit der Krankheit gut leben, wenn sie behandelt wird? Machen die Ärzte diese Blutuntersuchungen denn, wenn man sie von ihnen verlangt? Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man sich sogar 'geweigert' hat mich zum kardiologen zu überweisen trotz miener herzprobleme, die wurden bis heute noch nicht abgeklärt und ohne Überweisung bekommt man keinen termin..

An Borelliose habe ich auch schon gedacht, aber meine Ärztin meinte die Symptome würden nciht auf eine Borelliose hinweisen 8obwohl ich schon so Symptomlisten aus dem internet ausgefüllt habe und fast alle auf mich zutrafen...) Aber auch hier wird man wohl zu einem Spezialisten gehen müssen..Gibt es einen Borelliosespezialisten in Schleswig-Holstein? Braucht man eine Überweisung?

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
In Lübeck gibt es eine Borreliose-Selbsthilfegruppe:
Schleswig-Holstein

Borreliose SHG Lübeck, Tel: 0451 / 33306
Hanne Paul, Forstmeisterweg 116, 23568 Lübeck
Da würde ich mal anrufen und fragen, was die so wissen.

Gifte sind schwer nachzuweisen. Leider ist das so. Kommst Du denn im Rahmen Deines STudiums mit irgendwelchen Giften zusammen (Chemie-STudium z.B.)? Gibt es Schimmel in Deiner Wohnung? Neue Möbel, die streng riechen, also evtl. Formaldehyd ausdünsten?
Evtl. könntest Du eine Raumluftprobe u.a. an die Stiftung Warentest einschicken (ich glaube, der TÜV macht sowas auch). Da müßtest Du Dich näher erkundigen.

An was ich auch denke: Allergien und Intoleranzen, wobei die oft die Folge von Giften sind. Ist Dir in der Richtung etwas aufgefallen bei Dir? Würdest Du sagen, daß Du alle Lebensmittel gleich gut verträgst? Oder nicht?

Gruss,
Uta

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Siah,

Margie, darf ich dich fragen was deine Symptome waren? Lässt es sich mit der Krankheit gut leben, wenn sie behandelt wird? Machen die Ärzte diese Blutuntersuchungen denn, wenn man sie von ihnen verlangt? Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man sich sogar 'geweigert' hat mich zum kardiologen zu überweisen trotz miener herzprobleme, die wurden bis heute noch nicht abgeklärt und ohne Überweisung bekommt man keinen termin..
Ja, wenn Du gesetzlich versichert bist, kann dies evtl. schwer sein mit den Untersuchungen (wenn Du in Deutschland wohnst). Das liegt an der falschen Gesundheitspolitik der Regierungsparteien (-> und ich wähle deshalb diese auch schon lange nicht mehr)....

Ich rate, Dich zu informieren und Dir einen Arzt zu suchen, der bereit ist die Untersuchungen zu machen, wenn Du Dich auf MW untersuchen lassen willst.

Symptome bei MW:
Diese können sehr sehr unterschiedlich sein, weil es für die Krankheit über 250 verschiedene Gendefekte gibt und man davon einen doppelt oder 2 einfach hat und der Gendefekt die Symptomatik bestimmt.
Wenn ich bestimmte Symptome habe, kannst Du dennoch andere haben oder nur ein Teil von meinen und noch andere.
Meine sind/waren:
Zunehmende Leistungsschwächen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung, Müdigkeit, Schwindel, Benommenheit, Gleichgewichtsstörungen, Zittern beim Sport und bei Aufregung, Muskelschmerzen, Verspannungen, Taubheitsgefühle in den Extremitäten und viele Folgestörungen, weil bei mir auch andere Organe außer Leber und Gehirn bereits betroffen sind:
Herz, Nieren, Pankreas z. B. Habe/hatte daher auch Herzrhythmusstörungen, Extrasystolen, Mineralstoffmängel, Osteopenie (Vorstufe von Osteoporose), Pankreasschwäche, Histaminintoleranz etc.

Da bei mir die Krankheit erst mit 47 festgestellt wurde (und ich dabei schon lange eine Zirrhose hatte), muss ich froh sein, wenn ich keine neue Leber brauche. D. h. je später die Krankheit festgestellt wird, umso eher muss man mit Dauerschäden rechnen, die sich auch unter Therapie nicht mehr bessern.

Ich würde zunächst versuchen, die Laborwerte zumindest ein oder 2 Mal bestimmt zu bekommen, zum Augenarzt zu gehen wegen des Kf-Rings etc.
Vielleicht wäre ein Umweltmediziner auch bereit, die Laborwerte zu bestimmen, evtl. auch ein Gastroenterologe (in dessen Fachgebiet die Krankheit eigentlich auch fällt, da es primär eine Leberkrankheit ist). Neurologen sollten die Krankheit zwar auch kennen, doch halte ich von denen am wenigsten, was diese Krankheit angeht (mit Ausnahme der in der folgenden Liste erwähnten Neurologen).

Später würde ich erwägen, mich an eine Fachambulanz überweisen zu lassen:
MorbusWilsonEV

Da dort Wartezeiten sind, würde ich mich evtl. schon mal anmelden (absagen kann man dann ggf. noch relativ kurzfristig, z. B. 4 bis 5 Tage vorher) und zwischenzeitlich die Laborwerte bestimmen lassen.

Aber gleichzeitig würde ich auch anderen Hinweisen nachgehen. Es gibt genug Krankheiten, die ähnliche Symptome machen können.

Gruß
margie
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Siah ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 14.07.08
ohne jetzt auf eurer Antworten einzugehn (das mach ich später-bin grad in Eile) : wovor ich schon seit Wochen Panik habe ist ALS....kann mich in die Richtung gehend jemand beruhigen? Ich kann eigentlich nurnoch dran denken, egal was ist. Gerade eben habe ich zum Beispiel eine Klausur geschrieben und hatte das Gefühl nicht richtig schreiben zu können, weil miene hand so schwach ist...und da musste ich auch gleich wieder an ALS denken

Kann zahnfleischbluten auch ein symptom sein? das habe ih schon ziemlich lange und bekomms nicht wirklich weg...genauso wie allgemein Blutgeschmack im mund, den hab cih in letzter zeit auch öfters, wobei das natürlich auch vom Zahnfleisch kommen kann..

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Siah ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 14.07.08
Wo soll ich anfangen? Was haltet ihr für richtig? Momentan halte ich Borelliose am wahrscheinlichsten..soll ich erstmal den Termin beim neurologen abwarten bevor ich mich weiter um Ärzte kümmer? Ich habe nicht die Kraft mir das alles selbst zu organisieren...und ich habe einfach Angst.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es an meiner Wohnung liegt, ich bin nur sehr selten hier, da ich oft bei mienem freund bin und da war ich auch schon vorher ständig..Auch an eine Allergie glaube cih nicht so wirklich (wobei ich mich in letzter Zeit oft kratzen muss...)

Wegen Morbus Wilson: ich habe mir mal einige symptome angeschaut, und mich da nicht wirklich wiedergefunden ...zumindest nicht so sehr wie bei Borelliose (oder eben leider ALS)... wenn sie aber bei Borelliose nichts finden werde ich der Spur nachgehen..

Nochmal zu ALS..hat jemand Ahnung davon? Es ist doch ungewöhnlich, dass es mit Schmerzen und Herzsymptomen zusammenhängt oder? ich klammere mich irgendwie an den Gedanken weil es das schrecklichste wäre, was ich mir vorstellen kann..es wär schön, wenn jemand antwortet..ich fühle mich ein bisschen sio, als hätte ich ein Alien gesehen und keiner glaubt mir, wenn ihr versteht

Liebe Grüße

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Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Ich würd mir bezüglich Borreliose einen Spezi empfehlen lassen, denn die Wartezeiten auf einen Termin betragen manchmal mehrere Monate. Entweder du rufst für eine Arztempfehlung die Beratungsstelle an oder schreibst einen Beitrag im Deutschen Borrelioseforum.

Den Neurologen würde ich zwecks Ausschluss möglicher neurologischer Erkrankungen trotzdem aufsuchen. Wenn er nichts findet, darfst es einfach nicht persönlich nehmen, wenn er dich in die Psychoschublade steckt. Da musst die Ohren einfach auf Durchzug stellen. Sollte der Verdacht auf MS geäussert werden, dann den Weg über einen empfohlen Borre-Spezi gehen, da die MS nicht klar von einer Neuroborreliose unterschieden werden kann. Die zur Verfügung stehenden Tests auf Borrelien sind auch nicht das Gelbe vom Ei.

Bezüglich ALS sehen Spezis auch Zusammenhänge mit einer möglichen Borreliose. ALS ist eine seltene Krankheit. Ich würde mich nicht verrückt machen, bevor nichts klar ist. Du könntest sonst unter Stress geraten, der dir nur schadet.
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