5 Jahre Ärzte und HP Odyssee - wer weiß Rat?

11.08.15 19:27 #1
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gruediga ist offline
Beiträge: 12
Seit: 10.08.15
Hallo aus München,

ich (männlich, 33) bin verzweifelt. Seit Mitte 2010 bin ich dauernd, ständig erschöpft. Vorher habe ich täglich Sport gemacht, war sehr aktiv. Ich schreib hier mal meine Symptome:

bis 2010 ohne Symptome, dann August 2010 Grippe, seitdem nie wieder der alte Mensch geworden:
chronische, ständige Müdigkeit
Schlaf bringt keine Erholung, aber keine Schlafstörungen, außer manchmal beim Einschlafen
"Blei" im Kopf - verspreche und verschreibe mich
Vergesse viel - vor allem im Bereich Kurzzeitgedächtnis
Keinerlei Stressresistenz mehr - bin körperlich kaputt nach kleinstem Stress
Körperliche Anstrengung macht alles schlimmer - Sport etc.
Nach körperl. Anstrengung Grippegefühl, Kopfweh, Übelkeit, Schwindel
Keine Muskelkraft mehr - kleinste Gewichte verursachen Muskelzittern
Migräne
regelm. Verstopfung
trinke schon lange kein Alkohol mehr
Schwindel, je müder ich bin
Depersonalisation, je müder ich bin
Manchmal komische Kopfschmerzen, fiebriges Gefühl
Kaffee-Unverträglichkeit (wenn ich mehr als zwei oder drei trinke habe ich Kreislauf und Zittrigkeit)
Libido hat stark abgenommen
Hitzeintoleranz - "Sonne tut weh" - Kopfschmerz, Verwirrtheit, Schwäche
Kälteintoleranz - "Kälte tut weh" - Kopf wie eingefroren
Sehstörungen / „Mattscheibe“
Keine Kraft / Belastbarkeit. 10 Minuten Spaziergang und ich bin schon KO
Gewichtszunahme
Immer das Gefühl schnell essen zu müssen, sonst das Gefühl von Schwindel und Umkippen.


War bei zig Ärzten, letztes Jahr Borreliose mit 3 wöchiger Antibiotikabehandlung i.V.. Danach ging dann gar nichts mehr, durch verschiedene Heilpraktiker komme ich jetzt wenigstens durch den Tag. Lebensqualität = 0.

Geschätzte 10000 "Sportversuche" hinter mir, jedes Mal schlimme Symptome und Fiebergefühl. Obwohl ich erschöpft bin, treibt mich mein Wille aus dem Bett. Ich kann den Tag nicht im Bett verbringen. Ich WILL aktiv sein, aber mein Körper macht nicht mit.

Habe seit 2010 mehr als ein Dutzend Ärzte konsultiert (Hausarzt, Neurologe, Sportarzt, Endokrinologe, Psychiater, Kardiologe...). Alle kommen immer auf das gleiche Ergebnis: Psychisch. Job gewechselt, umgezogen. Dabei fühle ich subjektiv, daß mich die chronische Erschöpfung depressiv macht, nicht anders rum. Anti-Depressiva und Johanniskraut ohne Erfolg. Ich esse sehr viel, vor allem süßes oder Kohlenhydrate in Form von Reis/Nudeln. Wenig Bewegung + viel Essen = Gewichtszunahme. Geht aber einfach nicht anders ... Seit letztem Jahr in psychotherapeutischer Behandlung. Tut mit bei meinem ganzen Leid sehr gut; allerdings ist PT davon überzeugt, dass ich kein BO oder eine andere Belastung mit mir rumtrage. Ich werde es weiter machen weil es gut tut jemanden zu haben, wo man sich verstanden fühlt.

Seit 2 Monaten bin ich bei einer wirklich tollen HP, aber 420 km weg von mir. Sie meinte Darmpilze und EBV „Hauptbelastung“ – und das dauert. Glaube ihr auch … aber das Leben plätschert an einem vorbei … nach 5 Jahren ist man durch die Teilnahmslosigkeit etwas links liegen geblieben …

Wollte Euch Mal fragen, wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Also eine Ärzteodyssee hinter sich hat, immer gesagt bekommen hat „psychisch“ … aber dann war es doch was anderes. Was war’s bei Euch? Wie lange hat es gedauert bis man es rausgefunden hat – und wer konnte Euch wieder gesund machen? Könnt ihr im Münchner Raum ein guten Arzt empfehlen (der nicht einfach nur abkassiert?)

Ich bin mir sicher, dass ich eines Tages wieder der alte werde … lieber gestern als heute … auch wenn es noch Monate / Jahre dauert … Hauptsache es wird wieder gut und ich kann mein Leben rocken!
Im Voraus Danke für Eure Rückmeldung – gerne auch per privater Nachricht. Vielleicht kann ich dadurch nicht nur neuen Mut, sondern auch neue Wege zur Heilung finden.
Danke!


5 Jahre Ärzte und HP Odyssee - wer weiß Rat?

Destination ist offline
Beiträge: 840
Seit: 04.02.08
Hallo gruediga,

"Ich bin mir sicher, dass ich eines Tages wieder der alte werde … lieber gestern als heute … auch wenn es noch Monate / Jahre dauert … Hauptsache es wird wieder gut und ich kann mein Leben rocken!"

Das ist schon einmal ein sehr guter Ansatz. Bleib dabei und verlier nicht den Mut, auch wenn es schwer fällt.

Leider kann ich Dir keinen Arzt im Münchner Raum benennen.
Hoffe es melden sich noch einige dazu.

Tippe bei Dir auf Darm- und Leberprobleme. Ist das denn schon bis ins
Detail abgeklärt worden?

VG
Destination

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Kontraindikator ist offline
Beiträge: 166
Seit: 31.08.13
Willkommen im Club ...

was hast Du denn für Blutwerte?
Nach 8 Jahren Krankheit bin ich bei mir auf die Idee gekommen mal die grds. Dinge zu untersuchen (Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren). Hat kein Arzt bisher gemacht. Hier habe ich teilweise extreme Mangelerscheinungen. Das wäre vielleicht mal für Dich auch ein Ansatz um mal von vorne die einfachen Dinge abzuklären. Ob es mir nun hilft, wird man sehen.

Weiterhin sollte man dann danach (wenn noch nicht gemacht) die Schilddrüse und Hormone (Nebenniere und Hypophyse) testen.

Bei mir war auch erst der Weg über Burn out anstatt mal ein paar Dinge zu untersuchen. Und so wurde es von Jahr zu Jahr schlimmer.

Ansonsten würde ich mal dringend Zucker weglassen und Kohlehdrate deutlich reduzieren.

AW: 5 Jahre Ärzte und HP Odyssee - wer weiß Rat?

gruediga ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 10.08.15
danke fuer dein beitrag

darm: candida ... mittlerweile weg von nystatin, jetzt homöop.

leber: wg ebv borre etc ohnehin auf "vollgas". nehme seit ca 3 wochen heparpas hierfuer ein.

vg

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gruediga ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 10.08.15
@kontraindikator:

danke auch dir!

schilddrüse wurde schon ein paar mal untersucht (labor) - oB

werde es aber jetzt noch mal angehen lassen bei einem darauf spez arzt.

mikronährstoffe - da hat mich vor ca drei jahren ein ("richtiger") arzt ordentlich zur kasse gebeten. habe alles gemacht - es hat nichts gebracht. (stichwort mitochondriopathie). ich glaube schon, dass ich mittlerweile den ein oder anderen mangel habe - aber glaube nicht, dass dies allein der kern der sache ist

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Kontraindikator ist offline
Beiträge: 166
Seit: 31.08.13
Viele Ärzte sagen, die SD ist in Ordnung....ist sie aber nicht. Hast Du Werte?

Wurden auch Vitamine und Aminosäuren damals untersucht? Das Problem ist ja, wenn Du einige Sachen auffüllst, aber andere nicht, wird es einem auch nicht besser gehen. Die Frage ist also, wie ausführlich die Sachen damals untersucht worden sind.

Kennst Du Dr. Bieger in München? Kannst ja mal seine HP anschauen, da sind einige interessante Videos drauf...vielleicht hilft Dir da ja was weiter.

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gruediga ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 10.08.15
sd werte such ich raus und poste es hier in wenigen tagen - nicht zur hand gerade

vitamine such ich auch raus

zucker und kohlenhydrate weglassen oder reduzieren - dann geht es mir gleich richtig schlecht. mehrfach versucht

dr bieger kenne ich nicht. checke ich gerne. danke dir! warst du bei ihm?

wie geht es dir denn heute? bist du wieder fit und der "alte" mensch nach all den jahren?

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Kontraindikator ist offline
Beiträge: 166
Seit: 31.08.13
Ja, ich war bei ihm...ein wenig konnte er mir helfen, aber auch nicht richtig. Von daher gebe ich da auch keine Empfehlung. Die Videos auf seiner Seite sind aber empfehlenswert. Den Rest musst Du selber entscheiden.

Bei der Ernährungsumstellung musst Du Dir ein paar Wochen Zeit geben..die ertsen beiden Wochen sind fies...dann wird es wirklich leichter und besser. Ich habe Anfang Juni auf low carb umgestellt. Du solltest das mal durchhalten und Du wirst wahrscheinlich schnell eine kleine Besserung zumindest verspüren...Du musst Dir und Deinem Körper aber Zeit geben sich umzustellen.

Nein, ich bin leider noch nicht fit....kannst Du auch in meinem Thread in diesem Unterforum nachlesen. Ich hoffe aber, dass mein Weg nun langsam nach oben führt....ich werde berichten.

Bei mir hätte man halt auch mal zunächst alles grds. untersuchen und beheben sollen, bevor man die tollsten Sachen für viel Geld untersucht. Ist für mich die falsche Reihenfolge.

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gruediga ist offline
Themenstarter Beiträge: 12
Seit: 10.08.15
wo wohnst du denn?
hast du es mal mit nem guten heilpraktiker probiert?

was hast du fuer die behandlung bei ihm bezahlt, wenn ich fragen darf? bin gkv. werde das gefuehl nicht los dass es ein vermoegen kostet.

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Kontraindikator ist offline
Beiträge: 166
Seit: 31.08.13
Rhein Main Gebiet.
In meinen Augen gibt es keinen guten HP...habe nur extrem schlechte Erfahrung mit einem zusätzlich leerem Geldbeutel gemacht.
Due wirst halt nicht drum herum kommen, einige Kosten selber zu übernehmen, wenn Du gesetzlich versichert bist.
Du wirst hier auch noch viele andere Tipps bekommen. Dann musst Du mal schauen, welchen Weg du als nächstes gehst.
Nach meinen vielen Jahren und weit 5 stelligen Arztkosten muss ich sagen, dass mein o.g. Weg eigentlich erstmal der Beste gewesen wäre....


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