Hypertriglyzeridaemie

05.04.15 08:55 #1
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cyba ist offline
Beiträge: 9
Seit: 05.04.15
Hallo,

ich habe seit ich denken kann zu hohe Cholesterin-Werte (fast doppelt so hoch wie normal) und Triglizeridwerte (fast viermal so hoch wie normal).

Gen-Test wurde schon gemacht, negativbefund. Die Leber scheint verfettet zu sein, dabei bin ich vegetarier und lebe relativ Gesund. Hep-negativ... was kann man tun?

AW: Hypertriglizeridaemie

James ist offline
Moderator
Leiter WIKI
Beiträge: 5.601
Seit: 20.05.08
Hallo cyba,

war bei mir etwa 2 Jahrzehnte lang ebenso, nur die Werte noch viel höher (mit 3-4.000 etwa das 100-fache). Mit der Ernährung hatte das scheinbar nichts zu tun, zumindest konnte ich trotz Diäten keine Rückwirkung feststellen. Medikamentös (Ezetimib/Simvastatin) besserte sich das über längere Zeit auch nur wenig als sich dann diese Werte relativ plötzlich normalisierten. Der Grund dafür wurde nie bekannt.
Mit anderen Worten: Der Körper stellt das wohl selbst her und ich meine, dass die "Gefährlichkeit" wohl stark überschätzt wird auch wenn die Gefäße dadurch angegriffen werden.
__________________
Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

AW: Hypertriglizeridaemie

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo cyba,

man kann das auch so sehen:
Auf keinen Fall das Cholesterin senken - auch nicht mit rotem Reis - Ernährung bei SchilddrüsenproblemenErnährung bei Schilddrüsenproblemen

Hier findest Du noch mehr Argumente gegen zu viel Sorgen wegen hoher Cholesterinwerte:
Das Cholesterin-Märchen
http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...r-statine.html
...

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

AW: Hypertriglizeridaemie

cyba ist offline
Themenstarter Beiträge: 9
Seit: 05.04.15
Im Grunde genommen habe ich auch jedes Mal Ödeme & richtig schlechte Haut bekommen, wenn ich Statine einnahm... Ich vertrage die wohl nicht. - Ich denke mir auch, dass wenn der Körper das selbst herstellt, wird es wohl einen Trigger dafür geben. Einfach nur das Chol. zu senken, bringt ja dem Trigger nichts... der wird weiter genau so aktiv bleiben. Die Ursachenforschung ( Schilddrüse, etc)war jedoch bislang erfolglos

Geändert von cyba (05.04.15 um 13:01 Uhr)

AW: Hypertriglizeridaemie

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Cyba,

eine verfettete Leber hat man, wenn man leberkrank ist.
Es gibt nicht nur Hepatitis als Leberkrankheit, sondern eine größere Anzahl weiterer Leberkrankheiten.

Wenn der Gentest tatsächlich negativ war, dann würde ich die Leber als Ursache für hohe Blutfettwerte vermuten.
Aber vielleicht gibt es noch Gentests für Fettstoffwechselkrankheiten, die bei Dir doch noch nicht gemacht wurden?

Auf jeden Fall würde ich bei einer verfetteten Leber zu einem Leberarzt gehen oder in die Leberambulanz einer Uniklinik.

Blutfette senken sollen auch Fischölkapseln. Aber die können bei Lebererkrankungen auch unverträglich sein (es steht eine Warnung für Leberkranke in den Beipackzetteln).
Außerdem gibt es noch die "Rote-Reis-Kapseln". Sie senken auch die Blutfette. Die habe ich eine Zeitlang genommen.
Roter Reis: Natürlicher Cholesterinsenker?

Wenn Du Statine nicht verträgst, könntest Du evtl. auf bestimmte (Schimmel-)Pilze und evtl. Penicillin allergisch sein.

Universitätsklinikum des Saarlandes -Â*Schimmel: Freund oder Feind?
1928 entdeckte Alexander Fleming zufällig die keimtötende Wirkung von grünem Schimmel.

Der später als Penicillium notatum (heute: Penicillium chrysogenum) definierte Schimmel erwies sich als wirksam gegen Bakterien, ohne dabei den menschlichen Organismus über die Maße zu schädigen.

Diese Entdeckung führte zu der Entwicklung des Penicillins, das als „der größte Lebensretter der modernen Heilkunde“ bezeichnet wurde.

Seit der industriellen Produktion von Penicillin liefert Schimmel die Grundlage für etliche weitere Arzneimittel wie Steroide, Immunsuppressiva und Statine.
lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Hypertriglizeridaemie

cyba ist offline
Themenstarter Beiträge: 9
Seit: 05.04.15
hi Margie,

Danke für die Tips. ich bin nun von Arzt zu Arzt gehoppelt und habe mir jedes Mal Blut abnehmen lassen. Seltsamer Weise waren meine Leber-Werte zeitweise im Keller (bzw. gop wa zu viel), jetzt sind sie aber wieder normal, bloß beim triglicerid bin ich bei 580 und bei chol: 300

AW: Hypertriglizeridaemie

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo cyba,

Seltsamer Weise waren meine Leber-Werte zeitweise im Keller (bzw. gop wa zu viel), jetzt sind sie aber wieder normal, bloß beim triglicerid bin ich bei 580 und bei chol: 300
Wenn die Leberwerte bereits erhöht waren, dann sind normale Leberwerte keine Entwarnung.
Leberkrankheiten können schubweise verlaufen und die Leberwerte können dann immer wieder normal sein.
Außerdem ist bei Leberkranken, wenn sie eine Zirrhose haben, es öfter so, dass die Leber dann die Transaminasen wie GPT, GOT, GGT gar nicht mehr bilden kann und diese dann wieder normal sind und so eine Leberkrankheit vertuschen.

Du schreibst oben: Die Leber scheint verfettet zu sein.
Wie wurde das festgestellt?
Ultraschall?
Ist die Leber vergrößert im Ultraschall?

Wurden mal GLDH, LDH, Alkalische Phosphatase, Bilirubin und Cholinesterase bestimmt?
Wie hoch/niedrig waren diese Werte?
Die Cholinesterase (CHE) ist, wenn sie niedrig ist, ein Hinweis auf eine Zirrhose. Allerdings steigt sie bei Fettstoffwechselstörungen an und so kann man aus dem Wert keine Erkenntnisse zur Zirrhose dann mehr gewinnen.

Meinst Du mit "gop" die GPT?
Wie hoch war der Wert denn, wenn er erhöht war?

Also ich sehe es aus meiner Erfahrung heraus nicht als Entwarnung, wenn die Leberwerte wieder normal sind.
Ich hatte z B. als schon lange bekannt war, dass ich wohl eine partielle Zirrhose habe, immer wieder auch Leberwerte im einstelligen Bereich. Damals gingen die Normwerte nur bis 18 und meine Werte lagen bei ca. 7 bis 8.

ich bin nun von Arzt zu Arzt gehoppelt und habe mir jedes Mal Blut abnehmen lassen.
Warst Du schon mal in der Leberambulanz einer Uniklinik?
Ich glaube aus meiner Erfahrung heraus nicht, dass ein niederg,lassener Gastroenterologe sich arg um eine Aufklärung bemüht.
Ja, da bekommt man oft noch unterstellt, man würde zuviel Alkohol trinken.
In Unikliniken wo das Budget keine große Rolle spielt und wo man mehr wissenschaftlich denkt, hat man eher eine Chance auf Aufklärung.

Ich würde raten, mal eine Leberambulanz einer Uniklinik aufzusuchen, falls noch nicht gechehen. Und ggf. auch in eine andere Uniklinik zu wechseln, falls die 1. Klinik sich nicht bemüht haben sollte.
Es hängt auch immer vom jeweiligen Arzt ab, ob man gründlich untersucht wird.

lg
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller


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