Extreme Müdigkeit

26.08.14 15:23 #1
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Extreme Müdigkeit

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo fevn,


Der Kupferwert wurde bestimmt während ich Eisen, Folsäure und Zink nahm, Eisen nehme ich jetzt seit 2 Monaten nicht mehr.
Ich würde das Zink und das Eisen auf jeden Fall weglassen, um einen unbeeinflussten Kupferwert zu bekommen. Gleichzeitig aber muss man das Coeruloplasmin mitbestimmen, denn nur wenn man beide Werte hat, kann man dies bezüglich M. Wilson bewerten.
Man kann dann noch das sog. freie, schädliche Kupfer errechnen. Dafür gibt es eine Formel, die man hier findet:
Morbus Wilson e.V.
Wichtig ist, dass das Blut relativ schnell nach der Blutentnahme untersucht wird, d. h. das Labor sollte das Blut nicht noch an ein weiteres Labor senden und sollte es also selbst bestimmen können. Auch würde ich die Blutentnahme am Anfang einer Woche durchführen, damit das Blut nicht übers Wochenende liegen bleibt.

Vielleicht ist das Kupfer doch die Folge von zuviel Eisen und dem Zink? Das wird sich dann hoffentlich zeigen, wenn Du einen unbeinflussten Wert hast.

Was ich jeden Tag nehme sind Folsäure Tabletten (16mg)
Das ist eine gigantisch hohe Dosierung.
Wieso denn soviel Folsäure?

Die meisten Folsäurepräparate enthalten 400µg, das ist 40 Mal weniger als 16mg.fdie Du täglich nimmst.
Lese das hier mal zu einer Überdosierung von Folsäure.
Überdosierung von Folsäure Schädliche Folsäure - fem.com
Die Folgen einer Überdosierung mit Folsäure können allergische Reaktionen der Haut, Magen-Darm-Störungen, Übelkeit, Schlafstörungen, Erregungszustände und Depressionen sein. Außerdem kann ein lebensbedrohlicher Vitamin-B12-Mangel überdeckt werden und es in der Folge zu irreversiblen Schädigungen der Gehirn- und Nervenzellen kommen.

Fütterungsversuche mit trächtigen Ratten haben gezeigt, dass eine Überdosierung mit Folsäure die Eiweißverwertung durch die Föten verringerte und so zu leichteren und kleineren Nachkommen führt. Eine langfristig zu hohe Folsäurezufuhr beeinflusst außerdem die Zellteilung. Studien zeigten bereits in den sechziger Jahren, dass Frauen, die unabhängig von der Dosierung Vitamin B9 ergänzt hatten, häufiger an Brustkrebs erkrankten als andere Frauen in der Kontrollgruppe
Da stehen schon einige negative Auswirkungen drin, die eintreten können, wenn man Folsäure überdosiert, oder?
Da ist außerdem die Rede von einer verringerten Verwertung von Eiweiß und Du hast zuviel Eiweiß im Körper. Ob das Eiweiß bei Dir aufgrund der extrem hohen Folsäureeinnahme nicht verwertet werden kann?

Oder lies das hier zum Thema Überdosierung der Folsäure:

Kann man Folsäure überdosieren? | NetDoktor.de
Eine Folsäure Überdosierung ist, nicht leicht zu erreichen. Von einer Überdosierung spricht man in der Regel bei einem Tageskonsum von 15mg. Wenn man diese Überdosis täglich über mehrere Wochen zu sich nimmt, können folgende Folsäure Überdosierung Symptome auftraten: allergische Reaktionen, Margen-Darm-Störungen, Schlaflosigkeit und Nervosität. Der schlimmste Nebeneffekt ist jedoch, dass eine Überdosierung von Folsäure die Aufnahme des lebenswichtigen Vitamins B12 behindert. Demnach sind die Folgen alle Symptome, die auch mit einem B12-Mangel einhergehen, des, allerdings erst über längere Zeit, zu schlimmen neuronalen Schäden bis hin zur Lähmung führen kann
Also ich würde so eine hohe Dosis nicht einnehmen, denn ich glaube nicht, dass Du davon mehr Nutzen als Nachteile hast.

lg
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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dadeduda ist offline
Beiträge: 1.503
Seit: 23.08.12
Hallo MArgie
Ich halte dich fuer sehr hilfreich und finde es toll, wieviel Zeit du investierst. Haette ich was mit der Leber, wuerde ich mich auf jeden Fall auch an dich wenden, sehr professionelle Information.
Aber ich muss dich leider auch kritisieren, tut leid.
Noch weiss man nicht, was Fevn hat oder ob sie was hat.
Bis also das alles nicht gut untersucht ist, solltest du meiner Meinung nach keine Ernaehrungstipps und Aehnliches abgeben.
Auch wenn es fuer dich nach der Leber klingt.
Natuerlich hast du recht, wenn du empfiehlst, da genauer zu untersuchen.
Alles andere ist einfach verfrueht, findest du nicht?

lg dadeduda

Extreme Müdigkeit

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Dadeduda,

ja und nein.
Wenn man ausprobieren will, ob es an der Ernährungsweise liegen kann, dass es einem nicht so gut geht, dann muss man vielleicht das, wovon man zuviel isst, mal pausieren.
Der sehr hohe Eiweißwert spricht m. E. dafür, dass Fevn zuviel Eiweiß zuführt und es scheint auch so zu sein, wie sie selber schreibt.

Außerdem spricht das sehr niedrige Kupfer dafür, dass sie ein Problem mit dem Kupferstoffwechsel hat, was in der Regel auch mit der Leber zu tun haben kann. Es kann evtl. auch die Folge einer zu hohen Eisenzufuhr sein, das halte ich auch noch für denkbar.

Hinzu kommt die sehr hohe Eiseneinahme mit 80 mg tgl. auf 4 Monate, die auch wiederum der Leber zugesetzt hat.
Denn auch schon im Fleisch ist viel Eisen enthalten, so dass die hohe Zufuhr von Eisentabletten und der hohe Fleischkonsum sich nachteilig auf die Leber ausgewirkt haben. Denn zuviel Eisen ist für die Leber immer schädlich. Dies allein könnte vielleicht auch die Müdigkeit erklären.

D. h. durch eine Umstellung der Ernährung könnte Fevn vielleicht feststellen, dass es ihr besser geht.

Und wenn dem so wäre, so wäre sie einen Schritt weiter.

lg
margie
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catlady ist offline
Beiträge: 833
Seit: 29.09.12
Hallo Fevn

80 mg elementares Eisen pro Tag auf Eigenverdacht sind schon ein starkes Stück.
Das soll jetzt aber kein Vorwurf sein, ich selber bekam durch eine mehrwöchige Einnahme von nicht einmal 15 mg erst neue Symptome dazu, mit denen ich noch heute zu kämpfen habe. Bei mir war der Grund für den Selbstversuch häufige Kreislaufbeschwerden und Herzrasen.
Auch mein Serumeisenspiegel war noch 8 (!) Monate nach dem Absetzen bei ca. 170 und ich möchte nicht wissen wie hoch er zu Beginn war.
Die Eisenspeicherkrankheit habe ich zwar nicht, da ich normale Ferritinwerte habe, aber irgendwas hat da wohl bei der Verwertung nicht ganz gepasst.
Auch bei dir als junge Frau würde ich diese Erkrankung jetzt nicht unbedingt vermuten, trotzdem würde ich auch zu einer Bestimmung von Ferritin und der Transferrinsättigung raten.

Das solche Mengen an Eisen und dazu 40 mg Zink täglich, wenn auch nur über 2 Wochen das Kupfer so stark drücken könnten, kann ich mir schon vorstellen. Auch Kupfermangel kann müde machen, obwohl ich jetzt damit nicht sagen will dass du den hast und auch keinesfalls zu einer eigenmächtigen Kupfereinnahme raten würde.

Dass einen Ärzte, und vor allem gestresste Hausärzte oft nicht ernst nehmen oder glauben wollen, sofern nix Eindeutiges oder für sie einfach festzustellendes vorliegt, kenne ich nur zu gut. Und chronische Schwermetallvergiftungen wie Amalgam erkennen sie ja von vornherein nicht an. Da muss man sich andere Alternativen suchen und sich selber helfen.

Aber den HA zu wechseln wenn er inkompetent ist und einen nicht ernst nimmt ist schon mal ein guter Ansatz. Denn vorerst sollten Grunderkrankungen schon lieber ausgeschlossen werden.

Ich denke zb schon dass der neue Arzt wegen der erhöhten Eiweißwerte mal eine Elektrophorese machen wird. Auch wenn der Wert danach normal war, würde ich das sicherheitshalber lieber überprüfen lassen.

lg catlady ;-)

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Fevn
Themenstarter
Hallo margie,

ich kann mein Blut erst im Oktober untersuchen lassen, dann mache ich es gleich an einem Montag und Eisen + Zink lasse ich sowieso weg.

Die Folsäure Tabletten helfen mir mit meiner Müdigkeit, am Anfang nahm ich 0,35 mg Folsäure pro Tag und ich war so fit wie schon 2 Jahre nicht mehr. Das war mir unerklärlich, habe keinen Folsäure mangel, aber das hängt glaube ich mit dem Aluminum zusammen. Ich ging dann runter auf 16mg und war auch noch fit, aber nur wenn ich mich nicht anstrengte sonst wurde ich wieder müde.
Jetzt nach dem ich Vitamin C getrunken habe, werde ich mit Folsäure nicht mehr fit, ich nehme sie aber trotzdem weiter weil ich glaube, dass es mich ein bisschen munterer macht.
Von der Folsäure bekamm ich so komische Krämpfe in den Beinen, seit dem ich den Apfelessig trinke ist das weg, aber wie gesagt ich glaube das hängt mit dem Aluminum zusammen, anders kann ich mir das nicht erklären.
Vit. B 12 Mangel habe ich auch nicht.

Liebe Grüße.

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Fevn,


Die Folsäure Tabletten helfen mir mit meiner Müdigkeit, am Anfang nahm ich 0,35 mg Folsäure pro Tag und ich war so fit wie schon 2 Jahre nicht mehr. Das war mir unerklärlich, habe keinen Folsäure mangel, aber das hängt glaube ich mit dem Aluminum zusammen. Ich ging dann runter auf 16mg
Du nahmst erst 0,35 mg Folsäure. Das wäre o. k, denn das sind 350 µg.

Aber Du hast dann auf gigantische 16 mg erhöht und das verstehe ich nicht.
Du schreibst aber: "Ich ging dann runter auf 16mg" - was ich nicht verstehe, denn 16 mg Folsäure sind doch ein Vielfaches von 0,35 mg Folsäure?!
Oder stimmen die Einheiten bzw. Zahlen nicht?

lg
margie
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Extreme Müdigkeit

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Fevn,

noch etwas fällt mir auf:
In Deinem ersten Beitrag schreibst Du, Du bist seit 4 Monaten müde.

Du nahmst 4 Monate lang viel Eisen ein.
Kann es sein, dass Du also seit der Eiseneinnahme erst müde wurdest?
Gut, die ersten Tage nach Beginn der Eiseneinnahme wirst Du noch nicht gleich müde davon geworden sein. Aber, wenn Du keinen Eisenmangel hattest, kann ich mir vorstellen, dass dann bald die Müdigkeit eingesetzt hat.

Wenn der zeitliche Zusammenhang so wäre, so könnte man daraus ableiten, dass die Eisentabletten zu der Müdigkeit geführt haben. Evtl. hat sich dann das Kupfer allein schon durch das Eisen vermindert, wie ich es oben schon vermutet habe.

Ich würde aber dennoch diesen Kupferwert zusammen mit dem Coeruloplasmin untersuchen lassen. Einfach um auch sicher zu gehen, ob da nun etwas mit dem Kupfer nicht stimmt.
Wenn das Eisen schuld ist an der ganzen Sache, so sollte sich Deine Müdigkeit so nach und nach bessern.

lg
margie
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Extreme Müdigkeit
Fevn
Themenstarter
Hallo margie,

tut mir leid ich meine 0.16mg, da hab ich mich vertan.

Nein es war so, als meine Müdigkeit so stark kam habe ich 1 Monat gar nichts dagegen gemacht/genommen, weil ich mir dachte, dass es wieder vorbei geht. Danach verschrieb mir eben meine Frauenärztin diese Tabletten und ich nahm sie während meiner Tage ein und merkte schon eine Verbesserung der Müdigkeit, deshalb nahm ich sie einfach weiter und es ging mir besser. Das Eisen tat mir gar nichts auser zum Schluss merkte ich, dass es zuviel Eisen für mich ist und setzte es sofort ab.

Ich werde jetzt erstmal so eine Ausleitung richtig versuchen, schaun ob sich was bessert. Ich habe auch gelesen, dass man mit Vit. C das Gift mobilisieren kann, vielleicht hat sich deshalb meine Müdigkeit stark verschlimmert?!

Liebe Grüße und danke das du dir so viel Zeit nimmst.

Extreme Müdigkeit

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo fevn,

0,16mg sind 160µg. Das ist nicht zu hoch für Folsäure.
Aber es könnte sein, dass Du noch Vitamin B12 brauchst. Denn wenn man Folsäure einnimmt, kann die Aufnahme von Vitamin b12 dadurch verringert werden und es könnte ein B12-Mangel entstehen oder wenn er schon da war, verstärkt werden.
Dein MCV-Wert vom 7. 8. 14. spricht eher dagegen, denn bei Mangel an B12 wäre der an sich höher. Bei Mangel an B12 ist MCV meist hoch. Aber solltest Du noch eine Störung haben, die das MCV drosselt, so kann man nach dem MCV für die Prüfung des Mangels an B12 nicht gehen.
Wurde denn mal Vitamin B12 im Blut untersucht?

Wenn Du tatsächlich schon vor der Einnahme der Eisentabletten so müde warst, würde ich weiterhin auf die Leber tippen.

Ich würde nicht nur Kupfer und Coeruloplasmin kontrollieren lassen, sondern auch das Ferritin und möglichst auch noch die Transferrinsättigung.
Ferritin schon wegen dieser sehr hohen Eiseneinnahme, um zu sehen, wo Du stehst.
War denn vor der Eiseneinnahme das Eisen oder das Ferritin mal bestimmt worden und wie hoch waren die Werte?

Das Thema Aluminium aus einer Impfung sehe ich nicht als Verursacher Deiner Probleme, denn Du benutzt doch sicher auch Deodorants. Da die bis auf die ausdrücklich als aluminiumfrei gekennzeichneten Deos immer auch Aluminium enthalten, kann das Aluminium aus einer Impfung schuld an der Müdigkeit sein.
Wenn das so wäre, so müssten doch alle Menschen, die Deos benutzen dauermüde sein wie Du.

Ich würde auch nicht auf eigene Faust eine Ausleitung machen.
Wenn Du vorhast, das Kupfer noch zu untersuchen, solltest Du eh warten. Denn das Kupfer wird natürlich durch eine Ausleitung verändert. D. h. wenn die Ursache des Kupfers evtl. gar noch ein M. Wilson wäre, so solltest Du abwarten mit Ausleitungen. Ebenso solltest Du dann kein Zink einnehmen und keine Hormone (auch kein Hormonpflaster oder Hormonspirale).
Vitamin C würde auch das Coeruloplasmin herabsetzen und dieser Wert ist für die Beurteilung des Kupfers sehr wichtig.
D. h. Ausleitungen verfälschen diese Werte und dann wäre eine Überprüfung des Kupfers erneut beeinflusst.

Es könnte auch sein, dass die hochdosierte Einnahme über 4 Monate Deiner Leber zugesetzt hat und nun die Müdigkeit, die vielleicht ursprünglich von einem Folsäuremangel kam, nun von der Leber kommt.

Oder aber Deine Leber war vorher schon krank (z. B. wenn Du einen unerkannten M. Wilson hättest) und durch die Eiseneinnahme hat das die Leberkrankheit verstärkt.
So lange Eisen einzunehmen, ohne dass immer wieder die Notwendigkeit der Eiseneinnahme im Blut überprüft wurde, war m. E. keine so gute Idee. Eisen sollte man nur nehmen, wenn man es wirklich braucht und vor allem, wenn man es auch überwacht durch Blutuntersuchungen. Das gilt auch für einige weitere Mineralstoffe und für manche Vitamine auch.

Es gibt also mehrere Möglichkeiten, die Deine Müdigkeit erklären würden und die man ausschließen sollte.

Zu dem erhöhten Quecksilberwert:
Wie wurde das gemessen bzw. welcher Test wurde gemacht und wie hoch war der Wert?
Wieviel Amalgam hast oder hattest Du im Mund?
Wurde auch das Kupfer mitgemessen bei dem Test und wenn ja, wie hoch war das?

lg
margie
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Geändert von margie (21.09.14 um 11:44 Uhr)

Extreme Müdigkeit

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Fevn,

ich wollte noch zum MMS etwas schreiben:
Du hast oben folgendes geschrieben:
MMS wurde mir auch empfohlen, aber das traue ich mich nicht zu trinken.
Davor wollte ich warnen. MMS ist nichts anderes wie ein Desinfektionsmittel, dass auf der Haut ätzende Wirkung hat.
Da die Schleimhäute aber noch viel empfindlicher sind als die Haut, braucht man nicht viel Phantasie um sich die Wirkung auf die Schleimhäute im Verdauungstrakt vorzustellen.

Du hast noch nicht sooo viel Erfahrung mit Selbstmedikation, wenn Du "erst" 4 Monate dauermüde bist. Dir kommen die 4 Monate sicher lange vor. Aber wenn Du Dich hier im Forum "umhörst", wirst Du merken, dass es sehr viele Menschen gibt, die schon viel länger nach Ursachen ihrer Beschwerden suchen.
Du hast mit den Eisentabletten vermutlich deutlich mehr eingenommen, als es gut für Dich war. Diese Erfahrung sollte Dich darin bestärken, vorsichtig zu sein und zu bleiben. Denn man muss sich schon sehr gut auskennen, wenn man mit Selbstmedikation überhaupt etwas erreichen will.
Es gibt auch Wechselwirkungen der Substanzen untereinander und wenn man gar nicht richtig weiß, was man überhaupt hat, wird es umso schwerer.

Ich will den erhöhten Quecksilberwert nicht schönreden. Aber jeder Mensch, der einige Amalgamfüllungen hat oder hatte, wird einen erhöhten Quecksilberwert bekommen. Nicht jeder davon ist aber krank.
Es ist auch eine Frage, wie der Normbereich definiert ist. Ich will damit nicht sagen, dass es normal ist, Quecksilber im Körper zu haben. Doch geben alle Labore einen Grenzwert an und weisen dann einen erhöhten Wert aus, wenn der überschritten ist.
Das heißt m. E. aber nicht automatisch, dass man, wenn man den Grenzwert überschreitet, alle Beschwerden, die man hat, damit erklären kann.
Das kann ein Irrtum sein.

Du wirst, wenn Du nun sagst, das erhöhte Quecksilber ist an der Müdigkeit schuld, vermutlich sehr enttäuscht sein, wenn Du nach einer Ausleitung immer noch müde bist.
D. h. Du solltest auch offen für andere Ursachen bleiben.

Ich will Dich nun gewiß nicht daran hindern, das eine zu tun oder das andere nicht zu tun. Davon habe ich rein gar nichts.
Ich habe nur selbst die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder erhöhte Wert die Beschwerden erklärt, die mich am meisten belasteten.

Gut wäre es, wenn Du einen Arzt findest, der Dich ernst nimmt. Das ist nicht einfach, ich weiß das. Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben.
In Deinem Wohnort, den Du im Profil angegeben hast, gibt es doch sicher einige Allgemeinmediziner. Ich habe mal bei Google gesucht und komme auf mind. 7 Allgemeinmediziner, vermutlich sogar mehr. D. h. wenn Du bei dem einen unzufrieden bist, dann gehe doch zu einem anderen. Alle hast Du sicher noch nicht durch, wenn Du erst 20 Jahre alt bist.
Ich kenne es, dass man bei jungen Menschen es nicht für möglich hält, dass diese bereits krank sein können. Dementsprechend nehmen einige Ärzte einen jungen Menschen nicht immer so ernst wie es nötig wäre.
Aber ich würde Dir raten, Dich nicht entmutigen zu lassen.

lg
margie
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