Nach dem Absetzen der Pille.. Nur Eisenmangel?!

08.04.14 07:25 #1
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AW: Nach dem Absetzen der Pille.. Nur Eisenmangel?!

margie ist offline
Beiträge: 4.489
Seit: 02.01.05
Hallo applepie,


ich habe auch in Deinem anderen Thread gelesen und meine Antwort bezieht sich daher zum Teil auch auf Deine Angaben dort:
Wie hoch sollte das Magnesium etwa dosiert sein?
Ich würde bei Dir einen Magnesiummangel vermuten, neben anderen Problemen.
Magnesium kann man einnehmen, wenn die Nieren o.k. sind. Dann wird das überschüssige Magnesium wieder ausgeschieden. Wenn man zuviel nimmt, kann man leichten Durchfall bekommen.

Ich würde mit einer Dosis von 100 mg pro Tag anfangen. Das ist noch nicht sehr viel. Man kann es dann bei Bedarf steigern. Als Einzeldosis würde ich nicht mehr als 200 mg nehmen.
Wenn man mehr nimmt, sollte man es auf morgens und abends verteilen. Magnesium kann leicht müde machen. Daher würde ich es eher abends einnehmen, vor allem auch, weil Du Schlafstörungen hast.

Was mir an Deinen übrigen Problemen und Symptomen auffällt, ist, dass sehr viele davon typisch sind für eine schwache Leber bzw. Leberkrankheit sind.
Schlafstörungen haben Leberkranke immer, weil die Leber nachts arbeitet.
Müdigkeit und Konzentrationsstörungen gehören auch zu den typischen Symptomen, ebenso wie Blähungen (und evtl. weitere Verdauungsstörungen). Auch Depressionen haben Leberkranke oft.
Ich bin selbst leberkrank und kenne daher diese Symptome nur zu gut.

Also ich würde bei diesen Beschwerden auch die Leber überprüfen lassen. Der Hausarzt kann die Leberwerte im Blut (wie GGT, GPT, GOT, Alk. Phosphatase, Bilirubin, Cholinesterase= CHE, LDH) untersuchen und einen Ultraschall der Leber und Milz veranlassen.
Wenn Leber und/oder Milz vergrößert sind, wäre das auch schon ein deutlicher Hinweis auf die Leber.
Da Du die Beschwerden noch nicht sooo lange hast, können die Leberwerte auch noch im Normbereich liegen und evtl. "nur" grenzwertig sein.

Auch könnte Deine Gewichtsabnahme auf einen Eiweißmangel bzw. niedriges Eiweiß hinweisen, der wiederum auch passen würde zu einem Leberproblem.
Im Blut kann man das Gesamteiweiß und das Albumin dazu bestimmen lassen.

Möglicherweise hat die Einnahme der Pille eine evtl. latent vorhandene Leberstörung nun mit diesen Beschwerden zum Vorschein gebracht?

Der von mir bei Dir vermutete Magnesiummangel (siehe Kopf-, Muskel-, Nackenschmerzen) wäre auch typisch, wenn die Leber nicht in Ordnung ist.

Das Herzrasen könnte auf einen Kaliummangel noch hinweisen.
Kalium ist in Obst und Obstsäften enthalten.

Magnesium und Kalium kann der Arzt auch im Blut untersuchen lassen. Doch sind beide Werte sehr störanfällig. D. h. wenn der Arzt das Blut nicht nach einer halben Stunde zentrifugiert und abpippetiert erhöhen sich die Werte und kaschieren einen evtl. Mangel.


lg
margie



PS: Bin die nächsten Tage nicht online, ich anworte ggf. dann erst Ende der Woche.
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (24.08.15 um 11:34 Uhr)

Nach dem Absetzen der Pille.. Nur Eisenmangel?!

lealee ist offline
Rubrikenbegleiterin Entsaften / Mixen
Beiträge: 779
Seit: 05.02.10
Zitat von Overige Beitrag anzeigen
Hallo zusammen

Habe auch vor einem Monat die Pille abgesetzt und nun immer wieder mit Migräne zu kämpfen. Gleichzeitig auch noch HIT.. Das schlimmste ist die Migräne und die andauernde starke Müdigkeit.
Hallo Overige,

im Zusammenhang mit dem Östrogen-Gestagenverhältnis kann Migräne entstehen. Ich hatte wegen einer Hormonstörung Östrogen supplementieren müssen, jedoch gleichzeitig die Pille genommen (auch wegen der Hormonstörung). Nach einiger Zeit bekam ich immer an den Tagen wo die Pille für eine Woche abgesetzt wurde exorbitante Migräne. So stark, dass ich nur liegen und mich nicht bewegen konnte und es ohne Kirschkernkissen auf den Augen gar nicht aushielt. Als ich zufällig über den Zusammenhang las, ließ ich einfach die Östrogentabletten ein paar Tage vor der pillefreien Woche weg, und das Problem war gelöst. Der Östrogenüberschuss löst die Migräne aus. Das Gestagen in der Pille kontrolliert das Östrogen, und ohne Pille fällt dieser Schutz weg.

Kuklinski beschreibt in dem Buch "Mitochondrientherapie - die Alternative" das Problem auch, aber in Bezug auf die Mikronährstofftherapie und Ernährungsumstellung auf ketogen. Hier heißt es:
".... bei Frauen mit menstruationsabhängiger Migräne kann es jetzt zum Wiederaufflammen der Kopfschmerzen kommen..."
und empfiehlt eine entsprechende Mikronährstoffergänzung mit P5P, beginnend einige Tage und während der Menstruation. Nachzulesen auf S.72.

Viele Grüße
Lealee

Nach dem Absetzen der Pille.. Nur Eisenmangel?!

Rheingold ist offline
Beiträge: 252
Seit: 17.04.09
Hallo Applepie007;
ADS oder ADHS könnte man/frau mit einer Volblutuntersuchung nachweisen.
Ein Eisenmangel könnte durche einen Zinkmangel hervorgerufen werden - oder auf Vitaminmangel hinweisen.
Ich habe dir ein paar Links dazu herausgesucht.
Folgen von Zinkmangel - Zink - Ratgeber zum Thema Zink
Ortho - Analytic AG
Symptome Vitaminmangel, Ursachen eines Mangel an Vitaminen, Vitaminpräparate
Auf eine gesunde und umfangreiche Ernährung achten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernährungspyramide
Alles Gute
Rheingold

Nach dem Absetzen der Pille.. Nur Eisenmangel?!

Overige ist offline
Beiträge: 27
Seit: 06.01.11
Hallo Lealee

Na das klingt interessant, diese Hormonmischung hats schon in sich, dass man so Migräne kriegt.. :-S

Ich beobachte nun, wie es sich weiter entwickelt, bin ja erst am Anfang nach der Absetzung der Pille.
Merci für den Buchtipp!

Liebe Grüsse
Overige
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