Kniegelenkschmerzen; Knie-TEP

19.05.13 11:37 #1
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Kniegelenkschmerzen

Ina123 ist offline
Themenstarter Beiträge: 41
Seit: 12.07.09
Ja , toxdog, das hört sich dann schon viel besser an, wenn man es so betrachtet.
Bin im Moment hin und hergerissen.

Kniegelenkschmerzen

Ina123 ist offline
Themenstarter Beiträge: 41
Seit: 12.07.09
Ich schreibe jetzt einfach einmal die Beurteilung des MRT hier auf.

Gonarthrose mit hochgradiger, medialer und lateral/femorotibialer Degeneration(jeweils Grad IV).
III.-gradige Knorpelschäden bestehen am patellaren Gleitlager.
Mäßige retropatellare Chondropatie, hier ist an der lateralen Facette eine schmale tiefer gehende Fissur nachweisbar.
Deutlicher Erguss.
Schwerstdegenerierter Außenmeniskus mit komplexem Hinterhorneinriss, es bestehen hier ausgeprägte Substanzdefekte. Das Hinterhorn ist nicht mehr in typischer Weise abzugrenzen.
Innerhalb des Vorderhorns ist eine große intrameniskale Zyste lokalisiert. Kleine Zystenbildung auch im Innenmeniskushinterhorn, der Innenmeniskus ist höhengemindert.
Ödem in der Umgebung des Innenbandes und auch streckseitig angrenzend an die Gelenkkapsel.
Keine Bandläsion.
Bakerzyste ca. 5 x 3 x 1,7cm.
Gelenkerguß.

So, das hört sich doch ziemlich krass und fortgeschritten an, oder was meint Ihr.
Sollte das wirklich ohne OP einigermaßen wieder hinzukriegen sein? Ich möchte doch irgendwann wieder einigermaßen "normal" laufen können.

Gruß Ina

Kniegelenkschmerzen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Ina,

bitte lies' Dir diesen Artikel mal durch:
Kniearthrose - ARCUS Sportklinik und Klinik

Stufe 3 einer ARthrose im Knie ist natürlich kein guter Knie-Zustand. Trotzdem kann man da meiner Meinung nach noch etwas tun, um noch nicht an ein künstlicher Kniegelenk heran zu gehen.
Und es ist natürlich auch ein Unterschied, ob Du eine Arthroskopie machen läßt mit der Abglättung des Knorpels und evtl. auch einem Richten des Meniskus. Blöd ist eben, daß jede Op auch die Gefahr birgt, einen Keim zu fangen, und auch die früher fast automatisch durchgeführte Arthroskopie mit Knorpelglättung (was ja auch Abtragung bedeutet) ist heute nicht mehr als so harmlos angesehen.

Es wird Dir nichts Anderes übrig bleiben als immer mal wieder einen Knie-Spezialisten zu befragen und zu schauen, wie Du zurechtkommst. Letzten Endes ist es Deine Entscheidung, wenn Du an eine Op gehen möchtest; - eine Garantie für den Erfolg gibt es leider nicht.

Grüsse,
Oregano
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Kniegelenkschmerzen

Magg ist offline
Beiträge: 1.782
Seit: 26.06.10
Radikale Ernährungsumstellung und konsequente Nahrungsergänzung würde ich in so einem Fall machen.

Kniegelenkschmerzen

Ina123 ist offline
Themenstarter Beiträge: 41
Seit: 12.07.09
Und überhaupt keinen Arzt konsultieren?

Kniegelenkschmerzen
Clematis
Zitat von Ina123 Beitrag anzeigen
Gonarthrose mit hochgradiger, medialer und lateral/femorotibialer Degeneration(jeweils Grad IV).
III.-gradige Knorpelschäden bestehen am patellaren Gleitlager.
Mäßige retropatellare Chondropatie, hier ist an der lateralen Facette eine schmale tiefer gehende Fissur nachweisbar.
Deutlicher Erguss.
Schwerstdegenerierter Außenmeniskus mit komplexem Hinterhorneinriss, es bestehen hier ausgeprägte Substanzdefekte. Das Hinterhorn ist nicht mehr in typischer Weise abzugrenzen.
Innerhalb des Vorderhorns ist eine große intrameniskale Zyste lokalisiert. Kleine Zystenbildung auch im Innenmeniskushinterhorn, der Innenmeniskus ist höhengemindert.
Ödem in der Umgebung des Innenbandes und auch streckseitig angrenzend an die Gelenkkapsel. Keine Bandläsion. Bakerzyste ca. 5 x 3 x 1,7cm. Gelenkerguß.

Sollte das wirklich ohne OP einigermaßen wieder hinzukriegen sein? Ich möchte doch irgendwann wieder einigermaßen "normal" laufen können.
Hallo Ina,

hier noch einige Informationen, die Dir vielleicht weiter helfen können:

Wenn das Knie gereizt oder entzündet ist, dann hat das eine ganz konkrete Ursache. Zu diesen Ursachen gehören kristalline Ablagerungen im Gelenkbereich (oft verursacht durch nicht abbaubare Medikamentenrückstände), diese sind rauh und reizen, schädigen den Knorpel im Gelenk, danach entsteht eine Entzündung - da kann eine Ausleitung helfen, siehe hier im Forum unter Ausleitung...

Eine weitere Ursache ist ein unterversorgter oder auch überlasteter Knorpel, der dadurch an der Oberfläche aufgerauht ist und bei Bewegungen die Reizung verursacht. Wer schon mal genau auf einen Gelenkknorpel z.B. beim Hähnchenbein geschaut hat, wird feststellen, daß dieser außen spiegelglatt ist, ebenso ist es beim Menschen. Um eine rauhe Oberfläche zu beheben eignen sich einzeln oder als Kombipräparat Glucosamin, Chondroitin und MSM. Das sind natürliche Mittel, die den Knorpel regenerieren, den Wasserhaushalt im Knorpel, an dessen Gleitflächen und im Schleimbeutel regulieren.

Die Zysten können wiederum durch die Entzündungen im Gelenk entstehen. Ödeme und Gelenkerguß können ebenfalls auf die Entzündung zurückzuführen sein oder auf einen fehlenden Flüssigkeitsaustausch/Abfluß.

Solche Gelenkbeschwerden werden auch gerne als Arthrose bezeichnet, wenn entzündet als Arthritis. Vielfach behauptet die konventionelle Medizin die Ursache sei unbekannt oder es sei eine autoimmun-Reaktion. Auf die einfache Erklärung, daß es sich um behebbare Schäden am Knorpel und dadurch verusachte Reizungen mit folgender Entzündung oder um ausleitbare kristalline Ablagerungen handelt kommt sie nicht und will vielfach operieren, was in sehr vielen Fällen völlig unnötig ist.

Wenn wir älter werden kommen noch Abnutzungserscheinungen hinzu. Ich habe im Anfangsstadium der Knieschmerzen o.g. Mittel eingesetzt und die Schmerzen verschwanden, nach ca. 2 Wochen komplett. Bei Dir könnte es etwas länger dauern, da die Schäden bereits größer sind, doch ich würde das auf jeden Fall mal versuchen, bevor ich einer OP zustimmen würde. Versuche die genannten Mittel als Bioversion zu erhalten. Eine Besserung sollte bei Dir innerhalb von ca. 4-6 Wochen eintreten, dann braucht es noch ein wenig Geduld. Ein Schaden, der über längere Zeit entstanden ist, braucht auch länger zum Ausheilen. Wichtig ist, daß diese Mittel an der Ursache der Beschwerden ansetzen und nicht nur an den Symptomen. Versuche so wenig Schmerzmittel wie möglich dabei zu nehmen, wegen NW. Da Prednisolon selbst Entzündungen auslöst, würde ich es meiden, denn die Entzündungen im Knie sollen ja weggehen und nicht noch medikamentös gefördert werden!

Zu Prednisolon - kann schwere Entzündungen auslösen, möglicherweise weil die Zusammensetzung kristallin ist:
Entzündliche Komplikationen nach Prednisolon (PREDNI 25 LICHTENSTEIN)-Injektionen - arznei telegramm
Prednisolon: Nebenwirkungen - Onmeda: Medizin & Gesundheit
Zu Ibuprofen und weiteren Medikamenten dieser Gruppe:
MEDIKAMENTÖSE THERAPIE DER RHEUMATOIDEN ARTHRITIS IM UMBRUCH - arznei telegramm

Eine Knorpelglättung würde ich mir bei Deiner Diagnose dreimal überlegen. Wegen der bestehenden Risse, würde der Abtrag des Knorpels sehr stark ausfallen oder eben doch keine echte Glättung bewirken. Diese Risse könnten sich aber durch die Einwirkung der o.g. Mittel schließen, da sie den Knorpel wieder aufbauen. Jeder Eingriff im Knie, auch wenn noch so steril vorgenommen, birgt zudem das Risiko einer Infektion und das kannst Du wirklich nicht gebrauchen.

Gruß,
Clematis23

Geändert von Clematis (16.06.13 um 13:49 Uhr)

Kniegelenkschmerzen

bestnews ist offline
Beiträge: 5.706
Seit: 21.05.11
Hallo Ina, ich tippe mal auf Glutenunverträglichkeit als Ursache, das wird in der Regel nicht bedacht, bzw. fehlt hier das Wissen um den Zusammenhang gänzlich. Soweit mir bekannt, ist Arthrose ne Entzümndung und Gluten triggert Entzündungen Könnte ne Zöliakie dahinterstecken oder aber ne Glutenunverträglichkeit niederen Grades, auch Glutensensibilität genannt erst mal als Grobes. Strikte Ernährungsumstellung wäre nach Abklärung der Zöliakie meiner Ansicht nach angesagt.
Mein Onkel hatte ne Hüftgelenksarthrose, die ist er fast losgeworden durch eine konsequente glutenfreie Ernährung.Den Tipp hatte er von mir. Dann ist der letzte Rest nun mit 67 verschwunden nachdem er schon eine Weile MSM, organischen Schwefel einnimmt.

Ich habe übrigens auch Knick. Senk und Spreitzfuss und zu 99% keine Probleme mit meinen Knien.
Möglicherweise könnte Deinem Fuss Barfusslaufen helfen, aber ganz langsam rantasten. Ich habe das auch als Projekt vor, werde mir demnächst Barfussschuhe zulegen.
Dass man mit Barfusslaufen unter Umständen sogar Plattfüsse heilen kann, wird im "Steinzeitrezept" dargelegt von einem Orthopäden. Du kannst den Film bei youtube ansehen, lief auch schon mehrmals in den Öffentlich Rechtlichen.
Nach meinem Verständniss liegt die Hauptursache der meisten Erkrkankungen in unseren Breiten an einer Ernährung, die nicht artgerecht ist, Haustiere haben durch nicht artgerechte Ernährung sehr ähnliche Probleme. Das " STeinzeitrezept " hilft auch hier weiter .

Gute Abhandlung zur Arthorse meiner Meinung nach hier:

Arthrose - Ernährung und Ernährungstipps - Was wirklich gegen Athrose hilft

OP würde ich auf keinen Fall machen lassen.

Dranbleiben und sich nicht durch Ärzte verunsichern lassen! Es gibt auch welche, die den Zusammenhang mit der Ernährung kennen , die musst Du aber erst mal finden.
Du könntest das Problem auf der Ebene erst mal kostenlos mit Experten zum Thema Gluten hier mal kurz ansprechen vielleicht bei Bolland, der hat ein sehr gutes Buch zum Thema Gluten verfasst:

Arztsuche | Livevortraege | Videos | Medivere - Gesundheit im Netz
Arztsuche | Livevortraege | Videos | Medivere - Gesundheit im Netz

Die meisten Ärzte, die sich mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten wirklich gut auskennen sind Privatärzte und keine Orthopäden .

Alles Gute.

Kniegelenkschmerzen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ein Hinweis: es gibt Übungen, die bei Hallux helfen können:

http://www.symptome.ch/vbboard/borre...insteiger.html

Gibt man bei google "Hallux, Übungen" ein, ergeben sich noch mehr LInks.

Grüsse,
Oregano
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Kniegelenkschmerzen

Ina123 ist offline
Themenstarter Beiträge: 41
Seit: 12.07.09
Danke Dir Clematis für Deinen ausführlichen Bericht. Deine angeratenen Präparate einzunehmen, wäre zu überlegen. Hört sich jedenfalls gut an.
Prednisolon habe ich zweimal für 10 Tage eingenommen. Das ist schon eine Weile her; habe gehört, dass Kortison lange braucht, um abgebaut zu werden.
Habe seit letzten Donnerstag Pusteln/Ausschlag auf, unter und seitlich der Brust, die bis jetzt nicht weg sind. Es juckt jedoch nicht. Deshalb bin ich auch noch nicht beim Hautarzt gewesen. Ich trage Zinksalbe auf Anraten des Hausarztes auf, ja und nehme einmal am Tag eine Antiallergietablette Cetirizin.
Hallo Bestnews, ich bin mir ja nun nicht sicher, ob ich wirklich kein Gluten vertrage. Um sicher zu sein, müßte wiederum ein Bluttest und Dünndarmbiopsie gemacht werden, wie ich gelesen habe.
Das hieße wieder, die Ärzte belästigen, denn so empfinde ich jeden Arztbesuch, besonders wenn man noch Wünsche oder Vorschläge hat.
Liebe Oregano, Du hast mir hier schon so oft geantwortet, vielen Dank um Deine Bemühungen.
Jetzt bin ich erst einmal am Lesen, lesen , lesen....vielen Dank für die Links.
Übrigens Ernährungsumstellung hört sich hart an.

Kniegelenkschmerzen

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Ina,

ob ich wirklich kein Gluten vertrage. Um sicher zu sein, müßte wiederum ein Bluttest und Dünndarmbiopsie gemacht werden, wie ich gelesen habe.
Du könntest es auch so machen: für ca. 10 Tage oder auch länger alles Glutenhaltige weg lassen- Das bedeutet: selbst kochen, keine Fertiggerichte kaufen, und eben auf Getreide außer Hirse, Reis und Mais verzichten.
Das ist nicht einfach, aber es ist machbar.

Grüsse,
Oregano
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