Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)

27.09.13 10:31 #1
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Binnie
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AO




Zitat von evalesen Beitrag anzeigen
Also ich glaube, daß Google die Daten nur für Werbezwecke verwendet. Die wissen ja mit dem Test, welche Mittelchen Du brauchst, und daß wir präventativ unterwegs sind. So können sie Dir gezielt die richtigen Werbe-E-Mails schicken.
Im Moment mag das zwar vielleicht so sein, aber was uns in der Zukunft noch bevorsteht, kann Dir da wohl kaum jemand sicher sagen. Außer Spekulationen, bzw. Verschwörungstheorien. Aber die bewahrheiten sich ja in den letzten Jahren häufig schneller, als man schauen kann...

Man kann natürlich so argumentieren, dass man heutzutage wohl überhaupt eh nur noch sehr schwer dem Datenklau entkommen kann. Aber man muss denen ja nicht noch zusätzlich in die Hände spielen. Ich bin jedenfalls froh, dass ich mir bis dato bspw. auch noch nie eine Payback-Karte oder sowas habe aufschwätzen lassen!

Abgesehen davon sehe ich die Lösung gesundheitlicher Probleme nicht in den Genen, sondern in der Physiologie des Körpers, primär auch im Zusammenspiel zwischen Darm, Leber und anderen Organen und natürlich den Drüsen usw. Sonst bräuchten wir ja auch gar keine Ärzte und andere Therapeuten mehr. Man schaut sich einfach seine Gene an und weiß was zu tun ist, oder wie ? Lässt sich ggf. seine Brüste und Eierstöcke entfernen um dort Krebs vorzubeugen usw.

So, jetzt hab ich hier nochmal meine persönliche Meinung dazu geschrieben. Aber jeder macht natürlich was er will! Mein Eindruck ist langsam ehrlich auch, dass dieses Forum mittlerweile vielfach auch von ganz raffinierter und ausgeklügelter Werbung unterlaufen ist. Alte Mitglieder gibt es eh kaum noch, daher wird wohl mittlerweile auch nicht mal mehr das Registrierungsdatum eingeblendet...

Soweit mal meine Gedanken dazu.

Viele Grüße
Binnie

Geändert von alibiorangerl (27.09.13 um 15:00 Uhr)

Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)
Binnie
Themenstarter
Weitere Hinweise, dass die Genetik nur ein Puzzleteil für unser gesundheitliches und sonstiges Schicksal ist:

Bei den Bienen bspw. hängt die Entwicklung zur Königin oder zur Arbeiterin von der Ernährung der Larven ab: Je nachdem, ob die Larven mit Gelee Royale oder mit Honig gefüttert werden, werden bestimmte Genabschnitte "methyliert", also als "aktiv" bzw. "inaktiv" markiert. Gelee Royale scheint Methyltransferasehemmer zu enthalten, sodass die DNA der Königinnen weniger methyliert ist:

Abb. 1: Epigenetik
der Bienen-Entwicklung.
Gelee Royale
fördert die Differenzierung
von Bienenlarven
zu Königinnen.
Ursache fur diese
natürliche Differenzierung
scheint ein
enthaltener Methyltransferase-
Inhibitor
zu sein,

Quelle: http://www.biospektrum.de/blatt/d_bs_pdf&_id=993695
Das und viele andere Beispiele legen die Vermutung nahe, dass auch bei anderen Lebewesen die Ernährung ein ganz entscheidender Faktor auch für die Epigenetik ist und dass daher u.a. die Ernährung auch ein ganz wesentlicher Faktor für das (gesundheitliche) Schicksal ist.

Dabei können auch Mängel und Dysbalancen bei den Kofaktoren, die nötig für die Wirksamkeit der Enzyme sind, ursächlich dafür sein, dass viele Stoffwechselaktivitäten nur eingeschränkt oder gar nicht stattfinden, was ich im Folgenden an einem Beispiel darstellen möchte.

Dazu zunächst aber zu einem weiteren Enzym, welches bei CFS-Patienten wohl häufig Probleme macht, dem sog. BH4, bzw "Tetrahydrobiopterin". Im Phoenix-Forum schreibt dazu jemand Folgendes:

As I was also tested low for tetrahydrobiopterin (BH4) I did some research on this issue. In fact there are many possibilities to cause BH4 deficiency e.g. genetic issues but this seems to be not the fact in CFS because people were healthy before they became ill. So as Pall states the peroxynitrite/BH4 ratio seems to be an issue or said in another way the BH2/BH4 ratio. BH2 is recycled to BH4 by DHFR and DHPR. DHFR usually reduces folic acid to dihydrofolate and then to tetrahydrofolate. Many PWCs report to get worse when taking folic acid. So my idea is that if DHFR is forced to reduce folic acid, it cant regenerate BH2 to BH4 during this time. And this may cause an increased uncoupling of NO-Synthase which so leads to an increase in peroxynitrite generation which causes quite rapidly weakness and getting worse.
I think we urgendly need more research on BH4 and its connetions. BH4 deficiency causes muscle weakness, dystonia, parkinson like symptoms, and so on.
BH4 is needed to generate Tyrosin,Hydroxytyrosin and Hydroxytryptophan as the precursors of Adrenaline, Noradrenaline, Serotonine, melatonine, thyroxin, dopamine

Quelle: Tetrahydrobiopterin (BH4) deficiency in CFS and the connection to folate metabolism | Phoenix Rising ME / CFS Forums
Ich hingegen könnte mir, wie gesagt, auch sehr gut vorstellen, dass hier nicht selten u.a. auch Mängel und Dysbalancen u.a. an Spurenelementen zu diesen Problemen führen können. Kate hat hier z.B. dargestellt, welche Kofaktoren alle nötig sind, damit L-Phenylalanin bzw. Tyrosin in die entsprechenden Katecholamine umgewandelt werden kann, die ja u.a. für den Antrieb und die Gemütslage usw. mit entscheidend sind:

L-Phenylalanin
|
| Folat, Magnesium, Mangan, Eisen, Kupfer, Zink, Vitamin C
|
V
L-Tyrosin
|
| Folat, Magnesium, Mangan, Eisen, Kupfer, Zink, Vitamin C
|
V
D-Dopa
|
| Vitamin B6, Zink
|
V
Dopamin
|
| Vitamin C
|
V
Noradrenalin
|
| Vitamin B12, Folat, Niacin (Vitamin B3)
|
V
Adrenalin

http://www.symptome.ch/vbboard/neuro...tml#post696636
Das Enzym welches hierbei wohl auch mit eine entscheidende Rolle spielt ist ja genau auch dieses Tetrahydrobiopterin bzw. BH4, welches ja auch noch bei zahlreichen weiteren Um- und Abbau-Prozessen mitwirkt (wie bspw. auch bei der Entgiftung von Ammoniak usw.):

Detox Puzzle: Tetrahydrobiopterin (BH4)

Aus Kate´s Darstellung wird jedoch deutlich, von wie vielen Kofaktoren (unabhängig von der Genetik), die korrekte Funktion dieser Prozesse bzw. Enzyme noch abhängt! Und hier spielt (also besonders auch bei den Spurenelementen) neben der Ernährung (die Böden z.B. enthalten heutzutage nicht mehr ansatzweise die Spurenelemente, die sie bei uns vor ca. 50 Jahren noch enthielten) halt insbesondere auch die Belastung mit Schwermetallen eine große Rolle und damit auch die Fähigkeit diese vielen unterschiedlichen Kofaktoren ausreichend resorbieren zu können und die Verdrängungsmechanismen von Schwermetallen gegenüber Spurenelementen.

Und was bspw. auch das Folat angeht, so finden die entscheidenden Umwandlungsschritte wohl in den Darmzellen, also bei der Resorption statt: siehe dazu auch S. 11 + 12 (Intestinale Absorption):

http://dsg.uni-paderborn.de/fileadmi..._DGE-Folat.pdf

Insgesamt bin ich daher der Meinung, man sollte zunächst auch einmal hier ansetzen und seinen Darm und die Verdauungsfunktion allgemein stärken oder anderweitig therapieren, sodass die Resorption dieser zahlreichen Micronährstoffe auch wirklich in ausreichender Form gewährleistet ist. Dazu müssen Probleme wie bspw. zu wenig Magensäure oder eine unzureichende Bildung anderer Verdauungssäften, wie z.B. auch die der Gallensäuren, die auch für die Resorption bspw. der so wichtigen fettlöslichen Antioxidanzien u.a. wesentlich sind, erkannt und entsprechend therapiert werden. Oder auch entzündliche Prozesse, besonders auch im Dünndarmbereich usw.

Weiterhin sollte man eben auch dafür sorgen, dass man möglichst keine Eiweiß-Fäulnisprozesse in seinem Darm unterhält (bspw. durch zu großen Fleischkonsum und / oder eine Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse usw.), sodass überhaupt nur möglichst wenig Ammoniak entsteht und man somit auch die Kapazitäten des BH4-Enzyms schont.

Ammoniakintoxikation

Hauptbildungsstätte von freien Ammoniak ist der Darm. Insbesondere im Dickdarm wird durch bakterielle Einwirkung aus nicht verdauten Eiweiß Ammoniak freigesetzt und auch absorbiert. Bei intakter Leberfunktion (Enzymfunktion)* erfolgt eine rasche Aufnahme und Entgiftung dieses vorwiegend im Pfortaderblut erscheinenden Ammoniaks durch die Leber. Bei Leberschäden (Enzymmängeln)* führen Proteinmahlzeiten zu sogenannter Ammoniakintoxikation. Das Pfortaderblut gelangt unter diesen Bedingungen unter Umgehung der Leber direkt in den großen Kreislauf. Die toxische Wirkung des Ammoniaks wird vorwiegend auf das Zentralnervensystem (ZNS) ausgeübt. Bei der Ammoniakintoxikation kommt es zu Desorientiertheit und zu zerebralen Krämpfen.

Quelle: Ammoniak - DocCheck Flexikon
* ) meine Anmerkung: Enzymmängel bspw. verursacht durch Spurenelementemängel -bzw. Dysbalancen.

Oder auch hier:

Hepatische Encephalopathien - Neuropsychatrische Symptome - Paracelsus Magazin - Naturheilkunde, Psychologie, Tierheilkunde und Wellness

Eine latente Überlastung der Leber kann sich übrigens u.a. auch in Gereiztheit bis hin zu Aggressivität äußern.

Ich denke daher, dass die Darmflora und allgemein die Verdauungsfunktion bei all dem (und auch ansonsten...) schon eine sehr sehr große Rolle spielen (und natürlich die Ernährung und die Belastung mit Schwermetallen).Und zwar m.E. eine weitaus größere als die Genetik.

Wenn man bedenkt, dass der Darm für die Resorption von Nährstoffen und die Ausscheidung von Giftstoffen gleichzeitig fungiert, dann versteht man wohl ziemlich gut, dass hier in der heutigen Zeit mit der zunehmenden Giftbelastung wohl zwangsläufig auf Dauer Engpässe entstehen müssen, gerade auch weil die Aufnahme von Spurenelementen und Mineralstoffen usw. so eine difficile Angelegenheit ist!

Viele Grüße
Binnie

Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)

malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
Weitere Hinweise, dass die Genetik nur ein Puzzleteil für unser gesundheitliches und sonstiges Schicksal ist:
Davon bin ich auch überzeugt. Wenn es denn ein Puzzleteil ist, dann braucht man diesen UNBEDINGT um ein vollständiges (Puzzle)Bild zu erhalten, daher gehört die Thematik meines Erachtens dazu.

Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
Bei den Bienen bspw. hängt die Entwicklung zur Königin oder zur Arbeiterin von der Ernährung der Larven ab: Je nachdem, ob die Larven mit Gelee Royale oder mit Honig gefüttert werden, werden bestimmte Genabschnitte "methyliert", also als "aktiv" bzw. "inaktiv" markiert.
Dieses Argument passt meines Erachtens nicht auf die Thematik Gentest ja oder nein. In diesem Beispiel werden VORHANDENE UND NICHT DEFEKTE Gene ein oder ausgeschaltet. Der gentest soll ja dies nicht feststellen, sondern Gene die von vornherein defekt sind, egal ob jetzt ein oder ausgeschaltet.

Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
Aus Kate´s Darstellung wird jedoch deutlich, von wie vielen Kofaktoren (unabhängig von der Genetik), die korrekte Funktion dieser Prozesse bzw. Enzyme noch abhängt! Und hier spielt (also besonders auch bei den Spurenelementen) neben der Ernährung (die Böden z.B. enthalten heutzutage nicht mehr ansatzweise die Spurenelemente, die sie bei uns vor ca. 50 Jahren noch enthielten) halt insbesondere auch die Belastung mit Schwermetallen eine große Rolle und damit auch die Fähigkeit diese vielen unterschiedlichen Kofaktoren ausreichend resorbieren zu können und die Verdrängungsmechanismen von Schwermetallen gegenüber Spurenelementen.
Sehr richtig, das denke ich auch. Es ist wichtig die andern Puzzleteile nicht aus den Augen zu verlieren. Trotzdem ist das auch kein kritisches Argument gegen den Gen-Test, weil der eben auch ein Puzzleteil ist und die oben angeführten Probleme (Ernährung, Vergiftung) verstärken kann.
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
Ich denke daher, dass die Darmflora und allgemein die Verdauungsfunktion bei all dem (und auch ansonsten...) schon eine sehr sehr große Rolle spielen (und natürlich die Ernährung und die Belastung mit Schwermetallen).Und zwar m.E. eine weitaus größere als die Genetik.
Das ist die schwierige Frage, sind andere Puzzleteile schwerwiegender als die Genetik?

Bei einer Schwermetallbelastung wird es sicherlich ratsamer sein, auch oder zuerst dies zu behandeln. Auch die Selbstvergiftung durch eine gestörte Darmflora wird von einigen als entscheidender Grund genannt - dies speziell bei Personen, welche seit jüngster Kindheit vergiftet sind (z.B. AD(H)S, Autismus etc.).

Trotzdem bleibt die Frage, warum vertragen einige Schwermetalle besser als andere. Und hier kann (muss aber nicht) die Genetik ein wichtiger Puzzleteil sein.

Daher halte ich auch folgende Aussage für potentiell missverständlich:
In fact there are many possibilities to cause BH4 deficiency e.g. genetic issues but this seems to be not the fact in CFS because people were healthy before they became ill.
Erstens gibt es genug Personen (ich bin eine davon) die eben seit langem Krank sind, CFS Symptomatik muss ja nicht das erste Anzeichen sein, denn der Körper kann lange kompensieren.

Zweitens kann jemand sogar lange gesund sein bis mehrere Puzzleteile plötzlich gemeinsam zuschlagen (Schwermetalle, gestörte Darmflora, genetische Entgiftungsschwäche ...). Thema "Wer bringt das Fass zum überlaufen"

Ich halte es immer für gefährlich nur eine singuläre Ursache als Auslöser zu vermuten, daher halte ich es allerdings auch für gefährlich die Genetik als "nicht so wichtig" auszuschließen.

Soweit meine Gedanken dazu.

Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)

evalesen ist offline
Beiträge: 3.110
Seit: 20.08.09
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
Das Enzym welches hierbei wohl auch mit eine entscheidende Rolle spielt ist ja genau auch dieses Tetrahydrobiopterin bzw. BH4, welches ja auch noch bei zahlreichen weiteren Um- und Abbau-Prozessen mitwirkt (wie bspw. auch bei der Entgiftung von Ammoniak usw.):

Weiterhin sollte man eben auch dafür sorgen, dass man möglichst keine Eiweiß-Fäulnisprozesse in seinem Darm unterhält (bspw. durch zu großen Fleischkonsum und / oder eine Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse usw.), sodass überhaupt nur möglichst wenig Ammoniak entsteht und man somit auch die Kapazitäten des BH4-Enzyms schont.
* ) meine Anmerkung: Enzymmängel bspw. verursacht durch Spurenelementemängel -bzw. Dysbalancen.
Wie Du richtig sagst, ist BH4 Mangelware bei CFS-Patienten.

Zwei Mutationen im Methylierungszyklus sind essentiell für die BH4-Bildung:
MTHFR A1298C: dieses Enzym erzeugt ein Molekül BH4 während seiner Rückwärtsreaktion von Methylfolat in THF.

Ohne MTHFR kein BH4, da kannst Du dran rütteln, wie Du willst.

Mit CBS-Mutationen hat man erhöhte Ammoniak-Belastung, dessen Entgiftung verbraucht BH4, wie Du auch schon erwähnt hast.

Beides kann man umgehen, indem man die Mutationen anspricht, sofern man weiß, daß man welche hat.


Ob tier. Proteine im Darm vor sich hin faulen oder nicht, hängt damit zusammen, ob man Methionin aus der Nahrung verstoffwechseln kann, d.h. ob der Methioninzyklus arbeitet.
Ob der Methioninzyklus arbeitet, hängt damit zusammen, ob wir SAMe bilden können. Für die Bildung von SAMe wiederum benötigen wir das Enzym MTHFR C677T und MTR/MTRR, ferner wiederum CBS.

Lest Euch den Link durch, er ist so spannend:

http://www.anma.org/pdf/Methylation_...ed_Article.pdf

Jeden Moment passieren im Körper Trilliarden Methylierungsprozesse. Die Genemutationen zu kennen, die diese Methylierungsprozesse steuer oder eben nicht steuern, kann unsere Gesundheit bestimmen.

Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)
Binnie
Themenstarter
Zitat von evalesen Beitrag anzeigen
Beides kann man umgehen, indem man die Mutationen anspricht, sofern man weiß, daß man welche hat.
Und wie spricht man diese Mutationen an, außer dass man 5-MTHF und Methylcobalamin nimmt ?

Ob tier. Proteine im Darm vor sich hin faulen oder nicht, hängt damit zusammen, ob man Methionin aus der Nahrung verstoffwechseln kann, d.h. ob der Methioninzyklus arbeitet.
Das wage ich doch sehr zu bezweifeln, dass das der einzige Grund ist (falls überhaupt...)! Wenn Dein Darm-PH zu hoch ist, weil Du bspw. zu viele Fäulniskeime im Darm hast, dann fängt das ganze an zu faulen... Der Darminhalt ist quasi exterritoriales Gebiet und hat mit den Enzymen, die in der Leber usw. gebildet werden nicht viel zu tun! Außer dass die arme Leber dann den ganzen Dreck aus der Pfortader entgiften darf... Mein Homocystein-Wert ist bspw. sehr schön niedrig, aber mit zu viel tier. Eiweiß hab ich trotzdem, nach wie vor, Probleme! Meine Vermutung ist, dass ich immer noch unter Spurenelementmängeln leide, nach dem vielen DMPS... Mein Darm war ja auch noch lange danach entzündet... Wo diese Defizite als erstes zu Tage treten, ist wahrscheinlich auch Sache der Konstitution oder was weiß ich ? Früher hatte ich jedenfalls nicht diese Probleme!

BiancaSing war ja eine der ersten hier im Forum, die diese Tests gemacht hat. Hier schreibt sie ihre Erfahrungen dazu: http://www.symptome.ch/vbboard/borre...tml#post711835

Hier beschreibt Michael Martin die Pathomechanismen bspw. bei Pankreasinsuffizienz:

Im Rahmen einer exokrinen Pankreasinsuffi zienz kommt
es nicht nur zu einem Mangel an fett- und eiweißspalten-
den Enzymen (Lipase, Trypsin, Chymotrypsin), sondern
auch zu einer unzureichenden Abgabe von Natriumhyd-
rogencarbonat in das Darmlumen (s.u.). Dies ist deshalb
von zentraler Bedeutung, weil die Enzyme des exkretori-
schen Pankreas nur in Anwesenheit einer ausreichenden
Menge von Natriumhydrogencarbonat (alkalisches Milieu)
aktiviert werden. Insgesamt resultiert daraus eine unzurei-
chende Aufspaltung verschiedener Nahrungsbestandteile.
Im Darmlumen verbleiben unterschiedlich konzentrierte
Mengen hochmolekularer Fette und Eiweiße, die nicht re-
sorbiert werden und somit in unphysiologischen Mengen
in die tieferen Darmabschnitte gelangen. Hier bekommt
nun die fett- und eiweißverstoff wechselnde Darmfl ora Zu-
griff auf die unzureichend ausgenutzte Ingesta, wodurch
diese Überlebensvorteile erhält und aufwuchert. Die Folge:
Die Aktivität der Fäulnisfl ora nimmt zu, wodurch vermehrt
putride Stoff wechselgifte gebildet werden. Der daraus
resultierende Anstieg des pH-Wertes im Darmlumen be-
einträchtigt die darmeigene Entgiftungskapazität, so dass
die Betroff enen aus dem Darmlumen subtoxisch belastet
werden. Neben Meteorismus und allgemein starken gast-
rointestinalen Befi ndlichkeitstörungen (s.o.) kann es nun
aufgrund einer vermehrten Bildung biogener Amine zu
einer Verschärfung der Problematik kommen.

Quelle: http://www.ganzimmun.de/seiten/downl...wnload_id=2720
Jeden Moment passieren im Körper Trilliarden Methylierungsprozesse. Die Genemutationen zu kennen, die diese Methylierungsprozesse steuer oder eben nicht steuern, kann unsere Gesundheit bestimmen.
Zum Glück besteht unser Körper und unser Leben aber aus viel mehr als aus irgendwelchen Methylierungsprozessen...

@malk: ich war eigentlich bis 35 Jahre "gesund". Gut, ich hatte ja bereits mit 7 Jahren meine ersten A-Füllungen und da gelegentlich schon Probleme, aber wer hat das heutzutage nicht ? Ich denke das muss jeder für sich selbst entscheinden, wieviel Gewicht er dem Thema Genetik beimisst. Für mich jedenfalls ist das erstmal kein Thema! Und die Amis sind ja wirklich nicht nur Vorreiter für gute Entwicklungen... Mich interessieren aber durchaus Eure Ergebnisse genauer!

Viele Grüße
Binnie

Geändert von Binnie (11.10.13 um 20:54 Uhr)

Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)
Binnie
Themenstarter
Hier noch eine recht gute Internetadresse, um sich genauer zum Thema Genetik schlau zu machen:

wissensschau.de - Forschung, Ethik und Medizin

Hier wird u.a. auch diskutiert, wie diese Gentests zum jetzigen Zeitpunkt zu bewerten sind:

Gentests - Was ntzt das Wissen? | wissensschau.de

Und einen Newsblog, z.B. auch mit Neuigkeiten zu Firmen, die solche Gentests anbieten, gibt es auch:

NewsBlog

VG Binnie

Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)
exfrg
Anmerkung:
Dieser Beitrag ist eine Kopie von dort http://www.symptome.ch/vbboard/cfids...tml#post979598
AO


Zitat von malk Beitrag anzeigen
Wie, was, wo? Ich lese ja fleisig herum (Bücher, Netz, Forum). Aber was sind DNA Addukte?
vergiss DNA Addukte ganz schnell.
es ist eine masche, kranken menschen das geld aus der tasche zu ziehen, nicht mehr und nicht weniger.

ich habe an ein labor, welches vorgibt solche messungen zu machen, blutproben von mir unter versch. namen gesendet und es kamen stets unterschdl. ergebnisse heraus. ich habe dann fremdes blut unter meinem namen und unter dem namen des tatsächlichen spenders dorthin gesendet und siehe da, das fremde blut unter meinem namen ergab das selbe ergebnis wie mein blut unter meinem namen, aber unter dem namen des spenders kam etwas ganz anderes heraus.

ich empfehle dringend den moderatoren, beiträge über ein gewisses labor oder versteckte werbung hier zu löschen. beweise liefere ich gerne. wenn ich kräftemäßige unterstützung bekomme, würde ich auch das labor verklagen. die beweise sind stichhaltig

von daher bin ich auch skeptisch, was die 23andme diagnostik angeht, insb. da eine journalistin von versch. labors unterschdl. ergebn. bekommen hat, darunter auch 23andme.

lg
frego

Geändert von alibiorangerl (14.01.14 um 14:31 Uhr)

Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)

paule ist offline
Beiträge: 1.060
Seit: 01.02.10
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
Hier noch eine recht gute Internetadresse, um sich genauer zum Thema Genetik schlau zu machen:

wissensschau.de - Forschung, Ethik und Medizin
gemäss einem Vortrag eines Epigenetik-Wissenschaftlers sind einige der Aussagen dieser Seite zur Epigenetik beim Menschen falsch.
leider habe ich die Quelle nicht parat.

Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)
Binnie
Themenstarter
Hallo Paule,

könntest Du bitte konkreter werden ? Gemäß welcher Aussagen usw. Mich würde insbesondere auch interessieren, welche Aussagen dieser Wissenschaftler konkret anzweifelt, und warum, bzw. was seine Theorien dazu sind und wenigstens auch wie dieser Wissenschaftler überhaupt heißt, sodass man mindestens vielleicht selber googeln kann... Andernfalls kann man mit Deinem Beitrag leider rein gar nichts anfangen.

Ansonsten sehe ich den Autor dieser Seite auch nicht unkritisch, gerade auch seine Ausführungen hinsichtlich Impfungen usw. Er ist ja offensichtlich sehr streng schulmedizinisch orientiert. Wobei die Genetik natürlich auch insbesondere eine Domäne der Schulmedizin ist.

Also bitteschön "Butter bei die Fische" oder wie es so schön heißt... Du selbst verlangst von anderen immer Quellenangaben und Beweise, stellst aber selbst völlig pauschale Behauptungen auf, ohne auch nur die geringste Möglichkeit der Nachvollziehbarkeit für andere anzubieten.

Viele Grüße
Binnie

Geändert von Binnie (16.01.14 um 12:19 Uhr)

Genetische Tests - Methylierung (Kontra-Meinungen)

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.917
Seit: 09.09.08
Wuhu,
interessant, welche/s Patent/e das Google-Start-Up Unternehmen 23andMe sein eigen nennt - und natürlich niemals nie und nimmer nicht jemals auch nur irgendwie gewinnbringend anwenden wollen würde...

FDA Considers Approving Genetically Modified Human Tech - Susanne Posel | Susanne Posel -> Google-Übersetzung: https://translate.google.at/translat...ech%2F&act=url
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller


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