Was denkst du?

08.08.07 00:44 #1
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Was denkst du?

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Shayenne

Die Möglichkeit an die ich dachte, auf die bist du jetzt selber draufgekommen. Zufall?
Mir ist zwar ein anderer Satz aufgefallen:
musste wohl auf meiner stirn ein spruchband abgelaufen sein: quält mich - ich bin ein gutes opfer!
Indem Du, oder was auch immer in Dir, Dir mit Deiner situativen Gewichtszunahme die Freude vermiesst und so immer quälst.
Vielleicht hast Du diesen Satz auch verinnnerlicht und/oder es ist das "bist wie Deine Mutter".
Manchmal sitzen solche Sprüche "nur" in der Seele und man kann sie wenn oft auch nach viel Zeit dort mit Hilfe von guten Psychologen wieder löschen. Manchmal ist es aber schon in den Geist gegangen, dann ist es (wie) ein Fluch. Dann kann man es meiner Ansicht nach mit reiner Psychologie nicht mehr wegbringen. D.h man muss den geistigen Aspekt einbeziehen, dh eine andere Ebene einbeziehen. Ich weiss von etlichen Fällen, wo man es zB bei einem Seelsorger wegbringt, in beiden obgenannten Fällen.
Weiss nicht, wie Du es mit der Gretchenfrage "wie stehst Du zum Glauben?" hast. Solltest Du dem gegenüber nicht abweisend sein, dann könnte ich Dir, wenn ich Deine Wohnregion/Stadt/PLZ kennen, eine Stelle angeben, die Dir einen christlichen Seelsorger oder so ähnliche vermitteln kann.
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Was denkst du?

shayenne ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 07.08.07
hallo beat!
lustig - die "gretchen"-frage habe ich mir auch gestellt. gestern. und ob das vielleicht ein weg, oder ein zusätzlicher weg, sein könnte.

melde mich wieder, wenn ich darüber nach gedacht habe!

lg shayenne

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Shayenne

Schon wieder Zufall??? (denke nicht)

Bete sonst auch darüber, schaden tut es nie... :-)

Bis dann
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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shayenne ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 07.08.07
für mich
gibts keine zufälle - es ist vorsehung
gibts nicht nur ein leben - es gibt viele
gibts keinen stillstand - es geht immer vorwärts
gibts nicht nur böses - es gibt mehr gutes
gibts kein allein-sein - es gibt familie
gibt es keine halbleeren flaschen - sie sind immer halbvoll
gibt es kein unnötiges unglück - es hat immer seinen grund
gibts keine probleme - es gibt lösungen
gibts keine unmöglichen fragen - es gibt nur unmögliche antworten

für mich
geht das leben immer weiter
und den rucksack den wir tragen
den müssen wir nutzen
uns zu ernähren
uns zu tränken
um uns den rücken nicht zu beugen


in diesem sinne
en schöne obed!

lg shayenne

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Shayenne

Kein Zufall also, dann bin ich gespannt was daraus wird
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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shayenne ist offline
Themenstarter Beiträge: 20
Seit: 07.08.07
olà!
also, ich habe nachgedacht (dieser satz erzeugt in meiner umgebung immer ein deutliches aufatmen und stirnrunzeln *lach*)

was ist glauben? wie definieren wir glauben? was bedeutet glauben? wie wirkt sich das auf das leben aus? was können wir damit erreichen, machen?

was ist glauben?: einer aussage die nach unserem gefühl her richtig ist schenken wir glauben. das bedeutet, dass wir das für wahre münze nehmen, und uns daran halten.
wie definieren wir glauben?: es ist richtig, es ist korrekt, es stimmt in sich und für sich selbst. (wobei: was stimmt und was nicht?)
wie wirkt sich das auf das leben aus?: wir haben einen leitfaden, in dem wir dem glauben schenken, was wir hören, fühlen, lesen... wir tragen es weiter, geben es weiter, lassen uns davon führen.
was können wir damit erreichen, machen?: wir schustern uns ein leben zusammen, wir reden uns gefühle, tatsachen ein, solange bis sie eben so sind. wir können sogar erfolg damit haben, wenn wir uns das richtige einreden. (wobei: was ist das richtige?).

als ich ungefähr 12 jahre alt war, gab es für mich nichts interessanteres als der religions-unterricht und der sonntägliche besuch in der kirche. ich war in vielen jugendlagern in denen es um gott ging. meine bibel ist abgewetzt, und es hat hunderte von zettelchen drin, auf denen die weisheiten aus der bibel wiederholt, erläutert werden.
aber: es konzentriert sich alles auf gott. was mich irgendwann doch verwirrte. es gab dann später eine situation, in der ich mich an gott wandte und ihn um ein zeichen oder eine antwort bat. ich habe sie bis heute nicht bekommen (vielleicht auch übersehen). und es war mir in dieser situation nicht mehr möglich, daran zu glauben. gott konnte mich nicht mehr erreichen.

später, als ich dann doch schon ein paar jährchen älter war, stellte ich mir immer wieder die frage: soll ich mich gott zu wenden oder nicht.

und immer wieder bin ich über diese diskussionen gestolpert. und sie enden immer im kreis. und der häufigste satz den man hört: ich glaube zwar an etwas höheres, aber nicht an gott.

und ich glaube: dass jeder von uns ein stück von ihm ist. also ist jedes von uns gott. (bitte richtig verstehen). es heisst: gott ist überall, in jedem. also, bedeutet das auch in jedem menschen. und jeder mensch kann wirken. sei es nur mit einem lächeln, sei es mit zuhören, sei es mit trost spenden, egal womit. jeder wirkt.

meinem sohn fällt es sehr schwer, zu verstehen, dass das ding gott heisst. und es fällt ihm noch schwerer zu begreifen, dass man ihn in der kirche "antrifft", wo doch gott überall ist. und er tut sich schwer mit dem gedanken, dass der besuch in der kirche samstags oder sonntags sein soll. wo doch gott in allem drin ist, und alles jeden tag und jede nacht um ihn rum ist.

und das ist es, was mich dann am ende überzeugt hat.
ja, ich glaube. egal wie ich es nenne, egal wie ich es lebe.

um deine frage nach dem seelsorger zu beantworten:
im gespräch mit einem seelsorger ist mir das ganze immer zu *alles-hat-seinen-sinn*- und *er-wird-es-regeln*-lastig. viellelicht ein bisschen realitätsfremd.
anhand meiner vorherigen aussagen denke ich, kann mir ein anderer mensch genau so helfen. sei dies ein psychologe, oder mein nachbar, mein sohn oder meine bekannte.
wer es schafft, meine gedanken anzustossen, schafft es auch, den prozess in gang zu setzen, der bewirkt, dass man sich entwickelt, und manchmal antworten findet. und manchmal vermehren sich die fragen, die quälen und sich einnisten.
ist es nicht unsere aufgabe, sie zu leben, sie zu verstehen, und irgendwann zu beantworten?
dass es uns manchmal schlecht geht dabei (sei dies körperlich oder psychisch) ist klar, weil ja der gedanke den anstoss gibt. versuche ich nicht die frage zu stellen, und sie vielleicht zu beantworten, bleibt der gedanke einfach liegen.

was du sagst - das denkst du
was du denkst - das fühlst du
was du fühlst - das lebst du

in dem sinne
en schöne nomitag!

lg shayenne

Was fühlst du?

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Liebe Shayenne

eindrückliche Geschichte, die du da überlebt hast!
Betr. deinen Kilos war mein erster Gedanke: du darfst nicht schön sein, also musst du Kilos zulegen, damit dir ev. nicht nachgesagt wird, du seist wie deine Mutter eine .... Ich könnte mir vorstellen, dass du das Tun deiner Mutter (wenn ich es aus deinen Worten richtig interpretiere) emotional noch nicht integriert hast. Die wäre ein Punkt, an dem du arbeiten könntest.

Ein weiterer Gedanke: Kinder die sich ungeliebt fühlen, tun alles um sich geliebt zu fühlen, auch wenn sie spüren, dass das was geschieht nicht richtig ist. Innerlich bringen sie das dann doch nicht "auf die Reihe" und es muss ihnen irgendwie wieder begegnen (Sinnfrage), damit sie es noch integrieren können.

weiter: du musst nicht Ereignisse/Lasten mittragen, die nicht "deine" sind, auch wenn du direkt daran beteiligt warst: Du warst ein KIND!
Gebe sie in einer Meditation an die Personen zurück, von denen du (überfordert) mitgetragen hast! Stell es dir vor, wie du die Last in einer kreativen Form an sie zurück gibst und fühle dann in dich, wie du dich fühlst....

alles Gute wünscht dir

Pius
__________________
Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius


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