Farben meiner Seele

24.08.12 22:04 #1
Neues Thema erstellen
Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Ist ein Innehalten in der beschleunigten Welt möglich?

Das Leben bejahen. All das darin und das damit gelebte, ist so, wie es ist.

Gemeinsam wurde unsere Siedlungsgemeinschaft aufgebaut. Jahr für Jahr kamen neue Häuser dazu, bis all die dafür vorgesehenen Grundstücke bebaut waren.
Es wurde gehämmert, geklopft, gesägt und gebohrt... halt eben all das, was üblich ist an Siedlungsaufbaugeräuschen. Bis es irgendwann eines guten Tages plötzlich still wurde - keine Speismaschine mehr, die rumpelnd lief. Der Bauschutt etc. wurd langsam aber sicher an die Seite geschafft, es entstanden die ersten wunderschönen Gärten und irgendwann waren Vögel zu hören. Kann mich noch gut an die ersten beiden Jahre nach Einzug erinnern - rundherum ums Haus eine Baubaustelle, die langsam aber sicher aufgeräumt wurde. Senf als Dünger wurde gepflanzt, umgegraben, die Gartenanlagen hergerichtet und plötzlich eines guten nachmittags, da hörten wir ihn: den allerersten Siedlungsvogel. Familien, die bereits Kinder hatten, zogen in ihre ersten Häuser ein. Schwangere Mütter sah man so nach und nach. Kinderwagen wurden geschoben. Sie wuchsen heran, die lieben Siedlungskinder. Es gab reges kunterbuntes lebendiges Siedlungserlebniskinderleben in unserer Siedlung. Niemand pflanzte seinen Garten mit Sträuchern zu. Kinderförmchen und all was, was eine Sandkiste ausmacht, wanderte in unterschiedlichste Familiensandkisten. Die kleinen Kinder gingen gemeinsam in den Dorfkindergarten, in die Dorfgrundschule, wechselten in die unterschiedlichen Schulsysteme der naheliegenden drei Städte. Sie waren und sind mir ans Herz gewachsen, die lieben Siedlungsfamilien. Irgendwann trennten sich die Wege der hier aufgewachsenen Kinder, sie zogen weg (Studium, Ausbildung, Zusammenwohnen mit dem Freund/der Freundin) und es wurd ruhiger und ruhiger. In der Siedlung wuchsen die Hecken höher und die Sträucher breiter, wir wurden/werden irgendwie gemeinsam älter. Vor Jahren war Wochenendgeklopfe im eigenen Garten unüberhörbar und gehörte zum Siedlungsalltag irgendwie mit dazu. Auch dieses verebte langsam aber sicher in ein gelegentliches: hier und dort wird was erneuert, da wird es etwas lauter und dann wieder ruhiger. Die nun prägenden Siedlungsgeräusche sind eher die Freitagsrasenmäher. Und selbst gestern Abend, bei dem wunderschönen Wetter draußen, war es recht, recht ruhig. Tagsüber nicht, viele in der Siedlung saßen draußen; ab einer gewissen Uhrzeit roch es lecker nach Gegrilltem. Wir führen hier insgesamt ein eher ruhiges Siedlungsleben. Und nun steuern wir so nach und nach auf ein gemeinsames Rentnersiedlungsdasein zu. Die ersten Renter gibt es, man hört sie kaum und sieht sie nur hin und wieder in ihren Gärten arbeiten. Aus unserer lieben Nachbarschaft ist nun unser erster Nachbar im zweiten Ruhestandsjahr.
Anfangs seines ersten Rentnerjahres wurd es lauter in seinem Garten, zum Sommer hin wurd auch er ruhiger. Der Winter kam und ging vorbei und es zeigten sich die ersten Frühlingsblumen draußen und seitdem.... es ähnelt eher
dem Leben in einem Industriegebiet mit den dazu gehörigen Geräuschen, die nun mal eben nicht immer leise sind. Wer ihn nicht kennt, geht davon aus, dort ist er hinter seinem Haus nebenerwerblich industriemäßig tätig. Ist er jedoch nicht.
Nachts hab ich wenig Schlaf, so daß ich, um diesen Schlafdefizit besser ausgleichen zu können, gerne ein sog. Mittagsnickerchen mache. Dieses ist seit dem leisen Frühlingserwachen erschwert möglich, so daß langsam aber sicher spürbar wird, wie wertvoll Schlaf ist. Es gibt Menschen, die bei selbst lauten Geräuschen schlafen können. Ich kann das leider nicht.

Es liegt soviel Kraft in der Erholung eines geruhsamen Schlafes. Was einst so selbstverständlich war, wird nun irgendwie ein weniglich herbeigesehnt.
Ein zu-wenig-an-Nachtschlaf läßt einiges an Möglichkeiten in einer ruhigen Siedlungsgemeinschaft zu.

Es ist schon eine wahre Kunst des Moments, aus dem an zu-wenig-an-Schlaf
ein bejahendes ja werden zu lassen. Ein zu-wenig-an-Schlaf macht müde....
zwar nicht für den Moment, nicht für eine Woche, nicht für einen Monat....
aber irgendwann, da spürt der liebe ein-wenig-an-den-Schlaf-Körper den Schlafdefzit, der fehlt. Eine gewisse Zeit läßt sich das überbrücken und man nimmt es so hin in der Hoffnung, es wird besser werden....

Schlaf, der fehlt, der fehlt wirklich im Alltagsleben.
So ist es nun, das Wetter des Lebens.
Und ich wünsch mir einen ruhigen Siedlungsnachbarn. Einige Häuser weiter wohnen drei Rentner. Man "hört" sie nur beim Rasenmähen. Von ihnen keine Geräuschkulisse von Hämmern, Bohren, Klopfen, Sägen.....

Es bringt nichts, gedanklich nach dem Greifen zu wollen, was nicht da ist... keine Chance auf Erfolg.... da dreht sich eher noch mehr das Gedankenhamsterrad.

Wer kennt das nicht, gedanklich das haben zu wollen, weil..... und es ist nicht da, nicht vorhanden..... vielleicht kommt es ja irgendwann vorbei, das Wertvolle.
Sich schlafen legen, einschlafen, durchschlafen und erholt aufstehen - den Tag mit Energie bewältigen.
JA dazu sagen, daß es im Moment so ist, wie es ist. Es bringt nichts, sich anderweitig gedanklich darin "zu verweben". Gedankenverwebungen bringen manchmal recht weit weg von dem, was ist und sie können auch so kleben.

https://lh3.googleusercontent.com/-1...52Bherzens.JPG
Egal, wie es gewendet oder gedreht wird: der fehlende Schlaf, er bleibt der Meinige. Ich kann ihm ja ganz liebevolle Herzchen schenken.

So klopft es an der Seelentür, die leicht angelehnt ist am Seelentürrahmen.
Eine Stimme antwortet: "Ja, moment, komm sofort. Wer ist denn da?"
Da tönt es ganz freudigst von draußen: "Ich bins, Dein fehlender Schlaf."
Bevor die Tür ins Schloss fällt, ist von drinnen zu hören: "Ach nö... nicht Du schon wieder. Kannst Du nicht mal wo anders hingehen..."
Da zuckte der fehlende Schlaf mit den Schultern und trottete langsam von danen.
War gerade keiner da, der ihn verstand.

https://lebensradweg.files.wordpress...ng?w=452&h=602

Das könnte der erholsame Schlaf sein - im Moment. Ruhig und erholsam.
http://www.klang-der-worte.de/assets...s/wasser21.gif

Das könnte der fehlende Schlaf sein - im Moment. Irgendwie unruhiger.
http://www.klang-der-worte.de/assets...s/wasser20.gif

So könnten sie sein, die Farben der Seele.
Und wie läßt sich nun das Unruhige mit dem Ruhigen verbinden.
Das Eine, es schwimmt nicht in das Andere. Es vollzieht sich innerlich erlebbar wie eine Trennung - und doch gehören sie zusammen.
So ist das mit den Lebenspolaritäten - das Eine schließt das Andere nicht aus.
Wohl dem, der die Ruhe des Schlafens findet und von der anderen Seite nichts weiß. Das wünsch ich jeder/jedem.
Beide Seiten voller Vertrauen, Hoffnung, Geduld, Fürsorge, Zuversicht miteinander zu verbinden, wie kostbar wäre das - nicht nur bezogen auf den Schlaf. Ausgehend von dem, was Leben den Polaritäten der eigenen Seele schenkt.
http://www.klang-der-worte.de/assets...n/a_frac52.jpg

Themenwechsel - wunderschöne Naturaufnahme
http://s32.dawandastatic.com/Product...964817-840.jpg

alles Liebe
flower4O

Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt." (Mahatma Gandhi)

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
http://s31.dawandastatic.com/Product...6808668-99.jpg

Mich selber mögen wollen... bedeutet: Annahme dessen, was ist und ich mag das absolut nicht, daß ich nicht schlafen kann. Ich WILL dann schlafen und je mehr ich das will, umso weniger wird das mit dem, was ich nicht mag.
Und Schlaf macht schön, genauso wie Regen.
Und wertvoll schön ist jeder Mensch, egal, ob nun mit wenig Schlaf oder viel Schlaf oder viel Regen oder wenig Regen.
Würd nie sagen: Du bist wertvoll unschön, da der Schlaf fehlt.

Eigentlich ist Schlaf genug da....

Ein sich auf sich selber konzentrieren tut gut in manchen Situationen; das aufzuschreiben ist hilfreich. Das damit Teilen noch wertvoller. Es wäre schade, würd das Aufgeschriebene im Papierkorb landen.
Das Leben schenkt immer wieder neue Herausforderungen, an denen eigenes inneres Wachstum möglich ist.

Wünsch einen liebevollen, achtsamen und dankbaren Farbenseelenvertrauenstag gefüllt mit kostbaren mamaya-momenten.

alles Liebe
flower4O

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Vertrauen ist die Rinde am Baum der Hoffnung.
(Sprichwort) gutezitate.com

http://s32.dawandastatic.com/Product...139826-657.jpg
Das könnt er sein, der liebe Baum Ich-kann-nicht-schlafen.
Er ist gut so, wie er ist; er schaut so liebevoll bunt aus.
Wird schon zulegen der liebe Baumstamm; mit ganz viel Vertrauen, Hoffnung
und Dasein im Moment.
Ist der liebe Mensch mit schönem Entspanntsein (z.B. Kuchenbacken - der leckere Kuchen der Vertrauenshoffnung) beschäftigt und meldet: Ich kann-nicht-schlafen..... naja das findet halt "gedanklich im Kopf statt". Von diesem "Ich-kann-nicht-schlafen - guck mal: ich bin wieder da als lieber Gedanke" wird der Entspanntseinkuchen auch nicht schneller fertig. Da ist es doch besser, gedanklich bei dem zu bleiben, was lecker fertiggemacht wird
und den Guck-Mal-ich-bin-wieder-da-Gedanken in die Kuchenwüste zu schicken oder auf den Mond. Die liebe Kuchenwüste ist sehr geduldig und der liebe Mond ist es glaube ich auch.
Alles wird gut werden, ganz bestimmt.
Alles zu seiner Zeit und die gibt es. Es gibt eine Zeit zum Schlafen, eine Zeit für Nickerchen, eine Zeit zum Träumen, eine Zeit zum Wachwerden, eine Zeit zum .... halt alles zu seiner Zeit. Und Zeit läßt sich nicht vorbestimmen, obwohl sie 24 Stunden am Tag ununterbrochen läuft und läuft und manchen läuft die Zeit einfach weg. Mich hat noch keine weggelaufene Zeit wieder überholt. Eigentlich schade, sonst hätte ich noch mehr davon und was würd ich dann mit all der vielen Zeit machen. Ich glaub, ich würd u.a. Entspanntseinkuchen backen und mehr bei dem Verweilen, was es gerade gibt im Leben. Einfach in diesen so kostbaren und wertvollen Momenten. Mich hat auch noch keine Zeit, die andere evtl. vorgearbeitet haben, überholt. Würd sie nicht für mich gebrauchen wollen - bin ehrlich und würd sie wieder zurückgeben und ein großes Stück Entspanntseinkuchen dazulegen. Und manchen rennt die Zeit davon. Hab noch nie jemanden hinter seiner Zeit herrennen sehen. Ich glaube, der Moment ist kostbarer wie/als die Zeit. Bin eh schon seit vielen Jahren zeitlos. Meine Kleidung ist ziemlich zeitlos - einfach eher bequem; mir gefällt sie und ich fühl mich wohl darin. Mein dafür vorgesehenes Uhrenhandgelenk ist zeitlos. Hat schon seine liebevollen Vorteile, solch ein zeitloses Uhrendasein. Mich "hat es genervt", täglichst nach der Zeit zu leben. Manches braucht seinen zeitlichen Rahmen, ohne den geht es nicht - aber nicht pausenlos bitteschön und ständig dieses Angetriebensein mit Uhrenzeitblick. Manchmal verlier ich sie einfach, meine Zeit. Und sie kommt auch nicht vorbei, klopft an meine Schulter, schaut mich entrüstet mit großen Zeitaugen an und gibt mir zu verstehen, daß ich sie verloren habe. Und manchmal, brauch ich mal die Zeitangabe, gibt es einen Mund zum Fragen. So manch recht lustige Begebenheit trug sich zu beim Zeitnachfragen Menschen gegenüber, die ihrer Zeit hinterrennen und doch eigentlich keine Zeit haben, zu sagen, wie die Zeit gerade im Moment ist.
So manch erstaunte und auch lustige Blicke: Wie, geht das wunderschöne Leben auch ohne Uhrenzeit und läßt sich alles mit Fragen nach der Zeit klären.

Werd mal lieber ein leckeres Stückchen Schokoladenentspannseinkuchen essen und ihn genießen und bin halt eben einfach auf der Suche nach den passenden Momenten, um den Ruheort in mir wiederzufinden. Ich trage ihn in mir, in der letzten Zeit lief er mir oft genug über meine Lebensalltagswege.
Kostbar ist solch ein Farbenseelenruheort. Dort wünsch ich zu verweilen, immerdar jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde. Und es wird/ist dann so wunderschön ruhig im Gedankenkopf des Radios. Die Gedankensender scheinen sich dann in Wohlgefallen aufzulösen oder sie ziehen sich in die Kuchenwüste zurück. Keine Ahnung...... wo sie dann Verweilen. Das überlass ich ihnen. Sie lassen mich in Ruhe an diesem Farbenseelenruheort und dort führt mich meine Farbenseelenreise hin. Er hat so wunderschöne sanfte, weiche Farben und ab und an wird einem warm ums Herz, einfach nur so. Da brauch ich mich nicht anstrengen, aus ihm und mit ihm kommt alles von alleine und mir fällt die HB-Sendung früherer Jahre ein: Wer wird den gleich in die Luft gehen?

http://1.bp.blogspot.com/-wwHZs6t0cm...2B17.13.07.jpg

Wünsch einen liebevollen, achtsamen und dankbaren Farbenseelenruhetag gefüllt mit kostbaren mamaya-momenten.

alles Liebe
flower4O

Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.
Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

AW: Farben meiner Seele

Rawotina ist offline
Rubrikenbegleiterin Schüssler Salze
Beiträge: 2.744
Seit: 17.07.10
Liebe flower,

so ähnlich ging es unserer ältesten Tochter.
Schönes Haus in einer Siedlung am Dorfrand gebaut - wochenlanges Hämmern, Sägen, Bohren in der ganzen Straße. Dann Einzug mit großem Straßenfest. Schöne Gärten entstanden - alle fühlten sich wohl in dieser Idylle am Waldrand.

Nach und nach verkauften die alten Bauern des Dorfes ihre Felder und mit der angenehmen Stille war es nun vorbei (Windräder, Schredderanlage, Klärschlammlagerung, Vergrößerung des Umspannwerkes, Autobahn, Rodung von Waldstücken für die großen Strommasten...) Viele Unterschriftensammlungen - alles vergeblich. Mit dem erholsamen Schlaf und dem Kaffeekränzchen im Garten ist es längst vorbei. Die Hecken werden immer höher, weil die Umwelt immer lauter wird. Unsere Tochter fand wochenlang keinen Schlaf mehr, konnte sich arbeitsmäßig nicht mehr konzentrieren, ist dann plötzlich umgefallen und liegt nun zur Beobachtung im Krankenhaus. Wir machen uns große Sorgen.

Liebe Grüße von Rawotina

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Liebe Rawotina,
fühl Dich liebevoll umarmt.
Das Eure älteste Tochter solches erfahren hat, tut mir sehr leid.
Daß ihr Euch große Sorgen macht, ist verständlich.

Was anfangs so wunderschön werden sollte bis in hohe Alter hinein,
ändert sich langsam aber sicher durch äußere Einflüsse. Gegen das, was von Außen kommt, kann man teilweise nichts machen und ist dem "irgendwie ausgeliefert". Find es prima, daß es zu Unterschriftensammlungen kam,
auch, wenn sie nichts brachten. Es zeigt den Zusammenhalt der Siedlungsgemeinschaft.
Wenn angenehme Stille sich verliert, fehlt die damit verbundene Entspannung. Und gerade diese ist für die Bewältigung des heutigen Alltaglebens so wertvoll.
Lärm kann krank machen. Zu wenig Schlaf ist alles andere als angenehm und läßt sich nicht durch ein Pflaster auf der Seele wieder ausgleichen.

Ich hoffe, daß Deine Tochter einen Weg findet, einen Ort oder kleine Orte der Stille zu finden. Das hoffe ich für sie von ganzem Herzen und auch für Euch.

alles Liebe
flower4O

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
https://s-media-cache-ak0.pinimg.com...24263eba82.jpg

Wir haben Ausschau nach dem Einbau eines schallgedämmten Fensters gehalten und werden uns nun langsam aber sicher mit gewissen Maßnahmen von zusätzlich angebrachter Schalldämmung kümmern dürfen.
Gedanken über einen Wohnortwechsel wurden ausgesprochen.
Für mich ist das aus gewissen gesundheitlichen Gründen kein Dauerzustand auf die Jahre gesehen, um hier in unserer Siedlung ganz in Ruhe alt werden zu dürfen und auch zu können.
Würde mein Mann in 2 1/2 monatelangem Hämmern, Bohren, Hammerklopfen
ein kleines Holzteil für einen Strandkorb und ein winzig kleines Frühbeetchen "hervorzaubern", glaube ich, würd ich "den damit verbundenen Zauber" der
gärtnerischen und häuslich verbundenen Arbeitsbereiche..... um es einfachst auf den Punkt zu bringen, "ich käme mir verschaukelt im gestalterischem Dasein seiner gärtnerischen Fähigkeiten" vor. So gärtnerisch blind bin ich nun auch nicht. Das frühere riesengroße Hausgrundstück meiner Eltern (ca. 4000 m2)
durften früher von meiner Schwester und mir jeden Samstag (vom Frühjahr bis zum Herbst) saubergemacht werden. Nur Rasenmähen durften wir nicht, das machte meine Mutter. Und es gab keinen Rasenmäher mit Korb.

Es geht mir eher darum, mitzubekommen, auf welcher Beziehungsebene zwei Menschen in ihrem Eherentnerdaseinsleben dieses leben. Ohne die anderen drei Rentner mit ihren Frauen, die dagegen eh fast völlig geräuscharm leben, würde mir das bestimmt nicht auffallen.
Und es löst schon ein ganz kleines wenige Ängste, ob es nun diese sind, weiß ich gar nicht mal, werd sie einfach so benennen, aus, wie sich unser Eherentnerdaseinsleben leben wird und was sich daraus so "entwickelt".
Wir freuen uns beide darauf, daß der Lebensbereich Arbeit wegfällt.
Wie immer sich dann beim Eintritt in diesen Lebensabschnitt die Farben meiner Seele ändern oder bleiben mögen, das vermag ich nicht zu sagen. Und in die Zukunft schauen vermag ich auch nicht - bin keine Wahrsagerin.

Es wird schon werden, ganz bestimmt in jeder Lebensphase der Beziehung.
Es scheint wohl so zu sein, daß es, je nachdem wie das Eheleben zu Zeiten des Arbeitslebens gelebt wurde, sich Veränderungen ergeben.
Ich wünsche mir ein ruhiges gemeinsames Rentendaseinsleben und hoffe, daß erleben zu dürfen. Als lieber Mensch hat man so seine Wünsche, Bedürfnisse und Träume. Es gibt nicht nur den Garten; auch andere Aktivitäten sind herzlichst willkommen, so wie z.B.:
https://encrypted-tbn2.gstatic.com/i...faikRkelq9Gmd9

Wünsch einen liebevollen, achtsamen und dankbaren Farbenseelenruhetag gefüllt mit kostbaren mamaya-momenten.

alles Liebe
flower4O

Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.
Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

Geändert von flower4O (09.06.15 um 22:32 Uhr) Grund: Textänderung

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
https://s-media-cache-ak0.pinimg.com...4c3a1cf10c.jpg

Müdigkeit klopfte an.
Schlaf machte auf.
Bett nahm beide auf.
(flower4O)

Es ist der einzigartige kostbare Moment, der von Müdigkeit in den Schlaf fällt.
Früher hab ich mich manchmal gefragt: Wie kann es sein, so schnell einzuschlafen; gerade luftgeholt und schon fehlt die Erinnerung das Wachseins.
Die Ruhephasen der Momente sind es, die Müdigkeit wieder zum Schlafen bringt oder das Wache des Seins im Moment zum Schlafen bringt.
Und auch die Gedanken brauchen ihre Ruhephasenzeit.

Wünsch einen liebevollen, achtsamen und dankbaren Seelenfarbenfreudetag
gefüllt mit kostbaren mamaya-momenten.

alles Liebe
flower4O

Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.
Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen, wie die Cholera und die Pest. (Robert Koch 1843-1910)

https://s-media-cache-ak0.pinimg.com...a1c9d9c386.jpg

https://encrypted-tbn3.gstatic.com/i...KC7varVGkJ18Sw

Zusätzliche Maßnahmen werden abgewägt.

Erst, wenn man nicht mehr das hat, was vorher war, wird einem bewußt, wie wertvoll es war und auch, wie selbstverständlich es war.
So, wie es mal war, wird es nicht wiederkommen. Es bringt einiges an Unruhe ins Leben und das ist nicht gut.
Ich sehne den Winter herbei, der Ruhe bringt und Regentage, die Ruhe bringen.

Wünsch einen dankbaren, liebevollen und achtsamen Farbenseelenruhetag gefüllt mit kostbaren mamaya-momente.

alles Liebe
flower4O

Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.
Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker[/QUOTE]

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
Jeden Augenblick genauso wie er ist, wahrzunehmen und zu lieben ohne ihn zu bewerten, dies ist vielleicht das Größte Geheimnis meines Glücks. (Mühlbacher Helmut)

Alles gut und schön.... nur bei Nachbars liebsten Lärmquellen funktioniert das nicht.... schade. Eigentlich ist Leben doch so einfach; braucht nur jemand lärmorientiert dazwischenfunken und schon... fehlt es an Schlaf.
Nun hat er einen absoluten Lärmdüsenstaubsauger und damit füllt er u.a. seine Gartenarbeit aus.
Wie wertvoll ruhig war es davor. Ich trage in mir keine Sehnsucht nach Lärm. Und ich würde Lärm niemals vermissen, würd er von heute auf morgen aufhören und es wieder wunderbar still werden.
Gegen Lärmbelästigungen kann ich mich innerlich nicht "abschirmen" und so tun, als gäbe es das nicht oder es einfach verdrängen. Bei anderem/anderen ist dieser Verdrängungsmechanismus, über den glaube ich jeder liebe Mensch verfügt, vorhanden. Ich möchte nie neben einer Autobahn, einer Bahn, einer Bundesstraße leben wollen..... ich würde bestimmt wegen der
damit verbundenen Geräuschkulissen "erkranken", in welcher Form auch immer. Wertvoll, daß es mir bislang möglich war, solch ein lärmentstörtes
lärmbefreiendes Leben hab führen können; irgendwie waren die Lebensorte immer ruhig. Manches wirkt mit recht kurzem Rückblick so, als hätte ich mir unbewußt ruhige lärmentstörte und lärmbefreiende Orte ausgesucht. Lärmorte hab ich immer recht schnell verlassen können und das war auch gut so für mich. Ich bin, so scheint es mir, nicht lärmbelastbar. Es gibt Menschen, denen das irgendwie wohl nicht viel ausmacht; die selbst bei dröhnendem Partylärm etc. schlafen können.
Morgen fahr ich mir einen recht guten Kopfhörer kaufen. Angeblich soll er
nach Kundenangaben, die ihn kauften und nutzen/nutzten sehr stark geräuscharm sein - selbst laute Geräusche im Flugzeug oder anderen lauten Geräuschquellen soll er diese recht gut ausgleichen dadurch ausgleichen können, daß er angeblich eine "Gegenschwingung" erzeugt. Das Gegenschwingungskopfhörerteil ist jedoch nicht so ganz billig. So daß ich lieber erst zum Geschäft fahre, um es dort mit dementsprechender Geräuschkulisse ausprobieren kann. Die Post streikt zur Zeit und wer weiß, wann mich dieses Geräuschverschluckungskopfhörerteil dann erreicht, wenn es online bestellt ist. Ich könnt ja mal meinen Nachbarn bestreiken.... mich mit einem Plakat hinstellen und mich für weitere Ruhe in der Siedlung einsetzen.
Ich habe bei andauerndem Lärm über gewisse Stunden oder gewisse Tage hinausgehend auch keine Geduld und möcht schnellstmöglichst diese Lärmquelle/n verlassen.
Gestern sprach ich mit einer Frau über diese Lärmbelastungsnachbarssituation. Sie lernte das gemeinsam mit anderen Siedlungsbewohnern kennen durch eine neu hinzugezogene Familie. Die ganze Siedlungsgemeinschaft hat "unter dem Gartenlärmpegel des Mannes"
gelitten; falls ich das so be- umschreiben darf. Irgendwann zog die Familie weg und es ging ein Aufatmen durch die Siedlung.
Es wäre schön, würd unser Lärmpegelnachbar, unser LPN, irgendwie in kleinen Schritten Lärmquellenerzeugungseinsichtiger und würde irgendwie seinen Anteil zur gemeinsamen Siedlungsruhefindung irgendwie finden und irgendwie wieder dazu zurückkommen, daß er nicht lärmen muß, um sichtbar zu machen, daß er Gartenarbeit macht
Die Frau, mit der über die Lärmsituation sprach, gab mir ua. zu verstehen, daß besagter Lärmerzeugungsnachbar hämmerte, bohrte, klopfte, sägte....
aber irgendwie für die umliegenden Nachbarn das Grundstück immer gleich aussah und es so gewirkt habe, als würde er "Krach" machen, damit seine Frau denkt, daß er arbeitet.
Was immer die Motivation von lärmerzeugenden Nachbarn ist, die stundenlang ihr Erdreich so verwalten, es findet beim "Kurzblick über den Nachbarzaun während eines nachbarschaftlichen Kurzgespräches" irgendwie keinerlei logische Erklärung. Wo so himmlisch ausreichend an Wochenzahlen gehämmert, gebohrt, geklopft und neuerdings gesaugt wird, entsteht eigentlich neues....
So was menschliches lärmerzeugendes habe ich noch nie erlebt..... und eigentlich weiß ich nicht, wie es dem nun innerlich zu begegnen gilt.
Der ganz liebevoll behutsame Versuch zumindest einer Akzeptanz erstickt sofort im Keim des aufkommenden Widerstand. Und die Akzeptanz des Widerstandes..... da könnt ich ja erst mal mich "dran hocharbeiten".
Und bin ich damit fertig, wird es bestimmt Ende des Herbstes sein und der Lärm verrinnt von alleine.
Heut wurd ich u.a. dazu ermuntert, einfach mal zu fragen, wie lang die lärmerzeugenden Arbeiten noch dauern? Nun nicht, um darauf eine Antwort zu bekommen, sondern miteinander über "Siedlungslärm in ruhigster Siedlungsumgebung" ins Gespräch zu kommen und auch darüber, welche gesundheitlichen Auswirkungen dieser ständige Lärmpegel mit sich bringt; nachbarschaftlicher Schlafentzug.
Ich kann das sog. Lärmthema gedanklich nicht loslassen. Bei anderen Lebensthemen fällt es mir wesentlich, wesentlich leichter.

Ist noch kein lärmberuhigendes Wesen in Nachbars Garten gefallen, so nach dem Lebensmotto: es fällt kein Meister vom Himmel.

Es wäre doch wertvoll, jetzt im Moment zu denken: was morgen ist, das weiß ich nicht. Es kann soviel passieren an einem Tag, soviel.
Es gibt einige Lebensstationen in/aus meinem Leben, die mir vermittelt haben hätten können: Was morgen ist,das weiß ich nicht.
Mein Vater starb von einem Tag zum anderen. Er ging aus dem Haus und kam nie wieder; er starb an den Folgen eines tödlichen Unfalls. Er ist innerlich verblutet. An dem Tag wußte er nicht, daß er nachts seinen letzten Atemzug machen wird. Und Jahre später noch war mir klar: Ich weiß nicht, was morgen kommt. Morgen kann die eigene innere Welt ganz anders aussehen.

Nur bei diesem "Lärm", da scheiden sich die Geister des Loslassens und des Gedankensklebens. Vielleicht sollt ich das einfach lernen, dieses beide Letztgenannte anstatt darauf herumzureiten, was denn nun der LBN oder LPN
wieder macht.
Und ich hoffe und klebe an der Schalldämmung des Kopfhörers und seiner Gegenschwingung.
Ich könnt mal laute Luftgeräusche als Gegenschwingung zum Nachbarn herüberschwingen lassen. Und trägt ihn dann die liebe Luftschwingung in Nachbars Garten wird er vielleicht von alleine aufhören.
Eine Betätigung des Holzspaltgerätes und eine damit verbundene Äußerung dem Nachbarn gegenüber kam von ihm brummend zurück mit der Bemerkung, daß es ihn nicht störe, da er entspannt sei.

Er macht auch insgesamt irgendwie nicht den Eindruck, als wenn er das gerne macht. Sieht man ihn dabei, z.B. beim Wäscheaufhängen oder bei Arbeiten am Holzspaltgerät, erweckt es eher den Eindruck, als wenn er zu dieser Art und Weise der Beschäftigung des Gartens, recht wenig Lust hat.
Letztes Jahr hat seine Gartenarbeit auf mich viel freudiger gewirkt; da war er auch nicht so oft im Garten anzutreffen.
Ich sollte lieber Gedankenloslassen, Gedankenkleben irgendwie befreien und
mich in der Akzeptanz des Gartendaseins hineinbegeben. Der liebe Mensch, er lernt nie aus. Und heute weiß ich, nichts bleibt so, wie es viele, viele Jahre war. Es gibt immer einen Gegenpol, der sich irgendwann von alleine aktiviert.
Da braucht man als außenstehender Mensch rein gar nichts für tun. Hab meinen Nachbarn nicht gebeten, nun Wochenlang draußen mit möglichst viel Einsatz herumzulärmen und bloss alles zu tun, damit die Siedlungsruhe gestört ist. Das liebe Leben, schenkt einem solch eine Begebenheit und dann darf sich der liebe Mensch damit auseinandersetzen und völlig lebensfrei darüber entscheiden, wie damit umgegangen wird.
Ich lerne daraus, daß zu genießen, was an anderem Leben da ist; ich weiß nicht, wann und wie sich das ändern kann.
Beim Nachbarn war es eh die jahrelange Ruhe vor dem Sturm.
Setzt der Lebenssturm ein ist es vorher ruhig und die Ruhe kann wochen- oder monatelang sein und dann ganz plötzlich ist er da: der Lebenssturm.

http://www.chocolats-de-luxe.de/medi...57_285x255.jpg

alles Liebe
flower4O

Farben meiner Seele

flower4O ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.930
Seit: 18.09.07
https://encrypted-tbn1.gstatic.com/i...v_vXX7ctmLF5SZ

Der Grund, warum Vögel fliegen können und wir nicht, ist der, daß sie voller Zuversicht sind und wer zuversichtlich ist, dem wachsen Flügel.
Sir James Matthew Barrie (1860 - 1937), schottisch-englischer Dramatiker und Erzähler, Schöpfer des »Peter Pan«

Wünsch einen liebevollen, achtsamen und dankbaren Seelenfarbenruhetag gefüllt mit kostbaren mamaya-momenten.

alles Liebe
flower4O


Optionen Suchen


Themenübersicht