Ich möchte leben

19.05.06 04:40 #1
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Ich möchte leben

Shelley ist offline
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ukrainisch finde ich viel schöner als russisch.

russisch ist so hart.

schau mal:


aber bei deutsch mag ich nicht, weil es so hinten im hals gesprochen wird.
das ist bei russisch nicht.
das wird vorne im mund ausgesprochen.
das mag ich mehr.

aber der mann vom filmchen da oben spricht eh nicht schön finde ich.
ich glaube, ich muss jemanden suchen, der richtig russisch spricht.

ich mag russisch am liebsten, wenn es kinder sprechen.
und ukrainisch finde ich auch bei erwachsenen schöner.

aber am liebsten habe ich natürlich ungarisch.


Ich möchte leben

Shelley ist offline
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ich finde, es ist ähnlich wie mit arabisch und perisch.

arabisch ist auch viel härter und persisch ist sehr weich und gesangvoll.

arabisch hart im hals:


und persisch viel weicher:


ich lerne gerade zwei arabische worte:



Geändert von Shelley (22.07.08 um 03:23 Uhr)

Ich möchte leben

Shelley ist offline
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aber das ist halt immer noch die schönste sprache:


da kommt das plummpe deutsch nie dran ran.

okay; die deutsche grammatik sit vielleicht klarer als die ungarische.

doch wenn ich klare grammatik haben will, dann lerne ich lieber alte sprachen.

so altgriechisch und althebräisch und so.

neugrichisch und neuhebräisch finde ich übrigens auch sehr schön.

aber deutsch?

nö.

*brrrrrrr*

Ich möchte leben

Shelley ist offline
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dieses gedicht finde ich so wunderbar gesprochen:

ich will es auswendig lernen, wenn dann mein gehirn wieder richtig funktioniert:



- József Attila -


Szöveggyűjtemény

ESZMÉLET

1

Földtől eloldja az eget
a hajnal s tiszta, lágy szavára
a bogarak, a gyerekek
kipörögnek a napvilágra;
a levegőben semmi pára,
a csilló könnyűség lebeg!
Az éjjel rászálltak a fákra,
mint kis lepkék, a levelek.

2

Kék, piros, sárga, összekent
képeket láttam álmaimban
és úgy éreztem, ez a rend -
egy szálló porszem el nem hibbant.
Most homályként száll tagjaimban
álmom s a vas világ a rend.
Nappal hold kél bennem s ha kinn van
az éj - egy nap süt idebent.

3

Sovány vagyok, csak kenyeret
eszem néha, e léha, locska
lelkek közt ingyen keresek
bizonyosabbat, mint a kocka.
Nem dörgölődzik sült lapocka
számhoz s szívemhez kisgyerek -
ügyeskedhet, nem fog a macska
egyszerre kint s bent egeret.

4

Akár egy halom hasított fa,
hever egymáson a világ,
szorítja, nyomja, összefogja
egyik dolog a másikát
s így mindenik determinált.
Csak ami nincs, annak van bokra,
csak ami lesz, az a virág,
ami van, széthull darabokra.

5

A teherpályaudvaron
úgy lapultam a fa tövéhez,
mint egy darab csönd; szürke gyom
ért számhoz, nyers, különös-édes.
Holtan lestem az őrt, mit érez,
s a hallgatag vagónokon
árnyát, mely ráugrott a fényes,
harmatos szénre konokon.

6

Im itt a szenvedés belül,
ám ott kívül a magyarázat.
Sebed a világ - ég, hevül
s te lelkedet érzed, a lázat.
Rab vagy, amíg a szíved lázad -
úgy szabadulsz, ha kényedül
nem raksz magadnak olyan házat,
melybe háziúr települ.

7

Én fölnéztem az est alól
az egek fogaskerekére -
csilló véletlen szálaiból
törvényt szőtt a mult szövőszéke
és megint fölnéztem az égre
álmaim gőzei alól
s láttam, a törvény szövedéke
mindíg fölfeslik valahol.

8

Fülelt a csend - egyet ütött.
Fölkereshetnéd ifjúságod;
nyirkos cementfalak között
képzelhetsz egy kis szabadságot -
gondoltam. S hát amint fölállok,
a csillagok, a Göncölök
úgy fénylenek fönt, mint a rácsok
a hallgatag cella fölött.

9

Hallottam sírni a vasat,
hallottam az esőt nevetni.
Láttam, hogy a mult meghasadt
s csak képzetet lehet feledni;
s hogy nem tudok mást, mint szeretni,
görnyedve terheim alatt -
minek is kell fegyvert veretni
belőled, arany öntudat!

10

Az meglett ember, akinek
szívében nincs se anyja, apja,
ki tudja, hogy az életet
halálra ráadásul kapja
s mint talált tárgyat visszaadja
bármikor - ezért őrzi meg,
ki nem istene és nem papja
se magának, sem senkinek.

11

Láttam a boldogságot én,
lágy volt, szőke és másfél mázsa.
Az udvar szigorú gyöpén
imbolygott göndör mosolygása.
Ledőlt a puha, langy tócsába,
hunyorgott, röffent még felém -
ma is látom, mily tétovázva
babrált pihéi közt a fény.

12

Vasútnál lakom. Erre sok
vonat jön-megy és el-elnézem,
hogy’ szállnak fényes ablakok
a lengedező szösz-sötétben.
Igy iramlanak örök éjben
kivilágított nappalok
s én állok minden fülke-fényben,
én könyöklök és hallgatok.

1933-1934 tele

Ich möchte leben

Shelley ist offline
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Seit: 28.09.05
auf deutsch ist doch das wirklich nicht schön:

József Attila

Hellsinn

Publisher: Ammann Verlag, Zürich

Year of publication: 2004

Location of the quotation: Attila József: Ein wilder Apfelbaum will ich werden -

Gedichte 1916-1937

Genre: Verse

Translated by: Daniel Muth


1

Erde vom Himmel stufig trennt
früher Dämmer, - sein reiner, linder
Ruf lockt ins Licht die los, enthemmt
rauswirbelnden Käfer und Kinder.
Kein Qualm steigt, nirgends, Wolke keine -
sie schwelt glimmhell, des Leichten Pracht!
Blätter beflogen still - wie kleine
Falter - die Bäume in der Nacht.

2

Bilder - blau, rot, gelb, wie Geschmier -
sah ich in meinen Träumen rollen,
wähnend: das sei die Ordnung hier -
im Flug war nichts verrückt, kein Pollen.
Jetzt treibt mein Traum durch meine Glieder
wie Dunst, - Ordnung herrscht draussen, hart.
Tags steigt ein Mond in mir, - nachts wieder
erscheint die Sonne innen, strahlt.

3

Schmächtig bin ich. Verzehre sonst
nur Brot. Und suche unter schwärmend
seichten Schwabbel-Seelen umsonst
was Bestimmteres als den Würfel.
Es reibt kein Braten sich, bespickt,
mir am Mund, kein Kind mir am Herzen:
die Katze fängt - noch so geschickt -
keine Maus zugleich drinnen, draußen.

4

Wie Spaltholz, dicht gehäuft, so liegt
die Welt getürmt übereinander:
es drückt und drängt, umfasst und zwickt
und würgt das eine Ding das andre -
jedes also determiniert.
Nur was nicht ist, hat reiche Sträucher.
Nur was wird, ist an Blumen reicher.
Grad das zerfällt, was existiert.

5

Am Güterbahnhof presst ich mich,
steif, hingeduckt - wie ein Stück Schweigen -
ans Unterholz; ein grauer Wegerich
streifte meinen Mund, roh-süss, eigen.
Tot belauerte ich den Wächter, seine
Regung, - als stumm sein Schatten, entlang
der Waggons, auf die hell-betaute
Kohlenberge stur übersprang.

6

Seht: hier, im Innern steckt das Leid,
doch draussen harrt des Leides Deutung.
O Wunde Welt - sie brennt, sie schreit
durch deiner Seele fiebernde Umdeutung.
Empörtes Herz wird stets gefangen sein -
frei bleibst nur, solang du verweigert
hast, ein Heim zu errichten, in dem ein
fremdester Herr schier Willkür steigert.

7

Ich hob, abendverschüttet, dann
den Blick zum Zahnradwerk der Sterne:
der Webstuhl Vergangenheit spann
Gesetze, wimpernzart, aus Zufallsfasern -
hob wieder den Blick himmelhoch,
umragt vom Kerker meiner Träume,
und sah: das vom Gesetz Gewirkte
trennt sich auf immer irgendwo.

8

Die Stille lauschte - es schlug eins.
Du könntest deine Früh betreten...
In feuchten Wänden kannst dir eben
noch Freiheit vorstellen - war meins,
mein Einfall. Doch als ich mich hebe,
seh ich: die Sterne, und der helle
Klein- und Grossbär strahlen wie Stäbe
droben, über der stummen Zelle.

9

Ich hörte weinen einst das Eisen.
Ich hörte, wie der Schauer lacht.
Ich sah Vergangenheit sich spalten,
sah: nur Bilder können vermacht
werden... dass ich nichts, nichts, nur lieben
kann, stöhnend unter meiner Last -
warum müssen wir Waffen schmieden
aus dir, Wissen, golden, vom Selbst?!

10

Gestandener Mensch ist nur jener,
der weder Mutter, noch Vater behält
im Herzen, - und der weiss, daß er das Leben
als Zugabe zum Tod erhält,
es als Fundstück rückübereignen
kann, jederzeit - darum bewährt er
es, der weder Pfaff, noch Gottvater
ist weder für sich, noch für keinen.

11

Ich hab die Seligkeit gesehen:
sie war lind, blond, drei Zentner schwer.
Es taumelte am strengen Rasen,
im Hof, ihr Ringellächeln her.
Sie stürzte in die laue Pfütze,
und grunzte fort, auf mich erpicht -
noch heute sehe ich, wie zögernd
nestelte an ihrem Flaum das Licht.

12

Ich wohne schienennah. Im Reigen
rasen hier Züge vorbei, - und ich, Wacht
haltend, seh, wie die lichten Fenster steigen
in der schaukelnd-werghaften Nacht.
So jagen im ewigen Dunkel
Tage, hellstens beleuchtet, und ich nur
stehe da, in jedem Abteil-Gefunkel -
die angelehnte schweigende Figur.

Ich möchte leben

Shelley ist offline
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Seit: 28.09.05
József Attila

Besinnung

Publisher: Corvina Verlag, Budapest

Year of publication: 1960

Location of the quotation: Attila József Gedichte. Auswahl

Translated by: Franz Fühmann


I
Sanft von der Erde löst den Himmel
die Früh, und mild ihr Wort, es läßt
kullern ins Tageslicht die Kinder
und Käfer aus des Dunkels Nest.
Kein Hauch von Dunst die Lüfte näßt,
flirrende Leichtigkeiten schwingen!
Und nachts, gleich kleinen Schmetterlingen
setzten sich Blätter aufs Geäst.

II
Blau, rot, gelb, schlierig nachts in Träumen
standen mir Bilder vorm Gesicht,
und ich erfühlte sie als Ordnung -
im Flug kein Stäubchen ward zunicht.
Nun zieht mein Traum als Dämmerlicht
durch mich, und Ordnung herrscht von Eisen.
Ist's draußen Tag, drin Sterne gleißen,
ist's Nacht - in mir der Tag anbricht.

III
Mager bin ich und esse manchmal
nur Brot und bin umsonst im Braus
sabbernder Seelen nach was Sichrerm
als nach dem Fall des Würfels aus.
An meinem Mund kein Bratenschmaus,
an meinem Herz kein Söhnlein reibt sich –
wo gäb's die Katze, die gleichzeitig
fing drinn- und draußen eine Maus.


IV
Es liegt die Welt übereinander,
Spaltholz im lockersten Geviert,
wo jedes Scheit von jedem andern
gepreßt, gedrückt, getragen wird,
und alles ist determiniert.
Nur was nicht ist, hat einen Buschen,
nur was sein wird, ist eine Blume,
und das zerfällt, was existiert.

V
Am Güterbahnhof, ein. Stück Stille,
geduckt ich zwischen Stämmen stak;
an meinem Mund ein graues Unkraut
von seltsam roh-süßem Geschmack.
Tot späht’ zum Wächter ich: Was mag
er fühlen, und stur sprang sein Schatten
zur Kohle, die in tauig glattem
Glanz auf den stummen Wagen lag.

VI
Hier drinnen, siehst du, ist das Leiden,
doch draußen das, was es erklärt.
Die Welt ist deine heiße Wunde,
ihr Glühn macht, daß die Seele schwärt.
Solange. sich dein Herz empört,
bleibst du unfrei - erst wenn kein Haus mehr
du dir erbaust, das dann ein Hausherr
besetzt, die Freiheit dir gehört.

VII
Unter dem Abend in der Himmel
Zahnradwerk ich die Blicke hob –
und sein Gesetz aus Zufallsfasern
der Webstuhl des Vergangnen wob,
und wieder meinen Blick ich. schob
durch meiner Träume dichte Dünste
und sah: Die gleißenden Gespinste
zertrennten sich stets irgendwo.

VIII
Die Stille lauschte - es schlug eins.
Du könnt’st nach deiner Jugend sehn;
könntest zwischen den klammen Wänden
Zement ein wenig Freiheitswehn
träumen - so dacht ich. Und vorm Gehn
sah oben strahlend in der Ferne
ich einem Gitter gleich die Sterne
über der stummen Zelle stehn.

IX
Weinen hab ich gehört das Eisen
und Lachen, da der Regen schießt.
Sah, daß Vergangenes zerstückt ist
und daß man nur Ideen vergißt;
und daß mir nichts gegeben ist
als lieben trotz der Last ohn' Maßen –
ach, goldenes Bewußtsein, daß man
dulden muß, daß du Waffe wirst.

X.
Ein Mann ist reif erst, wenn nicht Rücksicht
auf Vater ihn und Mutter quält,
der weiß, daß er zum Tod das Leben
nur als die Draufgabe erhält,
die man, fundgleich, zurückerstellt,
bewahrt für unbestimmte Frist,
und der nicht Gott, nicht Priester ist
für sich noch sonstwen auf der Welt.

XI
Ich habe auch das Glück gesehen.
Sanft, blond, ziemlich drei Zentner schwer.
Im Hof sein Ringellächeln schwankte
auf strengem Rasen hin und her.
Sprang in das laue, weiche Meer
der Pfütze, grunzte unverdrossen –
und Sonne flirrte unentschlossen
auf seinem flaumbesäten Schmer.

XII
Ich wohne an der Bahn. Viel Züge
kommen und gehn an mir vorbei,
im wehenden Samtdunkel seh ich
schweben der- lichten Fenster Reih.
So durch das ewge Einerlei
der Nacht erhellte Tage jagen
und ich im Lichte jedes Wagens
steh da und lehn mich an und schweig.

Ich möchte leben

Shelley ist offline
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Seit: 28.09.05
ich versuch mal, ob ich umgekehrt ungarisch auch schöner finde als deutsch:

Faust.
Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie!
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh’ ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;
Heiße Magister, heiße Doktor gar,
Und ziehe schon and ei zehn Jahr
Herauf, herab und quer und krumm
Meine Schüler an der Nase herum –
Und sehe, dass wir nichts wissen können!
Das will mir schier das Herz verbrennen.
Zwar bin ich gescheiter als alle die Laffen,
Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;
Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,
Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel –
Dafür ist mir auch alle Freud’ entrissen,
Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,
Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,
Die Menschen zu bessern und zu bekehren.
Auch hab’ ich weder Gut noch Geld,
Noch Ehr’ und Herrlichkeit der Welt.
Es möchte kein Hund so länger leben!
Drum hab’ ich mich der Magie ergeben,
Ob mir durch Geistes Kraft und Mund
Nicht manch Geheimnis würde kund;
Dass ich nicht mehr mit sauerm Schweiß
Zu sagen brauche, was ich nicht weiß;
Dass ich erkenne, was die Welt
Im Innersten zusammenhält,
Schau’ alle Wirkenskraft und Samen
Und tu’ nicht mehr in Worten kramen.
O sähst du, voller Mondenschein,
Zum letzten Mal auf meine Pein,
Den ich so manche Mitternacht
An diesem Pult herangewacht:
Dann über Büchern und Papier,
Trübsel’ger Freund, erschienst du mir!
Ach! Könnt’ ich doch auf Bergeshöhn
In deinem lieben Lichte gehen,
Um Bergeshöhle mit Geistern schweben,
Auf Wiesen in deinem Dämmer weben,
Von allem Wissensqulam entladen,
In deinem Tau gesund mich baden!
Weh! Steck’ ich in dem Kerker noch?
Verfluchtes dumpfes Mauerloch,
Wo selbst das liebe Himmelslicht
Trüb durch gemalte Scheiben bricht!
Beschränkt mit diesem Bücherhauf’,
Den Würme nagen, Staub bedeckt,
Den bis ans hohe Gewölb’ hinauf
Ein angeraucht Papier umsteckt;
Mit Gläsern, Büchsen rings umstellt,
Mit Instrumenten voll gepfropft,
Urväter-Hausrat drein gestopft –
Dass ist deine Welt! Das heißt eine Welt!
Und fragst du noch, warum dein Herz
Sich bang in deinem Busen klemmt?
Warum ein unerklärter Schmerz
Dir alle Lebensregung hemmt?
Statt der lebendigen Natur,
Da Gott die Menschen schuf hinein,
Umgibt in Rauch und Moder nur
Dich Tiergeripp’ und Totenbein.
Flieh! Auf! Hinaus ins weite Land!
Und dies geheimnisvolle Buch,
Von Nostradamus’ eigner Hand,
Ist dir es nicht Geleit genug?
Erkennest dann der Sterne Lauf,
Und wenn Natur dich unterweist,
Dann geht die Seelenkraft dir auf,
Wie spricht ein Geist zum andern Geist.
Umsonst, dass trocknes Sinnen hier
Die heil’gen Zeichen dir erklärt.
Ihr schwebt, ihr Geister, neben mir;
Antwortet mir, wenn ihr mich hört!

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Shelley ist offline
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Seit: 28.09.05
FAUST
Ó jaj, a filozófiát,
a jog- s az orvostudományt
és - haj - a teológiát:
mind buzgón búvároltam át.
S most mégis így állok, tudatlan,
mint amikor munkába fogtam.
Címem magiszter, sőt több: doktor úr,
s tíz éve már, hogy álnokul,
orránál fogva vezetgetem
egész tanítványseregem -
s látom, semmit sem tudhatunk mi!
Ettől fog szívem elhamuhodni.
Bár jártasabb volnék egynémely gazoknál,
orvos-, professzor-, írók-, papoknál.
Szorongás, kétely engem nem gyötörget,
s nem félelmes a Pokol, sem az Ördög
minden örömtől-fosztottságom innét:
nem hiszem, tudnék valamit is még,
s azt sem, hogy tanítani tudnám
az embert, térítvén s megjavítván.
Aztán meg se pénz, se vagyon,
se hír, se földi hatalom.
Így élni már eb sem kívánna,
ezért adtam fejem a mágiára,
hogy szellem-száj, szellem-erő
nem egy titkát tárná elő,
s ne kelljen izzadván beszélnem
arról, amit nem értek én sem;
s miktől együtt van a világ,
megismerjek minden csodát,
s mint már titkos erőkre látó,
ne legyek többé betűrágó.
Ó, vajha hánytorgásaim
utólszor látnád, Holdvilág,
te, ki oly sok éjfélen át
tekingetél e polcra ím,
majd könyvek és papír felett,
orcád, bús társam, megjelent.
Ah, bár inkább hegy tetején
járhatnék fényed szőnyegén,
szállnék barlangba szellemekkel,
vagy réten, ha fényed ott dereng fel,
s a tudomány dohát ledobva
éppé fürödném harmatodba'!

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Shelley ist offline
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Seit: 28.09.05
Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort!“
Hier stock’ ich schon! Wer hilft mir weiter fort?
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,
Ich muss es anders übersetzen,
Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.
Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.
Bedenke wohl die erste Zeile,
Dass deine Feder sich nicht übereile!
Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?
Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!
Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,
Schon warnt mich was, dass ich dabei nicht bleibe.
Mir hilft der Geist! Auf einmal seh’ ich Rat
Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!




Szól az Irás: "Kezdetben volt a szó."
Ki ád tanácsot? Igy aligha jó.
Ily súlyt sehogy sem adhatok a szónak,
más szavakat kell rá csiholjak,
ha helyes fény vezérli szellemem.
Tehát: "Kezdetben volt az értelem."
Az első sort már jól ügyeld meg,
tollad szabadjára ne engedd!
Az értelem valóban itt a fő?
Tán így jobb: "Kezdetben volt az erő."
De jaj, alighogy e pár szót leírom,
valami int, ne tűrjem a papíron.
A szellem, lám, mégiscsak segitett!
S bátran leírom: "Kezdetben volt a tett."

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Shelley ist offline
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Seit: 28.09.05
Soll ich mit dir das Zimmer teilen,
Pudel, so lass das Heulen,
So lass das Bellen!
Solch einen störenden Gesellen
Mag ich nicht in der Nähe leiden.
Einer von uns beiden
Muss die Zelle meiden.
Ungern heb’ ich das Gastrecht auf,
Die Tür ist offen, hast freien Lauf.
Aber was muss ich sehen!
Kann das natürlich geschehen?
Ist es Schatten? Ist’s Wirklichkeit?
Wie wird mein Pudel lang und breit!
Er hebt sich mit Gewalt,
Das ist nicht eines Hundes Gestalt!
Welch ein Gespenst bracht’ ich ins Haus!
Schon sieht er wie ein Nilpferd aus,
Mit feurigen Augen, schrecklichem Gebiss.
Oh! Du bist mir gewiss!
Für solche halbe Höllenbrut
Ist Salomonis Schlüssel gut.




Akarod, hogy szobám megosszam?
Pudli, ne nyíj te ottan,
az ugatást hagyd!
Ilyen zajos, izgága társat
nem türhetek meg otthonomban.
Kettőnk közül egyik
jobb, ha elmenekszik.
Fáj sértenem vendég-jogod:
de hordd az irhád, ajtóm nyitott!

Ez már megint mi volna?
Természetnek lehetne dolga?
Árnyék? Avagy való lehet?
Kutyám mind hosszabb, szélesebb!
Milyen dagadva nő;
immár nem is kutyaforma ő!
Mily szörnyet hoztam haza én?
Vizilónál nagyobb e rém.
Szeme tüzet hány, csattog a foga.
Már sejtem, kicsoda!
E félig-pokolból való
ellen Salamon kulcsa jó.


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