Elektrosensibilität ist messbar (Teil 4)

10.09.04 22:59 #1
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Silke ist offline
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Seit: 12.01.04
öp: Wie wirken Sie heute?

Von Klitzing: Im Rahmen des vorher Erwähnten machen wir - in Zusammenarbeit mit Ärzten - Feldmessungen hinsichtlich GSM-Mobilfunk, DECT-Telefonen und Elektroinstallationen zu Hause. Die Klinik in Gelchsheim stellt uns dafür unentgeltlich die Räumlichkeiten zur Verfügung. Außerdem fahre ich in der Weltgeschichte umher und mache Vorträge - die Honorare gehen in die Forschung.

Natürlich bekomme ich auch böse Briefe und Drohungen - z.B. von „Cyberkids". Das ist eine Organisation, die Kindern beibringen will, wie man mit neuen Technologien umgeht. Ich habe nichts dagegen, wenn man Kindern zeigt, wie man mit Computern umgeht; aber ich habe etwas dagegen, wenn Kindern eingebläut wird, jeder müsse Handys und SMS nutzen. Das ist nicht in Ordnung.

Meist reagiere ich nicht. Mir hat einmal ein Manager aus der Chemieindustrie geraten: Herr von Klitzing, gehen Sie bei Fernsehdiskussionen nicht auf die Fragen der Gegenpartei ein; das hat keinen Zweck und kostet nur Zeit. Damit soll Zeit herausgeschunden werden - und die Zeit bei Fernsehdiskussionen ist begrenzt. Das ist z.B. auch die Taktik von Herrn Prof. Bernhard vom Bundesamt für Strahlenschutz und ehemals Vorsitzender der ICNIRP.

Von Klitzings EEG-Experiment

Dr. rer. nat. Lebrecht von Klitzing untersuchte 1993 den Einfluss gepulster Funksignale - wie sie auch beim GSM-Mobilfunk verwendet werden - auf die Hirnstromaktivitäten von Menschen. Dazu wurde Testpersonen das EEG abgenommen und die Intensität (Leistungsspektrum) der Hirnströme im Frequenzbereich zwischen 0,5 Hz und 20 Hz bestimmt. Im Frequenzbereich der so genannten Alphawellen (7 Hz bis 12 Hz, siehe Textkasten) entdeckte von Klitzing tatsächlich Ungewöhnliches: Dort zeigte sich eine auffallende Intensitätsänderung bei 10 Hz, die sogar nach Abschalten des Funksignals noch über geraume Zeit anhielt. Die Studie erregte Mitte der 90-er Jahre großes Aufsehen, vielleicht auch deshalb, weil die Kernbotschaft „Mobilfunkstrahlung verändert Hirnströme" selbst von Laien gut nachvollziehbar ist.

Hirnströme: von Delta- bis Gammawellen

Bei Messung mit dem EEG zeigt das menschliche Hirn typische Hirnströme unterschiedlicher Frequenz. Den dominanten Frequenzen sind unterschiedliche Bewusstseinszustände zugeordnet:
Deltawellen: Frequenz zwischen 0,5 Hz und 4 Hz. Charakteristisch für den Tiefschlaf. Stadium immunstärkender Hormonproduktion (sich gesund schlafen).

Thetawellen: Frequenz zwischen 4 Hz und 7 Hz. Charakteristisch für Erholung und Entspannung, z. B beim Einschlafen, während der Traumphase und unmittelbar vor dem Erwachen. Stadium für Ideen und Visionen, günstig für Lernen und Merken.

Alphawellen: Frequenz zwischen 7 Hz und 12 Hz. Charakteristisch für tiefe Entspannung kurz vor Erreichen der bewussten Wahrnehmung.

Betawellen: Frequenz zwischen 13 Hz und 27 Hz. Charakteristisch für den Wachzustand. Stadium der Konzentration, erhöhter Aufmerksamkeit oder Alarmbereitschaft.

Gammawellen: Frequenzen über 27 Hz. Charakteristisch für Angstzustände, Hyperaktivität, Anspannung und Phasen körperlicher Höchstleistung. Wenig erforschter Frequenzbereich, der oft auch den Betawellen zugerechnet wird.

Quelle: http://www.oedp.de unter Aktuelles Interview Mobilfunk

Bei Elektrosmog kann der Baubiologe hilfreich sein

Die hoch- und niederfrequenten Felder von Telefon, WLAN, Mobilfunk, Babyphone usw. aber auch die häusliche Elektroinstallation sowie Lichtsysteme können nicht nur bei sensiblen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen.

Besonders die Orte, an denen wir uns lange aufhalten, sollten möglichst frei von solchen Störungen sein. Das ist vor allem unser Schlafplatz, wo wir uns normalerweise einen Drittel des Tages aufhalten und zudem ungestört regenerieren und Energie tanken wollen, aber auch unser Arbeitsplatz.

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