Alles falsch gemacht

25.09.09 14:31 #1
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Alles falsch gemacht

Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Zitat von voster Beitrag anzeigen
Die Eiweißaufnahme aus kleinen, verdaubaren Mengen aus Obst, Gemüse und Nüssen reicht vollkommen aus. Bei stark geschädigter Darmflora eventuell ergänzt durch 50-100g hochwertige, maximal thermisierte Milchprodukte.

Das ist zumindest mal die Konsequenz die ich aus all diesen Untersuchungen ziehe.
Das möchte ich bezweifeln und berufe mich dabei nicht auf konträre Positionen,also etwa Dr.Ludwig. Es reicht hier, Herrn Müller-Burzler zu bemühen,nach welchem die alleinige Fokusierung auf diese Eiweißquellen keinesfalls ausreichend sein kann. Dazu beruft er sich auf seine praktische Erfahrung,sowie eine Quellenanalyse,die ich nicht nachprüfen kann,jedoch deiner Analyse nicht entspricht. Die Trennkoststufen sind wohl differenziert zu bewerten.
Neben der quantitaiven Fragestellung,sollten wir uns auch mit der qualitativen Fragestellung auseinandersetzen. Hast du dich mal mit dem Eiweissspektrum auseinandergesetzt? Eier haben beispielsweise die Wertigkeit 100,wohingegen Nüsse die Wertigkeit von ca. 40% haben, Hülsenfrüchte etwas weniger,wobei eine Kombination eine Aufwertung der Wertigkeit erschaffen kann. Ausserdem blendest du aus,dass die Aufnahme von Proteinen weitaus geringer sein kann,als beispielsweise aus tierischen Produkten. Reine Pflanzenfresser haben immernoch bessere Verwertungsmöglichkeiten,da sie spezialisiert sind. Wir haben den Vorteil der breiten Streuung.
Natürlich stimme ich mit dir überein,dass kleinere,jedoch qaulitativ höherwertige Mengen, von Vorteil sind.
Du benötigst meiner Ansicht nach ebenfalls eine Alternative für Anwender mit genetischem Defekt des Laktoseabbaus. Soja fällt ja zum größten Teil aus.Was hälst du beispielsweise von der Einbindung von Eiern,in die Ernäherung (roh- weich gekocht)? Leider ist es auch so,dass ein relativer Eiweissmangel (qualitativ) auch zu Entgiftungsstörungen führen könnte. Warum schließt du Hülsenfrüchte aus? Keine Nahrungsmittel aufgrund der Antinährstoffe und dem Zwang,zum Kochen? Mit Rohkost sind ja m.E. nur mit gekeimten Mungobohnen zu vereinbaren. Hier ist die Frage,ob das,m.M.n,. qualitative Gefälle zu beheben sein wird. Eventeull sind auch Larven und Insekten des Rätsels Lösung,denn diese waren Bestandteil der Urnahrung und wurden nicht entfernt.
Ist es, laut Schatalowa, nicht so,dass der Körper selber in der Lage sein soll, aus dem Stickstoff in der Luft Verbindungen zur Herstellung von Aminosäuren herzustellen, wenn die Darmflora in Ordnung ist? Geschieht das über die Clostridium Bakterien? Meines Wissens sollen diese jedoch im Dickdarm tätig sein. Nun ist die Frage,ob diese AS überhaupt resorbiert werden könnten,wenn eine solche Synthese überhaupt sattfindet. Belegt ist das ja m.W. nicht. Geht sie denn näher auf das Prinzip ein? Ist das nachprüfbar? Auf Burzler Müller müssten wir uns ja im Endeffekt einigen können,da er ihren Ansatz der eigenen Synthese ja übernimmt,obwohl ich einigen seiner Thesen ebenfalls recht skeptisch gegenüberstehe.
Ich finde Bemerkungen der eigenen Vitamin C,sowie Mineralstoff Synthese einfach nicht stimmig und nachprüfbar genug,um mich auf das Abenteuer einzulassen,zumal es dem gelernten Bio-chemischen Verständnis widerspricht. Ein Mensch kann kein Vitamin C synthetisieren,laut Lehrmeinung. Vielleicht hat er es aber auch nur verlernt. Was meinst du dazu? Ich bin skeptisch,halte es aber für möglich. Allerdings mit Anlaufzeit,da ich von einer Bakterienbesiedlung ausgehe,ähnlich den Clostridium Bakterien,welche für die Synthese zuständig sein könnte.
Jedoch ist das pure Spekulation und ich verlasse nicht gerne die Pfade der belegbaren Wissenschaft. Auch bei Schatalowa wäre das ja ähnlich. Eventuell mit dem Zusatz, bei Anwendung dieser Ernährungen,geeignete Laborparameter einzuholen,um notfalls mit Abbruch reagieren zu können.
Ich finde,auf diese Art der Ernährung bzw. Entgiftung sollte man sich auch bewusst einlassen können,wozu aber auch eine objektive Prüfung der Prinzipien notwendig wird. Das funktioniert nicht nebenbei in ein oder zwei Forenbeiträgen. Dazu sind diese zu abweichend von der Lehrmeinung,womit ich keinesfalls bewerten möchte. Man sollte sich mit der Literatur auseinandersetzen. Bei einer Entgiftung sind solche Konzepte,die von einer gesunden Darmflora ausgehen müssen,m.E. sowieso utopisch. Von den Vergleichen eines Wandmakers oder Kulvinskas halte ich gar nichts und halte diese auch für gefährlich,da diese einfach grob fehlerhaft sind.
Artikel "Vorsicht vor einem Eiweißmangel" -- Allergie- und Naturheilzentrum Müller-Burzler

Gruß
Phil
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Der Mann der Wissenschaft muss ständig bemüht sein,an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln

Geändert von Phil2k (28.10.09 um 03:34 Uhr)

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Also ich für meinen Teil komme bei den zig verschiedenen Ernährungsempfehlungen immer mehr zu dem Schluß, iß das was Dir schmeckt und gut tut, mit den bekannten Außnahmen wie raffinierter Zucker, Schweinefleich, Koch-/Speisesalz, usw.

Ansonsten macht man sich noch verrückter als eh schon ist.


Gruß
Rübe
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Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Also ich für meinen Teil komme bei den zig verschiedenen Ernährungsempfehlungen immer mehr zu dem Schluß, iß das was Dir schmeckt und gut tut, mit den bekannten Außnahmen wie raffinierter Zucker, Schweinefleich, Koch-/Speisesalz, usw.
Der Meinung bin ich auch, warum denkst du dass Schweinefleisch nicht gut ist?

Kochsalz macht mir Sorgen weil es öfters mit Fluor versetzt ist. Ein weiteres Geschenk der Zahnärzte

Das mit dem Eiweiss habe ich mir jetzt nicht genau durchgelesen aber ich bin mit einer reduzieren Aufnahme von Eiweiss nicht einverstanden aus folgenden Gründen:

- Ernährung mit viel Proteinen scheint bei Schwermetallvergiftungen oft von Vorteil zu sein
- Die meisten Urvölker ernähren sich zu einem bedeutendem Teil aus tieirschen Produkten das haben wir schon lange vor der Zivilisation gemacht.
- Unser Körper ist sehr anpassungsfähig, ich bin sicher wir können auch mit sehr wenig Proteinen (über)leben, ob das einen Vorteil bringt bezweifle ich stark.
- Leute die chronische Erkankungen haben die mit Quecksilber in Verbindung stehen haben oft gesundheitliche Verbesserungen wenn sie eine "Steinzeit" Diät befolgen

Geändert von dmps123 (28.10.09 um 11:16 Uhr)

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Snorri ist offline
Beiträge: 542
Seit: 31.08.07
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Der Meinung bin ich auch, warum denkst du dass Schweinefleisch nicht gut ist?
Das ist im Orient schon seit Jahrtausenden bekannt. Die bekannteste europäische Abhandlung zu diesem Thema stammt von Reckeweg:

Schweinefleisch & Gesundheit _ Dr Med Hans Heinrich Reckeweg

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Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Snorri war schneller!

Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Der Meinung bin ich auch, warum denkst du dass Schweinefleisch nicht gut ist?
Schweinefleisch und Gesundheit

Schweinefleisch und Gesundheit - Aktuell


Schweinefleisch ist das Nahrungsmittel Nr.1, das die Lymphbahnen am meisten belastet und somit das größte Hemmnis bei jeder Entgiftung des Körpers.
Agenki :: Gesundheitsratgeber :: Ernährung - Schweinefleisch

Schweinefleisch und Gesundheit | Gesundheitliche Aufklärung

Und wenn´s doch mal ein Schnitzel sein soll, dann gibt´s halt ein original Wiener Schnitzel vom Kalb.

Gruß
Rübe
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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Wie auch immer Schwein hin oder her, eines steht fest Quecksilber im Gehirn ist sehr schädlich und bringt unseren Energiefluss gewaltig durcheinander.

Wie Voster schon so treffend gesagt hat:

Ob nun der Elektronenfluß in Nervenbahnen Hg++ Ionen anzieht oder Hg++ Elektronen aus der Nervenbahn, beides ist eben psychoaktiv und damit auch mit der Reizleitung im Nervensystem gekoppelt.
Letztendlich ist das einzig sinnvolle bei Quecksilber die Meidung. Jede Exposition des Nervensystems und der Organe ist zu vermeiden.

Geändert von dmps123 (28.10.09 um 14:20 Uhr)

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Mir persönlich tut Fleisch recht gut, solange es nicht von minderer Qualität ist.

Könnte mir vorstellen dass manche nicht aufs Fleisch sondern auf Chemikalien darin reagieren, z.B. Antibiotika oder Hormone. Ich habe mal gehört dass Hühner mit Arsenverbindungen gefüttert werden...

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Ich habe mal gehört dass Hühner mit Arsenverbindungen gefüttert werden...
Das liegt u.a daran:

Dass Hühner kein Quecksilber mögen.
Dass Quecksilber nicht das Wachstum beschleunigt.
Dass Quecksilber im Gegensatz zu Arsen kein zugelassener Futtermittelzusatz ist.

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Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Unbestritten dürfte zumindest die Tatsache sein,dass der menschliche Organismus auch für die Verwertung von tierischem Eiweiß ausgelegt ist. Bestimmte Rezeptoren,die beispielsweise nur Hämeisen verwerten, innerhalb des Darms, sprechen eine deutliche Sprache. Weitere Fakten,die ich zur Diskussion stellen möchte: Die Taurinsyntheserate,die ich für wenig effektiv halte (Fleisch ist reich an Taurin), und die Omega 3 Fettsäuresynthese aus pflanzlicher Nahrung,die ebenfalls nicht effizient abläuft.
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Geändert von Phil2k (28.10.09 um 15:01 Uhr)

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Keine Frage. ich meine überlebenstechnisch gesehen sind Menschen die absoluten Multitalente, da unsere Vorfahren überall leicht verfügbare Proteinquellen hatten (zb. Insekten ) ist es nur schwer vorstellbar dass wir diese nicht genützt haben wann wir konnten. Also ich glaube nicht daran dass wir ursprünglich eine rein vegane Ernährung hatten.

Interessant ist auch wie sich unser Verwandter der Schimpanse ernährt.

Chimpanzees are omnivores (eating plants and meat). They forage for food in the forests during the day, eating leaves, fruit, seeds, tree bark, plant bulbs, tender plant shoots, and flowers. They also eat termites, ants, and small animals (they have even been known to eat young monkeys).

Geändert von dmps123 (28.10.09 um 15:08 Uhr)


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