Cutler-Ausleitung kontrovers gesehen

08.02.09 21:11 #1
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Mineralien sollen immer genommen werden
Männlich Bodo
Themenstarter
Bin daran interessiert, Fallbeispiele Cutlers zu lesen:
  • Krankengeschichten (Anamnesen)
  • Diagnosen
  • Vergiftungsgrad vor/während/nach Einhaltung des "Protokolls"
  • verifizierbare (Werte), Erfahrungsberichte von Foris

Damit wir uns nicht falsch verstehen, der Mann ist für mich kein Buhmann,
seine Thesen stehen meines Erachtens aber in luftleerem Raum, weil sie nicht
(bis jetzt) durch klinisch relevante Erfahrungsberichte nachvollziehbar sind/werden.

-Arbeitet(e) er auch mit Medizinern/Toxikologen zusammen?
-In welchem Zusammenhang erstellte er das Protokoll?
-Ist/war er selbst Hg-belastet?
-Wie stützt er seine Aussagen bzgl. DMPS - wo dieses doch in USA verboten ist?
-Weiß er, was Europäische Kollegen schreiben und forschen?
-usw.




HGB

Geändert von Binnie (11.02.09 um 10:27 Uhr)

Cutler-Ausleitung kontrovers gesehen

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Also wenn ich mir folgende Aussagen von Cutler so ansehe:

Warum keine schwefelhaltigen Nahrungsergänzungmittel und Nahrungsmittel zur Entgiftung?

Schwefelzufuhr in grösseren Mengen kann sehr schädlich für quecksilbervergiftete Leute sein.

Der Grund dafür ist dass Schwefel im Gegensatz zu "echten" Chelatbildnern Quecksilber nur mobilisieren aber nicht stark genug binden kann. Unser Körper besteht selbst aus Schwefel der ständig versucht Quecksilber an sich zu binden. Wenn wir Schwefel zuführen kommt es zu einem Kampf um das Quecksilber da der zugeführte Schwefel selbst auch versucht Quecksilber festzuhalten. Da der zugeführte Schwefel nicht "stärker" als der körpereigene Schwefel ist wird das Quecksilber zwischen Körper und zugeführtem Schwefel herumgeworfen und macht viel mehr Schaden als vorher ohne das es gut ausgeschieden werden kann.

Ein "echter" Chelatbildner bindet stärker als der körpereigene Schwefel und kann somit das Quecksilber aus dem Körper heraustransportieren.

Schwefelhaltige Mittel die nicht zur Entgiftung verwendet werden sollten sind unter anderem:

MSM, Molke Protein, Cysteine, Methionine, Glutathione, Chlorella und andere schwefelhaltige Algen (vor allem in grösseren Mengen)

Bemerkung: Laut Cutler gibt es Leute die von einer erhöhten Schwefelzufuhr profitieren können. Diese sollte allerdings nur erfolgen wenn man weiss was man tut.
Für diese Leute kann eine zusätzliche Schwefelzufuhr hilfreich sein sollte aber auch niemals direkt zur Entgiftung verwendet werden.“

Warum keine DMPS Infusionen/Injektionen?

Die Injektion von grossen Mengen DMPS/DMSA führt dazu das innerhalb kurzer Zeit grosse Mengen Schwermetalle mobilisiert werden möglicherweise viel mehr als ein chronisch Vergifteter ausscheiden kann.

Dies kann zu einer Umverteilung in empfindlichere Teile des Körpers führen. In schlimmen Fällen wurden langfristige Verschlechterungen und sogar schwere irreversible Schädigungen beobachet.

Cutler hatte selbst Kontakt mit vielen Leuten die DMPS Injektionen bekamen und meint dass starke Nebenwirkungen nicht ungewöhnlich seien. Laut seinen Angaben hat einer von 6 Leuten ziemlich starke Nebenwirkungen durch diese Behandlung. Wenn Ärzte die laut eigener Angabe hunderte bzw. tausende DMPS Injektionen verabreicht haben auf dieses Problem angesprochen werden behaupten sie häufig dass es bei IHREN Patienten nie zu solchen Nebenwirkungen kam.

DMPS/DMSA können auch Oral gegeben werden und gelangen auch so gut ins Blut. Es macht also keinerlei Sinn ein unnötiges Risko in Kauf zu nehmen.“

Warum sollte man Chelatbildner nur in regelmässigen Abständen einnehmen?

Wenn man Chelatbildner in Abständen einnimmt die der Halbwertszeit der Substanz im Körper entsprechen stellt man sicher das immer ein konstantes Level Chelatbildner im Blut vorhanden ist um Quecksilber zu binden und abzutransportieren. Die langen Ausleitungszyklen sorgen dafür das das mobilisierte Quecksilber auch wirklich aus dem Körper herauskommt und nicht irgendwo landet wo es nicht hin soll.

Tierversuche haben ergeben dass Gabe von DMSA/DMPS Quecksilber ins Nervensystem umverteilen kann. Deshalb ist es für eine erfolgreiche Entgiftung erforderlich diese Umverteilung so gering als möglich zu halten.“

Was sollte man als Quecksilbervergifteter auf keinen Fall tun:

- DMSA/DMPS/ALA oder andere Chelatbildner in unregelmässiger Abständen einnehmen.

- Chelatbildner zu sich nehmen während man noch Amalgamfüllungen hat.

- Sich DMPS/DMSA/ALA/Glutathione/Thiocticacid/EDTA Infusionen bzw. Injektionen geben lassen.

- Sich Impfungen geben lassen egal ob sie quecksilberhaltig sind oder nicht.

- Künstlich Schwefel zuführen um zu entgiften.

- Mobilisationstests machen“
dann mache ich und viele andere hier aber richtig ordentlich was falsch!

Ich nehme schon seit über einem Jahr Chlorellas (bestimmt schon über sechs Kilos), NAC bzw. Cystein, habe schon über 25 DMPS-Infusionen bekommen, nehme ordentliche Mengen schwefelhaltige Nahrungsmittel und NEMs zu mir (Bärlauch, Knoblauch, Zwiebeln, Sauerkraut, Lauch, usw.)

Tja, was soll man jetzt davon halten?

Momentan bin ich echt sprachlos.

Dass auch immer einer da ist, der von Sachen die helfen sollen, genau das Gegenteil behauptet.

Es ist doch echt zum Mäuse melken.

Wär ich jetzt etwa schon wieder fit, wenn ich mich gleich nur an dieses Cutler-Protokoll gehalten hätte?


Achso Bodo,

eine Frage kann ich Dir beantworten:
-Ist/war er selbst Hg-belastet?
Cutler war selbst Opfer einer Amalgamvergiftung und hat seine Erfahrung als Chemiker und Wissenschaftler benutzt um ein spezielles Quecksilberentgiftungsprotokoll zu erstellen mit dessen Hilfe er gesund wurde. Seitdem hat er sich intensiv mit dem Thema Schwermetallentgiftung auseinandergesetzt und 2 Bücher zu dem Thema geschrieben.
siehe: Cutler-FAQ


Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

Geändert von Rübe (10.02.09 um 18:31 Uhr)

Cutler-Ausleitung kontrovers gesehen
Männlich Bodo
Themenstarter
Zitat von Rübe Beitrag anzeigen
Achso Bodo,
eine Frage kann ich Dir beantworten:

Cutler war selbst Opfer einer Amalgamvergiftung und hat seine Erfahrung als
Chemiker und Wissenschaftler benutzt um ein spezielles Quecksilberentgiftungsprotokoll
zu erstellen mit dessen Hilfe er gesund wurde.
Danke Rübe. Werde ich mir reinziehen und gewohnt kritisch lesen!
Vielleicht werden ja auch die anderen Fragen peu à peu beantwortet.



LGB

Cutler-Ausleitung kontrovers gesehen

Angie ist offline
Beiträge: 3.390
Seit: 18.04.08
Hm,also das mit den Nahrungsmitteln, weiß auch nicht so recht, was ich davon halten soll z.B Brokkoli hat sehr starke antikanzerogene Stoffe, wie fast kein anderes Lebensmittel.

Zwiebel, Lauch, NAC kurbeln auch die Entgiftungsphase II an. Es geht ja m.E. nicht nur ums Ausleiten von Hg, sondern auch ums Ausleiten bzw. Umwandeln anderer toxischer Stoffe.
NAC wurde mir übrigens von Dr.K. genehmigt, da ich eine Entgiftungsstörung habe.

LG

Angie

Cutler-Ausleitung kontrovers gesehen
Binnie
Am besten wäre es wohl, wenn man das Buch selber, von vorne bis hinten genauestens lesen würde, und dann anschließend ggf. seine Kritik daran übt. Und dann am besten auch noch Cutler´s sonstige Hinweise in den einschlägigen Foren prüft. Denn das was im "Thread nebenan" als Cutler-Weisheiten verkauft wird, können auch zum Teil Missverständnisse sein, so wie m.E. auch die Sache mit dem NAC... Also, in diesem Sinne, immer schön kritisch bleiben.

Cutler-Ausleitung kontrovers gesehen
Männlich Bodo
Themenstarter
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
Denn das was im "Thread nebenan" als Cutler-Weisheiten verkauft wird, können
auch zum Teil Missverständnisse sein, so wie m.E. auch die Sache mit dem NAC...
Also, in diesem Sinne, immer schön kritisch bleiben.
Jaaa !!! So sehe ich das eben auch.



LGB

Cutler-Ausleitung kontrovers gesehen

dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von Angie1 Beitrag anzeigen
Hm,also das mit den Nahrungsmitteln, weiß auch nicht so recht, was ich davon halten soll z.B Brokkoli hat sehr starke antikanzerogene Stoffe, wie fast kein anderes Lebensmittel.

Zwiebel, Lauch, NAC kurbeln auch die Entgiftungsphase II an. Es geht ja m.E. nicht nur ums Ausleiten von Hg, sondern auch ums Ausleiten bzw. Umwandeln anderer toxischer Stoffe.
NAC wurde mir übrigens von Dr.K. genehmigt, da ich eine Entgiftungsstörung habe.

LG

Angie
vielleicht sollte das mit dem schwefel in der faq noch besser erklärt werden...

jede nahrung enthält schwefel--- du kannst schon brokkoli essen... aber nicht in RIESIGEN mengen in der hoffnung quecksilber zu mobiliseren und rauszubekommen... also zur normalen ernährung ja-. aber nicht als "chelatbildner" in grossen mengen..

Vielleicht hilft das: Schwefel als normalen Teil der Ernährung JA.... In grossen Mengen zur Entgiftung... NEIN

Geändert von dmps123 (10.02.09 um 19:01 Uhr)

Mineralien sollen immer genommen werden

hirn-kaputt ist offline
Beiträge: 473
Seit: 03.10.08
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Diese Beiträge wurden aus dem Thread http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...g-deutsch.html ausgelagert. Hier sollen mögliche Kritikpunkte an Cutler´s Vorgehen kontrovers diskutiert werden können:

Bin daran interessiert, Fallbeispiele Cutlers zu lesen:
  • Krankengeschichten (Anamnesen)
  • Diagnosen
  • Vergiftungsgrad vor/während/nach Einhaltung des "Protokolls"
  • verifizierbare (Werte), Erfahrungsberichte von Foris

Damit wir uns nicht falsch verstehen, der Mann ist für mich kein Buhmann,
seine Thesen stehen meines Erachtens aber in luftleerem Raum, weil sie nicht
(bis jetzt) durch klinisch relevante Erfahrungsberichte nachvollziehbar sind/werden.

-Arbeitet(e) er auch mit Medizinern/Toxikologen zusammen?
-In welchem Zusammenhang erstellte er das Protokoll?
-Ist/war er selbst Hg-belastet?
-Wie stützt er seine Aussagen bzgl. DMPS - wo dieses doch in USA verboten ist?
-Weiß er, was Europäische Kollegen schreiben und forschen?
-usw.




HGB
hier les mal auf der seite hier

Amalgam Illness - Dr. Andrew Cutler

da ist gut beschriben wer "dieser cutler" eigentlich ist und was ihn überhaupt dazu veranlasst hat das buch zu schreiben.

sehr gut findich um einen überblick zu bekommen
__________________
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* je grösser die Lobby, desto korrupter der Inhalt !!!
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Vertraue den Pharmas und du stehst schon mit einem Bein im Grab

Mineralien sollen immer genommen werden
Männlich Bodo
Themenstarter
Zitat von hirn-kaputt Beitrag anzeigen
hier les mal auf der seite hier
Danke, lieber HK, hab es gelesen.

Leider bleiben bis auf den Punkt, den Rübe schon beantwortete, die weiteren
Fragen unbeantwortet. Aber - wir haben Zeit - und das Thema ist gestellt.



LGB

Cutler-Ausleitung kontrovers gesehen

Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Schwefelzufuhr in grösseren Mengen kann sehr schädlich für quecksilbervergiftete Leute sein.

Der Grund dafür ist dass Schwefel im Gegensatz zu "echten" Chelatbildnern Quecksilber nur mobilisieren aber nicht stark genug binden kann. Unser Körper besteht selbst aus Schwefel der ständig versucht Quecksilber an sich zu binden. Wenn wir Schwefel zuführen kommt es zu einem Kampf um das Quecksilber da der zugeführte Schwefel selbst auch versucht Quecksilber festzuhalten. Da der zugeführte Schwefel nicht "stärker" als der körpereigene Schwefel ist wird das Quecksilber zwischen Körper und zugeführtem Schwefel herumgeworfen und macht viel mehr Schaden als vorher ohne das es gut ausgeschieden werden kann.

Ein "echter" Chelatbildner bindet stärker als der körpereigene Schwefel und kann somit das Quecksilber aus dem Körper heraustransportieren.
Wer solch einen Schwachsinn schreibt, hat von Chemie nichts verstanden. Es gibt ein paar wenige schwefelhaltige Verbindungen auf dieser Welt, die in der Lage sind, Quecksilber oder andere Schwermetalle zu binden. Demgegenüber gibt es zigtausende andere schwefelhaltige Verbindungen, die mit Schwermetallen überhaupt nicht reagieren können, nicht um sie kämpfen, geschweige denn, sie fest zu binden.
Wer sein Frühstücks-Ei genießt, muß nicht mit einem Kampf um das Quecksilber und Rückvergiftungen rechnen - nur, weil das Eiweiß auch Schwefelatome enthält.
Schwefel ist in den Aminosäuren Cystein/Cystin und Methionin − und in allen darauf aufbauenden Peptiden, Proteinen, Koenzymen und prosthetischen Gruppen − in Form von Thiolgruppen (Oxidationsstufe +II) oder Thioethergruppen enthalten. Weiterhin ist er in einigen Kofaktoren (Biotin, Thiaminpyrophosphat) in heterozyklischer Bindung enthalten. Schwefel ist damit ein essentielles Element lebender Zellen. Disulfidbrückenbindungen sind weit verbreitet und tragen zur Ausbildung und Stabilisierung von Proteinstrukturen bei. Auch in oxidierter Form spielt Schwefel in der Aminosulfonsäure Taurin (Oxidationsstufe +IV) eine wichtige biologische Rolle.
Quelle: Schwefel ? Wikipedia
Liebe Grüße

Günter
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Obiger Beitrag ist meine Meinung als Laie! Er ersetzt weder das eigene Denken, noch den Gang zum Arzt oder anderen Spezialisten und ist nur als Anregung für eigene Recherchen und Überlegungen gedacht!


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