Dr.Spoden/Zahnmaterial

11.04.07 21:29 #1
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Dr.Spoden/Zahnmaterial

Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
Hallo EM-Zahn,
danke für die Antwort. Ich glaube eher nicht, daß ein Mediziner (welcher denn?) Bescheid weiß über den Abbau speziell des Kieferknochens. Insofern sind Deine Angaben schon hilfreich. Mal schauen, ob sich da noch mehr ergibt.

Weißt Du, warum sich bei sich herauslösenden Implantaten der Knochen so rasant abbaut? ist das eine Art Abwehrreaktion gegen das Material?

Grüsse,
Uta

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Spooky ist offline
Beiträge: 2.108
Seit: 13.12.06
Hallo,

ein Problem bei Implantaten ist wohl das sie nur halten bzw. überhaupt drin bleiben weil immer ein Entzüngsgeschehen vorhanden ist die den Knochenabau verhindert.

So hat mir das mein Zahnarzt erklärt. Deswegen ist er auch immer so überrascht warum viele Ganzheitliche Zahnärzte zwar Zahnherde ziehen, aber Implantate die auch ne chronoische Entzündung verursachen einbauen wollen.

Gruß
Spooky

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Silvia P
Das "Annehmen" des Implants bzw. das Einwachsen ist kein "Annehmen" sondern eine Abwehrreaktion des Körpers!

Das Implantat wird ummantelt mit Knochengewebe um es vom restlichen Körper abzugrenzen.

So hat es mir einmal ein Zahnarzt erklärt. Dieser legte zwar auch Implantate auf Wunsch, informierte aber vorher den Patienten wahrheitsgemäß.

So einen ehrlichen Zahnarzt muß man erst mal finden.

Wenn sich der Knochen um ein herauslösendes Implantat rasant abbaut deutet das meines Erachtens auf Eiter im Kiefer durch Metalle hin.

Liebe Grüsse

Silvia

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.787
Seit: 26.04.04
Die Meinungen zu Implantaten sind wohl verschieden, und Gegner wird man nie überzeugen.

Ich denke, es ist die Entscheidung jedes Einzelnen, und es muss ausserdem sichergestellt sein, dass die Voraussetzungen für ein Implantat günstig sind. Meinungen von Zahnärzten stehe ich generell skeptisch gegenüber, habe ich doch die Erfahrung gemacht, dass jeder in seinem Interesse argumentiert. Über die Definition des Annehmens seitens des Körpers/Kiefers gibt es anscheinend genauso Unstimmigkeiten. Mir ist jedenfalls neu, dass ein Implantat, das von Knochengewebe ummantelt wird, eine Ablehnung des Körpers bedeuten soll. Es leuchtet mir ehrlich gesagt auch nicht ein.

Liebe Grüsse,
uma

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
06.12.2007



Damit medizinische Implantate optimal in einen Knochen einwachsen, muss die Oberfläche möglichst gut und schnell mit Knochenzellen bewachsen. Diese schnelle Zelladhäsion ist ein kritischer Faktorfür die Verbesserung von künstlichen Hüft-, Knie- oder Zahnimplantaten.Titan hat sich hier wegen seiner natürlichen Oxidschicht seit Jahren bewährt und wird von Knochenzellen (Osteoblasten) gut angenommen.
Jetzt ist es Forschern des Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald) zusammen mit Partnern gelungen, die Titanoberfläche mit einer neuen plasmachemischen Beschichtung zu optimieren. Dazu wird auf das Implantat im Vakuum eine sehr dünne, kunststoffartige Schicht aufgebracht, die aus einfachen organischen Molekülen (Allylamin) erzeugt wird. Die Osteoblasten wachsen auf dem beschichteten Titan wesentlich besser als auf purem Metall. "Durch unsere Beschichtung können sich Osteoblasten schneller auf dem Implantatmaterial ansiedeln. Wir haben es mit Ankergruppen versehen, an denen Zellsignalmoleküle sehr leicht adsorbiert werden", meint INP-Projektleiter Andreas Ohl, dessen Team das Verfahren entwickelte. Damit kann auch die gezielte Gewebezüchtung ("tissue engineering") auf Biomaterialien generell verbessert werden. ....
Plasma verbindet - besseres Wachstum von Knochenzellen auf Implantaten

Diese Entwicklung zeigt, daß man sich offensichtlich Gedanken darüber macht, welche Ob erfläche eines Implantats (nicht nur eines Zahnimplantats) am besten geeignet ist zum schnellen Einwachsen. Anscheinend ist das doch nicht so einfach. - Das gleiche gilt auch für Stents, die bei Herzproblemen eingesetzt werden.

Gruss,
Uta

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froschminister ist offline
Beiträge: 700
Seit: 29.06.07
@em

vielen dank dass du da eine andere stellungnahme abgegeben hast.

ich finde es einfach schrecklich, dass hier niemals über effektive prophylaxe gesprochen wird, aber jeder denkt, er kann super tipps geben...tipps, die dazu führen, dass sich da dinge anbahnen, die in einigen jahren zu echten problemen führen...
sorry,...fm

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froschminister ist offline
Beiträge: 700
Seit: 29.06.07
Zitat von Spooky Beitrag anzeigen
Hallo,

ein Problem bei Implantaten ist wohl das sie nur halten bzw. überhaupt drin bleiben weil immer ein Entzüngsgeschehen vorhanden ist die den Knochenabau verhindert.

So hat mir das mein Zahnarzt erklärt. Deswegen ist er auch immer so überrascht warum viele Ganzheitliche Zahnärzte zwar Zahnherde ziehen, aber Implantate die auch ne chronoische Entzündung verursachen einbauen wollen.

Gruß
Spooky
hallo,
das stimmt halt so leider mal wieder überhaupt nicht:-(

gruss fm

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froschminister ist offline
Beiträge: 700
Seit: 29.06.07
Diese Entwicklung zeigt, daß man sich offensichtlich Gedanken darüber macht, welche Ob erfläche eines Implantats (nicht nur eines Zahnimplantats) am besten geeignet ist zum schnellen Einwachsen. Anscheinend ist das doch nicht so einfach. - Das gleiche gilt auch für Stents, die bei Herzproblemen eingesetzt werden.

Gruss,
Uta[/QUOTE]

genau so ist es, und das nicht erst sein einigen jahren...
gruss fm:-)


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