Alkoholikerin

06.10.09 09:33 #1
Neues Thema erstellen
Alkoholikerin

Nicola123 ist offline
Themenstarter Beiträge: 15
Seit: 06.10.09
Ja kla haben wir unseren vater schonmal gefragt und alles aber wir wissen ja selber , wenn mein vater ihr nichts kauft , dann ist sie total sauer und alles .. und das will mein vater halt nicht. Ich wohne in dortmund . :p

Alkoholikerin

Oregano ist offline
Beiträge: 63.731
Seit: 10.01.04
Verkehrte Welt, finde ich: Dein Vater sorgt dafür, daß Deine Mutter genug zu trinken hat? Warum kann Deine Mutter für ihre Sucht nicht selbst sorgen?

Wie schon geschrieben: solange man einen Süchtigen unterstützt, wird er keinerlei Bedürfnis haben, etwas zu verändern.

Gruss,
Uta

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
mehr
Alkoholikerin

Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
Hallo Nicola,

meistens ist es leider so daß es dem Alkoholiker erst richtig besch.... gehn muß bis er versucht von dem Mist weg zu kommen, eben einen Entzug zu machen.
Nur bis dahin kann die Familie sehr sehr große Probleme bekommen (milde ausgedrückt).
Und wenn dein Vater deiner Mutter den Alkohol kauft wird sie sich höchst wahscheinlich nicht ändern. So seh ich das Problem.

Alkoholikerin
Männlich Bodo
Hallo Zusammen.


Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Verkehrte Welt, finde ich: Dein Vater sorgt dafür, daß Deine Mutter genug zu
trinken hat? Warum kann Deine Mutter für ihre Sucht nicht selbst sorgen?
Das ist leider üblich. Habe in der Nachbarschaft als Kind Selbiges oft beobachtet.
Es ist ein Teil der Co-Abhängigkeit, der Sohn holt den Stoff seiner Mutter, die Gattin
ihrem Gatten, die Schwester dem Bruder, der Freund seiner Freundin usw.
Und zwar nur deshalb, weil dann erfahrungsgemäß wieder kurzzeitig "Friede" einkehrt.
Der Friede besteht darin, dass der abhängige Mensch befriedigt Zugriff auf
sein "Lebenselixier" hat und damit umgänglicher für Nahestehende ist.

Ein fataler Teufelskreis aus Beziehungsnöten, Nachgeben und Suchtmittelbeschaffung.





HGB

Alkoholikerin

Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Da muss ich Bodo mal uneingeschränkt zustimmen
Ich denke, der Vater hat mit der Sorge um seine sieben Kinder und seine alkoholabhängige Frau dermassen viel um die Ohren, dass er höchstens jeweils Feuerlöscher spielen kann. Dazu gehört auch, die Frau vorübergehend zufriedenzustellen.
Daraus ist ihm kein Vorwurf zu stricken - ich denke, er leidet genug unter dieser Situation.
Nicola, magst du uns vielleicht einen typischen Tagesablauf bei euch zu Hause schildern?
Ist dein Vater berufstätig?
Wer kümmert sich um die Kleinen?
Wer kümmert sich um dich?
Liebe Grüsse, Sine

Alkoholikerin

Oregano ist offline
Beiträge: 63.731
Seit: 10.01.04
Mir ging es auch gar nicht so sehr um einen Vorwurf an den Mann, der seiner Frau Alkohol besorgt, weil sie sonst unausstehlich wird und Terror macht.

Es ging mir darum, darauf hinzuweisen, daß ein Co-Abhängiger sich darüber klar sein sollte, daß er tatsächlich dazu beiträgt, die Sucht aufrecht zu erhalten, um eines Scheinfriedens willen.

Vielleicht wäre für Deinen Vater oder die ganze Familie ein Besuch bei den Anonymen Alkoholikern eine Chance?

Anonyme Alkoholiker im deutschsprachigen Raum

Gruss,
Uta

Alkoholikerin

mara022 ist offline
Beiträge: 1.216
Seit: 03.09.09
Hallo Nicole

Hab dir mal paar Links zu Adressen in deiner Nähe rausgesucht, vielleicht hat Uta auch schon paar erwähnt :-)

Anonyme Alkoholiker im deutschsprachigen Raum

Suchtmittel.de - Infos über Sucht und Drogen

www.alkohol-hilfe/SHG/dortmund.htm

Familienberatung Dortmund Beispielweise Köster-Simon Dipl.-paed. Ursula

Viel Glück,
Mara :-)

Alkoholikerin

SunshineBaby ist offline
Beiträge: 3
Seit: 04.12.09
Hey !
Erst mal was zur Vorgeschichte zum besseren Verständnis.
Meine Kindheit und Jugend habe ich in Köln erlebt.1984 bin ich der Liebe wegen noch Koblenz gezogen. Sofort fingen meine Probleme an.

*starle Blähungen*
*Zittern*
*schneller Puls - Ruhepuls 130*
*starker Haarausfall*
*Stimmungsschwankungen*
*Schlafstörungen*
*Wärmeüberempfindlichkeit*
*stetiger Heißhunger und trotzdem rapide Gewichtsabnahme*
*häufiger Stuhlgang*

Meine Vermutung ging dahin,schon wieder ein Zwölffingerdarmgeschwür.
Also ging ich zum Arzt und ließ mir den Magen röntgen. Dort musste ich vorher so eine Kontrastflüssigkeit tringen. Als ich mich auf den Tisch stellte,war von ihr aber nichts zu sehen,so das ich noch auf dem Tisch mir noch einmal das ekelhafte Zeug runterwürgen musste.So wie es reinkam,verschwand es auch wieder und verblieb nicht wie es eigendlich sollte,20 Min. im Magen.Bei der abschließenden Besprechung ried mir der Arzt,mal einen Radiologen aufzusuchen um meine Schilddrüse zu kontrollieren.
Wie ja bereits jeder von Euch vermutet,kam heraus,dass ich unter einer sehr starken Überfunktion der Schilddrüse litt [ Hyperthyreose ],begleidet von einem Morbus Basedow.
Also bekam ich Carbimazol 5mg und sollte davon 2 am Tag nehmen.Dieses ging dann auch eine Zeitlang so.Zwischendurch wurden immer wieder meine Werte kontrolliert und ein Cintegramm wurde angefertigt.Leider bin und war ich schon immer ein Schussel und auch oft leichtsinnig und habe meine Tabletten nicht regelmäßig genommen.Das Ende vom Lied war,dass ich einen Kropf bekam mit jedermenge kalter Knoten die fleißig Jod produzierten.

*Schusselig,weil ich sie sehr oft vergaß*
und
*Leichtsinnig,weil ich sie absichtlich nicht nahm,wenn ich das Gefühl hatte,meine Schilddrüsenwerte [ TSH, Schilddrüsenhormone Trijodthyronin? (FT3) und Thyroxin? (FT4) Jod, spinnen mal wieder und ich habe trotz Überfunktion stark an Gewicht zugelegt.Was genau hierfür die Ursache ist weis ich nicht so genau,es heißt ja,dass die Die Autoimmun-Thyreoditis auch Hashimoto-Thyreoditis genannt,dafür verantwortlich ist.Na egal,wenn ich das Gefühl hatte,jetzt bist du aber zu dick,habe ich die Tabletten weggelassen.Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und als junges Mädchen,habe ich das Wechselspiel mit den Schilddrüsenwerten noch gut verkraftet.denke ich zu mindest.*

Ich muss dazu sagen,dass es für mich nichts schlimmeres gibt,als dick zu sein,deswegen habe ich auch das rauchen wieder angefangen.Ich weis,dass das ein Komplex von mir ist,aber ich komme wie so viele Frauen,nicht dagegen an. Das führte letztendlich dazu,dass ich an der Schilddrüse operiert werden musste. Nach der OP,sollte ich erst mal eine Zeitlang weiter Carbimazol nehmen.Natürlich habe ich weiter gemacht wie bisher,auch weil mir die Tragweite nie so richtig bewusst war. Jetzt habe ich noch einen viel schlimmeren Kropf der mir das Atmen erschwert,ich muss jetzt zusätzlich seit Jahren Beta-Blocker nehmen und merke das ich Mist gebaut habe.Schon mehrmals habe ich deswegen im Krankenhaus gelegen und einmal sogar auf der Intensiv-Station. Alle sagen mir das ich eines Tages einen Jodsckock bebomme,wenn ich so weiter mache und wenn dann nicht sofort ärztliche Hilfe in der Nähe ist,dann ist es für mich zu spät.Mittlerweile muss ich Carbimazol 10mg nehmen und davon täglich 40mg.Die Ärzte raten dringend zu einer Op,aber mir strebt da ehr eine Radiojodtherepie an und nach einer Kontroll-Untersuchung weis ich mittlerweile auch,dass meine Schilddrüse sehr Aufnahmefähig ist und eine solche Therapie für mich in Frage käme. Nur müssen die Werte erst runter. Das heißt normal immer schön fleißig die Tabletten nehmen und engmaschige Blutkontrollen.Im Entlassungsbericht des Krankenhauses stand,einmal die Woche und einen Wert ich weis jetzt leider nicht welchen,da ich den Befund nicht mehr habe,zweimal die Woche. Normal wollte die Ärztin mich gar nicht gehen lassen,aber ich habe darauf bestanden. Drei Wochen im KH ist mein persönlicher Rekord,solange habe ich es noch nie ausgehalten.Einen Vorteil,hatte es doch,ich habe aufgehört zu rauchen.Doch mein Hausarzt ist,wie soll ich sagen,entweder genauso ignorant wie ich,oder mit Patienten überhäuft und nicht in der Lage die Symtomatik richtig einzuschätzen. Anfang Oktober 09 bin ich aus dem Krankenhaus entlassen worden und habe erst eine Blutkontrolle bis jetzt gehabt und soll auch erst nächstes Jahr wieder kommen.Ich habe also meine Tabletten brav eingenommen,weil ich ja auch selbst endlich eine Veränderung wollte. Bis zu dem Tag,wo ich merkte,ach die heilige Sch****,du hast ja zugenommen.Von 68kg auf 74 kg. Oh Gott !
Zuerst habe ich wieder angefangen zu rauchen um ein Sättigungsgefühl zu bewirken.Hat auch geklappt,aber . . . .oh Schreck,ich nahm trotzdem weiter zu.Mittlerweile wiege ich 77kg.Das geht nicht,so fett will ich nicht sein.Ich seh ja aus wie ein Schwein.Also wurden die Tabletten reduziert.Erst nur noch drei und jetzt nur noch zwei.Ich glaube,ich hätte damals in Köln bleiben sollen.Denn die Liebe ist mittlerweile ja auch erloschen.Irgendwann habe ich mich zu Grunde gerichtet.Ich bin so blöd,aber auch so hilflos,gegen mich selbst.Meine Ignoranz,Labilität und grenzenlose Dummheit,grenzt schon an Selbstzerstörung und ich komm einfach nicht dagegen an.
Trotzalledem nehme ich mehr oder weniger regelmäßig,seit 1984 Carbimazol.das ist viel zulange.Wenn ich richtig informiert bin,sollte man sie allerhöstens ein Jahr nehmen,aber bestimmt nicht 25 Jahre.
Mittlerweile hatte ich auch bedingt durch meine Erkrankung,meinen Job verloren und nach einem Jahr Arbeitslosengeld bin ich ins Harz IV gerutscht.
Jegliche Vermittlungsversuche sind bis Heute gescheitert. Also musste ich vor drei Wochen zum ärtzlichen Dienst des hiesiegen Gesundheitsamtes.Mein Sachbearbeiter bestand darauf,um endlich zu erfahren inwieweit ich arbeitsfähig sei.Mein Hausarzt ist bis Heute der Meinung,das ich arbeitsfähig sei und er mich nicht arbeitsunfähig schreiben könnte.
Nur eigenartig,dass mich der Amtsarzt sofort arbeitsunfähig geschrieben hat.
Der genaue Wortlaut des Befundes ist folgender :

"Gutachten mit Untersuchung !
Darstellung der vermittlungs- und beratungsrelevanten Gesundheitsstörungen.
*Hyperthyreose bei Morbus Basedow,Z.n. subtotaler Schilddrüsenresektion mit Rezidivstruma,derzeit antithyperthyreote Intialbehandlung,
*Refluxkrankheit,
*Arterielle Hypertonie u. Sinustachykardien bei Diagnose 1".
*Ergänzendes Leistungsbild :
Aufgrund einer therapiebedürftigen Überfunktion der Schilddrüse ist derzeit keine Leistungsfähigkeit gegeben.Nach Normalisierung der Schilddrüsenhormonwerte ist eine operative und /oder Radio-Jod-Therapie erforderlich.nach erfolgreicher Behandlung ist eingeschränkte Leistungsfähigkeit zu erwarten
und jetzt kommt mein eigendliches Problem,weshalb ich im Internet auf die Suche gegangen bin,Euch gefunden habe und anstatt zu schlafen,hier sitze und schreibe.

**[ aufgrund der bestimmten Laborwerte ergeben sich Hinweise auf "Alkoholabusus" ]Ggfls.kann eine Nachuntersuchung in 6 Monaten erfolgen**.

Waaaaaaas wie bitte ????

Was ist das denn bitteschön ??
Google machts möglich.
Alkoholabusus = Alkoholikerin !

Wow !!
Da staunte ich vielleicht Bauklötze und meine Kinder erst !!
Ich und trinken,Du und trinken ``
Gottseidank kann ich sagen,das ich außer an Feiertagen wie zB. Silvester,überhaupt keinen Alkohol anfasse. Ich trinke nicht.
Die Symtomatik,1tens ich weis schon seid längerem,das mit meiner Bauchspeicheldrüse irgendwas nicht in Ordnung ist,habe mir aber nichts dabei gedacht,2tens leugnen Alkoholiker immer ihre Sucht-ich hätte im Boden versinken können als mein Sachbearbeiter mir heute den Befund mitteilte. Was mag dieser Mann wohl von mir gedacht haben,nachdem ich schwör keinen Tropfen zu trinken ??

Ein weiterer Faktor wäre,das in meiner Familie Mütterlicherseits,meine Oma und zwei Tanten an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben sind. Ich bin also erblich vorbelastet.

Meine Frage : "Wie kommt der Arzt darauf,mir so etwas zu unterstellen und anhand welcher Werte wird es bestimmt und letztendlich,welches Organ ist dabei in mittleidenschaft gezogen,die Leber oder die Bauchspeicheldrüse und heißt das letztendlich für mich,das mit einem der beiden Organe bei mir etwas nicht stimmt" ?

So ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Angaben dienen,so das Ihr mir helfen könnt und bitte nicht einschlafen oder die Lust verlieren,ich weis der Text ist sehr lang und ich mute Euch viel zu. Trotzdem Danke ich Euch schon mal. lG SunshineBaby

Geändert von SunshineBaby (05.12.09 um 03:25 Uhr)

Alkoholikerin

Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
Hallo Sunshine

Schade daß Du für dein Posting keinen neuen Thread eröffnet hast Hier geht dein Posting evtl bischen unter.

Also wurden NUR Laborwerte der Bauchspeicheldrüse untersucht? Wurden genauere Untersuchungen angesetzt? Weiß dein Arzt daß du familiär bei Bauchspeicheldrüsenkrebs vorbelastet bist?
Ich würde auf jeden Fall darauf drängen, daß Du schnelltens gründlich untersucht wirst!! Ein CT oder Kernspint wäre auf jeden Fall sinnvoll.

Alkoholikerin

Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
Hallo Sunshine

Welche Werte hat man denn untersucht? Nur die Leberwerte? Oder auch die der Bauchspeicheldrüse?
Hast Du die Werte evtl mit nach Hause bekommen und könntest die evtl posten?

Erhöhte Leberwerte, wie auch der Bauchspeicheldrüse können viele Ursachen haben, können auch durch Gallensteine verursacht werden Deshalb mußt nicht sofort Panik bekommen, aber es muß unbedingt schnellstmöglich abgeklärt werden.

Apropo Bauchspeicheldrüse wären Amylase, Lipase, CRP, BKS, Blutzuckerwerte und die Leukozyten sehr wichtig.
Die Gewichtszunahme kann auch auf einen Diabetes hinweisen da hierbei der Fettstoffwechsel gestört ist, nur eine Möglichkeit von vielen

http://www.einsteiger.diabetesinfo.d...2.php#pankreas

Geändert von Petri (05.12.09 um 08:52 Uhr)


Optionen Suchen


Themenübersicht