Was ist Stress eigentlich und wie beeinflusst er unser Leben...

21.04.04 10:21 #1
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Was ist Stress eigentlich und wie beeinflusst er unser Leben...

Oregano ist offline
Beiträge: 62.955
Seit: 10.01.04
mh, jein Michael. Dein Beispiel mit der Wirbelsäule kann ich gut verstehen, und da gebe ich Dir zu - sagen wir mal - 88% Recht, zumal die Erkenntnis, daß die meisten Wirbelsäulenprobleme auch psychosomatischer Natur sind, inzwischen ziemlich eindeutig ist. Dann heilt Erkenntnis und Zeit.

Im Fall der Vergiftung, die nicht bekannt oder eindeutig nachgewiesen ist, sehe ich das anders. Hier nützt das "Aussitzen" nichts, im Gegenteil: es wird immer schlimmer, das Aushalten von "Zuständen" bringt letzten Endes nur Schmerzgeplagtheit und totale Verunsicherung. Da viele Vergiftete auch in ihrem Umfeld als Spinner, eingebildete Kranke, Ökochonder oder eben Psychos angesehen werden, kommt jetzt echter STress auf, weil man ständig in einem Zwiespalt lebt: spinne ich oder spinnen nun die anderen? :? :( Und wenn die Kraft zum "Aussitzen" dann endgültig aufgebraucht ist, bleibt wohl vielen tatsächlich nur noch die Psychoschiene. Und da gehören die eben nicht hin.

Daß Vergiftete, chronische Migräniker und andere Chroniker immer sensibler auf Symptome ihres Körpers reagieren, ist nachgewiesen. Die Schmerzschwelle sinkt und sie spüren ein Zwicken im linken Zeh ;) , wenn andere noch längst nichts spüren...

Wie immer dürfte der richtige Weg für jeden in der Mitte zwischen "Reparaturwerkstatt Mensch" und "die Selbstheilungskräfte des Menschen überwinden jede Krankheit" liegen. :)
Gruß,
Uta

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.955
Seit: 10.01.04
Ich habe gerade noch einen Link gefunden, der das Thema Stress sehr gut zusammenfaßt:
http://www.beikost.de/stress.html :
"Grundlagen der Entspannung/Stress"

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whitney ist offline
Themenstarter Beiträge: 344
Seit: 07.01.04
Liebe Uta

Nicht alles muss gleich mit Vergiftungen oder sowas zu tun haben. Stress kann man auch ohne das haben :)

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.955
Seit: 10.01.04
Ist klar, Whitney :) und stimmt natürlich.
Aber es geht hier doch um die verschiedenen Arten von STress und die MÖglichkeiten, damit umzugehen. Und da nehme ich jetzt mal die Position des Vergifteten-Vertreters ein ... ;)
Uta

Übrigens: danke für den Blumenstrauß :)

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whitney ist offline
Themenstarter Beiträge: 344
Seit: 07.01.04
jo bitte gerne geschehen :D

Ich finde man muss einfach vorsichtig sein und eben, alle Möglichkeiten offen lassen. Bei mir kommt der Stress von der Ursache die mich zu den Depressionen brachte. Früher hatte ich den postivien Stress, seit einem Jahr nun der Negative.

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himmelsengel ist offline
Beiträge: 912
Seit: 25.03.04
huhu...

ich denke, jeder erlebt Stress auf seine Art und Weise. Ich kann nur von mir ausgehen.
Und mich stresst nunmal der Körper und das seit vielen Jahren und es scheint kein Ende zu nehmen. Selbst wenn man glaubt, es wird irgendwann mal besser, kann man den Gedanken auch nur so lange aufrecht erhalten, bis es einen wieder niederbeutelt.
Warum ist mein Satz so bedenklich @Michael?
Ich möchte nun wirklich nicht jeden meiner Symptome jetzt hier aufführen, kann die aber versichern es ist eine sehr lange Liste und wenn man "nur" ein bis zwei Symptome hat, kann man vielleicht es eher akzeptieren. Ich kann es jedenfalls nicht und meine Symptome knechten mich nun mal nieder und es ist schwer da ein normales Leben mit zu führen...
Denn:
Dies ist für mich nicht möglich!

Und trotz dem ganzen für mich körperlichen Stress versuche ich den Kopf nicht hängen zu lassen und mich zu entspannen... Denn, sonst wäre ich nicht mehr auf dieser so schönen Welt.
Ich suche immer wieder neue Wege, auch wenn viele im Sand verlaufen. Ich hoffe und versuche zu vertrauen, dass meine Geschichte bald ein positives Ende findet und mir meine jetztige Ausleitung dabei hilft.

Sicherlich, jeder Mensch ist verschieden, man kann hart zu sich selber sein, immer die "Starke" versuchen zu sein und sich nicht beeinflussen zu lassen von allem...
Aber ich denke auch, es kommt auf den Stress auch an...

Z.B. habe ich eine Freundin, die ist vorriges Jahr an Epelepsie erkrankt... und 3x umgekippt und beim ersten Mal so unglücklich, dass sie ins KH musste.
Nun ja sie steht auf dem Standpunkt, ich lasse mich nicht kleinkriegen. Trinkt weiterhin fröhlich weiter (trotz starker Medikamente), ist auf jeder Veranstaltung und Feier zu finden und geht nach wie vor ihrer Arbeit nach, wo sie sehr eingebunden ist.
Und was soll ich sagen: Die Ärzte haben ihr geraten mehr zur Ruhe zu kommen und höchstens 1 Glas Alkohol zu den Tabletten zu trinken. Sie ignoriert das total und macht weiterhin fröhlich weiter, als wenn nix wäre, denn sie hat direkt am Anfang recht schnell ein Medikament bekommen, was ihr geholfen hat und seitdem hat sie keine Anfälle mehr gehabt und fühlt sich sicher.
Sie hat für mich kein Verständnis, da sie ja bestens klar kommt... Sie schafft das, warum schaffe ich das nicht auf...!

Ich denke die "Fälle" sind nicht vergleichbar, hätte ich ne Tablette und alles wäre bis auf ein paar kleiner Nebenwirkungen alles wieder i.o., könnte ich auch wieder am Leben teilnehmen.
Leider gibt es das für mich nicht und nun muss ich damit erstmal leben... und mir selber Mut zu sprechen und auf so ein "Gerede" meiner Freundin nicht allzu viel Wert zu legen.
So viel dazu...

Nicht alles ist auf eine Amalgamvergiftung zurückzuführen... das mag sein, aber wenn man alle Ärzte durchhat und die auch keinen Schimmer mehr haben, muss man eben Selbstinitiative ergreifen und weiter hoffen und sich nicht stressen lassen...
Wenn man weiss, wie das geht und auch funktioniert :-(

LG
himmelsengel

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Michael ist offline
Beiträge: 405
Seit: 09.01.04
Hallo Himmelsengel

ich finde Deinen Satz etwas provokativ und trotzig.
Darum habe ich mechanische Apparate mit dem Menschen verglichen. Einen mechanischen irgendwas kann man reparieren, einen menschlichen Körper hingegen nicht, auf jeden Fall nicht mit handwerklichen Eigenschaften. Ich glaube Du stresst Dich vorsätzlich, statt alternative Möglichkeiten zu suchen.

Du hast Dich für Deinen Körper entschieden, dann akzeptiere auch die Nebenwirkungen!! Rede doch mal mit Deinem Partner, bestimmt kann Er Dich moralisch aufbauen. Zusammen geht es viel besser, betrachte Deine Beschwerden als eine Hürde, den Du nunmal erklimmen musst!!

Liebe Grüsse, Michael

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whitney ist offline
Themenstarter Beiträge: 344
Seit: 07.01.04
Hallo Himmelsengel

Dass Deine Kollegin gut mit Ihrer Epilepsie umgehen kann liegt an ihrer Einstellung dazu. Na und? Nun hab ich das halt, was solls. Nehm ich die Medis, aber am Leben hindert mich das ganz sicher nicht. Und es geht ihr ja gut dabei. Ich weiss, diese Einstellung dazu zu bekommen ist nicht sehr einfach. Ich hab auch so meine Mühe damit. Ein guter Freund sagte mir vor einigen Tagen ich solle mal wieder das Buch "Das LoLa-Prinzip" lesen. Das werd ich wohl machen müssen. Es öffnet einem schon etwas die Augen...

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aqua ist offline
Beiträge: 465
Seit: 27.01.04
@ michael

ich empfinde das als äußerst hart, was du sagt, jedenfalls keinesfalls verständnisvoll. wenn du hart zu dir bist, müssen es doch andere nicht auch zu sich sein? ich denke, gefühle zulassen, nicht unterdrücken, ist wichtig. wir alle haben alle möglichen arten von gefühlen. es kann nicht sinn der sache sein, gefühle, die einem nicht passen, zu unterdrücken. dann kann es zu psychosomatischen beschwerden kommen, denn der körper und das unterbewusstsein lassen sich nicht austricksen! auch schwäche zeigen kann oftmals eine stärke sein und einen weiterbringen.
bei mir zumindest verursacht dein antwort stress ;) ich empfinde sie ganz und gar nicht als moralisch aufbauend und erst recht nicht mitfühlend. weißt du, wie besch** eine vergiftung sein kann? viele hier konnten/können deswegen nicht arbeiten (sind auch arbeitslos wegen der vergiftung geworden), ist nur schlapp und müde, im grunde nur ein herumvegitieren, dann noch mögliche psychische symptome der vergiftung.
übertrage nicht deine erfahrung auf die situation von engel, diese ist eine ganz andere. es ist nicht alles psychosomatisch und so einfach zu lösen nur weil es bei dir so war. und bei gewissen krankheiten und beschwerden ist es äußerst ungünstig, nur zu warten (wie uta schon sagt).
etwas mehr einfühlungsvermögen und weniger verständnislosigkeit wäre m.e. nicht verkehrt ;)

@ himmelsengel & whitney
ehrlich gesagt finde ich das verhalten der freundin ziemlich unvernünftig. trotz der medis noch alkohol trinken, den lebensstil nicht umzustellen. irgendeine ursache hat ja die epilepsie, krankheiten sind doch immer signale des körpers, dass etwas nicht stimmt. und wenn man das verdrängt (im unterbewusstsein ist die gefahr ja immer noch präsent).. ob das dann gut geht? vielleicht..
wenn sie selber ihre gefühle und ängste unterdrückt, dann kann sie wohl kaum diese bei anderen wahr und ernst nehmen. das versteht sich von selbst. man ist so zu anderen wie man zu sich ist. es ist alles zweigleisig.


[geändert von aqua am 04-24-04 at 09:37 AM]

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.955
Seit: 10.01.04
Hallo Michael,

"..Du stresst Dich vorsätzlich, statt alternative Möglichkeiten zu suchen.
Du hast Dich für Deinen Körper entschieden, dann akzeptiere auch die Nebenwirkungen!! Rede doch mal mit Deinem Partner, bestimmt kann Er Dich moralisch aufbauen. .."

:? Was konkret meinst Du damit?: welche alternativen Möglichkeiten könnte sich denn Himmelsengel suchen, nachdem sie doch schon alle möglichen Ärzte und Therapeuten durch hat und sich nichts geändert hat?
Die Formulierung "Du hast Dich für Deinen Körper entschieden..." klingt ja so, als ob man sich bewußt für einen schmerzenden Körper entscheiden würde. Selbst wenn Du das eher als eine unterbewußte, psychosomatische Entscheidung meinst: ich finde das zu schwarz-weiß gedacht. Das wäre ja dann genauso "mechanistisch" gedacht wie Dein Vergleich vom Körper als Apparat. Man geht dann nicht in die Werkstatt, um das Auto "Menschenkörper" zu reparieren sondern zum "Psychoklempner" , um dasselbe zu erreichen ? :? ;)
Abgesehen davon gibt es so viele lange Leidensgeschichten von Leuten, bei denen die Ärzte und Therapeuten einfach nicht auf die richtige Diagnose gekommen sind, bis es doch klappte...

"Rede doch mal mit Deinem Partner...." : Die Partner in Beziehungen, in denen einer chronisch krank ist, sind wie der Leidende selbst, sehr belastet und oft nicht mehr belastbar. Da ein Nicht-Kranker nie wirklich verstehen kann, wie sich der chronisch-Kranke fühlt, ist so ein Partner nur begrenzt "brauchbar". Viele Beziehungen gehen wegen chronischer Krankheiten auch kaputt, eben weil die Belastung zu groß wird.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß mir Gespräche mit Freunden/Freundinnen mehr geholfen haben, weil die besser abschalten konnten und nicht persönlich betroffen waren von meinem "Zustand". Wie soll im übrigen ein Partner "moralisch" aufbauen, wenn er sich gar nicht wirklich in die Situation hineindenken kann? :? :)
Gruß,
Uta


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