Ein Leben ohne Antidepressiva

11.03.10 12:25 #1
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damara ist offline
Beiträge: 11
Seit: 10.03.10
hallo zusammen!

ich habe meine depression nach der entbindung meiner tochter bekommen, ... also eine schwangerschaftsdepression. ich nehme antidepressiva nun schon seit über 2 jahren, obwohl die ärzte meinten, dass es höchstwahrscheinlich nach einem jahr wieder vorbei sein würde.
im moment gehts mir ja gut,... doch ich merke das sich anfängt etwas zu verändern.
hier wurde ja auch schon mal von einer symtomatik gesprochen, dass körperliche beschwerden durch psychische ursachen ausgelöst werden. mein körper will mir damit sagen :HALLO - BITTE ETWAS VERÄNDERN.
nur ist es halt nicht leicht heruas zu finden was.
meine körperlichen schmerzen begannen mit rückenschmerzen, bis es zu weihnachten so schlimm wurde, dass ich nicht mehr gehn konnte. schmerzmittel haben die symptome behandelt, doch die ursache nicht. die rückenschmerzen wurden besser. ich bekam eine verkühlung ... mit mittelohrentzündung ... das ist nun schon 2 wochen her. was blieb ist ein surren, und rauschen und ton höher hören des rechten ohres. ich war beim HNO ... könnte sein das das nicht mehr ganz weggeht - wird es aber ... denn ich werde daran arbeiten ;-)
habe nach rechachiert (schreibt man das so?) es könnte ein hörsturz gewesen sein, laut symptomen ABER ich sage es war keiner ... sondern nur ein hinweis darauf das ich etwas ändern soll.

ich habe nun gestern abend beschlossen, meine abendliche tablette (eh nur mehr 1/3) nicht mehr zu nehmen und versuchte schlafen zu gehn.
ich wurde ganz unrund ... mir wurde heiß, dachte ich müsse mich bald übergeben ... immer dieses unterbewusstsein "ohne tablette kannst du nicht schlafen!" ich hab aber immer dagegengehalten "ICH KANN SCHLAFEN"
das ging so bis mitternacht .... dann hab ich mir die tablette doch geholt. 1:0 für das unterbewusstsein oder wie man es nennen mag. gleich darauf bin ich eingeschlafen.

wenn man darüber nachdenkt, kann es ja körperlich nicht schon solche auswirkungen haben, wenn man 1 mal seine tablette nicht nimmt. wahrscheinlch alles nur kopfsache.

ich will und werde es jedenfalls schaffen, ohne tabletten auszukommen. ich werde ....

deshalb wäre es sehr lieb von euch, mir zu helfen , mittels eigenerfahrungen oder ratschlägen. wie kann ich mein unterbewusstsein umprogrammieren ohne das es mir einen strich durch die rechnung macht!?????

bis hoffentlich bald ... bis dahin wünsche ich euch eine gute zeit lg damara


Ein Leben ohne Antidepressiva

Oregano ist offline
Beiträge: 63.690
Seit: 10.01.04
Hallo damara,

ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Umprogrammierung Deines Unterbewußseins. Ein Weg dahin könnte z.B. das "Klopfen" mit EFT sein:
http://www.symptome.ch/vbboard/staer...echniques.html

Es kann aber auch sein, daß es doch (auch) körperliche Ursachen für Deine Probleme gibt, z.B. könnte die Schilddrüse sich bei Dir durch die Schwangerschaft und die Geburt Deiner Tochter verändert haben.

Sind alle Schilddrüsenwerte jemals seit der Geburt untersucht worden?:
TSH, fT3, fT4, TPO-Ak, Tg-AK, TRAK + Ultraschall

Schilddrüse ? Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit
Schwangerschaft und Geburt: Schilddrüse und Schwangerschaft

Welches Antidepressivum nimmst Du denn? Man sagt zwar, daß man davon nicht körperlich abhängig wird, doch ich denke, eine gewisse Abhängigkeit entsteht doch durch eine längere Einnahme. Schließlich haben diese Medikamente ja Wirkungen, die u.a. darauf beruhen, daß ein gleicher Wirkstoffspiegel vorhanden ist. Nimmst Du dann abends die Tablette nicht, verändert sich der Spiegel...

Grüsse,
Uta

Ein Leben ohne Antidepressiva

damara ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 10.03.10
hi! danke für deine rasche antwort. ja meine schilddrüse wurde schon mehrmals untersucht aber nichts relevantes bzgl. depression gefunden. einige kleine knötchen aber bei den anderen untersuchten werten passt alles.

ich nehme morgens gladem (50mg) und abends trittico (50mg). ich hatte anfangs ja mehr, habe also schon von gladem (75mg), trittico (150mg) auf das oben angeführte reduziert.
als ich beim trittico abends erstmals um 50mg reduziert habe, habe ich nichts gemerkt.

und das gestern abend war also wirklich sehr eigenartig,... kann ja nicht sein dass wenn ich einmal 50mg nicht nehme ich dann schon nicht einschlafen kann. kann also nur vom kopf ausgehn.

wie geh ich das bloss am besten an???

Ein Leben ohne Antidepressiva

Oregano ist offline
Beiträge: 63.690
Seit: 10.01.04
Könntest Du bitte hier mal Deine Schilddrüsenwerte zeigen?

Zu trittico:
Das spätere Absetzen der Antidepressiva muss langsam-stufenweise erfolgen („ausschleichend“ über mehrere Wochen), um panikähnliche Nebenwirkungen zu vermeiden. Antidepressiva machen nicht abhängig, daher treten auch keine Entzugserscheinungen auf, bei plötzlichem Absetzen (z.B. wegen vermeintlicher Unwirksamkeit oder wegen des Beginns einer Psychotherapie) ist jedoch mit folgenden Absetzerscheinungen zu rechnen: innere Unruhe und Anspannung, Reizbarkeit, Missgestimmtheit, Angstzustände, vegetative Symptome (z.B. Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Schwindel, Bewegungsstörungen, Schlafstörung).
http://www.panikattacken.at/antidepr...depressiva.htm

Zu Gladem:
Das spätere Absetzen der Antidepressiva muss langsam-stufenweise erfolgen („ausschleichend“ über mehrere Wochen), um panikähnliche Nebenwirkungen zu vermeiden. Antidepressiva machen nicht abhängig, daher treten auch keine Entzugserscheinungen auf, bei plötzlichem Absetzen (z.B. wegen vermeintlicher Unwirksamkeit oder wegen des Beginns einer Psychotherapie) ist jedoch mit folgenden Absetzerscheinungen zu rechnen: innere Unruhe und Anspannung, Reizbarkeit, Missgestimmtheit, Angstzustände, vegetative Symptome (z.B. Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Schwindel, Bewegungsstörungen, Schlafstörung).
http://www.panikattacken.at/antidepr...depressiva.htm

Ist es evtl. möglich, bei diesen Mitteln auf Tropfen umzusteigen? Dann ist das Ausschleichen einfacher.

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (11.03.10 um 16:20 Uhr)

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von damara Beitrag anzeigen
deshalb wäre es sehr lieb von euch, mir zu helfen , mittels eigenerfahrungen oder ratschlägen. wie kann ich mein unterbewusstsein umprogrammieren ohne das es mir einen strich durch die rechnung macht!?????
Vielleicht, indem Du die Psychopharmaka durch andere Dinge ersetzt.

Ich habe nie Psychopharmaka genommen, da ich sie ablehne. Aber mir haben www.esotheka.de/Die_5_Tibeter.htm sehr geholfen eine schwere Zeit zu überstehen. Ich konnte damals nicht schlafen und lag jede Nacht stundenlang wach. Schon nach den ersten Übungen bin ich anschließend sofort eingeschlafen.
Zudem soll z.B. Baldrian schlaffördernd wirken. Hochdosiertes Johanniskraut eine antidepressive Wirkung haben, die mit der von Psychopharmaka vergleichbar ist.

Im Thread http://www.symptome.ch/vbboard/psych...opharmaka.html habe ich auch Unterlagen zum Absetzen von Psychopharmaka gepostet.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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damara ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 10.03.10
och, ihr seit so toll wirklich! danke .... es hilft mir wirklich sehr!

hmm, die werte müsste ich beim arzt anfordern,.... aber das is sicher nicht das problem.
werde mich gleich dran machen.

heute abend werd ich wohl wieder die tablette nehmen,... hatte letzte nacht ja zu wenig schlaf. und ich werd mir dann pflanzliche "verstärkung" holen. baldriantropfen und johanniskraut.

obwohl bei mir damals als das mit den depressionen angefangen hat, dies auch nicht mehr geholfen hat. deshalb hab ich den glauben dran etwas verloren. ich muss mein unterbewusstsein erst umprogrammieren.

aber wie komme ich auf die eigentlichen ursachen meiner depressionen? und nun das mit dem tinitus im ohr? warum hab ich diese beschwerden??

Geändert von damara (11.03.10 um 17:45 Uhr)

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Wero ist offline
Beiträge: 1.093
Seit: 22.04.06
Ich würde nicht nur in Richtung des Kopfes denken, damara. Selbstverständlich geht einem dies und jenes durch die Windungen, und manchmal weiß man nicht einmal genau, was da alles herumschwirrt. Aber ich traue den Gedanken und Gefühlen so ein Schadenspotential eigentlich nicht zu. Und zwar deshalb nicht, weil es auf der Ebene, auf der sich unser Befinden entscheidet, auf der Ebene der Zellen, einfach noch keine Gefühle gibt. Auf der Ebene der Zellen zählen Fakten, und sonst gar nichts. Ob unser Körper (z.B.) mit einem eingeflogenen Virus fertig wird oder nicht, hat mit unseren Gedanken nichts zu tun.

Doch worauf kommt es an? Ich hab erst gestern einen Beitrag darüber verzapft, was ich prinzipiell und unter allen Umständen für richtig wichtig halte. Du findest ihn hier.

Selbstverständlich kann Dir ein Problem auf der Seele liegen. Aber auch derartige Probleme lösen sich am leichtesten, wenn man VOLLE KRAFT zur Verfügung hat.

Viele Grüsse
Wero

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damara ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 10.03.10
Wero ich bin aber doch irgendwie der ansicht, das gewisse körperliche beschwerden grund psychischen ungleichgewichts sind. ob ich mir einen virus einfange oder nicht wohl eher nicht, da stimme ich dir zu.

irgendwo habe ich mal gehört, alles was im leben geschieht hat seinen sinn und sollte so sein bzw. so kommen. also zieht man gewisse sachen unbewusst an.

pff ja, die psyche des menschen .... bestimmt irre unendlich unerforscht.

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Wero ist offline
Beiträge: 1.093
Seit: 22.04.06
Kommt mir bekannt vor, damara.

"Alles, was geschieht, soll geschehen, denn es steht im Buch des Lebens verzeichnet".

Aber wie willst Du mit dieser Grundhaltung die Kräfte bereitstellen, die für Lösungen in der Regel erforderlich sind?

Viele Grüsse
Wero

Geändert von Wero (11.03.10 um 21:13 Uhr)

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Blackfly ist offline
Beiträge: 166
Seit: 01.02.10
Hallo Damara

Mein Vorschlag ist, die Medis ganz langsam zu reduzieren. Halbieren, halbieren, halbieren. Irgendwann bist du dann auch aus tiefer Überzeugung bereit sie ganz weg zu lassen.

Zum einschlafen könnte es wirksam sein, dass du dich hinlegst, konzentriere dich auf deinen Atem. Bei jedem mal ausatmen sinkst du mehr in dein Bett, wie in eine Wolke. Dein Körper wird schwerer und schwerer.

Rückenschmerzen bedeutet ja, du trägst zu schwer, etwas sitzt dir im Nacken, du stehst unter Druck.

Über Ohrensturz habe ich da was:
Hörsturz nennt man eine plötzlich auftretende, meist einseitige, hochgradige Innenohrschwerhörigkeit bis Taubheit (spätere Ertaubung des zweiten Ohres möglich). Um den Hörsturz deuten zu können, ist es wichtig, die aktuelle Lebenssituation, in der er auftritt, genau zu betrachten. Der Hörsturz ist die Aufforderung, nach innen zu horchen und der inneren Stimme zu gehorchen. Taub wird nur der, der für seine innere Stimme schon lange taub ist.
Von Herzen wünsche ich dir ganz viel Kraft


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