Zuzahlungen zu Medikamenten

17.12.16 12:37 #1
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renie ist offline
Beiträge: 196
Seit: 11.06.14
neuerdings will die apotheke 1,51 für meine tavorschachachtel o,4o cent für l - thyroxin 3 euro für das lithioflor


weis jemand rat ich lebe von 100 euro im monat


zuzahlungen zu medikamenten
Clematis
Hallo Renie,

hier eine Information zu den Zuzahlungen:
https://www.verbraucherzentrale.de/zuzahlung-befreiung

Eine grundsätzliche Befreiung von Zuzahlungen scheint es demnach nicht zu geben, selbst für Sozialhilfe-, Hartz IV-Empfänger nicht. Erst muß man bezahlen... Wenn in einem Jahr 1% bzw. 2% des Einkommens überschritten werden, kann man bei der Krankenkasse eine Befreiung für den Rest des Jahres beantragen.

Die Hürden sind hoch und der Arzt muß mitspielen in dem er die richtige Diagnose stellt.

Gruß,
Clematis

zuzahlungen zu medikamenten

renie ist offline
Themenstarter Beiträge: 196
Seit: 11.06.14
ich hab einen befreiungsausweis bis vor kurzem hab ich nie dazubezahlt

zuzahlungen zu medikamenten
Clematis
Hallo Renie,

Wenn Du einen Befreiungsausweis hast, solltest Du Deine Krankenkasse mal fragen, mit welchem Recht die Apotheke nun trotzdem Zuzahlungen verlangt und/oder bei der Apotheke mal auf den Putz hauen oder die Apotheke wechseln. Kann sein, daß eine andere den Ausweis respektiert. Es ist auch möglich, daß sich an den Bestimmungen inzwischen wieder mal etwas geändert hat.


Gruß,
Clematis

Zuzahlungen zu Medikamenten

James ist offline
Moderator
Leiter WIKI
Beiträge: 5.915
Seit: 20.05.08
Hallo renie,
Dein Arzt muß auf den Rezepten das Kästchen ankreuzen, welches für die Zuzahlungsbefreiung vorgesehen ist, Vermutlich liegt der Fehler darin.
__________________
Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

Zuzahlungen zu Medikamenten

philia ist offline
Beiträge: 305
Seit: 13.03.11
Wann der Betrag von 1% bzw. 2% erreicht ist, der Befreiung von der Zuzahlung garantiert, berechnet jede Krankenkasse unterschiedlich.

Eine Kasse berechnet(e) es bei Hartz IV so, dass sie das als "Nettogehalt" betrachtete, zu dem sie die "Steuern" fiktiv dazu rechnet(e). Das führt natürlich zu einem wesentlich (Monate!) späteren Befreiungszeitpunkt. Andere nehmen zwar den Betrag so wie er ist, aber wem vom Arzt auf dem rosa (!) Rezept die richtigen Kästchen nicht angekreuzt werden wollen (!), wie soll der sich wehren?

Und was, wenn die wirklich helfenden Medikamente, weil ohne Zusatz-, Hilfs- und weitere unnötige Stoffe, nicht auf rosa Rezept, sondern auf blaue oder grüne geschrieben werden?

So sieht es bei mir aus. Und da bleibt selbst im günstigen Fall man gerade ein Betrag im 3stelligen Bereich übrig. Zu oft aber bleibt der Betrag zum Haushalten für den ganzen Monat lang deshalb im 2stelligen Bereich!

Ich kämpfe gegen dieses krasse Unrecht mittlerweile seit mehr als 10 Jahren juristisch. Das Ende vom Lied? Meine auf Prozesskostenhilfe ehemals für mich agierende Rechtsanwältin hat sich klammheimlich auf und davongemacht. Als ich ihre neue Adresse herausbekam und ihr 2x schrieb, hat sie indes nicht geantwortet. Und alle meine berechtigten und mit jeder Menge stichhaltiger ärztlicher Dokumentierung mehrfach bereits (!) nachgewiesenen Argumente waren für alle beteiligten und leider lobbyistengeprägten Parteien ein beliebig stets zu meinem Nachteil in die Länge gezogenes Gummiband.

Alle nun von mir konsultierten Stellen, von der Schuldnerberatung bis zur Anwaltkammer sagen dasselbe: Man bekommt erst Prozesskostenhilfe bewilligt bei Aussicht auf Erfolg des Verfahrens, wenn man schon sehr tief in den Schulden steckt und sich daraus selber nicht mehr befreien kann.

Das heißt also, ich muss erst einige zig Tausende oder mehr Schulden angesammelt haben, bevor ein Rechtsanwalt vor Ort für mich eintritt.

Meine med. Versorgung frisst regelmäßig weit mehr als die Hälfte des Regelsatzes auf, als Durchschnittswert. In der Praxis sind manche Artikel teurer als der monatl. Regelsatz, andere schwanken stark im Preis. Manches muss ich alle 1 1/2 Monate neu besorgen, anderes jedes 3. Jahr.

Aber "leben" kann man von 40 oder 60 Euro monatlich über Jahre hinweg wahrlich nicht. Und DIESEN Beweis habe ich mehr als erbracht! Da werden dann von "oben" schnell mal sämtliche ärztlichen Unterlagen völlig ignoriert und eigene Regeln aufgestellt, die ich zu befolgen habe, was selbstverständlich für mich kostenfrei oder billig zu haben wäre (wovon aber, da sie für mich tödlich wären, nichts zu halten ist) und denen "da oben" zupass käme.

Die sog. "biologische Lösung" des Problems!

Ich muss leider ALLES ZU 100% privat vom Regelsatz berappen. Man darf in diesem Pharmaland keine pharmaindustriefeindliche Krankheiten haben.

Geändert von philia (18.12.16 um 14:02 Uhr)

Zuzahlungen zu Medikamenten

bestnews ist offline
Beiträge: 6.411
Seit: 21.05.11
Hallo ich beziehe seit vielen Jahren meine Medikamente von ein und derselben Apotheke. Bis auf die Nems und die Selbstmedikation.
Diese Apotheke berechnet mir für meine Treue KEINE Zuzahlungen.
Ich hatte auch einen Mitpatienten in der Dialyse der gar nicht schlecht verdiente, bei dem dies genauso lief.
Einfach mal versuchen, ob sich mit einer Apotheke so ein Deal schliessen läßt. Die Apotheken stehen ziemlich unter Druck durch das Onlinegeschäft. Möglicherweise reagieren einige dadurch auch in Eurer Nähre bei Anfrage kulant wie bei mir und meinem Bekannten.

Viel Erfolg.
Claudia.

Zuzahlungen zu Medikamenten

philia ist offline
Beiträge: 305
Seit: 13.03.11
Apothekenmäßig habe ich in den 12 Jahren seit der Diagnose folgende - mir auch von den Fachärzten angekündigte - Erfahrung machen müssen:

Die meisten wollen nicht zusammenarbeiten, lehnen kategorisch ab, sagen: "Das bekommen Sie bei uns definitiv nicht!" (obwohl es dort bestellbar wäre)
Einige wenige (vllt. 2 oder 3 von 100) sind zur Zusammenarbeit bereit, nachdem sie meine entspr. ärztlichen Belege und Atteste gesehen und mit mir ein längeres Gespräch geführt haben oder von mir jedes Mal ein Rezept vorgelegt bekommen.

Aber da ich all das, was ich brauche, nie an nur einer Adresse am preiswertesten oder überhaupt bekommen kann, muss ich mehrere Apotheken konsultieren. Das mache ich auch schon seit Beginn. Im Laufe der Zeit hat sich immer mal wieder die eine oder andere Veränderung zu meinen Ungunsten ergeben, so dass ich woandershin ausweichen musste. Nun sind das nahezu ausnahmlos bei mir nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel.

Aber wenn es sich um generell auf rosa Rezept verschriebene Medis handelt, sollte man sich die günstigste Apotheke aussuchen (Preis, Wegezeit, Service, ...).

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Angel56 ist offline
Beiträge: 24
Seit: 23.07.16
Die zuzahlung ist normal wenn man die Orignal Medis nimmt es gibt ja die Medis von anderen Firmen wo man nicht zuzahlen muß mit befreiung. Ich zahle auch auf 2 drauf bei einem sogar 22,50€ weil die von anderen Firmen andere Nebenwirkungen haben.
Mfg. Angel


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