Brauche Hilfe

27.12.10 10:27 #1
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Stefan84 ist offline
Beiträge: 3
Seit: 27.12.10
Hallo zusammen. Bin neu hier und habe ein Problem. Ich bin 27 und mache grade seit 1 1/2 Jahren eine neue Ausbildung und seitdem leide ich ständig morgens wenn ich zur Arbeit gehe unter Magenkrämpfen, Durchfall, ab und zu Übelkeit. Ausserdem sobald ich aus der Haustür bin habe ich das Gefühl auf Toilette zu müssen. Jedoch muss ich eigentlich nicht, doch teilweise habe ich dann wenn ich im bus sitze, in der schule oder auf der arbeit bin dieses Gefühl. Wenn ich Urlaub habe dann sind die Symptome komplett verschwunden. Aber selbst da kann ich mich nicht wirklich entspannen, weil ich ständig wieder drüber nachdenke was ist wenn ich wieder arbeiten muss. Mittlerweile ist der Punkt gekommen wo ich was tun muss weil ich sonst die Ausbildung nicht schaffe, da ich durch die "Krankheit" schon einige Fehltage habe und ich sonst nicht zur Abschlussprüfung zugelassen werde.
Habe auch schon drüber nachgedacht Psychatrische Hilfe in anspruch zu nehmen aber bis man da mal einen termin bekommt dauert was und ausserdem ist dann immer noch nicht gesagt ob ein Psychater was damit anfangen kann. Nachher wird man als simulant hingestellt der nicht arbeiten will und da mache ich mir auch Sorgen. Hoffentlich kann mir hier jemand einen Tip geben wo ich mich über sowas informieren kann oder jemand schonmal von sowas gehört hat?

Brauche Hilfe

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Stefan,

das was du beschreibst hat mit Ängsten zu tun. Die Symptome sind typisch und das sie im Urlaub so gut wie weg sind auch.

Hast du Angst, du könntest etwas falsch machen auf der Arbeit oder im Umgang mit anderen Menschen?

Es gibt bei euch in der Stadt vielleicht eine Selbsthilfegruppe für Angst- und Panikpatienten. Du kannst dort anrufen und bekommst hier Auskunft welcher Therapeut gut dafür geeignet ist. Du wirst sicher nicht als Simulant hingestellt, denn das was du beschreibst haben viele Menschen.

Gute Tipps findest du auf dieser Seite:

Allgemeine Angst Auskunft Panik Phobie Scham Stress

Ich kann auch die Bücher von Doris Wolf empfehlen. Diese machen verständlich wie man durch Gedanken und Gefühle Ängste aufbauen kann, aber auch wieder abbauen kann.

Hilfreich finde ich auch EFT
Dies ist eine Klopftechnik mit der man selbst auf die die Gefühle einfluss nehmen kann.

Angst & Stress Selbsthilfe Programm | Emotrance, EFT, Project Sanktorium, Energie, Hypnose, Zauberwelt - Moderne Selbstentfaltung mit Dr Silvia Hartmann | Emotionale-Freiheit.com

Alles Gute wünscht

Juliette

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.723
Seit: 10.01.04
Hallo Stefan,

Habe auch schon drüber nachgedacht Psychiatrische Hilfe in anspruch zu nehmen aber bis man da mal einen termin bekommt dauert was und ausserdem ist dann immer noch nicht gesagt ob ein Psychiater was damit anfangen kann
Das ist eine Möglichkeit, wenn es Dir weiter nicht gut geht vor lauter Stress.
Trotzdem: kennst Du Deine Schilddrüsenwerte? Oder die anderer Hormone? Manchmal lösen die Ängste und andere Symptome aus...

Ich bin mir nicht sicher, ob Du tatsächlich einen Psychiater meinst oder eher einen Psychotherapeuten?:

http://www.symptome.ch/vbboard/staer...neurologe.html

Grüsse,
Oregano

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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo stefan ,

herzlich willkommen hier im forum


darf man fragen welche art von ausbildung ..........und ob es dein wunsch war diese ausbildung zu machen ? .


lg ory
__________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

Brauche Hilfe

Stefan84 ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 27.12.10
Erstmal danke für die Zahlreichen antworten. Also ich mache eine Ausbildung zum Kranekenpfleger. Habe auch schon vorher in dem Beruf gearbeitet und nie Probleme gehabt. Meine Werte sind übrigens alle ok, hab ich letztens erst überprüfen lassen.

Das mit den Angst Attaken hab ich mir auch schon gedacht aber ich habe ja keine angst fehler zu machen oder vor anderen Menschen. Ich habe Angst das wenn ich auf dem weg zur arbeit auf toilette muss wenn ich im bus sitze. Das ist eigentlich immer meine größte sorge und umso mehr Menschen ich dann um mich rum habe umso mehr Sorgen mache ich mir.

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mondvogel ist offline
Beiträge: 5.133
Seit: 07.04.10
Hallo Stefan,

Deine "Symptome" sprechen in meinen Augen schon sehr für eine "psychische Reaktion". Ich kenne diese Verdauungsprobleme selber sehr gut; auf dem Weg zur Arbeit; morgens vor dem Arbeitstag.

Psychologische Hilfe anzunehmen, denke ich wäre schon ein richtiger Schritt... und ich denke, dass ein ausgebildeter Pychologe /Therapeut sehr wohl was mit Deinen Schwierigkeiten anfangen kann. Wichtig ist unter anderem auch, dass Du was mit dem Therapeuten anfangen kannst; ihn/sie akzeptierst.

Natürlich geht das nicht von heute auf morgen; bis dahin würde ich mich vielleicht mit einem Beruhigungstee oder Naturheilmittel helfen; und für schöne, entspannende Momente im Leben sorgen.
Wie schläfst Du denn; hast Du mit Ein-oder Durchschlafen Probleme?

Vielleicht haben Deine Verdauungsprobleme gar nichts mit dem Arbeitsalltag zu tun; sondern mit was ganz anderem; aber das weißt Du selbst am besten . Für mein Dafürhalten, sind oft "andere" Probleme die Ursache für Probleme, aber die "Arbeit" spielt dann die Rolle des "Tropfens der zu viel ist".

Wenn Du Angst hast aufs Klo zu müssen, in Situationen in denen dann kein Klo zur Verfügung steht, denke ganz fest an all die Situationen in denen alles gut gegangen ist..... leichter gesagt, als getan.... ich weiß.... aber deine Angst beruht ja auch vielleicht auf einer angstbesetzten Vorstellung, die keinen realen Hintergrund hat.

Ich wünsche Dir alles Gute, mb und immer schön tief durchatmen und an was "anderes" denken, beim Aufkommen der Bedenken!!
__________________
"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

Geändert von mondvogel (28.12.10 um 10:28 Uhr)

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Stefan84 ist offline
Themenstarter Beiträge: 3
Seit: 27.12.10
Hab jetzt die letzten Tage mal bisschen weiter nachgeforscht und hab einige Menschen gefunden die mein Problem teilen. Und ich weiss nicht wie ich mit den Symptomen weiter arbeiten gehen soll. Ich kann doch keine anderen Menschen pflegen wenn es mir selber doch dreckig geht! Ich will aber auch nicht meine Arbeit verlieren weil ich sie gern mache! Allein schon das nachdenken verursacht schon wieder Magenkrämpfe....

Brauche Hilfe

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Stefan,

Allein schon das nachdenken verursacht schon wieder Magenkrämpfe....
Ich denke es ist eine große Angst, dem was du da hast einfach ausgeliefert zu sein. Aber das bist du nicht. Wenn du verstehst, wie du Ängste in dir aufbauen kannst, dann kannst du auch lernen sie loszulassen.

Du könntest bei der Caritas anrufen und fragen ob du einen Termin zu einem Gespräch bekommen kannst. Manchmal bekommt man hier schneller einen Termin.

Stefan, wenn du anfängst etwas zu tun und siehst das du nicht alleine bist, dann wird es leichter werden.
Angst hat einem immer etwas zu sagen, über Gedanken, die man sich zu bestimmten Themen des eigenen Lebens macht. Angst hat auch etwas mit einem inneren wehren, gegen etwas zu tun, was in der Zukunft liegt. Auch wenn es nur ein Gefühl ist was man vermeiden möchte.

Es kann sein, dass die Angst rasch verschwindet, wenn man sie erstmal kennt.

Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (31.12.10 um 11:25 Uhr)

MussMussMussMussMussMuss - man kann sich und seine Programme ändern

FranzJosefNeffe ist offline
Beiträge: 211
Seit: 24.10.10
Zitat von Stefan84 Beitrag anzeigen
Hab jetzt die letzten Tage mal bisschen weiter nachgeforscht und hab einige Menschen gefunden die mein Problem teilen. Und ich weiss nicht wie ich mit den Symptomen weiter arbeiten gehen soll. Ich kann doch keine anderen Menschen pflegen wenn es mir selber doch dreckig geht! Ich will aber auch nicht meine Arbeit verlieren weil ich sie gern mache! Allein schon das nachdenken verursacht schon wieder Magenkrämpfe....

Über das, was Du musst, weißt Du viel. Wieviel weißt Du konkret über das, was Du kannst?
Du hast doch eigentlich an Deinen eigenen Problemen schon genug, nun suchst Du auch noch Leute, die ebenfalls solche Probleme haben. Und dann willst Du zu den Problemen auch noch mit den Symptomen weiterarbeiten.
Aber Du hast eine gute Beobachtung, die Dir sagt, dass Du andere nicht pflegen kannst, wenn Du Dich selbst nicht pflegen kannst. Hast Du DICH schon einmal wirklich gepflegt?
Du machst die Arbeit gern aber das Nachdenken darüber verursacht Magenkrämpfe?
Deine Aufgaben scheinen klar: 1. Denken lernen, 2. DICH pflegen lernen 3. Alles loslassen, was Du jetzt festhältst.
In der Du-musst-Schule lern(t)en wir alle, uns für unsere Probleme aufzuarbeiten. Die Schwächen, Defekte, Krankheiten, das Nichtkönnen sind das Goldene Kalb um das wir alle tanzen und um das sich alles dreht ..... und dem alle unsere Energie zufließt.
In der neuen Ich-kann-Schule sind Schwächen nur WEGWEISER, die zeigen, welchen STÄRKEN es schlecht geht. Als Ich-kann-Schule-Lehrer bedanke ich mich bei den Schwächen und wende mich sofort den geschwächten Stärken und Talenten zu. Sie allein können das Problem lösen. Unsere Aufgabe ist es, ihnen dafür optimale Bedingungen zu schaffen.
Statt also zu klagen über das, was wir gerade nicht können, stärke ich genau diese dafür zuständigen Kräfte, damit sie wachsen und der Sache, um die es geht, gewachsen werden. Die einbfachste und am tiuefsten wirksame Schnellhilfe dafür ist AUTOSUGGESTION in der hohen Qualität von E.Coué. Von dem lernten es (jährlich) zehntausende Hilfesuchende aus aller Welt, sich erfolgreich selbst zu helfen; seine/ihre Erfolge machten die Autosuggestion in wenigen Jahren zu einer weltbekannten Selbsthilfe-Methode. Coués kleines, in ca. 20 Sprachen übersetztes Buch bekommt man in jeder Buchhandlung.
Etwas befürchten heißt es herbeiziehen, sagt Coué. Oder "Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns sondern die Vorstellungskraft." Wenn man das verstanden hat, verschleißt man nicht mehr seine bewussten Kräfte völlig sinnlos durch "Willensanstrengung" sondern gestaltet mit geringem Aufwand in feiner Präzisionsarbeit mit den tatsächlich zuständigen Kräften im UNBEWUSSTEN sein Leben.
Du kannst ja sehr gut beobachten: Solange Deine Problem wachsen, ist das ein klares Zeichen, dass Du es verkehrt machst. Fleißaufgaben helfen dann nur noch weiter ins Problem hinein. Deine so wenig konkret beachteten und angesprochenen Geisteskräfte kennen den Weg aus dem Problem heraus. Dir ist er unbewusst - sie sind in Deinem Unbewussten. Du bist ihr Chef, sie täten gern, was für Dich, nur brauchen sie a) Deinen Auftrag und b) eine gute Behandlung eines guten Chefs, der sie achtet und begeistert und ihnen wichtige Aufträge gibt, durch die sie zeigen können, was sie können.
Du kanns leicht von MussMussMuss.... auf KannKannKann...... wechseln.
Ich freue mich auf Deinen Erfolg.
Franz Josef Neffe
__________________
"Menschen werden auffällig, damit uns was auffällt." fjn


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