Emotionen bestimmen unser Leben

14.01.10 10:58 #1
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Emotionen bestimmen unser Leben

RRichter ist offline
Beiträge: 1.312
Seit: 18.12.06
diese sichtweise ist auch vollkommen falsch.....


denn egal wie alt ich bin, auch wenn ich mit 20 studiere oder mich mit etwas beschäftige, dann aus dem grund dass es mich erfüllt.

MICH erfüllt!!!

hier wird aber erfüllung immer mit beruflichem (gesellschaftlichem) erfolg gleichgesetzt.
die meßlatte ist falsch angebracht.

beispiel:
Es macht einfach keinen Sinn mehr, es überhaupt anzufangen, mit über 40 noch zu studieren und beruflichen Erfolg zu haben.

erfolg ist innere, eigene definition.

wenn ich aber für mich den maßstab setze ich fühle mich nur erfolgreich wenn ich
dies von aussen auch signalisiert bekomme, dann lebe ich FÜR andere.


diese mißinterpretation passiert deswegen, weil viele etwas ganz entscheidendes verwechseln:

erfolg mit zufriedenheit!

im grunde ist das stärkste gefühl jenes zufrieden zu sein, sich glücklich fühlen.

glaubt man nun dies nur dann erreichen zu können, wenn man nach aussen hin erfolgreich erscheint, wird es schon mal prinzipiell kompliziert.
und es kommt auch noch der große faktor der enttäuschung hinzu.
denn dann lege ich ja quasi meine befindlichkeit, in das urteil anderer!!!


wenn ich hingegen erfüllung in meinem eigenen tun finde, mir meine eigene positive bewertung vollkommen ausreicht um mich zufrieden zu fühlen, dann ist die wahrscheinlichkeit eines ausgefüllten, glücklichen leben´s um vieles höher.

auch hier gibt es aber eine falle:
oft ist der egoismus, starrsinn und selbstverliebtheit dann nicht weit weg.

man braucht sich aber dessen nur bewußt zu sein, und versuchen dies immer wieder
selbst zu hinterfragen.


innere zufriedenheit strahlt,
äußere leuchtet im besten fall nur!

(wieder was für die rubrik "Eigene Aphorismen")




richter

Geändert von RRichter (22.01.10 um 20:08 Uhr)

Emotionen bestimmen unser Leben

Amy ist offline
Weiblich Amy
Beiträge: 410
Seit: 13.11.06
Zitat von MariaGabriella Beitrag anzeigen
Tja wenn man Künstler ist, ist man das eben.
Es gibt viele Menschen, die in ihrem Wunschberuf nicht ihr Leben verdienen können und deshalb umsatteln müssen, um nicht zu verhungern.

Aber wenn man sich als Künstler diese Haltung leisten kann, warum nicht ?
__________________
If you can't move the mountain, move a few stones.

Emotionen bestimmen unser Leben

MariaGabriella ist offline
Gesperrt
Beiträge: 231
Seit: 29.11.09
erfolg ist innere, eigene definition.
Falsch.

Es gibt viele Menschen, die in ihrem Wunschberuf nicht ihr Leben verdienen können und deshalb umsatteln müssen, um nicht zu verhungern.

Aber wenn man sich als Künstler diese Haltung leisten kann, warum nicht ?
es geht hier nicht ums verhungern, sondern darum, ob Lebensziele erreichbar sind. Bzw, wenn sie nicht mehr erreichbar sind, dieses anzunehmen.

MariaG

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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
es geht hier nicht ums verhungern, sondern darum, ob Lebensziele erreichbar sind. Bzw, wenn sie nicht mehr erreichbar sind, dieses anzunehmen.
wichtig ist die schlussfolgerung die man daraus zieht .
sieht man ein nicht erreichtbares ziel als beweis dafür an, dass man unfähig ist oder es keine Lösung für das problem gibt, dann wird man mutlos und gibt auf.
man kann aber auch ein nicht erreichbares ziel als einen hinweis darauf ansehen, dass man eventuell einen falschen weg eingeschlagen hat.
unsere denken oder unsere einstellung machen „ dinge "positiv oder negativ.
unsere gefühle/emotionen sind nicht das resultat der auslösenden situation
sie sind das resultat unserer gedanken .

eine gute nacht wünscht ory

Emotionen bestimmen unser Leben

Amy ist offline
Weiblich Amy
Beiträge: 410
Seit: 13.11.06
Zitat von ory Beitrag anzeigen
wichtig ist die schlussfolgerung die man daraus zieht .
..............
Das hast Du sehr treffend ausgedrückt.
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Emotionen bestimmen unser Leben

MariaGabriella ist offline
Gesperrt
Beiträge: 231
Seit: 29.11.09
sieht man ein nicht erreichtbares ziel als beweis dafür an, dass man unfähig ist oder es keine Lösung für das problem gibt, dann wird man mutlos und gibt auf.
Für gewisse Dinge gibt es eben keine Lösung. Diese muss man dann halt so akzeptieren. Man kommt dann halt zu spät. Man hat sich dann halt umsonst bemüht. Ist halt so.

man kann aber auch ein nicht erreichbares ziel als einen hinweis darauf ansehen, dass man eventuell einen falschen weg eingeschlagen hat.
Man kann... man muss nicht unbedingt einen falschen Weg eingeschlagen haben.
Manchmal gibt es auch nur einen Weg.
Dieser pauschale Hinweis auf den "möglicherweise falschen Weg" sehe ich als Andeutung, dass man "unfähig ist".

unsere denken oder unsere einstellung machen „ dinge "positiv oder negativ.
unsere gefühle/emotionen sind nicht das resultat der auslösenden situation
sie sind das resultat unserer gedanken .
Ein Lebensziel nicht zu erreichen, ist negativ. Da hilft jedwedes Verdrehen nichts.


MariaG

Geändert von MariaGabriella (22.01.10 um 22:41 Uhr)

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fauna ist offline
Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
MariaG schreibt
Für gewisse Dinge gibt es eben keine Lösung. Diese muss man dann halt so akzeptieren. Man kommt dann halt zu spät. Man hat sich dann halt umsonst bemüht. Ist halt so.
Hmm, ich finde jedes Ding ist immer irgendwie gelöst, die einen so, dass es mir gefällt, die einen so, dass es mir nicht gefällt. - Das sehe ich so, ganz einfach weil man sich "nicht nicht verhalten" kann. - Oder wie es Watzlawick formuliert hat in einem seiner Axiome:"Du kannst nicht nicht kommunizieren." - Ganz einfach, weil ich auf jede Situation in meinem Leben reagiere - und das "Leben" reagiert zurück. -

So wie die Dinge gelöst sind in meinem Leben, das verändert sich immer wieder mal, wenn es auch nur Nuancen sind. Ich brauche es nur wahrzunehmen. Nichts ist immer gleich, obwohl es mir so scheint.

Vor allem ist nichts definitiv, weil immer das Nächste kommt. Wenn man zu spät kommt, ist man zu spät. - Die nächste Situation in meinem Leben kommt aber erst. - Bis ich sterbe.

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MariaGabriella ist offline
Gesperrt
Beiträge: 231
Seit: 29.11.09
Vor allem ist nichts definitiv, weil immer das Nächste kommt. Wenn man zu spät kommt, ist man zu spät. - Die nächste Situation in meinem Leben kommt aber erst. - Bis ich sterbe.
Ja.
Was hat das mit "Ziele nicht erreichen und sich damit abfinden" zu tun? Bzw mit den damit einhergehenden negativen Emotionen?

gruß Maria

Emotionen bestimmen unser Leben

fauna ist offline
Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Ich vermute das heisst für mich, dass mir "Ziele setzen und erreichen" zur Zeit nicht sehr wichtig ist. Und zwar, weil es mich "unter Druck" setzt und stresst. Meine Gefühle werden dann eben davon abhängig, ob ich mein Ziel erreiche oder nicht. - Und das macht mir "definitiv" keinen Spass und keine Lebensfreude, bringt mir auch keinen inneren Frieden. (*Schmunzel über das Wort "definitiv", weil ich im letzten Beitrag geschrieben habe, dass nichts definitiv ist.* - Klar widersprüchlich wie das Leben selbst )

Irgendwann habe ich mir das Ziel gesetzt (- obwohl ich eigentlich keine Ziele setze, setze ich sie mir dauernd doch ( -) mein Leben dafür zu verwenden, möglichst in die Tiefe zu gehen und es möglichst zu erforschen. Das macht mir Spass und find ich spannend. Vieles kann ich wirklich nicht verändern, manches schon. - Also mache ich das, was ich für richtig ansehe und schaue, was passiert (und leb dann halt mit dem, was ist, manchmal glücklicher, manchmal weniger glücklich) - Und das gibt mir im Grossen und Ganzen Befriedigung. - So einfach bin ich gebaut.

Hmm, - so richtig befriedigend kann meine Antwort für dich nicht sein. - Aber leider ist es in mir so widersprüchlich - und es gibt für mich persönlich Sinn bezüglich Ziele erreichen oder nicht und den damit verbundenen Gefühle.
Zum Glück habe ich letzthin gelesen, dass widersprüchliche Persönlichkeitsanteile (altruistischer Egoist, auf flexible Art stur sein etc.) ein Zeichen psychischer Gesundheit sei.
Ich wünsch allen eine gute Nacht, liebe Grüsse, fauna

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MariaGabriella ist offline
Gesperrt
Beiträge: 231
Seit: 29.11.09
Ich vermute das heisst für mich, dass mir "Ziele setzen und erreichen" zur Zeit nicht sehr wichtig ist. Und zwar, weil es mich "unter Druck" setzt und stresst. Meine Gefühle werden dann eben davon abhängig, ob ich mein Ziel erreiche oder nicht.
Eben.
Davon rede ich ja die ganze Zeit.
Es ist o.k.., keine Ziele zu haben, weil das Ziel-setzen einen unter Druck setzt.

Das ist aber bei mir nicht der Fall.

gruß MariaG


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