Krank und keine Diagnose, alles vielleicht von der Psyche?

28.03.09 23:54 #1
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krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
Hallo Jennifrau,

ich finde, Du warst ganz tüchtig an diesem Tag, auch wenn Du das nicht so empfindest.
Deine Ruhe hast Du Dir redlich verdient.

Was mich mal interessieren würde:
Ißt Du eigentlich Lebensmittel, die Histamin enthalten, auslösen usw.?:
http://www.symptome.ch/vbboard/hista...ensmittel.html

Gruss,
Uta

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Sonora ist offline
Beiträge: 3.017
Seit: 10.09.08
Ich soll mich endlich entscheiden was ich sein möchte.
Hallo Sonnenstrahl!

Das ist ja wieder eine Aufforderung!!! Also ob es darum ginge, dass du mal eben entscheidest, was du nun eigentlich willst! Kapieren die nicht, aus du auf der Suche bist, was die WAHRHEIT ist?!? Du wirst schon dahinter kommen, aber dann, wenn es so weit ist, und nicht dann, wenn es einer von dir verlangt! Du selber wärst doch am glücklichsten von allen, wenn du endlich wüsstest, wo es langgeht!

Gestern habe ich einen wichtigen Termin bei meiner Psychologin verpasst. Das gibt Schwierigkeiten.
Magst du erklären, inwieweit das Schwierigkeiten gibt? Meinst du, dass die Gute sauer ist oder was anderes?




Ich finde, dass du ganz schön viel geleistet hast und es ist sooo schön, dass du jetzt kochen kannst! Du kannst richtig stolz auf dich sein!

Liebe Grüße
Sonora

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche
Weiblich KimS
Hallo Sonnenstrahl,

Ich hoffe dass Du einen erholsame ruhige Nachtruhe hast.
Schaute gerade mal hier rein und sah das Du schriebst:

Meine Medikamente

(....)

Meine B12 und Eisenwerte sind im oberen Normalbereich geklettert.
Dazu möchte ich Dir gerne noch näheres fragen, denn es könnte für Dich ganz wichtig sein:

1) Heisst das, dass Du momentan kein Vitamin B12 mehr bekommst?

2) Wurde vorhin/zuvor ein Mangel festgestellt? (Blutwerte, tests, hast Du vielleicht die werte?) (Du schriebst ja dass Du B12 bei der Heilpraktikerin bekommen hast)

3) Wie lange wurdest Du behandelt, war das mit Spritzen und wie oft hast Du die bekommen?

War das alles nur bei der Heilpraktikerin? Weiss Dein Arzt von der B12 Behandlung, oder das es einen Mangel gab? (gibt).

Wenn es geht, schreibe mir bitte die Antworte dazu irgendwann die kommenden Tage, und wenn's noch mehr dazu zu erzählen gibt, gerne. (Z.b. ob Du noch anderes bekommen hast, andere Vitamine evt auch?)

Schönen Tag wünsche ich Dir,

Liebe Grüsse,
Kim

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
Hallo Jennifer,

kennst Du eigentlich den "Weißen Ring"?: https://www.weisser-ring.de/internet/weisser-ring-e-v/index.html

Ich könnte mir vorstellen, daß es auch in Deiner Stadt eine Anlaufstelle von denen gibt. Und ich finde, daß einiges von dem, was Du erlebst, durchaus in Richtung "Kriminalität" gegangen ist und geht.

Möchtest Du bei denen nicht mal anrufen und fragen, ob sie Dir ein Stück weiterhelfen können?

Gruss,
Uta

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Ursu ist offline
Beiträge: 1.030
Seit: 27.06.08
Morgen Jenni

freut mich das dir das Gedicht gefallen hat.

Du schreibst,

Ob ich nun Mann oder Frau bin weis ich immer noch nicht. Ist vielleicht völlig egal. Wären da die Psychologen, Ärzte und Psychiater nicht, die da meinen, dass meine körperlichen Beschwerden von meiner Unentschlossenheit kommen. Und es hat mein Leben in jeglicher Hinsicht aus der Bahn geworfen.
Ich soll mich endlich entscheiden was ich sein möchte. Zu viele gegensätzliche Gefühle hindern mich an dieser Entscheidung. Ich weis auch, hätte ich keine körperlichen Beschwerden bekommen, dann hätte ich nichts von Transsexualität gehört.
Die Suche nach dem eigenen Ich ist immer schwierig und wird unser ganzes Leben lang weiter gehen.

Du schreibst das du nicht weist was du bist.

Was zieht dich denn in die eine Richtung und/oder in die Andere?
Was macht für dich die eine Seite aus und warum läst dich die andere Seite dennoch nicht los?

Du must übrigens auf die Fragen nicht anworten wenn du nicht willst, ich würde mich aber sehr über deine Sichtweise freuen.

Liebe Grüsse,
ursu
__________________
Die Summe der konstanten Fehler nennt man Stil,
... aber ein Rest Unsicherheit bleibt immer.

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
Noch eine Stelle, bei der Du vielleicht Rat und Hilfe finden könntest, Jennifer:

Unser Beratungsangebot? Unabhängige Patientenberatung Deutschland | UPD

(oben rechts steht die Tel.Nr., aber es gibt auch Stellen in verschiedenen Städten).

Gruss,
Uta

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Hallo hier ist Jennifer

Ich esse zurzeit alles was ich in die Finger kriege. Gestern Abend habe ich wieder einen großen Heißhunger. Da stopfe ich viel zu viel in mich rein. Auf Histamin achte ich leider nicht. Ich sollte ernsthaft meine Nahrung umstellen. Ich habe aber ein Problem mit Obst und Gemüse. Roh kann ich so gut wie gar nichts davon essen.

Die Psychologin wird sauer auf mich sein und mir den Ausfall in Rechnung stellen. Ich habe ihr heute eine Entschuldigung geschrieben.

B12 Mangel und Eisenmangel ist rein zufällig festgestellt worden. Es war im Oktober 2008, kurz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Meine Beschwerden konnten im Krankenhaus nicht gelindert werden. Festgestellt wurde damals eine Entzündung im Magen und Speiseröhre. Und Pilze im Verdauungstrakt wurden ebenfalls festgestellt. Die Ärzte meinten damals, dass mein Immunsystem nicht in Ordnung ist und glaubten an eine HIV Infektion. Der HIV Test war aber negativ. Gegen die Pilze habe ich damals auch ein Mittel bekommen. Weitere Behandlungen erfolgten nicht. Meine Beschwerden trieben mich ein paar Tage später zum medizinischen Versorgungsdienst, welcher seinen Sitz auf dem Gelände des Krankenhauses hat. Die Hautärztin konnte demzufolge auf meine Daten im Krankenhaus zugreifen und sehen was das Krankenhaus mit mir gemacht hat
Standartblutuntersuchungen, Magenspiegelung, Darmspiegelung.
Da ich aber wie ein Häufchen Unglück vor ihr saß und nach Untersuchungen und Behandlungsmöglichkeiten suchte, und einige wichtige Blutwerte im Krankenhaus nicht überprüft worden waren, hat sie dann veranlasst mal einige zusätzliche Blutwerte zu kontrollieren. Dabei wurden doch schon Mangelzustände festgestellt. B12 war weit unter dem normalen Spiegel. Einen Eisenmangel wurde auch noch festgestellt und eine Blutarmut (Annemie). Meine Hausärztin ordnete eine monatliche B12 Spritze an.
Im März 2009 hatte ich in einer internistischen Praxis in Leipzig noch mal eine Überprüfung der Blutwerte. Die Annemie war immer noch da. Jetzt bekam ich Eisentabletten zusätzlich zu den B12 Spritzen.
Da mir eine B12 Spritze zu wenig war, hat meine Heilpraktikerin mir zusätzlich B12 Spritzen und noch andere Vitamine gespritzt. Fast jede Woche zweimal bekam ich die Spritzen.
Jetzt ist erst mal wieder Pause mit den B12 Spritzen.
Die aktuellen Werte habe ich vor ein paar Tagen im Leipziger Universitätsklinikum erfahren. Ich hatte einen Termin wegen meiner Allergien. Leider konnte mir da auch keiner helfen. Allergien haben doch nichts mit meinen Problemen zu tun, laut Aussage der Ärztin. Ich wollte mich auch mal auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten untersuchen lassen. Darauf lies sich die Ärztin nicht ein. Dies ist also auch schief gegangen.
Meine Ärztin, meine Psychiaterin sind mit mir überlastet. Für sie kommt nur eine Behandlung in Frage. „Sie gehören unter ständiger psychiatrischer Beobachtung“ Damit ist die ständige Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie gemeint.
Na ja, ich habe ja tatsächlich paranoidische Züge bekommen.
Ich würde ja wieder in eine Psychoklinik gehen, aber diese können mir nicht helfen und schaden mir.

Die Nächte sind für mich nicht erholsam. Ich schlafe sehr schlecht und bin wie gerädert. Kein erholsamer Schlaf. Mit dem Schlafen habe ich seit vielen Jahren große Probleme. Dies ist auch psychisch bedingt. Ängste in meiner Psyche verstärken die Schlaflosigkeit. Deshalb habe ich von der Psychiaterin jetzt das Antidepressiva bekommen. Es soll mich besser schlafen lassen. In den Psychokliniken waren die Schlafprobleme extrem groß. Tagelang habe ich nicht geschlafen. Da die Psychokliniken mir nicht helfen konnten und es mir jeden Tag gesagt haben, kamen meine Nerven nicht zur Ruhe. Auch jetzt fühle ich mich ausgelaugt, körperlich fertig. So werde ich wieder einen großen Teil meines Tages im Bett verbringen müssen. Ich muss mich einfach ausruhen. Schlafen tue ich dabei nicht. Ich liege da und hoffe auf eine Besserung. Ich leide an einer hohen Erschöpfung und dies führt wieder zu psychischen Ängsten. Meine Mundbeschwerden zerstören auch heute meine Psyche.
Die letzten Tage haben mich zusätzlich ausgelaugt. Ich musste mich um meine Wohnung kümmern. Um die Einrichtung, um die Anbauwand, um die Küche. Der Kräfteverlust hält mich auch von der Kontrolle über meine Nahrungsmittel ab.

Jetzt schreib ich mal was über die erste psychosomatische Klinik. Da war ich 10 ½ Wochen untergebracht. In den ersten zwei Wochen musste ich mehrere Unterlagen ausfüllen und einen Lebenslauf schreiben. Wegen meiner Augenprobleme hatte ich da richtig Schwierigkeiten. Doch hatte ich mich angestrengt und diese Dinge schon nach einer Woche erledigt. Ich wollte ja in die Therapiegruppe um an den Therapien teilzunehmen. Mein IQ ist unterdurchschnittlich, ist festgestellt worden. Ich kam auch in eine Gruppe und strengte mich an, diese Therapien mitzumachen. Meine Mundbeschwerden gingen hoch. Auch dank des Amitriptylin. So konnte ich vor Mundbeschwerden nicht mehr sprechen. Von dem Personal wurde dies als Therapieverweigerung gewertet. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Ich wurde von jeglicher Therapie entbunden. (Ich durfte an keiner Therapie mehr teilnehmen)
Einzelgespräche mit der Psychologin waren die einzige Therapie. Sechseinhalb Wochen in Einzelhaft folgten. Mit den anderen Patienten durfte ich mich sehr wenig unterhalten. Meine Psyche ging nach unten. Meine gesundheitlichen Probleme konnten nicht behandelt werden.
Dann kam ich mit dem Exhibitionismus raus. Daraus ergab sich dann meine Anziehung nach Damenbekleidung. Ich wurde gefragt, ob ich mich in Behandlung wegen des Exhibitionismus begeben will. Ich stimmte zu. Also Überweisung zu einem Sexualpsychologen. Auf dem Überweisungsschreiben stand: Exhibitionismus und geschlechtlicher Identitätsverlust. Der Sexualtherapeut schob den Exhibitionismus beiseite und konzentrierte sich auf den geschlechtlichen Identitätsverlust. Die Transsexualität war ausgebrochen. Da ich keine Möglichkeit einer anderen Behandlung hatte und habe, griff ich nach diesem Strohhalm. Mir wurde eingeredet, dass die versteckte Transsexualität meine körperlichen Beschwerden erzeugt. Am Anfang wollte ich die Transsexualität nicht wahrhaben und diesen Weg nicht beschreiten. Doch der Sexualpsychologe sagte mir dass ich vor der Transsexualität nicht ausreisen kann.
Nun stürzte ich mich auf die Transsexualität wie wahnsinnig. Mein Ausweg aus meinen körperlichen Beschwerden.
Dies geschah kurz vor der Entlassung aus der psychosomatischen Klinik. Ich wurde entlassen, weil die psychosomatische Klinik mir mitteilte, dass mir nicht zu helfen ist. Eine Richtlinie und Weiterbehandlung gab es nicht. Ich versuchte in den folgenden Wochen eine Psychiaterin oder Psychologin zu bekommen – vergebens. Die Epikrise war doch zu schlecht für eine Weiterbehandlung. Vor allem die narzististischen Persönlichkeitsstörungen schreckten alle Psychologen ab. Ich hing also ohne Behandlung in der Luft.
Im Fitnessstudio versuchte ich meinen körperlichen Verfall aufzuhalten. Vier Monate später bin ich im Fitnessstudio körperlich entkräftet und psychisch angegriffen, zusammengebrochen.
Ich wurde zum Arzt geschickt. Die Diagnose: Somatisierungsstörungen weil ich im falschen Körper lebe und mit meinem männlichen Aussehen nicht zu recht komme. Vielmehr, weil mein Unterbewusstsein mit meinen Aussehen nicht zu recht kommt.
Es erfolgte die Einweisung in die erste Psychiatrie. Nun konnte ich mich nicht mehr gegen die Psychiatrien wehren. Meine Mundbeschwerden für sich allein haben mich zerstört.
Es erfolgte eine ¾ jährliche Unterbringung in verschiedenen Psychiatrien. Immer wieder wurde die Transsexualität als Grund für meine Beschwerden genannt. Körperlich sei ich völlig gesund. Geholfen hat mir nicht eine einzige Therapie in den Psychokliniken.
Meine körperlichen Kräfte ließen immer weiter nach. Nun konnte ich nicht mehr an allen Therapien teilnehmen. Hier lassen sich die Psychokliniken was ganz tolles einfallen. Druck aus allen Seiten auf meine Seele. Die Mitpatienten wurden gegen mich ausgespielt. Sie vielen mit Tadel und Beschimpfungen über mich her. An mir war nichts Gutes mehr dran. Die Psychologen gaben mich auf. In der letzten psychosomatischen Klinik eskalierte dies ganz gewaltig. Der Gruppenpsychologe griff nicht mal ein, als es fast schon zu Handgreiflichkeiten gekommen ist. Darauf hin wollte ich mit dem Gruppentherapeut unter vier Augen sprechen. Er lehnte jegliches Gespräch mit dem Hinweis, er sei nicht mein Therapeut, ab.
Ich bin auch in dieser Klinik die Wände hoch gelaufen wegen der Mundbeschwerden.
Die Mitpatienten und die Psychologen sagten mir unmissverständlich, dass ich ein fauler Therapieverweigerer bin. Das ich nur nicht mehr arbeiten will, auf der faulen haut liegen möchte und auf Staatskosten leben möchte. Auch Bemerkungen wie Schauspieler vielen da und dort. Ich suche mir nur die Rosinen aus.
Ich sollte doch endlich mal meine Beschwerden vergessen und mich auf die Therapien einlassen. Mir wurde vorgeworfen nur an den Therapien teilzunehmen, welche mir gefallen.
Das Lachen ist mir in den Kliniken wirklich vergangen. Doch dies wurde ebenfalls als absichtlich hingestellt.
Ich bin aus jeder Klinik eher rausgeschmissen wurden. Keine Behandlung mehr möglich, psychisch und physisch austherapiert.
Ich frage mich wie ich dies alles aushalten konnte und noch aushalte.
Bei der jetzigen Psychologin bin ich seit April 2009. Fortschritte habe ich nicht gemacht.
Meine Beschwerden halten es nicht für nötig auf meine Psyche zu reagieren. Meine Beschwerden haben nie auf meine Psyche regiert. Meine zerstörte Psyche führt aber zur weiteren Zerstörung meiner Psyche und zu weitern psychosomatischen Beschwerden. Beschwerden welche am Anfang der psychischen Beeinflussung nicht da waren.
Ich habe mich lange Zeit in Behandlung einer Heilpraktikerin und Homöopathen begeben. Die andauernd aufgetretenen Bauchbeschwerden waren vor den Psychokliniken die Hauptbeschwerden.
Natürlich nervte und belasteten mich die andauernden Bauchschmerzen und die weiteren zunehmenden Beschwerden. Ich fürchtete um meinen Arbeitsplatz.
Ein Arbeitsplatz an dem ich hundert Prozent funktionieren muss. Ein Arbeitsplatz an dem meine Augen gebraucht werden. Und meine Augen machen mir seit Jahren auch große Probleme.

Zitat von Uta Beitrag anzeigen
kennst Du eigentlich den "Weißen Ring"?:


Ich kenne den „Weisen Ring“ nicht.

Ich werde da mal nachschauen.


Liebe Grüße an alle, Jennifer

Geändert von Dani (02.10.09 um 15:01 Uhr)

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

Sonora ist offline
Beiträge: 3.017
Seit: 10.09.08
Hallo, mein Sonnenstrahl!

Jetzt bin ich erstmal sprachlos! Das muss sacken!!!

Zu diesem Satz hier muss ich dir aber gratulieren, denn er fasst alles zusammen, was ich empfinde, wenn ich an deine "Therapien" denke:

Meine Beschwerden halten es nicht für nötig auf meine Psyche zu reagieren.
Ich möchte den Satz ausdrucken und den Therapeuten "zu essen" geben. Außerhalb des Forums hätte ich mich jetzt anders ausgedrückt!

Aber denk dran, dass du jetzt nicht mehr allein bist. Ganz viele Leute halten zu dir und bestärken dich, damit du deinen Weg findest!

Liebe Grüße
Sonora

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Dani ist offline
Themenstarter Beiträge: 457
Seit: 20.03.09
Es gibt da etwas was jedem Menschen treffen kann. Der Griff nach dem Strohhalm.
Ich habe nach dem Strohhalm gegriffen. Der Strohhalm ist bei mir die Transsexualität.
Weis ein Mensch nicht mehr weiter und sieht seinen Untergang vor sich, dann versucht dieser Mensch alles zu tun, um weitere Gefahren abzuwehren.
So erging es auch mir in der ersten psychosomatischen Klinik. Ich sah durch die erfolglose Therapie mein weiteres Leben in höchster Gefahr. Ich sah mein Leben in Lebensgefahr.
Keiner meiner Familie hat nachvollziehen können, was da in mir abging, als ich mich zur Transsexualität bekannt habe. Ich wollte mein Leben retten, die einzige Möglichkeit am Leben zu bleiben und wieder gesund zu werden. Die Folgen der Transsexualität waren mir nicht bewusst. Ich glaubte, dass Leben wird jetzt besser weitergehen. Auf Probleme in der Partnerschaft, wegen der Wohnung, der Arbeit, der Bekanten und Freunde konnte ich mich nicht einstellen. Ich habe diese Probleme nicht wahrgenommen. Sah nur die Lösung meiner Probleme in der Transsexualität.
Daher habe ich jetzt weitere Schwierigkeiten. Es ist durch aus denkbar, dass ich da in die völlig falsche Richtung gegangen bin. Es wird mir geschrieben, dass es nie zu spät ist die Bremse zu ziehen und dann einen anderen Weg einzuschlagen. Dies ist logisch alles richtig. Der Preis, den ich dafür zahlen muss, erscheint mir jetzt zu hoch. Auch wenn ich jetzt umkehre, so komme ich nie wieder an der Stelle an, an dem ich den falschen Weg eingeschlagen habe. Macht nichts, sage ich mir. Dann ist es eben ein andere Weg, ein anderes Ziel. Auch ein anderer Weg kann mich glücklich machen.
Alles richtig.
Doch meine Psyche hat Schaden genommen. Zeit heilt alte Wunden, heißt es.
Dazu müsste ich in der Lage sein mein Leben lebenswert machen zu können. Dies kann ich nicht. So werden sich die Wunden nicht schließen. Kopf hoch Jennifer, bis jetzt ist noch alles drin.

Jennifer


Nachtrag

Gegen die Theorien der Psychotherapeuten und Ärzte komme ich nicht an. Sobald ich nicht der Meinung dieser Leute war und widersprach, wurde ich als latent aggressiv eingestuft.
Dies führte wieder zur Gegenwehr der Psychotherapeuten. Die Psychotherapeuten hörten nicht auf, bis ich dem was die Psychotherapeuten sagten, zustimmte. Oder die Sitzung aus Zeitmangel beendet werden musste. Die Psychotherapeuten wissen, dass der Patient der Unterlegene ist. Der Patient weis, dass er auf die Psychotherapie angewiesen ist. Psychotherapie ist Zerlegung der eigenen Psyche. Die Psychotherapeuten vergessen dann aber die Psyche wieder zusammen zu setzen.

Jennifer.

Geändert von Dani (02.10.09 um 15:42 Uhr) Grund: Nachtrag

krank und keine Diagnose, alles vielleicht Psyche

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
wuhu ;-)

liebe jennifer, da hast du ja noch einmal...
Zitat von Jennifrau Beitrag anzeigen
...
Die Ärzte meinten damals, dass mein Immunsystem nicht in Ordnung ist und glaubten an eine HIV Infektion. Der HIV Test war aber negativ...
... glück gehabt; wenn die dir dann auch noch die sog "aids"-medikamente verabreicht hätten und du der meinung gewesen wärst, du hättest hiv, dann wärst in eventu tatsächlich nicht mehr unter uns (was schade wäre)! sieh dir mal das an -> http://www.symptome.ch/vbboard/bakte...aids-test.html

... Mein IQ ist unterdurchschnittlich, ist festgestellt worden...
vergiss das ganze "festgestellte" mal ganz schnell wieder - du bist ein erwachsener mensch, der für viele menschen seit langem viel getan hat, nun wärst du an der reihe, um hilfe zu bekommen - leider ist das mit so manchen vorgefertigten urteilen bezüglich diagnosen dann nicht mehr so leicht bis unmöglich, wir sehen es ja alle an deinem leiden...

... Meine Beschwerden haben nie auf meine Psyche regiert.
den satz würd ich nicht nur ausdrucken und allen ans hirn kleben, sondern tatsächlich jedem (zukünfitgen) arzt ins gesicht - klar und deutlich - sagen

ich hab zwar nie solche beschwerden gehabt wie du, war aber an meinen auch schon mehr als nur einmal verzweifelt; seit ich dieses forum gefunden hab, manches an tipps darin befolge, gehts mir auch schon besser; vielleicht dauerts auch noch monate, gar jahre, bis ich wieder so fit bin wie früher... ABER sicher ohne arzt und medikamente (die ich laut ersteren nehmen sollte)...

ich weiß nicht, was ich dir empfehlen soll... es gibt sicher die eine oder andere organisation in deutschland (zb dieser weiße ring), die dir eventuell helfen können, wenigstens zu deinen (finanziellen) rechten zu kommen...

wenn ich immer so in einem tiiiefen loch war, war es früher so, das ich die hilfen wie du versucht habe in anspruch zu nehmen - immer ohne erfolg, psychisch wurd ich dann klarer weise auch labiler...

seit einigen jahren nun hab ich unbewusst eine "gegen"-strategie entwickelt, ich ziehe mich zurück (keine energischen besuche bei ärzten oder amulanzen etc mehr) und tanke so gut es geht (emotionale) kraft; ich weiß, ich weiß, das ist gar nicht so einfach... aber ich glaube, das brauchst du am meisten, genauso wie ein konsequent "gesundes" leben (zb ernährung, ergänzungen, )...

mir gehts heut relativ gut, habe viel körperliche, geistige und emotionale energie - ich schicke dir davon gerne was



"Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, träumt im Tier und erwacht im Menschen."
Aus den Sanskrit-Schriften der Alten Indischen Gelehrten
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

Geändert von alibiorangerl (02.10.09 um 14:07 Uhr)


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