Meine Partnerin wohnt mit Ex-Partner noch zusammen

18.02.18 04:28 #1
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Meine Partnerin wohnt mit Ex-Partner noch zusammen

fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 971
Seit: 18.02.08
Danke für eure Antworten und ihr habt alle recht, aber das Dilemma ist ja das ich sie liebe und sie es eigentlich auch gerne anders hätte.
Das mit dem kontrollieren ist nicht gut, aber soll ich sie tun und lassen machen was sie will und mich hinterher wundern warum nichts funktioniert, weder das sie sich löst noch das er sich löst aus diesem Teufelskreis?
Wisst ihr warum ich das mit dem Briefkasten sagte? Letzte Woche musste sie ihre neue Adresse angeben und sagte das sie den Plan vom Jugendamt dann per Post bekommt. Jetzt habe ich gesagt, das der Postbote den Brief nicht eingeworfen hat oder wird. Dann sagte sie, daß ihr Mann ihn per Mail bekam und er ausgedruckt zu Hause liegt. Jetzt weiß ich nicht wie lange er dort schon liegt und warum hat sie nicht einfach gesagt das er da ist und hat ihn gebracht? Soll ich etwas nicht sehen? Ich habe gestern gesagt sie soll ihn bringen, sie sagte nur, das dort sowieso nicht alles stimmt, mit Anspielung auf Mittwoch und Freitag. Bin gespannt ob sie ihn bringt.
Oder der grosse hat heute keine Schule. Sie hat ihn mit zu ihrer Arbeit im Kindergarten genommen. Sie ist morgens sehr früh los und hatte genug Zeit für beide Kinder. Das Problem, der Mann war ja da, ist seine Arbeit. Ob er gleich ging weiß ich nicht. Sie hat bei uns nicht gefrühstückt, sie hat es bestimmt dort getan und hätte ihn bestimmt nicht vom Tisch gejagt. Sie hätte ja einfach hin fahren können und den Sohn holen und dann weiter zur Arbeit. Sie spricht es mit ihm ab, mit mir nicht, obwohl es nicht korrekt ist und es andere Lösungen gibt.

Ich könnte ihr fast täglich sowas sagen, aber ich will nicht und habe auch noch nichts gesagt. Es wird immer Rücksicht auf die Kinder genommen und das ist gut, aber auf den Mann auch. Was wirklich heute morgen war werde ich nie erfahren.
Übrigens will er jetzt den Unterhalt festlegen und nicht das Amt soll es tun. Darauf werde ich aber bestehen, das wird auch noch ein Problem. Es werden fast alle Regeln täglich geändert. Es ist zum kot....

Geändert von fak2411 (13.03.18 um 17:03 Uhr)

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pita ist offline
Beiträge: 3.138
Seit: 08.04.07
Ich wandle mal den Satz von Mara ab:
Schau, was sie mit dir, dir gegenüber, für euch beide tut!

Und leg bitte ganz klar diese Kontrolle ab, was ausserhalb passiert. Die wirst du niemals haben und wer sich kontrolliert fühlt, lügt und/oder findet andere Wege. Das Ganze verfolgt dich ja bis in den (Nicht-)Schlaf, du würdest dich damit selbst entlasten. Ausserdem klingen deine diesbezüglichen Beschreibungen immer so, als wärst du Papa und sie ein kleines Kind - und nicht wie eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Du hast mehrmals geschrieben, dass du kämpfen willst und ich habe mich schon oft gefragt:
um sie, für sie, mit ihr, für euch, gegen ihn?
Kampf kostet Energie. Setze deine Energie dort ein, wo sie sinnvoll und angebracht ist - auch du hast nicht unermesslich viel davon.

Ihr habt beide diese Wohnung gemietet. Du wolltest diesen Termin beim Jugendamt, wo sich im nachhinein alles recht gut anhörte.
Jetzt geht es um die Umsetzung und zwar rasch!

Vielleicht drehst du den Spiess (wie oben geschrieben) einfach mal um.
Gib ihr Vertrauensvorschuss, sag ihr, dass du ihr vertraust, dass sie im Sinne eurer gemeinsamen Zukunft handelt. Dass du sie nicht mehr kontrollieren wirst, weil das für alle nur destruktiv ist, sondern nur noch darauf achtest, was sie mit dir, für dich, für euch tut!

Mir zum Beispiel ist unverständlich, dass sie nicht täglich mit einer grossen Tasche ihrer Habseligkeiten in die gemeinsame Wohnung kommt

Geändert von pita (13.03.18 um 17:30 Uhr)

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Mara1963 ist offline
Beiträge: 210
Seit: 16.02.18
Sie tut das was sie für richtig hält Frank und das erlebst du täglich mit ihr.
Ob dir das nun passt oder nicht scheint für sie weniger eine Rolle zu spielen.

Da wird es wenig nutzen, wenn du ihr Anweisungen gibst.
Du kannst ihr einzig und allein sagen, dass du dich verletzt und nicht ernst genommen fühlst.

Zitat von fak2411 Beitrag anzeigen
Übrigens will er jetzt den Unterhalt festlegen und nicht das Amt soll es tun. Darauf werde ich aber bestehen, das wird auch noch ein Problem. Es werden fast alle Regeln täglich geändert. Es ist zum kot....
Beim Nestmodell gibts keinen Unterhalt für die Kinder, da beide Eltern zu gleichen Maßen beteiligt sind.
Eher müsste noch sie Unterhalt für die Kinder an ihn bezahlen, da sie bei ihm wohnen, dort versorgt werden und er wahrscheinlich auch für die anfallenden Kosten aufkommt.

Sie, als seine Ehefrau bekommt in der ersten Zeit noch Unterhalt und ich denke nicht, dass den das Jugendamt berechnet.

Frank, habts ihr denn schon öfter was zu viert mit den Kindern unternommen, versteht ihr euch alle gut?

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MiglenaN ist offline
Beiträge: 1.299
Seit: 15.05.13
Ich finde die ständige Kontrolle auch kontraproduktiv. Ein paar kleine Notlügen, die dem anderen nicht schaden, sind vermutlich bei den meisten Menschen mehr oder weniger Alltag und vielleicht kein großes Problem. Dass sie und er manchmal mit den Kindern zusammen im Haus sind, kann daran liegen, dass die Kinder mit beiden Eltern ein bisschen zusaammen sein möchten, ob Geburtstag, Mittagessen etc. Da muss jeder neue Partner selber wissen, wie viel Verständnis er bereit ist dafür aufzubringen.

Mich würde allerdings diese ständige Geheimniskrämerei abstoßen, denn, wenn man sich wirklich liebt und eine gemeinsame Zukunft anstrebt, ist man verpflichtet dem anderen gegenüber ehrlich zu sein. Ohne dieses Vertrauen ineinander kann auf Dauer keine Partnerschaft gut funktionieren. Man hat das Recht, zumindest in den wichtigsten Angelegenheiten die Wahrheit zu wissen und miteinbezogen zu werden. Deshalb würde ich darauf bestehen, den Brief lesen zu dürfen. Andernfalls würde ich mich nicht ernstgenommen und nicht wirklich geliebt fühlen.
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Ein freundlicher Blick durchdringt die Düsternis wie ein Sonnenstrahl. (Albert Schweitzer)

Geändert von MiglenaN (13.03.18 um 17:57 Uhr)

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pita ist offline
Beiträge: 3.138
Seit: 08.04.07
Mara, das ist kein Nestmodell.
Auch wenn sie es ursprünglich so genannt haben.

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fak2411 ist offline
Themenstarter Beiträge: 971
Seit: 18.02.08
Sie ist gleich da und hat hoffentlich den Brief dabei, habe extra nochmal darum gebeten.
Bitte sag das mit dem Unterhalt nicht mehr. Das wird nicht so kommen und wenn doch falle ich vom Glauben ab. Noch nicht mal er erwähnt das sie zahlen muß.
Trotzdem danke.

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MiglenaN ist offline
Beiträge: 1.299
Seit: 15.05.13
Also ich kann mir nicht vorstellen, dass sie zahlen muss, sie arbeitet doch nur halbtags. Wie gesagt, so lange Du nicht weißt, was für ein Modell das wirklich ist, was beim Amt besprochen/beschlossen wurde, inwieweit überhaupt das Amt mit der Sache zu tun hat, und diesen besagten Brief und nichts Konkretes/Schriftliches zu sehen bekommst, muss Du damit rechnen, dass Du ahnungslos bist und die Dinge vieleicht anders sind als vermutet, was Dir gegenüber unfair und rücksichtslos wäre. Du solltest die Situation klären und in Erfahrung bringen, was wirklich wahr ist.
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Nelia Nevermore ist offline
Beiträge: 62
Seit: 18.12.17
Dass sie und er manchmal mit den Kindern zusammen im Haus sind, kann daran liegen, dass die Kinder mit beiden Eltern ein bisschen zusaammen sein möchten, ob Geburtstag, Mittagessen etc. Da muss jeder neue Partner selber wissen, wie viel Verständnis er bereit ist dafür aufzubringen.

Dieser Aspekt war, was mich ursprünglich zu diesem Post gebracht hat (schlaflos durchs Forum), denn mein Freund ist ebenfalls "noch" in einer relativ engen Beziehung mit seiner Frau und ihrer Tochter (für die er schon viele, viele Jahre der Vater ist).
Ich finde das völlig in Ordnung. Ich bin total froh, dass es funktioniert, bin nicht eifersüchtig oder misstrauisch, nie gewesen, auch wenn unsere Beziehung nicht oder nicht immer ganz klar definiert usw. ist, eigentlich finde ich es sogar sehr schön. Ernte damit oft zumindest verwunderte Blicke, aber ich finde es super, dass sie beide Eltern hat, auch gemeinsam, dass sich seine Frau auf ihn verlassen kann (ich fühle mich nicht zurückgesetzt), habe keine Schwierigkeiten, Prioritäten zu erkennen (Kind braucht Papa, kein Problem für mich). Mir gefällt, dass er auf diese Art Verantwortung übernimmt bzw. behalten hat und will dem nicht im Weg stehen (auch wenn es für ihn, denke ich manchmal, anders vielleicht etwas leichter wäre, aber das betrifft nicht das ganze Modell).

Deshalb tut es mir leid, dass es bei dir, Frank, so gänzlich anders läuft. Es macht einfach nicht den Anschein, als wäre irgend jemand in dieser Konstellation gut aufgehoben - inklusive früher oder später der Kinder, je mehr sie mitbekommen, je mehr "Machtspielchen" und Tauziehen stattfinden..

Es wäre ja zu wünschen, dass sie schafft, einen Schlussstrich zu ziehen und das Nestmodell oder welches Modell auch immer dann konsequent durchzuziehen, aber ich bin skeptisch, ob das das richtige überhaupt ist. Ich hab das Gefühl, das funktioniert, wenn sie die Eltern aus einer anderen, funktionierenden Situation heraus dafür entscheiden, AUCH dieses Nest aufrecht zu erhalten. Hier scheint es aber nur das Nest zu geben.

Es wurde ja schon ein paarmal gefragt, wie viele persönliche Gegenstände sie in der neuen, mit dir gemeinsamen Wohnung hat. Mein Bauchgefühl sagt mir deutlich, wenn sie nicht am Anfang ihre Sachen gebracht hat, wird sie sie nicht mehr bringen :(

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Mara1963 ist offline
Beiträge: 210
Seit: 16.02.18
Zitat von fak2411 Beitrag anzeigen
Sie ist gleich da und hat hoffentlich den Brief dabei, habe extra nochmal darum gebeten.
Bitte sag das mit dem Unterhalt nicht mehr. Das wird nicht so kommen und wenn doch falle ich vom Glauben ab. Noch nicht mal er erwähnt das sie zahlen muß.
Trotzdem danke.
Das ist die Rechtslage, derjenige, der die Kinder finanziert und bei dem sie wohnen bekommt Unterhaltsgeld für die Kinder vom anderen Elternteil.
Er mag großzuügig sein uind keins verlangen, das mag sein.

Das wird sie ihm dann bestimmt honorieren und evtl. weniger Unterhalt für sich selbst verlangen.
Hattet ihr etwa gedacht, er muss an sie Kindes-Unterhalt bezahlen?
Das wäre nur der Fall, wenn sie die Kinder immer bei sich hätte, sie bei ihr wohnen und sie die Kinder finanzieren würde.

Geändert von Mara1963 (13.03.18 um 18:41 Uhr)

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pita ist offline
Beiträge: 3.138
Seit: 08.04.07
Ich an ihrer Stelle würde nichts unterschreiben, was er (Anwalt) als Vereinbarung irgendeiner Form erstellt hat, ohne mich rechtlich beraten zu lassen.

Natürlich gehört auch berücksichtigt, dass sie in seiner beruflichen (und teils privaten) Abwesenheit, die Kinder betreut. Das müsste er ja anderswo auch bezahlen.

Dazu kommt, dass sie ihm ja wohl zum grössten Teil auch noch den Haushalt macht, auch das gibt's sonst nirgends gratis.

https://www.anwalt.de/rechtstipps/ki...en_005204.html
https://www.anwalt.de/rechtstipps/ki...ll_107590.html


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