Unglücklich verheiratet

19.02.14 19:53 #1
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Unglücklich verheiratet

Bluehmchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 19.02.14
Ich danke euch allen für eure Worte! Unglaublich dass es so tolle Menschen gibt!

Es sind jetzt ein paar Tage vergangen und mein Mann hat sich nicht getrennt.
Es sah jetzt alles so aus als wäre unser leben total toll und harmonisch gewesen, doch dann ist die böse Ehefrau fremdgegangen aus Lust und Laune und weil sie einfach schlecht erzogen ist und Sorry eine sch**** ist. Natürlich sollte ICH dann in den Tagen zusehen dass ICH alles wieder gradebiege und kämpfe wie eine Löwin denn ich habe ja grundlos einen Riesen Fehler gemacht. Ich hatte aber schon nach 2 Tagen überhaupt keine kraft mehr für das alles. Das habe ich meinem Mann auch gesagt. Und eingewilligt dass wir uns scheiden ich das Kind aber niemandem überlasse. Dann soll's die Welt erfahren. Er war außer sich und wütend weil er niemals damit gerechnet hat.
Einige Tage totschweigend später sagte er mir dann dass er es versuchen will, dem Kind zuliebe. Und wir sollten ebenso an uns arbeiten und an unserer Ehe usw. Ich habe es dankend angenommen. Aber glücklich bin ich bei weitem nicht. Ich bin immer noch an dem Punkt wie vor 3-4 Wochen. Zu Hause Mann, im Kopf u Herzen jemand anderes auf den ich mich auch nicht verlassen kann..

Die Stimmung zwischen uns ist meistens kalt, das braucht einfach noch zeit. Und ich wünschte mir vom Herzen dass ich meinen Mann wieder lieben könnte und alles andere hinter mich lassen könnte..

Unglücklich verheiratet

Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Bluehmchen

Wenn du dir wünscht, dass du deinen Mann wieder lieben kannst, dann tu es doch einfach!
Warte nicht, bis die Liebe zu dir kommt. Du hast ja selbst mit dem anderen Mann erlebt, dass es gar nicht die wirkliche Liebe war - von seiner Seite aus gesehen jedenfalls war sie es nicht. Ob du ihn liebst oder geliebt hast, das kann sein. Aber es kann auch sein, dass du nur vom Sex so blind geworden bist, dass du deine eigenen Gefühle für Liebe hältst. Aber es ist möglich, dass es nur das sexuelle Kribbeln ist und keine echte Liebe.
Liebe ist Teilen. Liebe fällt auch nicht immer vom Himmel. Man muss etwas tun für die Liebe. Und zwar: Man muss auch lieben. Nicht warten auf die Liebe, sondern lieben.
Wenn du einen Menschen anlächelst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er auch zurück lächelt. Es kommt immer alles so zu einem selbst zurück, je nachdem, wie man sich verhält. Wenn du ständig nur mit hängendem Kopf herumläust, dann gibst du ihm kein Signal, dass du ihn wirklich lieben willst.
Sag es ihm einfach mal klipp und klar: "Ich will wieder mit dir zusammen leben wie früher und dich lieben!"
Sage niemals: Liebe du mich auch! Das wäre für ihn im Moment zu viel. Und es ist eigentlich eine Forderung. Du kannst aber nichts fordern. Du kannst nur hoffen, dass er wieder zu dir findet. Aber zuerst musst du den ersten Schritt machen.
Du hast schließlich die Ehe gefährdet und etwas getan, was eigenlich niemand ohne Probleme hinnehmen wird. Weder ein Mann noch eine Frau. Auch du hättest eine Untreue deines Mannes nicht einfach mit einem Achselzucken abgetan.
Versuche, dich in seine Lage zu versetzen.
Und mach den ersten Schritt. Zeig ihm ein freundliches Gesucht. Zeig ihm, dass du zur Liebe zu ihm bereit bist. Wenn du nur mit hängendem Kopf herum läufst, dann wird er es nicht leicht haben, auch wieder auf dich zuzugehen.

Immerhin hast du nun schon einen großen Vorteil erreicht. Er bleibt bei dir, die Ehe bleibt erhalten.
Was kannst du mehr verlangen in deiner jetzigen Situation. Dein Freund will dich ja auch nicht haben. Also halte fest, was du hast und trage selbst dazu bei, dass DU WIEDER LIEBENSWERT BIST.
Nur du selbst kannst jetzt deine Situation ändern und sie verbessern.

Ich halte dir die Daumen, dass alles gut ausgeht! Aber denke nicht, dass über Nacht eine Änderung geschieht. Gib ihm Zeit, er braucht sie, um seine Enttäuschung zu überwinden. Denn für ihn war das alles wirklich kein Honiglecken!

Liebe Grüße und alles Gute
Werner

Unglücklich verheiratet

Innuendo ist offline
Beiträge: 236
Seit: 25.07.13
Alles ging in die Brüche und ich lernte ziemlich schnell meinen jetzigen Mann kennen. Wir Verlobten und ziemlich schnell. Mein "ex" bat mich damals im letzten Gespräch nicht zu heiraten, er würde mich wollen. Aber zu dem Zeitpunkt und mit der Entfernung wäre es schwierig. Ich habe ihm nicht geglaubt, dachte er spielt. Wir waren beide nun auch sehr jung.
Mich erschreckt es (zum Glück) immer wieder sehr wenn ich erlebe wie heute Partner ausgesucht werden. Gerade Frauen reden doch immer soviel von Liebe und Gefühl. Und dann wird eigennützig, rational entschieden. Nichts mit "dieser eine Mensch" komme was wolle. Oder zumindest nicht in der Realität. Das soll aber kein Vorwurf sein, nur eine Feststellung von mir.

Und generell denke ich, dass auch aus solchen Gründen Beziehungen und auch Ehen nicht mehr funktionieren. Die jüngeren Generationen werden ja im Grunde nur zum Egoismus erzogen. Entfalte dich hier, sei frei da...usw usw. Dabei ist es psychologisch ganz einfach: Für eine gemeinsame Sache muss man sich zurück nehmen. Ein gemeinsames Ziel oder ein gemeinsamer Feind verbindet. (Das sieht man sehr schön an Pärchen, die sich in Krankenhäusern kennenlernen und die selbe Erkrankung haben.) Und Glück ist das Erreichen dieser gemeinsamen Ziele. Genauso gehen auch Armeen in der Grundausbildung vor. Wer beim Bund war, oder jemand von da kennt hat sicher von den Schwärmereien der Kameradschaftlichkeit gehört. Nichts anderes ist eine Ehe. Und eigene Bedürfnisse über die gemeinsamen zu stellen zerstört die Sache nunmal. Und da nützt auch keine Paartherapie, weil kein Psychologe auf so etwas aufmerksam macht. Die reden eher davon, dass man passen sollte --> man sollte sich eher anpassen. Beide zum gemeinsamen Anteil. Und man muss sich ergänzen, totale Gleichberechtigung wird nie funktionieren. Man kann auch keinen KFZ Betrieb mit lauter Buchhaltern führen. Deshalb sollte man unterschiedlich sein.

Man darf sich nicht ins Boxhorn jagen lassen, durch das was man heute für "normal" hält. Die Zahl der Scheidungen, Alleinerziehenden usw sind nicht ohne Grund in den letzten 30 Jahren explodiert. Unsere Gesellschaft erzieht uns zum Tier, das handelt nach Instinkt und lässt sich von Gefühlen leiten und zu Unfug hinreissen. Der Mensch kann Denken, das unterscheidet uns davon.

liebe Grüße

Innuendo
__________________
Ich:"Ich habe Streptokokken" Fr Dok:"Dann machen Sie doch mal mehr Sport."

Unglücklich verheiratet

Abendschein ist offline
Beiträge: 419
Seit: 11.01.13
Zitat von Claudia S. Beitrag anzeigen

Äußerst empfehlenswert zu diesem Thema ist das Buch von Pease "Warum Männer immer Sex wollen und Frauen von der Liebe träumen".
Wer sagt das? Nur weil es in dem Buch steht?
DAS HALTE ICH FÜR EIN GERÜCHT!

Der Abendschein

Unglücklich verheiratet

Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Innuendo

Ich stimmer dir vollkommen zu. Du hast mal klipp und klar ausgesprochen, woran unsere heutige Gesellschaft leidet: Am Egoismus!!!!
Meine Kindheit im Krieg war keineswegs schön. Lebensbedrohliche Angriffe, das Miterleben wie Menschen in den Trümmern sterben usw.- das war wirklich schrecklich. Aber etwas Gutes hatte diese böse Zeit auch: Wir lernten, uns einzuschränken. Und noch wichtiger: Wir lernten, zu teilen. Mit den Geschwistern das kärgliche Mahl zu teilen, mit Nachbarn, die ausgebombt waren, zu teilen was wir noch hatten. Auch wenn es nicht mehr viel war.

All das hat uns "menschlich" gemacht, nämlich mitfühlend und auch verstehend.
Heute leben wir in einer Überflussgesellschaft. Zwar jammern viele Menschen, dass sie einen niedrigen Lebensstandard haben. Aber diese Menschen wissen offensichtlich nicht, was ein niedriger Lebensstandard ist. Sie wissen nicht, wie es ist, wenn man am Abend nichts zu essen hat und nicht weiss, was man am nächsten Tag zum Essen haben wird. Sie wissen nicht, wie es ist, wenn man wirklich Hunger hat.
Klar, man sagt heute: Ich habe Hunger. Aber dieser Hunger ist nur ein Gefühl des Haben-Wollens und nicht wirklich Hunger. Wirklich Hunger hat man, wenn man wenn einen ganzen Tag absolut nichts gegessen hat. Und den Tag davor nur eine Mahlzeit und diese war kärglich oder sogar nicht vorhanden.

Kurzum, wir haben heute alles und je mehr wir haben, umso egoistischer werden wir. Wir haben nicht mehr gelernt zu teilen. Das Teilen jedoch ist der Grundpfeiler für eine echte Liebe. Und zwar nicht nur das Teilen von materiellen Werten, sondern auch das Teilen von Gefühlen, Ängsten, Freuden, Leiden.

Wenn man in einer Gemeinschaft leben will, dann muss man Abstriche machen. Man muss auch verzichten können auf ein paar Dinge. Sicherlich ist das ein dehnbarer Begriff und man wird nicht auf alles verzichten können und auch nicht wollen. Aber es geht um die Absprache, um das Abgleichen und um das Suchen nach gemeinsamen Lösungen. Aber gerade hieran scheitern heute die Beziehungen. Jeder will alles für sich haben und das kann niemals gut gehen. Aber es geht nicht nur um das Haben, es geht auch um Gefühle, um Mitgefühl, Mitleiden unsw.

Innuendo, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Dank für diese deutlichen Worte!
Eine kleine Berichtigung will ich jedoch noch erwähnen: Du sagst: "totale Gleichberechtigung wird nie funktionieren" Diese Aussage könnte missverstanden werden. Man müsste erst mal das Wort "Gleichberechtigung" etwas genauer betrachten. Was ist das eigentlich? Berechtigung für ALLES - oder ist es gleiches Recht für alle? Wenn es gleiches Recht für alle ist, dann muss dies eine Grundlage einer jeden Beziehung sein. Wenn man sich aber immer im Recht fühlt, dann ist das schon im Vorhinein das Ende einer Beziehung.
Ich stimme mit dir überein, dass wir alle verschieden sind. Auch Männer und Frauen sind nicht nur biologisch verschieden, sondern auch im Charakter. Manche mehr, manche weniger. Aber das ist ja gerade das, was wir als großen Vorteil erkennen sollten. Denn, wie du vollkommen richtig sagst, nur Buchhalter könnten keinen Betrieb aufrecht erhalten. Wir sollten erkennen lernen, dass gerade die Unterschiede das sind, was nicht nur Vorteile bringt, sondern auch Glück. Männer und Frauen können sich in perfekter Weise ergänzen. Aber wir müssen es auch zulassen und die Unterschiede nicht nur akzeptieren, sondern sie als Geschenk betrachten. Wenn wir das tun, dann kann eigentlich gar nichts schief gehen.

Lösungen sind oft so einfach, dass man kaum glauben will, dass so einfache Dinge so viel bewirken. Aber es stimmt. Wers nicht glaubt, der braucht nur die Augen aufzumachen und mal ganz genau Beziehungen betrachten. Aber nicht nur die schlechten, sondern auch die guten. Dann wird man sehr schnell sehen, warum manche gut und manche schlecht sind.

Schöne Grüße
Werner

Unglücklich verheiratet

Innuendo ist offline
Beiträge: 236
Seit: 25.07.13
Danke Werner...

ja es ist so einfach. Ich verstehe selber nicht warum die Menschen das nicht erkennen. Es ist doch einfache Logik. Stattdessen wälzen sich die meisten in Ihrem Groll und Jammer hin und her obwohl sie ja eigentlich Glück wollen...aber scheinbar nicht bereit sind sich selbst dafür ein kleines Stück aufzugeben.

Und Gleichberechtigung sollte schon bedeuten, dass jeder das selbe Recht hat. Verstanden wird es aber als Gleichstellung, das funktioniert nicht. Da dann die Ergänzung von beiden nicht mehr da ist.

Ich habe das persönlich mal ganz ernst genommen mit der "Gleichstellung". Eine Exfreundin, die nur einen Halbtagsjob hatte war nach vielen Gesprächen mit Ihren Freundinnen der Meinung, dass sie nur 3 Tage abwaschen sollte und dann ich 3 Tage. Ich stimmte dem zu, habe ihr aber auch gleichzeitig klargemacht, dass sie dann auch schnellstmöglich einen Vollzeitjob braucht. Jedes 2. mal Dinge wie die Waschmaschine selber repariert, auch im Winter jede 2. Mülltonne rausschiebt zur Abholung, das Grundstück von Schnee freischaufelt und die sich eigenhändig um die Hälfte des Brennholzes für den Kamin kümmert.
Das ganze hat 3 Wochen funktioniert aber an mir lag es nicht! Total politisch unkorrekt sind wir zur alten Lebensweise zurückgekehrt.
Ich plädiere nicht für eine Macholebensweise, wo sich der Mann bedienen lassen sollte usw. Aber die Dinge die jeder auf seine Art beitragen kann, wenn er darf, sind doch super! Ich habe ihre Dinge, die sie einbrachte auch bewundert, wie kleine Teelichtdinger oder schicke Vorhänge, oder tolle Ideen zum Essen usw...

Gruß

Innuendo
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Ich:"Ich habe Streptokokken" Fr Dok:"Dann machen Sie doch mal mehr Sport."

Unglücklich verheiratet

Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Ja, so sehe ich es auch!

Bin gespannt, ob mal auch Frauen dazu Stellung nehmen! Besonder auf den Satz "selbst dafür ein kleines Stück aufzugeben" würde ich gerne von Frauen hören, wie sie darüber denken. Denn heute sind gerade Frauen oft von der Vorstellung fasziniert, sich immer durchzusetzen und keineswegs "etwas aufzugeben". Natürlich gibt es auch Männer, die so denken, das ist keine Frage. Nur fällt mir persönlich oft auf, dass Frauen ihr vermeintliches Recht - und leider oft vollkomen falsch verstandenes Recht - vehemnt verteidigen.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Es geht nicht darum, um ein wirkliches Recht zu kämpfen. Es geht nicht darum, gleiches Recht zu fordern. Das sollte jeder tun, wenn dieses Recht nicht gegeben ist. Aber wie du sehr schön in deinem Beispiel beschrieben hast, werden oft manche Dinge vollkomen falsch interpretiert. Früher war es leider so, dass Frauen fast gar nichts selbständig machen durften. Das war natürlich falsch. Nun meinen manche Frauen (bitte beachten, dass ich "manche Frauen" sage!), dass sie all das nachholen müssen, was früher nicht möglich war. Aber wir leben heute und was unseren Vorfahren geschehen ist, das können wir durch das Gegenteil nicht mehr gut machen. Wir können es nur besser machen als unsere Vorfahren. Und besser machen, das heisst: Gleiches Recht für alle. Aber nicht vollkommene Gleichmacherei.

Es lebe der Unterschied!!! Wie traurig wäre unser Leben, wenn alles gleich wäre!

Schöne Grüße
Werner

Schöne Grüße
Werner

Unglücklich verheiratet

Serenity54 ist offline
Beiträge: 51
Seit: 20.01.11
Bin gespannt, ob mal auch Frauen dazu Stellung nehmen! Besonder auf den Satz "selbst dafür ein kleines Stück aufzugeben" würde ich gerne von Frauen hören, wie sie darüber denken. Denn heute sind gerade Frauen oft von der Vorstellung fasziniert, sich immer durchzusetzen und keineswegs "etwas aufzugeben". Natürlich gibt es auch Männer, die so denken, das ist keine Frage. Nur fällt mir persönlich oft auf, dass Frauen ihr vermeintliches Recht - und leider oft vollkomen falsch verstandenes Recht - vehemnt verteidigen.
Gut, jetzt schreibt mal eine Frau.

Meiner Meinung nach hat das Thema nichts mit Gleichberechtigung (oder wer welche Recht hat) zutun. Dass sich jeder in einer Beziehung ein Stück weit "aufgeben" muss, ich denke das ist jedem klar, der schon mal eine längere Beziehung geführt hat.

Ich weiss aber aus eigener Erfahrung, dass dieses sich aufgeben und immer wieder an der Beziehung arbeiten nur funktionieren kann, wenn beide es 100%ig wollen.

Ich kann nicht beurteilen, in wieweit in diesem Fall jeder an der Ehe gearbeitet hat. Mir ist nur klar, dass beide unglücklich sind und meiner Meinung nach alleine nicht mehr aus der Geschichte herauskommen. Sich Hilfe zu suchen wird schwer sein, denn "Mann" wird schon aus kulturellen Gründen nie als der Betrogene dastehen wollen.

Wenn man in einer Gemeinschaft leben will, dann muss man Abstriche machen. Man muss auch verzichten können auf ein paar Dinge. Sicherlich ist das ein dehnbarer Begriff und man wird nicht auf alles verzichten können und auch nicht wollen. Aber es geht um die Absprache, um das Abgleichen und um das Suchen nach gemeinsamen Lösungen. Aber gerade hieran scheitern heute die Beziehungen. Jeder will alles für sich haben und das kann niemals gut gehen. Aber es geht nicht nur um das Haben, es geht auch um Gefühle, um Mitgefühl, Mitleiden unsw.
Ich denke das ist jetzt aber sehr ungerecht den jungen Beziehungen gegenüber. Ich habe so viele Paare in meinem Bekanntenkreis und Familie, wo ich sehe, wie immer wieder mit aller Kraft um den Erhalt der Beziehung gekämpft wird. Klar schaffen das nicht alle und die trennen sich heute eben. Früher wäre man trotzdem zusammen geblieben. Aber mal im Ernst, ist das ein Leben, wenn man sich nichts mehr zu sagen hat, garnicht mehr miteinander reden kann....und von Liebe will ich jetzt nicht mal reden, den sich zu achten und zu respektieren wäre in einem solchen Fall wesentlich besser.
Manchen Beziehungen würde es schon helfen, wenn miteiander so respektvoll umgegangen würde, wie man mit den anderen Mitmenschen umgeht.

LG
Serenity

Unglücklich verheiratet

Bluehmchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 19.02.14
Ich stimme da Serenity zu.
Ich denke auch dass meine Problematik wenig mit dem zu tun hat was die Herren schildern. Das ist ein anderes Thema für sich über das sich streiten lässt.

Zu mir muss ich sagen, meine Probleme KOMMEN daher dass ich nie tue was für MICH gut ist und immer so gelebt habe um alles anderen recht zu machen. Genau diese Unzufriedenheit darüber kommt jetzt nämlich zum Vorschein.

Will ich nun wirklich in dieser Ehe ewig leben in der mir mein Mann täglich sagt dass er nur noch wegen dem Kind da ist? Und er mir sowieso grade einen Riesen gefallen tut und noch bei mir ist? Natürlich ist das toll dass er mir oder uns die Chance gibt. Aber es einem täglich unter die Nase reiben? Wir hatten ja schon vorher unsere Probleme und ich war schon ohne diese eine (große) Sache ziemlich am Ende.
Früher hätte man das noch getan ja. Weiterleben wie es ist. Dafür gab es aber nicht nur familiäre und kulturelle Gründe, sondern auch finanzielle Abhängigkeit der Frauen. Diese Dinge gibt es heute nicht mehr.

Unglücklich verheiratet

Bluehmchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 31
Seit: 19.02.14
Zitat von Fremder Beitrag anzeigen
Hallo Bluehmchen

Wenn du dir wünscht, dass du deinen Mann wieder lieben kannst, dann tu es doch einfach!
Warte nicht, bis die Liebe zu dir kommt. Du hast ja selbst mit dem anderen Mann erlebt, dass es gar nicht die wirkliche Liebe war - von seiner Seite aus gesehen jedenfalls war sie es nicht. Ob du ihn liebst oder geliebt hast, das kann sein. Aber es kann auch sein, dass du nur vom Sex so blind geworden bist, dass du deine eigenen Gefühle für Liebe hältst. Aber es ist möglich, dass es nur das sexuelle Kribbeln ist und keine echte Liebe.
Liebe ist Teilen. Liebe fällt auch nicht immer vom Himmel. Man muss etwas tun für die Liebe. Und zwar: Man muss auch lieben. Nicht warten auf die Liebe, sondern lieben.
Wenn du einen Menschen anlächelst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er auch zurück lächelt. Es kommt immer alles so zu einem selbst zurück, je nachdem, wie man sich verhält. Wenn du ständig nur mit hängendem Kopf herumläust, dann gibst du ihm kein Signal, dass du ihn wirklich lieben willst.
Sag es ihm einfach mal klipp und klar: "Ich will wieder mit dir zusammen leben wie früher und dich lieben!"
Sage niemals: Liebe du mich auch! Das wäre für ihn im Moment zu viel. Und es ist eigentlich eine Forderung. Du kannst aber nichts fordern. Du kannst nur hoffen, dass er wieder zu dir findet. Aber zuerst musst du den ersten Schritt machen.
Du hast schließlich die Ehe gefährdet und etwas getan, was eigenlich niemand ohne Probleme hinnehmen wird. Weder ein Mann noch eine Frau. Auch du hättest eine Untreue deines Mannes nicht einfach mit einem Achselzucken abgetan.
Versuche, dich in seine Lage zu versetzen.
Und mach den ersten Schritt. Zeig ihm ein freundliches Gesucht. Zeig ihm, dass du zur Liebe zu ihm bereit bist. Wenn du nur mit hängendem Kopf herum läufst, dann wird er es nicht leicht haben, auch wieder auf dich zuzugehen.

Immerhin hast du nun schon einen großen Vorteil erreicht. Er bleibt bei dir, die Ehe bleibt erhalten.
Was kannst du mehr verlangen in deiner jetzigen Situation. Dein Freund will dich ja auch nicht haben. Also halte fest, was du hast und trage selbst dazu bei, dass DU WIEDER LIEBENSWERT BIST.
Nur du selbst kannst jetzt deine Situation ändern und sie verbessern.

Ich halte dir die Daumen, dass alles gut ausgeht! Aber denke nicht, dass über Nacht eine Änderung geschieht. Gib ihm Zeit, er braucht sie, um seine Enttäuschung zu überwinden. Denn für ihn war das alles wirklich kein Honiglecken!

Liebe Grüße und alles Gute
Werner
Diese Worte waren übrigens sehr toll und ich habe sie mir sehr zu herzen genommen. Danke dafür!!


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