Plötzliche "Adrenalinschübe", Angst und Panik..

30.06.11 20:57 #1
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iceberg76 ist offline
Beiträge: 11
Seit: 29.06.11
Hallo zusammen, ich bin neu hier und schreibe einfach mal drauflos..
Hoffe der Bericht ist nicht zu ausführlich.. =)

Meine Geschichte hat vor ca. 2 Jahren angefangen. Ich hatte (-nach einem ausgiebigen Abend mit den Jungs..) eine Panikattacke mit Schwächeanfall auf der Skipiste. Ich habe diese nicht wirklich als das registriert in dem Moment und schob das ganze auf den Alkohol. Ich habe ein paar Tage ausgeruht, dann gings eigentlich wieder ganz gut. Leider häuften sich diese ab dem Zeitpunkt. Zuerst ging das so alle paar Monate einmal, später häuften sich merkwürdige Symptome wie Herzrasen, Kopfschmerzen, plötzliche Schwächeanfälle, unwohlsein, etc. Wie wohl ''normal'' folgte das vielbeschriebene Vermeidungsverhalten. Ich muss dazu sagen, dass ich damals Arbeitslos war und ziemlich alleine in einer 'fremden' Stadt wohnte, sprich mein Umfeld war nicht in der nähe, was ganz sicher dazu beigetragen hat. Vor einem Jahr zog ich dann zu meiner Freundin aufs Land und wir eröffneten ein Geschäft in der Werbebranche.

Die Attacken blieben des weiteren nicht aus. Ich bin die letzten 2 Jahre bei sovielen Ärzten gewesen wie noch niemals zuvor in meinem Leben. Nun mache ich eine Psychotherapie seit letzten November. Ich empfinde die Therapie als sehr Hilfreich und nützlich, vorallem um mit den Symptomen besser klar zu kommen. Leider kommen die Attacken immer wieder. Ich verstricke mich allerdings nicht mehr so tief in den Situationen wie früher (was sicher mit der Therapie zusammenhängt..) trotzdem scheinen diese einfach nicht besser zu werden. Langsam aber sicher frage ich mich wieder ob es nicht doch was körperliches sein könnte!?
Ich habe seit ca. 1 Jahr fast täglich Augenflimmern, extreme Schwächeanfälle aus dem nichts, pulsierende Kopfschmerzen bei kleinsten bewegungen wie zB beim Aufstehen, Depersonalisation, Alkoholunverträglichkeit, Herzrhythmusstörungen (meist in Erholungsphasen), ich fühle mich täglich am limit – alle arbeiten gehen extrem schwer von der Hand, und bin immer knapp an der Unterzuckerung. Das schlimmste sind allerdings plötzlich auftretende "Adrenalinschübe", ich weiss nicht ob es wirklich Adrenalin ist oder was anderes, aber es fühlt sich so an als ob mich eine heisse Welle innerlich überflutet, sobald diese beim Kopf angekommen ist fühlt es sich an als ob ich gleich umkippen würde. Ich kann in den Momenten nicht mehr klar denken, meine Beine werden schwach, alles wird schwammig um mich herum. Was danach folgt ist natürlich Programm; Herzrasen, druck auf der Brust, Zittern, Angst davor was gleich passieren wird, etc...

Ärztlich wurde abgeklärt: 24Std. EKG, Belast. EKG, etliche 'normale' EKG's, Grosses Blutbild, MRI vom Kopf, Leberwerte, Schilddrüse, Ultraschall vom Herzen, Blutdruck, Zucker, Alles OK!
Vor zwei Wochen war ich in der Bioresonanz. Die Dame teilte mir mit, dass ich zuviel Adrenalin im Blut hätte und meine Gefässe eine wenig instabil seien, was sich bei Druck und Stress auf die Durchblutung verschiedener Organe auswirken könne da sich diese zusammenziehen. Betreffend eines Quecksilberwertes (habe eine Amalgamfüllung) werde ich Freitag meinen Zahnarzt fragen.

Nun vielleicht hat ja jemand erfahrung oder diesselben/ähnliche Symptome, oder bestenfalls diese ''besiegt''. Oder weiss mehr darüber zu berichten!? Bin Dankbar für jeden Hinweis!!!

Danke schonmal..
Simu


Geändert von iceberg76 (30.06.11 um 21:19 Uhr)

Plötzliche "Adrenalinschübe", Angst und Panik..

tellerrand ist offline
Beiträge: 712
Seit: 10.11.10
wie so oft... es stinkt irgendwie nach Histamin
Es mal ne Portion Sauerkraut mit Rotwein (mach langsam) und berichte dann.
Adrenalin ist übrigends ein Gegenspieler von Histamin und wird daher (wenn der Körper noch genug hat) dann im Fall der Fälle ausgeschüttet.
Bei Leuten, bei denen dann die Adrenalinquellen erschöpft sind gibts dann oftmals andere Symptome die aber auch garnicht schön sind.
By The way... wie siehts mit deiner Verdauung aus? Läuft die reibungslos?

Geändert von tellerrand (30.06.11 um 21:31 Uhr)

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iceberg76 ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 29.06.11
Hey Besten Dank für Deine Zeilen..!!!
An Histamin habe ich auch schon gedacht, respektive viel darüber gelesen und auch schon Ärzte danach gefragt, doch leider wurde immer wieder abgewunken..

Würden die Symptome immer gleich auffallen? Oder ändert sich das von Tag zu Tag?
Und was heisst 'mach langsam'? Auf was muss ich mich einstellen?

Plötzliche "Adrenalinschübe", Angst und Panik..

tellerrand ist offline
Beiträge: 712
Seit: 10.11.10
Ach weisst du mir wurde auch lange Zeit von Ärzten ein Histaminproblem abgewunken... heute weiss ich, dass meine unglaubliche Angst, Panik und Unruhe, die über Monate anhielt zu einem Großteil von Histamin ausgelöst wurde.
Es gibt wohl zwei Arten von Histaminproblem. Einmal ist die Diaminoxydase gehemmt (das macht z.B. Alkohol ganz extrem...), ein anderer Abbauweg liegt im ZNS... und das nennt man dann die chronische Form. Da baut sich dann der Histaminspiegel immer mehr auf und kann bis zur nächsten Nahrungsaufnahme garnicht mehr abgebaut werden, d.h. der ist konstant hoch, wenn keine Diät eingehalten wird und die Symptome sind dauerhaft da.
Da es dir an sich wohl gut geht und du nur ab und an Symptome hast, ist die chronische Form eher unwahrscheinlicher und ich würde nun erstmal den selbsttest mit Sauerkraut und Rotwein machen.
Langsam deshalb da die Reaktion ganz unterschiedlich sein kann.
Wenn ich mich getäuscht habe, freust du dich über den netten Abend und dem guten Essen und wenn es tatsächlich das Histamin ist, wird wohl das auftreten was du im Anfangspost geschildert hast.
Aber ned in dich reinhören. Wenns das Histamin ned ist, ist es das nicht und langsam deshalb machen, dass du die evtl. auftretende Reaktion abfedern kannst.

Edit: Ich sehe gerade, dass deine Symptome doch täglich sind, dann kann die chron. Form natürlich nicht ausgeschlossen werden. Ich frage nochmal: Hast du Verdauungsbeschwerden wie zu dünner Stuhl oder Verstopfung?
Zur Amalgamfüllung... ich bin nicht der Meinung, dass es eher sehr unwahrscheinlich ist, dass eine Amalgamfüllung das anrichtet. Ich weiss aber auch, dass dieses Forum da sehr sensibilisiert ist. Am besten beim Zahnarzt gucken lassen, ob sie noch intakt ist.

Klarheit über die Histaminsymptome würde wohl nur eine strikte Auslassdiät über mehrere Wochen bringen, ich würdst aber erstmal VORSICHTIG mit dem akuttest versuchen.
Achte mal drauf ob du auch nach dem Kaffee trinken vermehrt die Symptome hast.

Geändert von tellerrand (30.06.11 um 21:56 Uhr)

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iceberg76 ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 29.06.11
Sorry, den mit der Verdauung wollte ich gleich noch nach-schreiben..

Ich muss sagen dass diese früher etwas regelmässiger war, heisst einmal am Tag. Heute ist diese eher verschoben. Wenn bin ich eher etwas verstopft, Durchfall gar nicht. Ich ess allerdings in letzter Zeit viele Früchte, vorallem Bananen, Gefühlsmässig helfen die etwas das Unterzuckerungsgefühl zu lindern.
Es gibt Tage an denen es mir (im grossen und ganzen) "gut" geht, im gegensatz zu früher allerdings kein Vergleich. Deshalb die Frage wegen der Regelmässigkeit der Symptome. Ich habe vor 2 Wochen mit meiner Freundin 2 Glas Rotwein getrunken – und das fühlte sich 'normal' an. Auch anm nächsten Tag nichts aussergewöhnliches. Andererseits gibts Tage wo ich beim ersten Schluck Symptome verspüre..

Danke nochmal für Deine Antworten...!!!

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iceberg76 ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 29.06.11
Edit: Früher hab ich ziemlch viel Kaffee getrunken, hat mir eigentlich nie was ausgemacht. Heute gibts Tage wo ich weiss dass es besser ist wenn ich keinen trinke.. Aber es sind nicht diesselben Symptome, keine ''Adrenalinschübe''.. "nur" das Herzklopfen etc..

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iceberg76 ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 29.06.11
Ich werde mich mal an den Selbsttest wagen und berichten
wies ge-laufen ist..

Besten Dank für Deine Tipps!

Bis die Tage!!!

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toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Nützliche Grundlagen:
Histamin-Intoleranz enthält auch das Vorgehen zu Diagnose von H.

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tellerrand ist offline
Beiträge: 712
Seit: 10.11.10
Ach übrigends... zu den 1% im WIkiartikel... die Dunkelziffer ist mittlerweile durch unsere Lebensweise unglaublich hoch!

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iceberg76 ist offline
Themenstarter Beiträge: 11
Seit: 29.06.11
Guten Morgen.. So, ich habe die letzten 3 Tage ziemlich stark auf meine Ernährung geachtet. Samstag war ich an einem Hochzeit eingeladen, solche Situationen waren früher immer ziemlich heikel betreffend meiner Symptome, ich stellte mich also auch auf einiges ein.. BUT: nichts.. keine "Anfälle", kein Schwindel, kein Augenflimmern, nichts.. Ich kanns kaum glauben. Gestern morgen Frühstück im Hotel, gemäss HI-Liste (von Histaminintoleranz.ch) war eigentlich nichts essbares auf dem Frühstückbuffet im Hotel ausser Melonen.. und Haferflocken-Müesli. Ich nahm die Haferflocken mit Milch, 1,5 Stunden später hats eingeschlagen, die üblichen Symptome (Es waren nicht 'pure' Haferflocken, vlt waren Nüsse drin). Denke ich werde mir nun mal einen Termin bei einem Allergologen geben lassen. Den Test mit dem Sauerkraut/Rotwein werde ich noch nachholen, bis jetzt hatte ich den Mut noch nicht dazu=).

Halte euch auf dem laufenden...
Wenn Ihr mir noch irgendwelche Ratschläge betreffend Diagnosestellender Ärzte habt bin ich euch dankbar!!!!

E schöne Mänti zäme..


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