Eure Meinung?

28.12.05 21:38 #1
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Sternchen ist offline
Beiträge: 1.231
Seit: 09.11.04
Ich möchte mal eure Meinung dazu hören

die Geschichte ist kurz und einfach:

ein Freund hat seit ca. 2 Jahren eine Freundin die raucht.
Am Anfang der Beziehung hatte sie ihm versprochen dass sie versuchen will mit dem Rauchen aufzuhören, da er Nichtraucher ist.

Nun ist es so dass sie es nicht schafft.
Er sagt, er kann und will nicht mit einer Frau zusammen sein die raucht und wenn sie nicht aufhört dann ist schluss.
Er sagt aber auch dass er sie sehr gerne hat und dass sonst alles ok ist.

Sie raucht nie in seiner Gegenwart, nur auf der Arbeit und wenn sie mal raus geht.

Ich bin auch Nichtraucher, aber das verstehe ich nicht.
Ich finde es zimlich hart von ihm.

LG
Sternchen

Eure Meinung?
Lukas
Hallo,

ich kanns gut nachvollziehen. Es ist halt ein widerlicher Gestank, der von Rauchern ausgeht.

Wenn ich da an meine Englischlehrerin denke, die genau vor mir saß und einen permanenten Gestank nach kaltem Rauch aushauchte... in keiner Schulstunde war mir so oft so übel wie in Englisch bei dieser Lehrerin... so jemanden noch küssen zu sollen oder gar zu wollen - unvorstellbar!

Bin auch froh, dass mein Physiotherapeut inzwischen das Rauchen fast ganz aufgegeben hat. Die nach Rauch stinkenden gelben Finger am Hals und Nacken... so nah an der Nase... ich empfand diesen Gestank oft als unerträglich und dachte deshalb ernsthaft darüber nach, den PT zu wechseln - obwohl er wirklich gut massieren kann...

Sollte es Deinem Bekannten aber gar nicht um ihn störenden Gestank o.Ä. gehen sondern er nur seinen Willen und seine Lebensweise einer anderen Person aufzwingen wollen... dann fände ichs nicht so toll :-)


Viele Grüße
Lukas

Bei Nikotinsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu rauchen, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Sternchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.231
Seit: 09.11.04
Sollte es Deinem Bekannten aber gar nicht um ihn störenden Gestank o.Ä. gehen sondern er nur seinen Willen und seine Lebensweise einer anderen Person aufzwingen wollen... dann fände ichs nicht so toll :-)
Ja, das befürchte ich, sie achtet sehr darauf dass sie nicht stinkt und hat auch keine gelben Finger.

LG
Sternchen

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Rhianonn ist offline
Beiträge: 175
Seit: 10.10.05
Es ist zwar hart, was er macht, aber es ist Konsequent und ich verstehe ihn.
Wenn ihr so viel an ihm liegt, dann sollte es doch SIE sein, die Konsequenzen zieht und aufhört zu rauchen! Wenn er nachgibt gibt er sich damit geschlagen und akzeptiert, dass die Frau, die er liebt sich langsam vergiftet.
Ich kann ihn verstehen und denke, dass sie sich schleunigst Gedanken machen sollte was ihr lieber ist... "ihr Glimmstengel" oder "ihr Freund" - "Vergnügen" oder "das echte Leben"

Gruß

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.787
Seit: 26.04.04
Ob die Freundin raucht oder nicht, ist allein ihre Entscheidung. Man kann nicht einfach sagen: wenn er nachgibt akzeptiert er, dass sie sich langsam vergiftet. Das würde ja heissen, er übernimmt eine gewissen Mitschuld an eventuellen Folgen!

Es besteht doch schon ein gewisser "Kompromiss" - sie raucht nie in seiner Gegenwart. Vielleicht ist es ja möglich, im Laufe der Zeit dahin zu kommen, dass die Freundin das Rauchen mehr und mehr einschränkt; wenn sie schon zeitweise darauf verzichten kann (z.B. in Gegenwart des Freundes), so ist das doch ein erster Schritt.

Wenn sich die Beiden auf lange Sicht nicht einigen können, dann bleibt nur die Trennung, das ist klar. Sie müssen wissen, wo sie ihre Prioritäten setzen und wie "wichtig" sie einander sind. Davon wird letztenendes alles abhängen.

LG,

uma

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Rhianonn ist offline
Beiträge: 175
Seit: 10.10.05
Zitat von uma
Ob die Freundin raucht oder nicht, ist allein ihre Entscheidung.
Richtig, es ist ihre! Er kann da an sich garnichts machen. Also ist es auch SIE, die etwas tuen muss! Nämlich aufhören, wenn sie ihn liebt.
Meine Ex-Freundin war auch Raucher und hat auch nie in meiner Gegenwart geraucht und auch keine gelben Finger gehabt, aber glaubt mir es war trotzdem unangenehm. Rauchige Klamotten, rauchige Haare, rauchiger Geschmack ,...

Sicher gibt es da unterschiedliche Meinungen, aber ich vertrete eben die Meinung, dass nur derjenige etwas ändern kann, der auch etwas tut was geändert werden kann! Er kann es nicht ändern, dass er Rauch nicht mag!

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Michael ist offline
Beiträge: 405
Seit: 09.01.04
Hallo zusammen

urteilt Ihr nicht etwas zu ultimativ und zu rassistisch gegen die rauchende Freundin?!
Ist es nicht so, dass in einer Liebes-Beziehung der Partner so akzeptiert werden sollte wie ER/SIE ist, mit allen guten und schlechten Eigenschaften! Mann kann höchsten ein Möbelstück abändern, überstreichen oder sogar entsorgen, wenn es einem nicht mehr gefällt. Aber eine Freundin, nur weil Sie Raucht? ....na, ich weiss nicht ob das noch Liebe ist!!
Sternchen, Du schreibst nicht, wieweit Dein Freund seine Freundin zum aufhören Motiviert und welche Anstrengungen Er unternommen hatte, damit es Ihr etwas leichter fällt!
Gewöhnlich reagieren wir auf ultimative Verbote grundsätzlich mit Ablehnung, wenn der entsprechende motivierende Anreiz fehlt. Wenn meine Lebensgefährtin, mich mit solchen Aussagen konfrontieren würde, käme ich im ersten Moment nicht umhin einen 25 Jahre dauerndes Konkubinat aufs Spiel zu setzen! Mein erster Gedanke wäre, wenn ich Ihr MUSS - Botschaft befolge, dass ich in Folge auch auf meine restlichen Hobbys verzichten muss!
Ich möchte niemanden Missionieren, aber zu einer intakten Beziehung gehört nunmal, dass man Probleme gemeinsam löst und bewältigt, soviel engagament und Potenzial sollte in einer Partnerschaft vorhanden sein.

Michael

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.740
Seit: 10.01.04
Im Prinzip ja, Michael, aber: Man kann einen Süchtigen letztlich nicht ständig darin unterstützen, seine Sucht aufzugeben. Das muss der einfach wollen und seinen Willen dann so entwickeln (evtl. sogar mit Druck von außen), daß er es schafft, seiner Sucht lebewohl zu sagen.
Eine Freundin von mir hatte ihrem 11-jährigen Sohn großartig versprochen, zu seinem 12. Geburtstag mit dem Rauchen aufzuhören. Der Tag rückt näher - Tag für Tag. Es geschah nichts, sie rauchte eher noch mehr. - Aber dann wurde ihr klar, daß der Geburtstag nur noch 2 Monate weit weg war. Dann fing sie es aber konsequent an: Akupunktur, Kinesiologie, Meditation, Joggen. Es fiel ihr wahnsinnig schwer, aber am Geburtstag des Sohnes war sie 12 Tage rauchfrei, und sie ist es jetzt immer noch - nach einem Jahr.
Wenn es in einer Beziehung darum geht, den Wunsch eines Partners zu erfüllen , dann sollte sich der "Be-wünschte" überlegen, ob der Wunsch des Partners denn nicht evtl. zum eigenen Nutzen wäre? - Daß Rauchen egal wo und wie schadet, ist jedem Raucher sowieso klar.
Warum also nicht die Chance ergreifen und mit dem Rauchen aufhören, wenn damit sogar eine sonst intakte Partnerschaft (nehme ich mal an) erhalten werden kann?

Gruss,
Uta
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.125
Seit: 06.09.04
Hallo,
ein Partner, der mir sagt, solange ich rauche (zu dick/dünn bin, zu lange/kurze Haare habe,... was auch immer ihm einfällt), bin ich nicht ok für ihn, würde ich persönlich nicht akzeptieren.
Vielleicht lässt sich aber ein Kompromiss finden, wenn er auch auf eine liebgewordene Angewohnheit verzichtet. Vielleicht lässt er Alk weg oder schraubt nun immer die Zahnpastatube zu oder bügelt seine Oberhemden selbst... es gibt sicher das Eine oder Andere, was auch die Freundin nicht so ganz toll findet.
LG ADo
__________________
Niveau ist keine Hautcreme!

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santa ist offline
Beiträge: 1.515
Seit: 30.06.05
Hallo Ihr Lieben!

Hmmh. Find es schon sehr hart von ihm, wenn er, obwohl sie anscheinend sehr viel Rücksicht auf ihn nimmt sich deshalb von ihr trennen möchte.
An sowas sollte man sich nicht aufhängen, wenn man wirklich liebt. Wenn es ihm und sie ihm so wichtig wäre, dann könnt er ihr doch zum Beispiel eine Hypnosetherapie, einen Kurs bei Allen Carr oder ähnliches "schenken" und sie damit liebevoll unterstützen versuchen.

Sicherlich liegt es letztendlich an ihr, mit dem Rauchen aufzuhören ihm zuliebe und auch für ihre gemeinsame Zukunft.
Wenn es in einer Beziehung um sowas geht, dann bin ich immer arg im Zweifel, ob es wirklich vom Gefühl her stimmt, oder ob das nicht nur ein Vorwand ist, um andere Unstimmigkeiten zu überspielen.

Ich bin zwar auch eine rauchende Vegetarierin, aber ich hab für meine letzten Beziehungen immer wieder mal dem Mann eine Fleischmahlzeit gekocht, obwohl ich den Geruch megawiderlich fand. Von der Ethik wie ich über`s Fleischessen denke ganz zu schweigen.

Aber wenn man liebt, dann liebt man eben, die ganze Person - mit allen Licht und Schattenseiten. Nobody`s perfect!

Lieber Gruss Karin


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