Unterzuckerungszustände - vielleicht kennt jemand mein Problem...

28.02.10 15:27 #1
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duubie ist offline
Beiträge: 2
Seit: 20.02.10
seit nun mehr als einem Jahr habe ich gesundheitliche Probleme und hoffe, dass ich bei euch einen Rat bekommen kann.... ich bin 24 Jahre und leide mehrmals täglich am Tag an sehr unangenehmen Unterzuckerungszuständen. Drei bis vier Stunden nach dem essen treten diese auf, manchmal auch schon früher... sodass ich eigentlich den ganzen Tag nach meiner Nahrungsaufnahme ausrichten muss. Einfach um diesen unangehmen Zustand, gerade im Job, zu vermeiden.

Vielleicht hat ja jemand von euch die gleichen Beschwerden oder kennt diese Krankheit, ich bin wirklich verzweifelt. Die Ärzte sagen das sei eine postprandiale Hypoglykämie...vielen Dank euch schonmal.


Hallo, bin neu hier...vielleicht kennt jemand mein Problem...

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo duuie,

könntest Du aufschreiben, was Du zu einer Mahlzeit so ißt?

Hier wird mehr über die Hypoglykämie berichtet:
Nahrungsbedingte (postprandiale) Hypoglykämie ? Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Und hier könntest Du vielleicht selbst herausfinden, warum Du Unterzucker hast:
postprandiale Hypoglykämie

Auf jeden Fall finde ich die lakonische Aussage "das ist eben eine postprandiale Hypoglykämie" etwas mager.
Sind denn weiterführende Untersuchungen gemacht worden?

Grüsse,
Uta

Hallo, bin neu hier...vielleicht kennt jemand mein Problem...

Joachim ist offline
Beiträge: 1.944
Seit: 14.04.08
Hallo duubie,

Drei bis vier Stunden nach dem essen treten diese auf, manchmal auch schon früher... sodass ich eigentlich den ganzen Tag nach meiner Nahrungsaufnahme ausrichten muss.
Die Ursache des Problems liegt in dem *was* du ißt. Wenn du die raffinierten Kohlenhydrate (Fabrikzucker und Auszugsmehle) meidest, wird das Problem sehr wahrscheinlich verschwinden.

Hintergrund: Fabrikzucker und Auszugsmehle sind unnatürlich konzentriert. Die Bauchspeicheldrüse wird dadurch "übererregt" und produziert mehr Insulin als benötigt wird. In Folge fällt man einige Zeit nach der Mahlzeit in einen Unterzuckerbereich. Beantworte man die Symptome dann mit dem erneuten Verzehr raffinierter Kohlenhydrate, beginnt das Spiel erneut. Diesen Teufelskreis kann man relativ einfach durch Meiden der raffinierten Kohlenhydrate durchbrechen.
__________________
Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)

Hallo, bin neu hier...vielleicht kennt jemand mein Problem...

duubie ist offline
Themenstarter Beiträge: 2
Seit: 20.02.10
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Hallo duuie,

könntest Du aufschreiben, was Du zu einer Mahlzeit so ißt?

Hier wird mehr über die Hypoglykämie berichtet:
Nahrungsbedingte (postprandiale) Hypoglykämie ? Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Und hier könntest Du vielleicht selbst herausfinden, warum Du Unterzucker hast:
postprandiale Hypoglykämie

Auf jeden Fall finde ich die lakonische Aussage "das ist eben eine postprandiale Hypoglykämie" etwas mager.
Sind denn weiterführende Untersuchungen gemacht worden?

Grüsse,
Uta
Hallo Uta,

vielen Dank für deine Nachricht. Vielleicht schildere ich dir nochmal kurz meine Situation.

Wie bereits erwähnt habe ich diese Symptome seit ca. einem Jahr. Auch früher war ich nie jemand der über einen langen Zeitraum kein Hunger bekommen hat bzw. dem nicht komisch geworden ist wenn ich lange nix zu essen bekommen habe, aber mir ist nie so komisch geworden, dass ich dachte mir entschwinden die Sinne. Seit einem Jahr ist die Situation aber so, dass ich mich oft unterzuckert fühle obwohl ich noch gar kein Hunger empfinde, weil die letzte Mahlzeit erst drei oder vier Stunden her ist.
Nach mehreren Untersuchungen beim Endokrinologen und mittlerweile drei Zuckerbelastungstests über 5 Stunden haben die Ärzte diese postprandialen Hypoglykämie diagnostiziert. Dieser Weg dahin war sehr lang, weil mich viele Ärzte gar nicht ernst genommen haben. Ein BZ Wert von 49 sei noch nicht wirklich niedrig, sowas konnte ich mir anhören, obwohl es mir hundeelend ging. Jetzt habe ich einen Arzt gefunden der mich zumindest schon mal ernst genommen hat und meinen Beschwerden einen Namen gegeben hat und nicht alles auf die Psyche schiebt, aber eine wirkliche Lösung meines Problems mir auch nicht angeboten hat. Ausser mit Ernährungsberatung ein wenig dagegen zu wirken, müsste ich das wohl so akzeptieren wie es ist. Ich muss eben immer dann was essen, bevor die Symptome auftreten. Ich mag mich damit aber nicht so richtig zufrieden geben, weil es doch nicht sein kann, dass sich ständig alles ums Essen dreht. In vielen Situationen esse ich vor, damit mir dann in der Situation wo ich einfach nicht essen kann, nicht komisch wird. Ich hab mittlerweile richtig Angst davor...irgendwo zu sein und meinetwegen nicht wegzukommen und dann da zu unterzuckern...deswegen schleppe ich, egal wohin, immer was zu essen mit mir rum.

Mittlerweile ernähre ich mich sehr gesund. War schon zwei Mal bei einer Ernährungsberatung und hab mich auch viel belesen in der Hoffnung das so hinzubekommen. Dem ist aber leider nicht so. Ich habe auch ein Messgerät bekommen um mal nachzuprüfen ob meine BZ Werte tatsächlich niedrig sind. Für ein paar Wochen habe ich mal gemessen und der Wert rutscht oft bis auf 50 - 55 runter.

Wenn ich wenig Kohlehydrate zu mir nehme, merke ich auch das die Unterzuckerungen nicht so häufig auftreten aber dennoch da sind. Kurzkettige Kohlehydrate bzw. raffinierten Zucker meide ich eigentlich total. Süssigkeiten esse ich kaum. Deswegen nützt mir der Rat des Endokrinologen eine Ernährungsberatung aufzusuchen gar nichts, ich könnte mittlerweile selber beraten, so viel hab ich mich über das Thema informiert :-) Das der Gynäkologe eine Insulinresistenz festgestellt hat, hat er völlig ausser Acht gelassen und meint das das damit nichts zu tun hat.

Folgende Verdachtsdiagnosen wurden erstellt:
PCO Syndrom
Insulinresistenz
Knoten an der Schilddrüse
teilweise Schilddrüsenwerte ausserhalb der Norm, die sich dann aber wieder im Normbereich einpegeln

Jetzt hab ich ganz schön viel geschriebn aber einfach in der Hoffnung auf Hilfe bzw. das es Leute gibt die ähnliches haben und mir Tips geben könnten.

Viele Grüsse!

Hallo, bin neu hier...vielleicht kennt jemand mein Problem...

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo duubie,

da gibt es ja ein paar hormonelle Baustellen bei Dir, die man sich sicher näher anschauen muß, wenn es Dir nicht gut geht:

1. Die Schilddrüse:
Könntest Du bitte mal alle Deine gemachten SD-Werte hier einstellen? Es sollten gemacht werden: TSH, fT3, fT4, Antikörper TG-Ak, TPo-Ak, TRAK + Ultraschall
Ohne Antikörper entsteht kein ganzes Bild!
Ein Knoten in der Schilddrüse ist auch nicht unbedingt ein Zeichen für eine normale Funktion .

Im Zusammenhang mit Funktionsstörungen der Schilddrüse entstehen bei einigen Betroffenen außerdem häufiger Störungen im Zuckerstoffwechsel. Das müssen besonders Personen, die zusätzlich unter einem Diabetes leiden, berücksichtigen. Bereits eine subklinische Hyperthyreose kann zu einer verstärkten Insulinresistenz führen, so dass die Blutzuckerwerte ansteigen. Außerdem wird insgesamt weniger Insulin produziert und die Insulinsensitivität ist vermindert. Bei einer Hypothyreose kommt es entgegengesetzt zu Hypoglykämien (Unterzuckerungen).
www.schilddruesenguide.de/sd_zusatzbefunde.html

2. Insulinresistenz
http://www.symptome.ch/vbboard/diabe...resistenz.html
Da wird einiges dazu erklärt, u.a. daß es oft ein Prädiabetes ist.
Da alle Hormone miteinander zusammenhängen, hängen bei Dir sicher die Schilddrüse und die Insulinresistenz zusammen - irgendwie.

3. PCO-Syndrom
www.pco-syndrom.de/ueberblick
http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...toerungen.html

Auch hier gibt es wieder einen Zusammenhang mit der Schilddrüse, aber nicht nur mit ihr:
Schilddrüse
Bei systematischen Untersuchungen der Schilddrüsenfunktionen ergab sich ein dreimal höheres Risiko für eine Autoimmunthyreoditis im Vergleich zu Frauen ohne PCO-Syndrom. Patientinnen mit PCO-Syndrom stellen ein Risikokollektiv für das Auftreten von Autoimmunthyreotitiden dar. Ein Screening auf das Vorhandensein von Schilddrüsenantikörpern scheint daher bei Patientinnen mit PCO-Syndrom sinnvoll. Dies sollte die laborchemische Bestimmung von TSH-Werten wie auch eine Schilddrüsensonographie beinhalten.
PCO-Syndrom | Diagnose

Als erstes würde ich mir die Schilddrüsenwerte ansehen. Vielleicht stimmt eben da doch etwas dauerhaft nicht.
Hast Du eigentlich Amalgamfüllungen?
Wie fingen die Beschwerden denn an?

Gruss,
Uta

Unterzuckerungszustände - vielleicht kennt jemand mein Problem...

Nakoma ist offline
Beiträge: 131
Seit: 25.01.10
Ich hab in etwa die gleiche Konstellation. Schilddrüsenunterfunktion, Insulinresistenz, PCO. Und das mit dem unterzuckern kenne ich auch sehr gut, auch wenn ich es mir nicht erklären kann

Unterzuckerungszustände - vielleicht kennt jemand mein Problem...

Casadero ist offline
Beiträge: 104
Seit: 09.01.11
Ich als Angstpatient habe eine zeitlang mal in hypochondrischer Manie 10 mal am Tag Zucker gemessen und lag nicht selten bei 65 - 70, zwischendurch mal bei 160. Ich habe irgendwann das Zuckermessgerät weggestellt um mich nicht verrückt zu machen. Langzeitzuckertest war okay, auch Schilddrüsenwerte. Ich weiß nur so viel: Streß und Angst machen verdammt viel mit Zuckerwerten, bei Angstpatienten ist ein ständiger Unterzucker keine unbekannte Seltenheit. Ich habe für den Fall meist Dextro Energy in der Tasche und wenn`s mir leicht schwummrig wird: Rein mit einem Täfelchen, dann geht es wieder. Je unruhiger ich bin, desto niedriger ist mein Zucker - nur ist es bei mir so, dass mein Zucker fällt weil ich unruhig bin - ich bin nicht unruhig, weil mein Zucker niedrig ist. Vielleicht wäre das mal ein Ansatz? Übrigens: Auch eine radikale Ernährungsumstellung (von der ich nicht viel halte, zumindest nicht wenn man das auf "Teufel komm raus" abzieht) stellt für den Körper eine enorme Belastung dar, er muss sich umstellen und das auf allen Ebenen - das bedeutet für den Körper: Stress, Anpassung. Vielen die umstellen und plötzlich zu "Extremökos" werden, geht es wochen- oder gar monatelang richtig dreckig...

Unterzuckerungszustände - vielleicht kennt jemand mein Problem...

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo Casadero , ich finde keine Infos über Dich ? Wie alt bist Du ungefähr ?

Je unruhiger ich bin, desto niedriger ist mein Zucker - nur ist es bei mir so, dass mein Zucker fällt weil ich unruhig bin - ich bin nicht unruhig, weil mein Zucker niedrig ist. Vielleicht wäre das mal ein Ansatz?
Du bist vielleicht ein Wunder der Natur ?
Über den Zuckerstoffwechsel gibt hier und im Netz sehr viele Infos. Mach Dich mal schlau.

Tatsächliche Ängste können Deinen Stoffwechsel allerdings durcheinanderbringen. Ich rate Dir , es mal mit LOGI-Kost und strikter Zuckervermeidung zu probieren. Oder hast Du eine z.B. Glutenintoleranz ?

LG K.
__________________
LG K.

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
duubi war schon lange nicht mehr im Forum ...

Gruss,
Oregano


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