Kribbeln an Händen und Zunge <- Was kann das sein?

14.03.07 13:02 #1
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Kribbeln an Händen und Zunge <- Was kann das sein?

Lorinaja ist offline
Beiträge: 93
Seit: 28.09.06
Hallo Uta!

>ich habe ein Präparat, in dem Ca und Mg zusammen drin sind. Angeblich ein gutes Präparat. Hilft das denn dann überhaupt, weil ja der zeitliche Abstand nicht eingehalten wird?

Ein bißchen hilft das bestimmt, aber ich habe immer gelesen, dass man Ca und Mg in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2-3 Stunden nehmen sollte. Es gibt aber auch Ärzte oder Apotheker, die meinen, dass man es auch zusammen nehmen kann. Fazit: nichts genaues weiß man nicht.
Aber wenn man sicher gehen will, ist ein zeitlicher Abstand sicher nicht schlecht.

Liebe Grüße von
Lorinaja

Kribbeln an Händen und Zunge <- Was kann das sein?
Lukas
Zitat von Lorinaja Beitrag anzeigen
Und was den Magnesiumspiegel im Blut angeht: den testen viele Ärzte erst gar nicht, weil er nichts darüber aussagt, wie es in den Zellen aussieht. Selbst wenn in den Zellen schon doller Magnesiummangel herrscht, ist der Mg-Spiegel im Blut normal, weil die Elektrolytkonzentration im Blut am längsten aufrecht erhalten wird. Leider kann man nicht messen, wie hoch die Mg-Konzentration in den Zellen ist.


Man kann sehr wohl messen, wie hoch die Magnesium-Konzentration in den Zellen ist. Das aber ist mit etwas mehr Aufwand und daher mit höheren Kosten verbunden.

Es besteht darüber hinaus aber die einfache und billige Möglichkeit, Magnesium im Vollblut zu messen, was einen direkten Rückschluss auf die Magnesiumkonzentration in der Zelle (in den Erythrozyten) zulässt:


Magnesium in Vollblut und Erythro-
zyten
Ising und Havestadt (1982) konnten zeigen,
daß Erythrozytenmagnesium als
Modell für intrazelluläres Magnesium dienen
kann. In weiteren Arbeiten von Ising
(Ising et al., 1981) konnte nachgewiesen
werden, daß ein Zusammenhang zwischen
der täglichen Magnesiumzufuhr
und dem Erythrozytenmagnesium besteht,
während zwischen der Magnesiumzufuhr
und der Magnesiumkonzentration im
Serum keine entsprechenden Zusammenhänge
bestehen.
In einer eigenen Untersuchung (Bayer,
1986) an 27 geriatrischen Patienten in
einem Alter zwischen 67 und 80 Jahren
haben wir die Magnesium-Konzentrationen
im Vollblut und im Serum
bestimmt und aus diesen Werten die Magnesiumkonzentration
des Erythrozyten
berechnet. In Korrelationsanalysen wurden
mögliche Zusammenhänge zwischen
den Magnesiumkonzentrationen im
Serum, Vollblut und Erythrozyten untersucht.
Abb. 1: Korrelation zwischen Serum-Mg und
Erythrozyten-Mg bei 27 geriatrischen Patienten
In Abbildung 1 sind die Beziehungen zwischen
Serum- und Erythrozytenmagnesium
dargestellt und es ist erkennbar,
daß bei dem hier untersuchten Patientengut
keinerlei Zusammenhänge zwischen
dem Serum- und dem Erythrozytenmagnesium
bestehen. Es ist also
nicht möglich, aus einem Serummagnesiumwert
auf die Konzentration
von Magnesium in den Erythrozyten rückzuschließen.

Wie Abbildung 2 zeigt, liegen die
Verhältnisse bei der Untersuchung der
Vollblut- und Erythrozytenkonzentrationen
anders. Es ergibt sich hier eine
hoch signifikante Korrelation. Da in der
Routinediagnostik einer Separation von
Erythrozyten der vergleichsweise hohe
Aufwand entgegensteht, ist nach unserer
Erfahrung die Untersuchung von Vollblut
geeignet, wertvolle Hinweise zur
Abschätzung erythrozytärer Magnesiumkonzentrationen
bzw. der Magnesiumhomöostase
des Organismus zu geben.
Abb. 2: Korrelation zwischen Vollblut-Mg und
Erythrozyten-Mg bei 27 geriatrischen Patienten



http://www.labor-bayer.de/publikationen/1_mineralstoffbestimmung.pdf


Grüße
Lukas


Kribbeln an Händen und Zunge <- Was kann das sein?

Lorinaja ist offline
Beiträge: 93
Seit: 28.09.06
Hallo Lukas!

Mir hat mal ein Endokrinologe gesagt, dass es auch nichts bringt, Magnesium im Vollblut testen zu lassen, weil in den Erythrozyten die Mg-Konzentration wieder ganz anders sein kann als in den Muskelzellen. Und wenn man die wissen will, müsste man eine Muskelgewebeprobe entnehmen, wobei dann aber wieder Muskelzellen zerquetscht werden und man nicht mehr genau feststellen kann, wieviel Mg da drin war.
So wurde es mir erklärt.

Liebe Grüße von
Lorinaja

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Lukas
Zitat von Lorinaja Beitrag anzeigen
Hallo Lukas!

Mir hat mal ein Endokrinologe gesagt, dass es auch nichts bringt, Magnesium im Vollblut testen zu lassen, weil in den Erythrozyten die Mg-Konzentration wieder ganz anders sein kann als in den Muskelzellen. Und wenn man die wissen will, müsste man eine Muskelgewebeprobe entnehmen, wobei dann aber wieder Muskelzellen zerquetscht werden und man nicht mehr genau feststellen kann, wieviel Mg da drin war.
So wurde es mir erklärt.

Liebe Grüße von
Lorinaja

Hallo Lorinaja,

das mag dann an einer speziellen Fragestellung gelegen haben. Klar ist auch, dass verschiedene Körpergewebe unterschiedliche Konzentrationen an Mineralstoffe etc. aufweisen...
Es geht hier aber ja nicht um (evtl. endokrinologisch bedingte) Muskelerkrankungen sondern um den ganz allgemeinen Magnesium-Status. Und der ist eben durch die Vollblut-Untersuchung (oder natürlich auch durch die Erythrozyten-Untersuchung aus dem Blut) gut bestimmbar - im Gegensatz zur Serum-Untersuchung.

Grüße
Lukas

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ich_at_ich ist offline
Beiträge: 211
Seit: 06.10.06
Hallo!

Ich hab jetzt zwar nicht alles gelesen, aber bei Ca und Mg stimm ich voll zu.
Ebenfalls würd ich noch B-Vitamine empfehlen.

Meine Zunge fängt übrigens ganz toll zu brennen an, wenn ich Leitungswasser trink. Nur so als Zusatztipp.

lg

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Meine Zunge brennt, wenn ich z.B. Erdbeeren oder Sauerkraut esse (HI).

Uta

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Kathy ist offline
Beiträge: 3.344
Seit: 06.03.07
Hallo

Auch ich habe seit langem schmerzhaftes Kribbel/Brennen in den Unterarmen und Händen. Dazu kam in den letzten Wochen eine bleierne Müdigkeit, so dass ich manchmal 2x am Tag schlafen musste.

Heute war ich zum ersten mal bei einem Endokrinologen. Offenbar habe ich einen zu HOHEN Kalzium-Wert und sollte wahrscheinlich möglichst bald meine Nebenschilddrüsen entfernen lassen. Die Untersuchungen der NS und der Schilddrüse sind aber noch nicht abgeschlossen. Es geht nächste Woche weiter mit Ultraschall und weiteren Tests. Ich stehe jetzt wie ein Ochs vorm Berg, weil ich mich mit dieser Thematik noch gar nicht befasst habe. Viel Zeit zum Recherchieren soll ich auch nicht bekommen. Dabei war ich jetzt soweit, dass ich endlich meine Amalgam-Sanierung in Angriff nehmen wollte, nachdem ich mich zuerst meiner Übersäuerung gewidmet hatte.

Hat jemand Erfahrungen mit einer Nebenschilddrüsen OP und den Folgen?

Ich wäre für jeden Tipp dankbar.

(Vielleicht hätte ich einen neuen thread eröffnen sollen, aber ich weiss leider nicht, wie.)

Grüsse
Kathy


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