2, 5 Jahre Problem und nur Vermutungen....

09.04.09 22:46 #1
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Elbarto ist offline
Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Hi,
ich bin 35 jahre alt und neu hier in diesem Forum.
Ich habe seit 2,5 Jahren die merkwürdigsten Symptome und damit auch Beschwerden. Viele von denen sind gekommen und wieder weg, deshalb führe ich erst einmal alle die auf, die fast durchgängig da sind und mich momentan am meisten Beschäftigen.
-Halsschmerzen
-Muskelzucken,Muskelschmerzen und sehr schnelle Muskelermüdung bei Beanspruchung
-seit 8 Wochen Probleme mit der rechten Hand(fühlt sich steif, geschwollen und kraftlos an;ist sie aber nicht)
-Fingerzucken
-Gelenkschmerzen die schnell kommen und schnell gehen(mal so 2 Tage) ohne Grund
-diffusen Haarausfall(könnte aber auch am Alter liegen )(Nee ist schon ein wenig auffällig)
-Magen- Darmprobleme
-meine Augen schmerzen manchmal für ein paar Minuten aber nicht sehr stark

Auffälligkeiten im Blutbild:
- erhöhtes GPT
- erhöhtes LDH(Cholesterin)
- erniedrigder CD57 Wert(18) Referenz >60
Sonstige:
- erhöhter Blutdruck vorallem der zweite Wert(145/105)

Meine Auffäligkeiten(selbst war genommen):
- kleine rote Punkte auf der Haut(kommen angeblich von der Leber oder Bartonellen)
- Meine Halbmonde der Fingernägel sind über die Zeit bis auf den Daumen verschwunden

Festgestellt wurde bisher:
-Schilddrüse kalte+warme Knoten, Zyste in der Schilddrüse
-Schilddrüsenüberfunktion(passt aber nicht zu meinen Symptomen) durch warmen Knoten
- keine Hashimoto oder Morbus Basedow

Ausgeschlossen:
- Rheuma(Vaskulitis)
- Neurologisches(war bei 3 Neurologen über die Jahre)
- Anscheinend Borreliose(letztes Wort noch nicht gesprochen dank niedrigen CD57)

Besonderheiten:
- Umzug 9 Monate bevor Krankheit anfing(Dachgeschosswohnung)
- 2 Monate bevor Symptome anfingen wurde ich von 2 Bremsen gebissen(Borrelioseverdacht)

Keine Ahnung, ob es damit irgendwas zu tun hat.

So nun die für mich lange Leidensstorry für euch gekürzt.
Es fing Ende Oktober 2006 damit an, dass ich meine Herz schlagen spürte. Es schlug ruhig und kräftig. Dachte mir nichts. Nächsten Tag ging es nach dem Aufwachen weiter. Meine Kollegen schickten mich zum Arzt. EKG negativ.
Blutwerte alle normal bis auf GPT und LDH. Leistungs EKG auch normal und Ultraschall Bauchregion auch normal. Nur leicht erhöhter Blutdruck.
Damit wars das. Das Schlagen war auch schon nach 3 Tagen weg. dafür hatte ich dann die Halsschmerzen(außen) und Brustschmerzen(leider auch links) zogen bis in den Rücken.
Arzt meinte da ist nichts und schickte mich zum Lungenfacharzt, der auch nichts fand. Dann zum Chiropraktiker und fertig.
In diser Woche habe ich gut 5 Kg zugenommen ohne Grund. Schmerzen in der Brust waren so stark, dass ich Schmerztabletten nehmen mußte, was nur bedingt half.
Ich also gewartet, denn vielleicht gehts von alleine weg. War aber nicht so.
Dann habe ich Magen- Darmprobleme dazubekommen und ständig das Gefühl ich hätte was im Hals. Ein paar Tage später kamen Muskelzuckungen am ganzen Körper hinzu und gelegentlich Wadenkräpfe und Fußkrämpfe.
Hatte also dann eine diagnostizierte Gastritis und leichten Reflux, der wahrscheinlich für die Schmerzen im Brustbereich zuständig war.
Muskelzuckungen blieben mit Halsschmerzen und hinzu kam eine Müdigkeit, die vorher noch nie hatte. 12 Stunden Schlaf minimum und dazwischen müde zur Arbeit. Die Müdigkeit verging nach ca. 5 Monaten. Schlapp bin ich bis heute. Und Sport geht nur, wenn man keine starke muskuläre Beanspruchung dafür braucht.
Schmerzen gingen langsam weg. Der Rest blieb bis heute.
Das wars erstmal.
Falls ich was vergessen habe(und da bin ich mir fast sicher) wird es hinzugefügt.
Meine Frage lautet nun eigentlich: Kann das alles nur von der Schilddrüse kommen oder wird es noch etwas Anderes sein? Wenn es noch etwas anderes ist, was?
Gruß
Marco


2,5 Jahre Problem und nur Vermutungen....

margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Elbarto,

wenn GPT erhöht ist, ist die Leber krank. Und Müdigkeit, die Du auch öfters hast, ist ein Zeichen einer kranken Leber.
Das wäre für mich bei Deinen Beschwerden der Ausgangspunkt.
Eine kranke Leber hat viele negativen Folgen:
Das Immunsystem funktioniert nicht mehr gut, man bekommt häufiger Infekte und man kann Allergien bekommen.
Es kann auch zu Muskelabbau kommen, wenn die Leber schon länger krank ist und evtl. schon eine leichte Zirrhose vorhanden ist (die man meist nur bei einer Biopsie feststellen kann und auch da nicht immer).

Du schreibst:
erhöhtes LDH(Cholesterin)
was ist denn erhöht, das LDH oder das Cholesterin?
Oder evtl. die GLDH?
Das sind alles unterschiedliche Werte.

Ich würde als Erstes den Grund für die Leberkrankheit suchen, denn da liegt meiner Meinung nach die Ursache für alle Deine Probleme.

Gehe mal zu einem guten Hepatologen (Leberfacharzt) oder Gastroenterologen. Am besten wäre die Leberambulanz einer Uniklinik, weil man dort in der Regel gründlich untersucht und nicht so auf das Budget geachtet wird.

Wurde mal die Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) bei Dir ausgeschlossen?
Dazu soll der Arzt Ferritin und die Transferrinsättigung bestimmen. Beides ist erhöht bei dieser Krankheit. Es ist eine genetisch verursachte Leberkrankheit.

Ebenso kann man auch an die Kupferspeicherkrankheit (M. Wilson) denken. Das ist ebenfalls eine genetisch verursachte Leberkrankheit. Dazu müsste man Coeruloplasmin und Kupfer im Serum bestimmen. Beides ist anfangs meist niedrig oder erniedrigt, in späteren Stadien kann sich dies aber ändern.
Man kann beide Krankheiten auch gleichzeitig haben.
In unserer Familie ist es so, dass mein Bruder die Eisenspeicherkrankheit und ich die Kupferspeicherkrankheit habe.
Bei der Kupferspeicherkrankheit kann man dazu noch neurologische Probleme und psychiatrische Probleme haben. Auch Muskelsteifigkeit, Muskelzucken sind dabei sehr häufig.
Zu der Krankheit habe ich gerade eben an Jessy einen Beitrag geschrieben. Siehe hier:
http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...tml#post280465

Da Du noch jung bist, würde ich diese beiden genetisch verursachten Leberkrankheiten zuerst ausschließen lassen, denn diese treten bei jüngeren Menschen eher auf.
Aber auch andere Lebererkrankungen würde ich ausschließen lassen. Dazu ist eben ein guter Facharzt nötig.

Auch mein Blutdruck war schon öfters so wie Deiner, d. h. der 2. Wert ist bei mir immer der auffälligere.
Bei mir waren auch schon ein sekundärer Hyperaldosteronismus festgestellt worden, den man auch bei Leberkrankheiten bekommen kann und bei dem man auch erhöhten Blutdruck bekommen kann (und dazu noch ein niedriges Kalium und hohes Natrium).

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wie sehen denn Deine Schilddrüsenwerte einschließlich Antikörpern aus? Deine bisherigen Schilddrüsenbefunde sind ja nicht gerade normal.

Ist bei Dir Borreliose abgeklärt? - Du schreibst zwar, daß der Verdacht darauf besteht wegen der zwei Bremsenbisse, aber sind auch die üblichen Tests gemacht worden?
http://www.symptome.ch/vbboard/borre...insteiger.html
Borreliose - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Wie sieht es bei Dir mit Giftbelastungen aus, angefangen mit Amalgam in den Zähnen über Palladium, Formaldehyd, Pemethrin, Holzschutzmittel usw.?

Hattest Du mal einen Unfall, bei dem vor allem die HWS in Mitleidenschaft gezogen wurde?
Nitrosativer Stress - Symptome, Ursachen von Krankheiten - Forum, Hilfe, Tipps zu Gesundheit

Diabetes wurde abgeklärt?
Hast Du genügend Magnesium und Calcium?

Gruss,
Uta

2,5 Jahre Problem und nur Vermutungen....

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Wieso wird bei Dir denn gleich an eine Schilddrüsen-Op gedacht? Ist es denn nicht möglich, mit Schilddrüsenmedikamenten etwas zu tun?

Hast Du eigentlich irgendwelche Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten? Reagierst Du stark auf Insektenstiche?

Gruss,
Uta

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Elbarto ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Hi,
super das ich so schnell Antworten bekomme.
Zu margie:
Gemeint ist der LDH Wert, wobei bei meinem jetzigen Arzt nur noch Cholesterin steht. Letzter Wert war 271 (-200).
Also das mit der Leber ist so eine Sache, weil mein Vater und seine Schwester an Leberkrebs gestorben sind. Mein Vater war noch sehr jung meine Tante schon alt. Beide haben nicht getrunken. Das ist schon ein Kuriosum und ich glaube nicht an Zufälle.
Ich habe deshalb diese Spur soweit es ging verfolgt. Habe auch ein MRT von der Leber und das ist wohl total in Ordnung, wobei mehrere Ärzte meinten meine Leber wäre beim Ultraschall vergrößert. Da das MRT ein Jahr her ist gehe ich davon aus, dass es nicht die Leber ist, die die Symptome verursacht.
Ob die Kupfer- bzw. Eisenspeicherkrankheit bisher richtig ausgeschlossen wurde kann ich noch nicht mal sagen. Ich war in der Rheumaabteilung der Uniklinik Mainz und die nette Ärztin hat eine Menge untersucht. Unter anderem auch den Ferritinwert, der bei 182(30-320) lag.
Ich weiß jetzt also nicht, in wie weit dies die wahrscheinlichste Spur ist. Im Hinterkopf habe ich diese Möglichkeit schon lange, wegen meiner zwei Verwandten. Aber ich glaube nicht, dass das die Ursache ist. Bleibt aber im Hinterkopf, denn ich habe die nächsten Wochen erst mal andere Untersuchungen vor mir. Schilddrüse und Muskeln. Wenn da wirklich nichts bei rum kommt, werde ich dieses Thema noch mal aufgreifen.
Zu Uta:
Ja die Borreliose ist ja mein großer Kandidat. Mein jetziger Arzt ist ein Spezialist was Borreliose angeht(kein Zufall). Er hat alle Borreliosetests durchgeführt. Leider nicht wirklich auf alle Bakterien, denn ein paar Bakterienarten(Chlamydien und Bartonellen z.B.) fehlen. Wie dem auch sei alles Tests auf Antikörper waren negativ. Erst mal schlecht. Da aber dieser uminöse CD57 Wert sehr niedrig ist, würde das die negativen Ergebnisse erklären. Unsicherheit bei ihm und mir, weil er auch entdeckt hat das meine Schilddrüse krank ist und er erst das abgeklärt haben möchte. OP steht aber frühestens im Juli an und meine Angst ist, dass die Schilddrüse auch nur ein Symptom ist und nicht die Ursache. Das hab mich meinem Doc gesagt und er sagt, dass es möglich ist er aber erst einmal die OP abwarten möchte. Das geht mir aber zu langsam. Ich dümpel jetzt schon 2,5 Jahre von Arzt zu Arzt. Dafür kann mein neuer Doc nichts aber ich will nicht noch ein 1/2 Jahr warten bis was passiert. Deshalb wollte ich hier horchen, ob einer hier schon mal ähnliche Symptome und Erfahrungen hatte bzw. gemacht hat. Ich war auch schon in einem Borrelioseforum und in einem Schilddrüsenforum und dort war die Meinung: "Alles möglich aber keinesfalls sicher". Hieß auch:" Mach doch eine OP dann wirst du schon sehn". Na ja das ist zwar der einfachste aber auch der längste Weg.
Blomben habe ich aber laut meines Zahnarztes(ist praktischer weise auch ein Kumpel von mir) nur ein oder zwei mit Amalgan und die sehen seiner Meinung nach sehr gut aus.
Das mit den Giftstoffen ist auch noch ein wenig offen. Im Chat hab ich gestern auch schon den Tip bekommen. Werde ich wohl so Handhaben, wie die Leberkrankheiten. Wenn sich wirklich nichts Anderes finden läßt muss ich mal danach schauen.
Unfall hatte ich bisher keinen, der die Wirbelsäule verletzen könnte.

Falls noch einer gute Tips hat bitte schreiben.
An margie und uta schon mal vielen lieben Dank.
Ich werde mir mal eine Liste machen, wie ich was abarbeite, um endlich mal strategisch vorzugehen. Eure Vorschläge sind schon mal drauf.

!!!!Ach: Falls einer einen wirklich sehr guten Arzt oder Ärztin in Wiesbaden nennen kann, wäre ich auch erfreut.Mein Doc ist sehr gut aber auch 70 km weit weg.!!!

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margie ist offline
Beiträge: 4.488
Seit: 02.01.05
Hallo Elbarto,

Zu margie:
Gemint ist der LDH Wert, wobei bei meinem jetzigen Arzt nur noch Cholesterin steht. Letzter Wert war 271 (-200).
Also das mit der Leber ist so eine Sache, weil mein Vater und seine Schwester an Leberkrebs gestorben sind. Mein Vater war noch sehr jung meine Tante schon alt. Beide haben nicht getrunken. Ich habe deshalb diese Spur soweit es ging verfolgt. Habe auch ein MRT von der Leber und das ist wohl total in Ordnung, wobei mehrere Ärzte meinten meine Leber wäre beim Ultraschall vergrößert. Da das MRT ein Jahr her ist gehe ich davon aus, dass es nicht die Leber ist.
Ob die Kupfer- bzw. Eisenspeicherkrankheit bisher richtig ausgeschlossen wurde kann ich noch nicht mal sagen. Ich war in der Rheumaabteilung der Uniklinik Mainz und die nette Ärztin hat eine große Menge untersucht. Unter anderem auch den Ferritinwert, der bei 182(30-320) lag.
Ich weiß jetzt also nicht, in wie weit dies die wahrscheinlichste Spur ist. Im Hinterkopf habe ich diese Möglichkeit schon lange, wegen meiner zwei Verwandten. Aber ich glaube nicht, dass das die Ursache ist. Bleibt aber im Hinterkopf, denn ich habe die nächsten Wochen erst mal andere Untersuchungen vor mir. Schilddrüse und Muskeln. Wenn da wirklich nichts bei rum kommt, werde ich dieses Thema noch mal aufgreifen.
Wenn Du Verwandte hast, die an Leberkrebs gestorben sind, ist eine vererbliche Leberkrankheit in Eurer Familie. Das ist aber ein sehr alarmierender Hinweis auf eine Lebererkrankung!
Leberkrebs entsteht als Spätfolge einer unbehandelten Lebererkrankung häufiger.


Ultraschall der Leber:
Man sieht in der Regel nur, ob die Leber vergrößert ist. Ist sie vergrößert wie bei Dir, liegt in der Regel eine Leberkranheit vor. Mehr sieht man im Ultraschall meist nicht. Nur wenn die Leber schon ganz schwer krank ist, also wohl kurz vor dem Leberversagen, soll man im Ultraschall auch etwas sehen. So ähnlich drückte sich vor ca. 2 Wochen eine Ärztin einer Uniklinik aus, die bei mir Ultraschall machte.

MRT der Leber:
Da sieht man auch erst etwas, wenn man eine weit fortgeschrittene Leberzirrhose hat.
Ich habe eine Fibrose im rechten Leberlappen und eine partielle Zirrhose im linken Leberlappen und bei meinem MRT heißt es, dass meine Leber in Ordnung sei!
Als ich einen Radiologen deshalb befragte, bekam ich zur Auskunft, dass man eben erst dann etwas sehe, wenn die Leber schwerst geschädigt ist.
Also wenn Dein MRT nicht auffällig war, heißt das nur, dass Du keine Zirrhose im Endstadium hast. Es schließt aber eine Leberkrankheit nicht aus.

Eisenspeicherkrankheit:
Bei einem Ferritinwert von 180 würde ich Dich als Genträger (Überträger) ansehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du die Eisenspeicherkrankheit mit diesem Wert hast. Aber man sollte noch die Transferrinsättigung machen und evtl. den Gentest.
Vielleicht hast Du die Kombination HFE 282 CY + HFE 63 HD (diese hat mein Bruder) dann hat man nicht sooo extrem hohe Ferritinwerte. Man soll aber mit dieser Kombination auch fast nicht leberkrank sein.

Also ich würde bei Dir dann eher in Richtung M. Wilson untersuchen.

Die Ärztin der Rheumaabteilung hat sicher nicht Leberkrankheiten ausgeschlossen und ganz sicher kaum einen M. Wilson. Diese Leberkrankheit hat zur Besonderheit, dass nicht mal alle sog. Experten für diese Krankheit sich einig sind und ich bin mir daher sicher, dass auch diese ab und zu die eine oder andere Fehldiagnose stellen.
Lasse mal die Laborwerte für M. Wilson untersuchen und stelle die Ergebnisse hier ein oder per PN auch an mich, falls ich den Thread nicht weiterlese (will hier etwas kürzer treten in Zukunft, da ich vieles andere noch zu tun habe - privat).
Bei Verdacht auf M. Wilson musst Du Dich selbst mit der Thematik beschäftigen, sonst kommst Du im Zweifel nicht weiter.
Ich musste selbst auf meine Diagnose kommen. Obwohl bei mir auf 2 Bildern, die bei einer Operation von meiner Leber gemacht wurden, zu sehen war, dass meine Leber links Zeichen einer Zirrhose hat, hat man sich nicht dafür interessiert, obwohl ich mit diesen Bildern alle Leberexperten im Umkreis "abgeklappert" habe. Erst 8 Jahre danach las ich zufällig etwas über M. Wilson und mir war klar, das dies meine Leberkrankheit sein müsste.

Es gibt noch eine weitere Leberkrankheit, die genetisch sein soll:
www.uni-heidelberg.de/presse/news08/pm281023-4gall.html

Aber auch die primär biliäre Zirrhose ist meines Wissens erblich.

Jedenfalls musst Du Dich auf Lebererkrankungen untersuchen lassen, bei denen man weiß, dass sie erblich sind. Es ist sicher kein Zufall, dass Deine Tante und Dein Vater an Leberkrebs gestorben sind.


LDH und Cholesterin:
Meinst Du anstatt LDH nicht etwa das LDL-Cholesterin?
Das ist etwas anderes als LDH.

Bei mir ist das Cholesterin dann umso höher, je höher meine Leberwerte sind. Sind sie niedrig, sinkt auch das Cholesterin.
Das soll öfter so sein und daher kann auch das Cholesterin von Deiner Lebererkrankung so hoch sein.

Deine muskulären Probleme können damit zusammenhängen, dass Du einen Mangel an Aminosäuren hast. Aminosäuren sind zum Aufbau der Muskulatur nötig (siehe Bodybuilder, die viele Aminosäuren "futtern" zum Muskelaufbau). Bei Leberkrankheiten hat man oft einen Mangel an Aminosäuren.
Lasse mal ein Aminosäuren-Profil im Blut und im 24h-Urin machen. Im Urin habe ich teils viel zu hohe Ausscheidungen an Aminosäuren und im Blut sehr niedrige Werte. Lasse auch mal Carnitin bestimmen. Da habe ich z. B. auch einen Mangel. Carnitin ist für die Muskulatur und den Fettabbau wichtig und kann die Blutfette beeinflussen (also evtl. auch das Cholesterin).
Außerdem hat man bei Leberkrankheiten oft einen Mangel an Magnesium, evtl. auch Kalium. Beides ist für die Muskulatur sehr wichtig. Oft sind schon niedrig normale Werte verdächtig (denn die Blutbestimmungen bei Magnesium und Kalium sind sehr empfindlich und es kommt daher oft zu falsch hohen Werten).

Gruß
margie
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Elbarto ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Zu uta:
Warum jetzt eine OP her muss ist mir auch nur halb klar. Ich habe Hormone bekommen, obwohl ich ja schon in einer geringen Überfunktionssituation war. Diese haben den warmen Knoten wohl etwas verkleinert. Darauf hin wurde meine Hormonration erhöht, was für mehr Beschwerden gesorgt hat. Zufall oder nicht. Na ja man weiß es nicht. Wie schon erwähnt ich glaube ja nicht an Zufälle. Der Arzt auch nicht und da es nur mit der geringen Dosis nicht voran geht meint der Arzt da muss dann wohl eine OP her.
Im Schilddrüsenforum schreiben viele, dass das wohl eine gängige Vorgehensweise wäre.
Ich bin kein Arzt und schon gar kein Endokrinologe und will eigentlich nur wieder ein "normales" Leben führen.
Soweit ich weiß habe ich nur geringe Nahrungmittelallergien, wobei ich diese über die Jahre anhand von selbsttest herausgefunden habe. Ich habe ja auch eine gute Pollen, Katzen und Pferdeallergie. Das aber schon gut 25 Jahre.
Was die Insektenstiche angeht habe ich bisher keine Auffälligkeiten.
Gruß
Marco

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.474
Seit: 26.04.04
Hallo Marco,

es ist zwar eine Privatpraxis, aber die kennen sich aus:
Privatpraxis Prof. Hotze (Schilddrüsenkrankheiten, Präventivmedizin)
Und die Praxis ist bei Dir praktisch "um die Ecke" bzw. nicht weit...
Bevor eine OP ansteht, würde ich mich lieber nochmal informieren.

Liebe Grüsse,
uma

2,5 Jahre Problem und nur Vermutungen....

Elbarto ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Danke uma,
genug Zeit vor der OPr ist ja noch. Also werde ich noch mal einen zweiten Arzt darauf ansetzen.
Gruß,
Marco

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Gibt es bei Dir irgendwelche Giftbelastungen in der Wohnung, am Arbeitsplatz, im Mund?

Ein Teil Deiner Beschwerden würde auch zu einer Nahrungsmittelintoleranz passen, allen voran zur Histaminintoleranz: http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite > Ernährung.


Gruss,
Uta


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