2, 5 Jahre Problem und nur Vermutungen....

09.04.09 22:46 #1
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2,5 Jahre Problem und nur Vermutungen....

Elbarto ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Hi,
als erstes war das mit dem LDH Wert wirklich quatsch. Ich habe jetzt noch mal nachgeschaut und es hieß LDL- geb. Cholesterin.
Ja Uta, dass mit den Giften ist auch noch offen und wird wohl wenn alles andere ausgeschlossen ist auch noch zu untersuchen sein.
Die Nahrungsmittelunverträglichkeit stand auch schon im Raum kann aber mehr oder weniger ausgeschlossen werden, weil ich drei Wochen lang nur Reis gegessen habe und es trat keine Besserung auf.
Danke nochmals.
Gruß
Marco
P.S.: Update vom mir wird wahrscheinlich am Mittwoch kommen.

2,5 Jahre Problem und nur Vermutungen....

Elbarto ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Hi,
hier ein kurzes Update.
Ich war jetzt im Krankenhaus, wo meine Schilddrüse operiert werden soll. War nur ein Vorstellungstermin. Die konnten mit der Szintigraphie meines Arztes nichts anfangen und wollen einen Tag vor der OP netter weise selber mal nachschauen. Die Ärztin war sehr nett und fragte mich, wie ich bzw. mein Arzt überhaupt auf die Idee gekommen wären, dass meine Schilddrüse krank wäre. Ich habe ihr von meinen Symptomen erzählt und sie meinte, dass dies zwar theoretisch von der Schilddrüse kommen könnte, dies aber sehr sehr unwahrscheinlich wäre und nur bei einer extremen Überfunktion der Fall sein könnte. Dies wäre aber laut meiner Blutwerte auch nicht der Fall. Aber wenn es kalte Knoten gibt wird einfach operiert und zwar, weil sich aus 1% der kalten Knoten ein Tumor im Alter entwickeln. Mit einer OP minimiert man das Risiko.
Die Halsschmerzen fand sie erstaunlicherweise auch sehr ungewöhnlich für ein Schilddrüsenproblem und zu den restlichen Symptomen meinte sie, dass es sich mehr nach Rheuma oder Borreliose anhört. Haha.
Das Dilemma geht weiter und die Unsicherheit auch.
Glücklicherweise meinte die Ärztin ist die OP eh unabhängig von meinen Beschwerden zu tätigen, wenn sich wirklich herausstellt, dass ich einen kalten Knoten habe. Die OP wird also ggf. stattfinden. Leider erst in 2 Monaten. Das ist wieder mal suuper lange hin und ärgerlich, denn es zieht sich gefühlt schon eine Ewigkeit hin.
Nun habe ich aus Internetrecherchen herausgefunden, dass ein sehr niedriger CD57 Wert fast immer auf eine Borreliose schließen lässt, vorallem wenn man auch noch die passenden Beschwerden hat. Diesen zu niedrigen Wert hatte ich und nun meine Frage an die Borreexperten. Soll ich meinen Arzt noch vor der OP auf den Zahn fühlen und ihn drängen eine AB Kur zu verschreiben?
Kann eine Borreliose eine Schilddrüsenüberfunktion mit Knoten und Zysten erzeugen? Sprich ist die Schilddrüse auch nur ein Symptom? Hat hier schon mal einer eine ähnliche Situation gehabt?
Frage an die Schilddrüsenexperten können alle meine Beschwerden nur von der Schilddrüse kommen, auch wenn die Ärzte es für sehr sehr unwahrscheinlich halten?
Ich habe keine Lust so lange zu warten, denn wenn die Schilddrüse raus ist wird bestimmt noch mit Hormonen nachbehandelt und es dauert locker noch mal 2-3 Monate bis man schlauer ist. Dann habe ich 3 Jahre zusammen.
Ungünstigerweise habe ich hier ja auch noch andere Anhaltspunkte erhalten(ungünstig bezieht sich auf den zeitlichen Aufwand und nicht auf die netten Tips), denen ich eigentlich auch nachgehen müßte.
Ich hoffe ihr könnt mir Tips geben und danke im voraus.
Gruß
ELBARTO

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.477
Seit: 26.04.04
Hallo ELBARTO,

Aber wenn es kalte Knoten gibt wird einfach operiert und zwar, weil sich aus 1% der kalten Knoten ein Tumor im Alter entwickeln. Mit einer OP minimiert man das Risiko.
Da gehen die Meinungen etwas auseinander, und nicht jeder Arzt ist dafür, gleich zu operieren
Wie geht der Arzt bei Knoten in der Schilddrüse vor?
  • Hat ein kalter Knoten im Ultraschall einen Durchmesser von weniger als 0,5 cm, wird seine weitere Entwicklung in einem Abstand von 6 Monaten beobachtet.
  • Knoten mit einem Durchmesser von 0,5 bis 1 cm werden in kürzeren Zeitabständen (3 Monate) beobachtet.
  • Knoten mit einer Größe ab 1 cm, die sich im Ultraschall echoarm, also "dunkel" darstellen und im Szintigramm "kalt" sind, werden feinnadelpunktiert.
Bei der Feinnadelpunktion wird mit einer dünnen Nadel unter Ultraschallsicht in den Knoten gestochen und einige Zellen entnommen. Das Verfahren ist zumeist nicht schmerzhaft, es gibt keine gefährlichen Komplikationen.
Durch vorheriges Auftragen eines Gels kann die Hautoberfläche betäubt werden, so dass der Patient vom Einstich nichts spürt.
Ist das Ergebnis der Feinnadelpunktion unauffällig, d.h. sind keine Krebszellen vorhanden, wird die Entwicklung des Knotens weiter beobachtet. Ergibt sich jedoch der Verdacht auf Bösartigkeit, so muss sofort operiert werden.
Muss jeder kalte Knoten operiert werden?

Die Anzahl der knotigen Veränderungen in der Gesamtbevölkerung ist sehr groß. Aus der empfohlenen Vorgehensweise wird ersichtlich, dass nicht jeder kalte Knoten zwangsläufig operiert werden muss. Es macht daher keinen Sinn, jeden kalten Knoten automatisch zu operieren. Vielmehr muss sichergestellt werden, dass diejenigen Knoten, die verdächtig sind, unbedingt erkannt und rechtzeitig einer Operation zugeführt werden. Die übrigen Knoten können mit Hilfe der Ultraschallmethode kontrolliert und beobachtet werden.
www.schilddruesenpraxis.de/lex_fach_sdknoten.shtml

Es sollte erst einmal sichergestellt sein, ob der Knoten tatsächlich Krebszellen enthält.

Liebe Grüsse,
uma

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Er hat alle Borreliosetests durchgeführt. Leider nicht wirklich auf alle Bakterien, denn ein paar Bakterienarten(Chlamydien und Bartonellen z.B.) fehlen. Wie dem auch sei alles Tests auf Antikörper waren negativ. Erst mal schlecht. Da aber dieser uminöse CD57 Wert sehr niedrig ist, würde das die negativen Ergebnisse erklären.
Gibt es denn nicht noch mehr Tests auf Borreliose, die vielleicht etwas mehr Klarheit bringen könnten, wie z.B. der LTT-Test (ist umstritten, könnte aber doch einen zusätzlichen Hinweis geben).
Dann gibt es auch diesen PCR-Test?:
Diagnose der Lyme-Borreliose - Übersicht

Grüsse,
Uta

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Elbarto ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Hi,
leider war mein LTT negativ. Aber laut meinem Arzt sagt das leider gar nichts aus, wenn dieser ominöse cd57 zu niedrig ist. Keine richtige Abwehr keine genaue Diagnose.
Vom PCR hab ich noch gar nichts gehört. Muss ich mir mal anschauen.
Gruß
ELBARTO

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Elbarto ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Hi an Alle,
heute ist ein rabenschwarzer Tag für mich. Eigentlich sollte ich morgen an der Schilddrüse operiert werden und damit sollten auch die warmen Knoten entfernt werden. Jedoch haben die Ärzte im Krankenhaus keine kalten Knoten gefunden und auch die warmen sind ja eh harmlos.
Keine OP.
Das ist zwar irgendwie auch schön aber meine Hoffnung ist geschrumpft, dass es mir mal besser geht. Nach dieser Nachricht habe ich gleich meinen Arzt angerufen, der darüber ziemlich sauer war und dies sehr persönlich nahm. Nachdem ich fragte, was ich bzw. wir nun unternehmen, weil ja auch noch eine mögliche Borreliose im Raum steht hat er gesagt, dass es keine Borreliose sei und ich solle mir eine Überweisung in die DKD Wiesbaden besorgen, weil er nicht weiter weiß. Er wäre am Ergebnis sehr interessiert und dann hat er sich schnell verabschiedet und aufgelegt. Ich habe gleich noch mal angerufen, da hat er sich verleumden lassen. Was für eine Welt. Einfach meinen Fall abgeschoben. Vorallem nachdem er mir vor Weihnachten schon eine 6 wöchige AB Kur verschreiben wollte.
Jetzt bin ich richtig deprimiert. Aber richtig. Stehe wieder bei null und mir gehts kein deut besser. Schlage mich jetzt bald 3 Jahre mit dem Mist rum.
Muss mir einen anderen Arzt suchen. Kennt noch einer einen Spezialisten auf dem Gebiet Borreliose in der relativen Nähe von Wiesbaden? Das Thema haben die Ärzte im Krankenhaus auch als sehr wahrscheinlich angesehen.
Gruß
ELBARTO
P.S.: Unser Krankensystem stinkt. Im Krankenhaus haben sie erst alle Untersuchungen(EKG,Röngtenbild von der Lunge und Stimmbänder angeguckt) für eine OP vorgenommen, bevor sie auf das Wichtigste die Schilddrüse geguckt haben. Was macht das denn für einen Sinn? Nur Zeit verplempert und Kosten erzeugt. Sie wußten doch von der Unsicherheit der Szintigraphie meines Docs. Da muss man noch nicht mal ein Arzt sein, um die richtige Reihenfolge festzulegen. Ich habe manchmal den Eindruck es laufen nur noch bekloppte herum.

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
- Anscheinend Borreliose(letztes Wort noch nicht gesprochen dank niedrigen CD57)
Niedrige Cd57 ist nicht Borrelliose spezifisch, und man darf aufgrund davon keine Diagnose der Borrelliose stellen, sondern nur wenn es hinreichend andere Hinweise gibt.

Niedriges Cd57 ist übrigens auch bei Menschen festgestellt worden die Quecksilbervergiftet sind. Aber hier gilt dasselbe wie bei Borrelliose. Um Schwermetalle, insbesondere Quecksilber, abzuklären bietet sich eventuell folgender Test an.

Geändert von Stengel (24.06.09 um 17:30 Uhr)

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Elbarto ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Was sind hinreichende Hinweise?
Meine 2 Bremsenbisse bevor der Spuk anfing ist für mich schon sehr bezeichnend. Meine Symptome auch. Und der plötzliche Anfang.
Für viele Experten sind Symptome + niedriger CD57 schon sehr richtungsweisend für eine Borreliose.
Quecksilbervergiftung passt natürlich auch recht gut zu meinen Beschwerden.
Aber wo soll die Belastung herkommen?
Meine Zähne sind mit nur einer Amalganplombe bestückt. Der Rest ist Keramik und davon hab ich auch nur 3.
Aber danke für den Tip. Hab den Link mal überflogen. Kann man ja generell mal machen, vielleicht kommt da ja was bei rum. Scheint aber schon recht kompliziert zu sein.
Gruß
ELBARTO

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Aber wo soll die Belastung herkommen?
Meine Zähne sind mit nur einer Amalganplombe bestückt. Der Rest ist Keramik und davon hab ich auch nur 3.
Die Belastung kommt aus der Amalgamplombe.

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Elbarto ist offline
Themenstarter Beiträge: 25
Seit: 08.04.09
Hi,
ich habe gestern nun meine Ergebnisse bekommen:
Chl. pneumoniae IgG-AK : 89 AU/ml Referenz: <22
Chl. pneumoniae IgA-AK : 24 AU/ml Referenz: <22
Serologischer Hinweis auf eher früher erfolgte Infektion mit Chl. pneumoniae.

Bartonella henselae IgG-AK i.S. (IFT Positiv)
Bartonella henselae IgM-AK i.S. (IFT Negativ)
Serologischer Hinweis auf eher früher erfolgte Infektion mit Bartonella henselae

NK- Zellen 6.7 % Referenz: 10-30
NK- Zellen 115/yl Referenz: 210-740
CD57+/ NK-Zellen 23.4/yl Referenz: 60-360

Was bedeutet das nun. Hab ich ein aktive Infektion, eine chronische oder gar nichts?
Gruß
ELBARTO


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